Mommy bleibt immer bei Dir

von AmyValens
SongficFamilie / P12
Lilly Rush OC (Own Character) Scotty Valens
03.06.2016
03.06.2016
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Rob Thomas – Little Wonders

Let it go
Let it roll right off your shoulder
Don't you know
The hardest part is over
Let it in
Let your clarity define you
In the end
We will only just remember how it feels


Der Schmerz vernebelte ihre Sinne und ließ sie die Welt wie durch einen Schleier sehen. Sie konnte sich noch daran erinnern wie sie Ed provoziert hatte auf sie zu schießen, damit er nicht mitbekam, wie Scotty den Raum hinter ihm betrat. Dann war da auf einmal dieser alles verzehrende Schmerz gewesen und das Atmen fiel ihr schwer. Kälte breitete sich rasend schnell in ihren Körper aus und ihre Umgebung klang plötzlich so schrecklich dumpf.
Lilly erinnerte sich noch, wie Scotty seine Hand auf ihre Wunde presste und mit der anderen ihren Körper an sich zog. Er rief Jeffries mit brüchiger Stimme zu sie sollen sich beeilen, bevor er seinen Kopf an ihre Stirn lehnte und eine heiße, einzelne Träne auf ihre Wange tropfte. Seine vertraute Wärme umfing sie, genau wie sein herrlicher Duft.
Manchmal, wenn er morgens joggen ging, vergrub sie ihr Gesicht in seinem Kissen nur um seinen Duft ganz tief in ihre Lungen zu saugen. Aber das würde sie ihm nie sagen, sonst würde er wieder den ganzen Tag mit diesem selbstgefälligen Grinsen rumlaufen.
Sie liebe ihn mit jeder Faser ihres Herzen und konnte einfach nicht glauben, dass dieser Mann genau so für sie empfand.

Our lives are made
In these small hours
These little wonders
These twists & turns of fate
Time falls away
But these small hours
These small hours still remain


Die Krönung ihrer Liebe war ihre gemeinsame Tochter Amy gewesen. Hatten sie nicht eben ihre Stimme gehört, wie sie nach ihr rief? Mommy, das hatte Amy schon seit einer kleinen Ewigkeit nicht mehr gesagt. Okay, Daddy war an der Tagesordnung besonders, wenn ihre hübsche Tochter etwas wollte und Scotty sagte wirklich zu fast allem ja, bis auf Dates da war er alles andere als großzügig.
Mommy!
Das war ihr erstes Wort gewesen und Lil hätte vor Stolz platzen können. Sie wusste noch, wie sie sich zu Scotty umgedreht und ihm die Zunge rausgestreckt hatte. „Siehst Du, sie liebt mich mehr!“ Ihre Stimme hatte geradezu vor Selbstzufriedenheit getropft. Scotty hatte daraufhin täglich mit ihr “Daddy“ geübt und nach drei Tagen hatte sie ihm auch den Gefallen getan. Aber Mommy war ihr erstes Wort gewesen, dass konnte ihr keiner nehmen.


Let it slide
Let your troubles fall behind you
Let it shine
Until you feel it all around you
And I don't mind
If it's me you need to turn to
We'll get by
It's the heart that really matters in the end


In der Ferne hörte sie ihr kleines Mädchen schreien und eine plötzliche Unruhe ergriff sie. Wie oft hatte sie ihre Tochter in den Arm genommen, wenn sie weinte oder schrie und ihr versichert das Mommy da war und alles gut werden würde.
Dabei hatte sie solche Angst gehabt als Mutter zu versagen, genau wie ihre eigene aber als man ihr nach der Geburt dieses kleine Wesen in die Arme legt hatte, war es selbstverständlich ihrem Kind nur das Beste zugeben.
Wenn Amy krank war, hatte sie die Kleine nächtelang durch das Haus getragen, damit sie wenigstens ein bisschen schlafen konnte oder war bei ihr im Krankenhaus geblieben, als sie sich das Bein gebrochen hatte.
Sie war doch ihr kleines Baby und egal was passieren würde, sie wird es immer bleiben. Sie musste sich für ihre Tochter zusammenreißen, schließlich brauchte sie Lil jetzt.

