hit me like a man [Teil 2]

OneshotRomanze / P16 Slash
Malcolm Reese
05.06.2016
05.06.2016
1
751
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
05.06.2016 751
 
[Sicht: Malcolm]

Meine Hände fahren über seinen Rücken und verharren in seinem Nacken. Er beugt sich von ganz allein näher zu mir und vergräbt seinen Kopf an meiner rechten Schulter. Sein Atem kitzelt an meinem Hals und verursacht ein angenehmes Prickeln.

Sein Oberkörper drückt sich näher an mich und ich kann sein schnell schlagendes Herz spüren. Es vibriert unter den Fingern meiner rechten Hand, die ich aus seinem Nacken gelöst und auf seine Brust habe gleiten lassen. Und mir geht es keinen Deut anders. Es ist verboten! Verboten! Und das törnt mich unheimlich an...

Meine Hand wandert wie von selbst unter sein T-Shirt und augenblicklich beschleunigt sich seine Atmung. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl seine nackte Haut zu berühren...

Er hebt den Kopf und sieht mich an. Blickt mir direkt in die Augen und in meinem Kopf legt sich ein Schalter um, der mich ausnoggt. "Reese..." Meine Stimme zittert, als ich seinen Namen ausspreche. Den Namen des Jungen, den ich kenne, seit ich auf dieser Welt bin...der alles von mir weiß...mein Bruder...
Sein Gesichtsausdruck sollte definitiv nicht mir gewidmet sein.

Ich schließe die Augen, als er sich meinem Gesicht nähert. Warmer Atem schlägt mir entgegen. Er riecht nach Minze. Seine Hände ruhen auf meiner Brust und er thront noch immer auf meinen Hüften. Mit einem Mal steigen Bilder in meinem Kopf hoch...Bilder die falsch sind. Von ihm und mir...

"Shit!" Es entfährt mir einfach so, als seine Hände plötzlich unter mein Shirt gleiten. Ich lasse die Augen geschlossen. Ich will ihn jetzt nicht ansehen. Ich will es genießen...weil es bei diesem einen Mal bleiben wird. Weil es das muss!

Aber ich kann nicht abstreiten, dass mich das hier überhaupt nicht mehr kalt lässt. Die Hände meines Bruders...meines Fleisches und Blutes...wandern tiefer. Ich kann mich selbst die Luft scharf einziehen hören, nur um das Keuchen zu übertünchen, das meine Lippen soeben verlassen wollte.

"Es scheint dir ja tatsächlich zu gefallen...", höre ich Reeses flüsternde Stimme an meinem linken Ohr. Seine Lippen streifen meinen Hals. Seine Worte lassen mich erschaudern. Unser Streit von vorhin ist wie weggeblasen...als hätte unsere Diskussion nie stattgefunden.

Und im nächsten Moment spüre ich, wie er seine Lippen auf die Meinigen legt...und es durchfährt mich ein Stromschlag. Es ist eine sanfte, beinahe unschuldige Berührung, doch ich bin wie erstarrt. Er löst Gefühle bei mir aus...Gefühle, die da nicht sein sollten.

Plötzlich spüre ich seine Hände überall. Er streift mir das Shirt über den Kopf...seine Hände erforschen meine erhitzte Haut...und es gefällt mir verdammt gut. Ich dränge mich ihm entgegen...küsse ihn...gierig...fordernd...hart. In diesem Moment ist mir alles egal. Meine Hände fassen den Stoff seines Shirts und ziehen ihn langsam nach oben und er hilft mir dabei, indem er seine Arme nach oben streckt.

Ich blicke an seinem Oberkörper hinab. Fahre mit den Fingerspitzen über die weiche Haut...die trainierten Oberarme...den leichten Sixpack.
"Du bist wunderschön..." Sein Herz schlägt unter meinen Fingern. Meine Hand wandert langsam zu seiner Wange. Er lächelt und als er unsere Lippen wieder verschließt, wandert sein rechtes Bein zwischen meine und ich kann mir ein Stöhnen nicht verkneifen, als es sich gegen meine Erektion drängt.

Seine Zunge gleitet in meinen Mund. Ich spüre wie er grinst. Meine Hände wandern an seinen Seiten entlang...ganz langsam schiebe ich ihm die lockere Jogginghose von den Hüften...nebst seinen Shorts. Seine Finger krallen sich in mein Haar und er zischt leise auf.

"Es tut mir leid..."
Verwirrt öffne ich die Augen. "Was?" "Das hier...es ist falsch..." Ich schüttle den Kopf. "Es kann nicht falsch sein...dafür fühlt es sich zu richtig an." Lüge! Ich glaube mir selbst nicht...
"Ich will dir nicht wehtun, Malcolm." "Das wirst du nicht...hör auf, dir Gedanken zu machen..." Meine Hand fährt über seine Wange, malt die Konturen seines Gesichtes nach. Die andere wandert zwischen unsere Körper und öffnet den Gürtel meiner Jeans...

Es ist so falsch...so verdammt falsch! Und es fühlt sich so richtig an...

...Als er wenig später in mich eindringt, strömen Tränen heiß und feucht meine Wangen hinab. Nicht weil er mich verletzt...weil ich ihn liebe...so sehr...und weil ich weiß, dass diese Liebe keine Zukunft hat und ich an ihr zugrunde gehen werde...in seinen Armen...in den Armen meines Bruders.

Wie ein Engel ohne Flügel...  
  
Review schreiben