Liebe zu der ‚Schrottlaube‘?

von -Mizuki
OneshotRomanze, Fantasy / P18
01.06.2016
01.06.2016
1
2168
4
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
~Feelings~

Diese unglaublich nervige Schrottlaube folgte ihm überall hin. Er hasste sie nicht, aber trotzdem. Sie war ein Android, kein Mensch. Sie konnte keine Gefühle haben. Oder etwa doch? Dieses Mädchen war unglaublich Kinderlieb, da sie immer wieder etwas mit den Kindern unternahm, die Kyoma früher ziemlich auf den Nerv gingen. Jedoch störten ihn die Kinder nicht mehr, zudem das Mädchen sich mit den Knirpsen beschäftigte. Manchmal fragte er sich, ob sie auch so etwas wie Liebe empfinden konnte. Was ist wenn es wirklich so war?
Sie war seiner verstorbenen Freundin sehr ähnlich. Nicht vom Aussehen selbst, sondern eher der Statur und Charakterzügen her. Nein, nein. Er durfte für sie – Mira Yurizaki – nichts empfinden. Sie war nicht einmal ein richtiges Lebewesen, aber trotzdem war sie doch so menschlich und irgendwie ein wenig liebenswürdig. Wenn nur dieses Coil an ihrer Brust nicht wäre…
„Verdammt, was denke ich da überhaupt?!“, fluchte der Schwarzhaarige namens Kyoma.
„Alles in Ordnung?“ Mira sah ihren Kollegen leicht besorgt an, jedoch lächelnd.
Er musste schon zugeben, dass ihr robotermäßiger Schwanz und diese ‚Fühler‘ oder eher Sensoren sie zu etwas einzigartigen machte. Dann diese sonderbaren Tätowierungen…
Kyoma schüttelte genervt den Kopf und fasste sich an die Stirn. „Alles bestens. Putz lieber weiter.“
„Mach ich!“ Die Grünhaarige gehorchte ihm und wandte sich wieder an die Haushaltsarbeit.

Auch wenn er nie wirklich nett zu ihr war, mochte sie ihren Kollegen. Sie fühlte sich auch sehr wohl, vor allem weil sie bei ihm wohnen konnte, auch wenn Kyoma sie anfangs gar nicht hier haben wollte. Auch wenn sein Umgang mit ihr wie immer war, machte ihr das kaum noch etwas aus. Das was zählte war, dass sie sich immer wieder gegenseitig aus der Patsche halfen.
Nach einer Weile hatte die Grünhaarige alles blitzblank geputzt. Gut gelaunt lief sie in ihr eigenes Zimmer. Sie schätzte es sehr an Kyoma, dass sie von ihm vor einigen Wochen einen eigenen Raum in seiner Wohnung bekam. Nun musste sie nicht mehr im Wohnmobil hausen, das noch immer im Hof vor dem Haus stand.
Mira zog ihren Jogginganzug aus und nahm sich das weiße Kopftuch ab. Nachdenklich stand sie vor dem offenen Kleiderschrank und überlegte, was sie anziehen könnte.

„Hey Schrottlaube!“ Kyoma platzte in das Zimmer. Unerträgliche Stille erbrach im Raum.
Erst Sekunden später zog Mira die Bettdecke zu sich und verdeckte ihren nackten Körper. Ihr Gesicht wurde knallrot wie eine Tomate und warf ein Kissen nach dem Collector. „Klopf zukünftig an, bevor du reinkommst!“
„Mach doch lieber ein Schild an die Tür, wenn du dich umziehst, das ist immer noch mein Haus! Und man bewirft mich nicht einfach so mit irgendwelchen Dingen!“, murrte der Schwarzhaarige und war ebenfalls knallrot angelaufen.
Er hatte sie zwar schon einmal beinahe nackt gesehen kurz bevor sie auch zum Collector wurde, aber die Betonung lag auf beinahe.
Mira schwieg darauf nur und sah leicht beschämt zu Boden.
„Zieh dir endlich etwas an, wir haben Arbeit.“, seufzte Kyoma und verließ daraufhin das Zimmer.
Seit dem Kampf gegen Haruka waren nun schon mittlerweile sieben Monate vergangen, trotzdem gab es immer jede Menge zu tun.
Geschwind zog Mira sich ihren Hoodie und Rock an, nachdem sie ihre Unterwäsche anhatte. Die Kapuze zog sie sich über ihren Kopf, damit sie nicht sofort aufgrund ihrer Sensoren am Kopf auffiel. Ihr Schwanz hingegen war noch sichtbar, aber das war ihr nun egal. Sie schlüpfte in ihre weißen Stiefel und ging daraufhin zu ihren Arbeitskollegen, der bereits vor der Haustür auf sie wartete.

