Das Schicksal der Nummer Neun

von Katazina
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 Slash
Freddie Faulig Sportacus
03.06.2016
12.06.2016
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03.06.2016 1.247
 
("Aber Mama und Papa, liebe Schwestern und Brüder, das können wir doch nicht mit ihm machen! Nein, das geht einfach nicht!" "Sei ruhig, Freddie! Du weißt ganz genau, dass unsere Sippe immer und immer wieder von Sportelfen vertrieben wurde! Nun sind wir mal an der Reihe ihnen zu zeigen, wo die "Harke" hängt und damit basta!" "Aber warum denn gleich ihn in ein großes Fass mit Zucker, das...nein! Nein! NEIN!") "Nein!"
Freddies Schrei ist so laut, das er davon aus seinem Schlafe erwacht! Schweißgebadet fährt er hoch: "Puh, schon wieder so ein böses nächtliches Schlummererlebnis, so ein Albtraum! Träume dieser Art häufen sich in letzter Zeit bei mir sehr und ich kann mir einfach keinen Reim daraus machen!"
Langsam erhebt sich Herr Faulig, um zu frühstücken. Doch heute kann ihn nicht mal ein großes Stück Schokoladensahnetorte aufheitern, immer wieder wandern seine Gedanken zu dem bösen Traum zurück. ("Ich bin ein kleiner Bub und ein Superheld mit einer großen Nummer Neun kommt mit einem Luftschiff nach Lazy Town, was meiner Familie gar nicht passt! Verärgert sprechen sie nur vom Fitnessfanatiker oder Obst- und Gemüseverzehrer. Papa setzt alles daran, ihn loszuwerden und dann haben meine Geschwister eines Tages die Idee ihm eine Falle zu stellen und...Aber wieso habe ich überhaupt solche Träume und warum treten sie erst auf seit Sportacus hierhergezogen ist?") Ja, das sind viele Fragen auf einmal, doch so sehr Freddie Faulig nachdenkt, überlegt und grübelt, eine Antwort kommt ihm einfach nicht in den Sinn. ("Vielleicht finde ich ja oben in Lazy Town einen Hinweis!") Und so steigt Freddie die Treppe hoch nach oben zur Luke, die sich hinter der Plakatwand befindet und öffnet diese.
Es ist ein schöner Morgen, vom Osten her sendet die Glühende ihre rötlichen Strahlen über die Berge um die letzten Schatten der Nacht zu vertreiben, die sich in den Westen verziehen. Selbstverständlich ist auch Sportacus  in seinem Luftschiff, welches hoch oben über den Wolken schwebt, schon auf den Beinen. Gesund und munter macht er Räder und Luftrollen, nimmt dabei sein Frühstück in Form von Äpfel, Bananen und Milch ein, putzt sich die Zähne, kurz erledigt seine Morgentoilette, bevor er sich -mithilfe seines Luftgleiters- nach unten in die Stadt begibt. Auf dem öffentlichen Sportplatz warten schon die Kinder Trixi, Meini, Ziggy, Stephanie und Pixel auf ihn.
Sportacus: "Hallo, Freunde!"
"Grüß dich, Sportacus!" antworten die Mädchen und Knaben im Chor und dann fangen sie auch schon an mit einem Ball zu spielen.
Inzwischen hat auch Freddie den Ort erreicht und als Ziggy den Ball wirft, fliegt dieser soweit, das Herr Faulig ihn mit beiden Händen auffängt.
"He, was ist das denn?"
"Entschuldige bitte, Freddie, das ist nur unser Ball mit dem wir spielen!" gibt Trixi Auskunft.
"Nein, das ist Mein Ball!" kontert Meini.
"Nun ja, wie auch immer! Hier habt ihr eure Kugel zurück!" entgegnet Freddie, "he, Sportacus, fang!" Mit diesen Worten wirft Herr Faulig das Sport- und Spielzeug zu dem Blauangezogenen.
"Dankeschön, Freddie!"
"Keine Ursache!"
Während des Gespräches ist Freddie ein Einfall gekommen. ("Vielleicht sollte ich mal mit dem Bürgermeister reden, möglicherweise weiß er ja noch etwas über diesen Superhelden mit der Nummer Neun!") denkt Freddie und so macht er sich schnurstracks auf zu Meinhard Meintsgut, dem Bürgermeister von Lazy Town.
Dieser sitzt gerade in seinem Büro im Rathaus. Seine Sekretärin Senta Senfdazu ist bei ihm.
