Dein Lächeln

von KidZero
KurzgeschichteRomanze / P12
All of Love / Snow Lilly Misono Alisuin
06.06.2016
06.06.2016
1
424
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
~ Dein Lächeln... ~
Es war schon später Nachmittag. Die Vögel verstummten langsam, die Zikaden zirpten leise und der Himmel tauchte in eine wunderschöne Symphonie aus Orange, Gold und einem zarten Rosaschimmer.
Von all dem bekam Misono allerdings nichts mit. Stumm saß er über einem altem verstaubten Buch und starrte wie gebannt auf die darin enthaltenen Bilder. Das Buch schien schon seit Ewigkeiten Niemand mehr angefasst zu haben und es fehlten auch einige Bilder. Wahrscheinlich hatte Mikuni, sein großer Bruder, sie auf seiner Flucht aus dem Haus mitgenommen. In seinen Gedanken vertieft, bemerkte er nicht, wie sich die Tür hinter im mit Bedacht öffnete. Jemand setzte sich hinter Misono und legte seine Arme um ihn. Sichtlich erschrocken wandte sich der kleine Ahoge um.
,, Lilly ! Du Bastard, jage mir dich nicht so einen Schrecken ein !"
,,Verzeihung..." Murmelte Lilly in seinen nicht vorhandenen Bart. Schnell packte Misono das Buch beiseite, damit Lilly es nicht sieht, doch der Versuch war mehr als nur nutzlos. Lilly hatte natürlich schon längst gesehen, worin Misono blätterte.
,,Trauerst du wieder den alten Zeiten nach ?" Lilly sah den Kleinen besorgt an. Misono wurde rot vor Wut. ,, Was geht dich das an ?"
,, Eine ganze Menge." Erwiderte der Blonde ruhig und strich Misono durchs Haar. Protestierend zog Misono seinen Kopf zur Seite. ,,Pfoten weg..." Schimpfte er leise und widmete sich nun doch wieder seinem Buch. Lilly stützte nach einigen Minuten seinen Kopf auf den Misonos und schaut mit hinein. ,,Was soll das bitte werden ?" Fauchte Misono, doch der liebenswürdige Riese antwortete nur mit einem leisen Kichern. Misono lief wieder rot an und wollte das Buch nach Lilly werfen, verfehlte jedoch sein Ziel, was ihm so gar nicht ähnlich sah, da er in den Jahren, in denen er Lilly mit allem Möglichen beworfen hat, sobald dieser sich ausgezogen hatte, seine Wurfkünste um vieles verbessert hatte. Grund dafür war jedoch, dass Lilly im rechten Moment den Arm von Misono ergriffen hatte. So machte das Buch einen Rundflug quer durchs Zimmer und landete schließlich vor dem Regal, aus dem es stammte. Verblüfft musterte Misono Lilly, der zum ersten Mal Hand gegen ihn erhoben hatte. Er tat ihm nicht weh, aber allein die Geste hinterließ Eindruck. Nach kurzer Zeit fing er sich jedoch wieder. ,,Du Bastard wagst es-" viel weiter kam der Zwerg jedoch nicht. Es hat 21 Uhr geschlagen. Wie vom Pfeil getroffen sackte Misono in Lillys Armen ein. Lilly streichelte Misono über den Kopf. Leise murmelte er nur ,,Gute Nacht mein Kleiner..." Gab ihm ein Kuss auf die Stirn und trug Ihn zu Bett.