Ein Neues Zuhause -Pemberley

GeschichteRomanze / P12
Elizabeth Bennet Fitzwilliam Darcy Georgiana Darcy
03.06.2016
14.09.2018
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Hallo ihr lieben,
Ich hoffe das folgenden wird euch gefallen. Ich bitte um Kritik und Anregungen , aber seid auch nachsichtig mit mir, das ist mein erster Versuch!

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Elisabeth saß an ihrer Frisierkommode und lauschte den Geräuschen des Hauses. Es war noch sehr früh, die Sonne blinzelte langsam über die weichen Hügel vor Longbourne. Sie hörte unten in der Küche wie Mrs. Hill und sarah die Vorbereitungen für das frühstückt trafen. Sie hörte wie draußen die Stallburschen frisches Heu vom Boden in die Scheune für die Pferde hievten. Sie Hörte auch wie draußen der wind das schwere spätsommerliche Lauf auf dem Bäumen  vor ihrem Fenster sanft wiegte. Langsam wurde es heller in ihrem Zimmer. Reglos saß sie da.
„Das ist mein letzter morgen zu Hause“ flüsterte sie leise. Zu Hause… , wie seltsam das auf einmal klang.  heute würde sie heiraten und ein neues Zu Hause bekommen…Pemberley.
Sie hatte es schon einmal gesehen und sich gewundert dass sie von alledem Herrin hätte sein können. Ein seltsames Gefühl umgab sie damals. Hätte sie es nicht besser gewusst hätte sie gesagt es sei Wehmut, das alles nicht haben zu können. Doch ihre Gefühle waren damals schon dem Herren von Pemberley nicht mehr ganz so abgeneigt wie es zu Anfang der Bekanntschaft der Fall war. Sie wusste nicht so recht was sie eigentlich empfand. Mr. Darcy war in ihren Augen Stolz, kalt und auch distanziert von allem und jeden was in seinen Augen als unwürdig schien.  Und nun? Nicht einmal ein Jahr später, hatten sie ihre Meinung über ihn so vollständig geändert. Er war immer noch stolz und distanziert aber doch war er für sie doch ganz anders geworden. Liebevoll und fürsorglich. In ihrer Gegenwart gab er sich gelassener und er tat alles in seiner Macht stehende um sie glücklich zu machen und das weiß sie auch. Und Elisabeth versteht wesentlich besser warum er so ist wie er ist.

Sie nahm ihren Kamm aus der Schublade und fing an ihr Haar zu Bürsten.
„Heute werde ich heiraten!“ flüsterte sie und Ihr Herz machte einen Satz vor Freude.
Natürlich würde sie Longbourne, und ihre Familie vermissen aber das glück was sie gewinnt war doch von solch immenser Größe, das sie trotz aller schmerzlichen abschiede, freudig auf das neue, gemeinsame leben mit ihrem Mr. Darcy zugehen konnte.
Wie wird das Leben wohl in Zukunft sein, werden wir viel Zeit zu zweit verbringen? wie ist es wohl Herrin eines solch großen Anwesens zu sein? Sind die Aufgaben wohl ähnliche zu denen, die Mama auf Longbourne verübt? Vieler solcher fragen gingen Elisabeth durch den Kopf , viel von ihnen kamen ihr sobald sie sie gedacht hatte albern vor, denn sie wusste genau das solche Dinge sich regeln werden und sie gewiss viel zu lernen hat, aber auch gerne alles erlernen möchten was zu ihrer neunen Stellung dazugehört. andere Fragen wiederum machten ihr ernsthafter zu schaffen;  wie wird es wohl sein mit Mr Darcy … zusammen zu kommen… was erwartet er wohl von mir? Wird er auch sonst das Bett mit ihr teilen? Auf Longbourne gab es getrennte Schlafzimmer, aber sie hat doch schon ab und an gehört das manche paare jede Nacht in einem Bett schlafen. Elisabeth hatte sich in den Letzten Wochen mehr als einmal eingestanden dass sie keine Ahnung hat, was genau bzw. wie genau dieser Teil der ehelichen Pflichten aussehen wird.  
Bei allem neues was auf sie zukommt war das ein Thema was ich wirklich sorgen bereitete. Ihr Mutter hatte sich mit ihr darüber unterhalten und sie wusste auch vorher schon im groben wofür es nutzt und wie es „funktionieren“ soll. Die Bilder die sich aus den Worten ihrer Mutter in ihrem Kopf gebildet hatten bereiteten ihr panische Angst und gleichzeitig wollte sie den Mann den sie liebt nicht enttäuschen. Jane war zwar schon ein paar Wochen verheiratet aber als Elisabeth sie gestern im Vertrauen danach fragte, sagte sie nur dass sich das schon finden wird. Dabei lief sie rot an und wechselte das Thema.
Elisabeth atmete tief durch, sie wird bis zu Hochzeitsnacht darauf keine Antwort bekommen und es gab momentan auch wichtigeres. In wenigen Minuten wird Sarah zu ihr kommen und ihr beim ankleiden und frisieren helfen. Sie drehte sich um, Am Schrank hing ein wunderschönes weißem Musselin-Kleid mit einem feinen gestickten musste aus perlen und weißer seidengarn. Auch wenn sie nicht viel hatten so hatte sich Mr Bennet  bei den Ausgaben für die Hochzeit nicht lumpen lassen. Mr. Darcy hatte ihr einmal gesagt das sie ihrem Vater ausrichten soll dass er sich gerne an den Kosten beteiligen würde. Sie sagte ihm das Mr Bennet diesem Angebot abschlagen würde. Sie erzählte es ihrem Vater trotzdem und er schlug das Angebot tatsächlich aus.
„ Meine liebe Lizzy, du wirst es wohl deinen alten Papa gönnen, wenigstens einmal etwas Gutes für seine liebste Tochter zu tun“
Er war stolz auf sie und auch wenn es ihm schmerzte seine liebste Tochter gehen zu lassen so war sie doch sehr froh das er im ganzen doch mehr als zufrieden mit ihrer Wahl ist.