"Also wissen Sie, Herr Meintsgut, das ist mal wieder so etwas gewesen..." Wieder einmal erzählt Senta Senfdazu, die gerade aus dem Urlaub gekommen ist, was sie so alles erlebt hat, während ihrer freien Tage. Mit einem aufmerksamen Gesichtsausdruck hört der Onkel von Stephanie um nicht unhöflich zu erscheinen, wünscht sich allerdings das er ganz woanders wäre, das ihn die Ferienerlebnisse nicht wirklich interessieren und so ist er auch ganz froh darüber, als es plötzlich an der Türe klopft:
"Klopft, klopft!"
"Verzeihen Sie bitte, Fräulein Senfdazu, aber ich glaube da hat jemand ein Anliegen an mich!" Augenblicklich verstummt die Angesprochene, während Meinhard Meintsgut laut: "Herein!" ruft.
"Ah, Freddie Faulig! Ich wünsche Ihnen einen schönen guten Tag!"
"Mit bestem Dank zurück, Herr Meintsgut! Ich würde ganz gerne mal mit Ihnen unter vier Augen sprechen!"
Kaum hat Herr Faulig diese Äußerung beendet, als die unverheiratete Frau Senfdazu auch schon den Raum verlässt.
"Bitte, Herr Faulig! Nehmen Sie doch Platz!"
"Dankeschön!" Und damit lässt sich Freddie Faulig auf dem Stuhl nieder, der vor dem Schreibtisch des Bürgermeisters steht, während Meinhard Meintsgut selber hinter seinem Arbeitstisch sich niederlässt.
"Also, was ist Ihr Anliegen?"
"Nun ja, es ist schon lange her, ich bin damals noch ein Kind gewesen, aber können Sie sich daran erinnern, als die Nummer Neun hier in Lazy Town gewesen ist?"
"Ja, er ist eines Tages aufgetaucht, nachdem ein Kind ihm ein Luftpostbrief geschickt hatte und die damaligen kleinen Mädels und Jungen hatten viel Spaß mit ihm, bis er dann irgendwann wieder verschwunden ist. Aber wieso fragen Sie das, Herr Faulig?"
"Aus persönlichen Gründen. Gibt es vielleicht noch irgendwelche Schriftstücke aus der Zeit, die ich einsehen könnte?"
"Klar, das Archiv steht jedem offen. Wir können gleich hinunter in den Keller gehen, wenn Sie möchten!"
"Danke, sehr freundlich!"
Den ganzen Tag über verbringt Freddie im Archiv, welches sich in den unteren Zimmern des Rathauses von Lazy Town befindet. Er liest geradezu alles, was er über die Jahre mit der Nummer Neun in die Finger bekommt mit höchster Aufmerksamkeit und lässt sich durch nichts und niemanden ablenken.
("Ich muss einfach herausfinden, was mit diesem Sportathleten damals passiert ist und warum ich diese Albträume Nacht für Nacht habe!") denkt er sich.
Erst am frühen Abend, kurz vor Siebzehn Uhr kommt er aus dem Archiv zurück, gerade als Bürgermeister Meinhard Meintsgut für den heutigen Tag Schluss machen möchte, da die Arbeit getan ist.
"Sind Sie mit Ihren Recherchen erfolgreich gewesen, Herr Faulig?"
"Nun ja, ich habe eine Menge über die Jahre, in denen der Superheld mit der Nummer Neun hier in Lazy Town gewesen ist, gelesen, bin allerdings noch nicht auf des Rätsels Lösung gestoßen! Trotzdem danke, das ich die alten Akten einsehen durfte!"
"Keine Ursache!"
Damit verlassen die beiden das Gebäude.
Auf dem Sportplatz spielen die Kinder immer noch und als Freddie Faulig den neunjährigen Pixel erblickt, kommt ihm ein neuer Einfall: ("Hm, ob dieser rechnerbegeisterte Bub wohl einen Apparat besitzt, mit dem sich Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein hervorholen und auf einem Bildschirm sichtbar machen lassen? Denn irgendetwas müssen meine bösen Träume, diese schlimmen nächtlichen Schlaferlebnisse ja zu bedeuten haben!") Während er weiterschlendert, achtet er nicht auf die Umgebung. So bekommt er nicht mit, dass Bauarbeiter einen Gullideckel entfernt und vergessen haben eine Absperrung aufzustellen...
"AAHH!"
Laut und deutlich ist der Schrei von Herrn Faulig über mehrere Straßen hinweg von Lazy Town zu hören, als auch schon Sportacus daher gehüpft kommt. Das Piepen seines Kristalls hat ihm verraten, das jemand Hilfe benötigt. Im buchstäblich letzten Moment zieht er Freddie Faulig aus dem geöffneten Schacht.
"Ist alles in Ordnung mit dir, Freddie?" fragt der Turner mit freundlicher Stimme.
"Ja, vielen Dank, Sportacus!" entgegnet der große und junge Mann ebenso nett.
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