Our lives are made
In these small hours
These little wonders
These twists & turns of fate
Time falls away
But these small hours
These small hours still remain


Vorsichtig strich Scotty seiner Tochter immer wieder über ihren schlanken Arm. Sie hatten sich ins Wartezimmer gesetzt, irgendwann hatte Amy die Beine auf den Stuhl neben sich gelegt und sich an ihn gekuschelt. Während sie schlief, betrachtete er sie ganz genau und prägte sich jeden ihrer Gesichtszüge ein. Sie hatte so viel von Lilly und schien eine kleine Kopie seiner Frau zu sein. Sie war genau so zerbrechlich, hatte aber das Herz eines Löwen und sein furchtbares Temperament geerbt. Wie Lil das mit den beiden aushielt, war ihm wirklich ein Rätsel.
Sein Blick fiel auf seine schlafende Tochter und innerlich erschauderte er. Lil und Amy hingen sehr aneinander und waren an manchen Tagen unzertrennlich. Amy würde daran zerbrechen und er könnte ihr auf keinen Fall Einhalt bieten. Ohne Lilly würde er es nicht schaffen, daran gab es für ihn keinen Zweifel.
Ein junger Arzt in blauer OP-Kleidung, welche mit Blut beschmiert war, kam auf ihn zu. Er wirkte geschafft aber mit sich zufrieden, was Scotty aufatmen ließ.  
„Mr. Valens?“Fragend sah der junge Mann auf ihn und dann auf Amy. „War wohl ein bisschen viel für die Kleine oder?“ Scotty nickte nur stumm und drücke seine Tochter fester an sich. „Ihr Frau hat den Eingriff gut überstanden. Ihre Lunge ist am rechten Flügel etwas verletzt worden aber das konnten wir mithilfe einer Drainage beheben. Auch hat sie viel Blut verloren und hat zwei Konserven erhalten. Aber sie ist über den Berg und wach. Sie möchte sie beiden sehen.“ Lächelnd bedankte sich der junge Detectiv bei dem Arzt, ehe er vorsichtig Amy weckte.
„Mijo, wach auf! Mum ist wach und wartet auf uns.“ Sofort schlug sie die blauen Augen auf und sah ihren Vater fragend an. „Wir können wirklich zu ihr?“ Lächelnd nickte er und half ihr beim Aufstehen.

All of my regret
Will wash away some how
But I can not forget
The way I feel right now


Vorsichtig öffneten sie die Tür und erhielten zur Begrüßung ein schwaches Lächeln von Lil. Sofort begann Amy wieder zu weinen, rannte zu ihrer Mutter und umarmte sie. „Ist ja alles gut!“ Sanft strich sie ihrer Tochter mit der linken Hand über den Kopf. Dann wand sie sich an Scotty und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln. „Ich sollte mich öfters anschießen lassen, dann kommt auch meine Tochter wieder kuscheln.“ Scotty schüttelte nur ernst den Kopf und von Amy bekam sie einen bitterbösen Blick.
„Nicht witzig, Mom!“ Scotty hatte sich inzwischen auf die linke Bettkante gesetzt, ihre Hand genommen, welche vorher noch immer auf Amys Kopf lag und zu küssen begonnen. „Da muss ich ihr Recht geben.“ Lilly entzog ihm ihre Hand, rutschte umständlich etwas zur Seite und deutete ihrer Tochter an zu ihr ins Bett zu kommen.
Diese überlegte nicht lange und legte sich sofort zu ihr. Vorsichtig kuschelte sich Amy an die rechte Seite ihrer Mutter und bekam sofort einen Kuss auf die Stirn. Einen Moment betrachtete sie ihre Tochter einfach nur.
Obwohl sie schon 15 war, trug sie einen Schlafanzug mit Arielle drauf, hatte Hasenhausschuhe an und auf ihren babyblauen Bademantel tanzten kleine Teddybären.
Egal, was Amy auch sagte, sie war immer noch ihr kleines Mädchen und würde es auch immer bleiben.
Verliebt wand sie ihren Blick zu ihrem Mann und streckte ihm die Hand hin, welche er sofort ergriff und an seine Wange legte. „Das haben wir doch ganz gut hinbekommen oder?“ Mit einem Nicken deutete sie auf Amy, welche selig an der Seite ihrer Mutter schlief, während ein kleines Lächeln ihre Lippen zierten.

In these small hours
These little wonders
These twists & turns of fate
These twists & turns of fate
Time falls away but these small hours
These small hours, still remain
Still remain
These little wonders
These twists & turns of fate
Time falls away
But these small hours
These little wonders still remain