Sie saß eine ganze Weile so da, kämmte ihr Haar und hing ihren Gedanken nach als es an der Tür  klopfte und das Hausmädchen Sarah eintrat. „ Sie sind schon auf Miss! Wenn sie wollen würde ich zuerst ihre Haare richten, damit wir das Kleid beim langen sitzen nicht zerknittern“
Sarah flocht ihr volles Haar und verwobt die einzelnen Strähnen kunstvoll miteinander, zum Schluss fügte sie gekonnt noch etwas Schleierkraut hinzu.  Elisabeth sah im Spiegel schweigsam zu, wie sie sich in eine braut verwandelte.
Sie hatte es nicht einfach. Im Ganzen gesehen waren die letzte zwei Jahre sehr aufregend gewesen und haben allerhand Veränderungen mit sich gebracht. Jetzt jedoch schien zumindest alles Wichtige auf einem guten Kurs zu liegen.
Als sie sich so im Spiegel betrachtete konnte sie nicht anders. Sie musste einfach lächeln. Sarah half ihr in ihr Kleid und fing an es zu schnüren.
Es war zwar noch lange nicht alles gut aber was die anderen Dinge anbelangt so war sie vorsichtig optimistisch das sich auch davon noch einiges in wohlwollen auflösen würden. Denn auch wenn sie Lady Catherin deBourgh nicht mochte so war der Bruch zwischen ihr und ihrem Neffen doch auch Elisabeth nahe gegangen.

Erneut klopfte es an der Tür. Ihr Mutter Trat ein. „Mein Liebstes Kind! Wie wunder schön du bist. Ja du wirst Mr Darcy ausnehmend gut gefallen! Auch wenn Janes Kleid ihr besser gestanden hat. Oh mein liebes Kind! Ich bin froh dich so gut versorgt zu wissen, ich bin mir sicher das Mr. Darcy dir nie einen Wunsch abschlägt!“. Elisabeth lächelte einfach nur. Sie würde ihre Mama Vermissen, aber noch mehr ihren lieben Papa! Als Elisabeth fertig war und sarah ihr den Schleier aufsetzte drang von draußen dumpf die Stimme von Mr Bennet der um Einlass bat.
„Mein lieber Mr. Bennet! Du kannst doch nicht ernsthaft hier herein wollen?“
„ Und ob ich das will Mrs. Bennet! Irgendjemand sollte Lizzy vielleicht zur Kirche Begleiten oder möchtest du das der gute alte Mr. Hill diese Aufgabe übernimmt?“
Schnaufend öffnete Mrs. Benett ihrem Gatten die Tür doch der blieb wie angewurzelt stehen als er seine Tochter im Brautkleid vor sich sah. Elisabeth konnte es sich nicht verkneifen „Oh je Papa, ist das Kleid denn so hässlich, dass es dich Sprachlos macht?“ Mr. Bennet lächelte und bevor er etwas sagen konnte hörte man schon seinen frau Schimpfen „ Lizzy!! So etwas Freches kannst du doch nicht sagen, wen du so mit Mr. Darcy spricht, wird er deiner sehr schnell leid sein!“ Doch Elisabeth hörte sie nicht. Sie sah ihren Vater an und nicht zum ersten Mal seit ihrer Verlobung schossen ihr Tränen in die Augen. Sie wird ihren lieben und Albernen Papa sehr vermissen und er sie auch.