„Na endlich.“, kam es von Kyoma. „Können wir?“
„Ja! U-und… es tut mir wirklich leid, wegen gerade eben.“, entschuldigte sich das Mädchen und verbeugte sich leicht vor ihm.
Mira zuckte zusammen, als er ihr einen Schlag auf den Kopf verpasste. „Hör auf dich deshalb zu entschuldigen.“
Ohne ein weiteres Wort lief der Schwarzhaarige weiter und zog sich seine rote Jacke über.
Der weibliche Android sah dem jungen Mann eine Weile lang nach und war vorerst wie erstarrt.
„Trödel nicht herum, Roboter!“
„Ja!“ Mira lief ihm sofort hinterher und machte sich mit ihm auf den Weg zur nächsten Mission.
Nach Kurzem kamen die beiden an einer Bar an. Sie betraten das Gebäude und sahen sich dort nach bewaffneten Leuten um. Es dauerte auch nicht lange, bis Kyoma eine bewaffnete Frau vorfand, die den Barkeeper damit erpresste die Coils herauszurücken, die er heimlich hier bunkerte. „Los rück schon raus damit! Sonst puste ich dir deine Birne weg!“
Diese rothaarige Dame drückte die Knarre gegen den Schädel des Barkeepers. Ehe der Mann hinter dem Tresen zu Wort kam, warf Kyoma eines seiner Nadeln die an Fäden befestigt waren und traf die Waffe der Frau. Daraufhin zog er ihr die Pistole aus der Hand, die auch einen illegalen Coil in sich trug.
Währenddessen ging Mira auf den Barkeeper zu. Problemlos fand sie die restlichen Coils –ebenfalls illegale- und nahm diese zu sich, woraufhin der Mann von der Bar auf das Mädchen losging, jedoch schlug sie ihn mit Leichtigkeit gegen die Wand, sodass er sogar Blut spuckte.
„Was bist du denn für ein Gör?!“, fuhr er sie an, während er sich wieder aufrappelte.
Lächelnd sah Mira den Mann an und verschwand zusammen mit Kyoma wieder.

Einige Stunden später nachdem die beiden jungen Collector alles erledigt hatten, gingen sie wieder nach Hause. Auf den Weg dorthin schwiegen sich die beiden die ganze Zeit über an. So ging es auch eine Weile lang, als sie bereits daheim waren.
„Du Mira?“, kam es auf einmal von Kyoma.
Mira sah den jungen Mann mit freudestrahlenden Augen an. „Du mich bei meinem Namen genannt!“
Der Schwarzhaarige kratzte sich stöhnend seine Wange. „Kannst du auch so etwas wie Liebe empfinden?“
Das grünhaarige Mädchen starrte Kyoma sprachlos an und sah, welch rosige Farbe seine Wangen annahmen.
„Weiß nicht.“ Sie verschränkte die Hände hinter dem Kopf und das was sie sagte, war gelogen. Das lag daran, dass sie ehrlich gesagt tatsächlich ein klein wenig was für diesen Mann empfand.
„Sag mir die Wahrheit.“, befahl er ihr.
„A-aber warum… w-willst du das w-wissen?!“, stammelte Mira.
„Weil ich es von dir verlange, dass du das sagst!“, murrte der Schwarzhaarige.
„Woher soll ich denn das wissen? Ich mein… wer will schon was von jemanden wie mir…? Außerdem… bin ich nicht… solange hier schon auf der Welt, d-dass ich so etwas… weiß.“ Die Grünhaarige mit den beiden violetten Strähnen musste schwer schlucken. Solch absurde Fragen hatte er noch nie gestellt.
Auf einmal kam er ihr unglaublich nahe, beinahe zu nahe. Dieser Typ beugte sich zu ihr, sein Blick bohrte sich in ihre hellgrünen Augen. Das Mädchen wurde knallrot und versuchte ihren Blick von ihm abzuwenden, was jedoch nicht klappte, da er ihren Kopf mit beiden Händen festhielt.
„W-was soll… das?“, stotterte das Mädchen sichtlich nervös.
„Warum bist du so unglaublich niedlich wie sie?“, wollte er von ihr wissen.
„Was?! Ich dachte… du magst mich nicht wirklich…“
„Kapierst du denn gar nichts?! Hätte ich dich sonst hier direkt in mein Haus einziehen lassen und dir sogar ein Zimmer gegeben?“ Kyoma schlug in die Wand, knapp an ihrem Kopf vorbei, ein.
„Also…“, setzte Mira an.
„Schweig!“
Das Mädchen schrak vollkommen zusammen, erst recht als er sie auf einmal total unerwartet küsste. Sie wusste nicht, wie sich ein Kuss anfühlte – bis jetzt. Aber irgendwie… fühlte es sich toll an.
Er löste sich wieder von ihr. „Deine Lippen sind genauso wie von… ihr. Also nicht, weil ich das mache, weil…, naja du weißt schon…“
„Hm…?“, mehr brachte der Android nicht zustande.
„Ich hab mich schon vor eine Weile in dich verknallt… kaum zu glauben, dass ich mich in ‘ne Schrottlaube verliebe.“ Denn das konnte er kaum von sich selbst glauben.

Zärtlich streichelte Kyoma Miras Arm. Ihre Haut fühlte sich so weich an. Sie war nicht einfach nur ein Roboter, sondern sie war etwas Besonderes. Sie hatte Gefühle, wie jedes normale Lebewesen auch. Erst konnte er ihr dies nie abkaufen, jedoch weinte sie, wenn sie traurig war, sie lachte, wenn sie etwas lustig fand und sie wurde wie jetzt in seiner Nähe nervös. Er wusste einfach, dass sie für ihn dasselbe empfand, wie er für sie. Vorsichtig zog er das Mädchen zu sich und küsste sie erneut. Er nahm sie mit ins Wohnzimmer und ließ sich mit ihr aufs Sofa fallen. Behutsam zog er ihr den Pullover aus. Daraufhin folgten ihr Rock und auch ihre Unterwäsche. Langsam fragte sich Mira, wieso sie sich dies gefallen ließ, aber irgendwie wollte sie es auch.
Dann zog der Schwarzhaarige sich ebenfalls aus und drückte das junge Mädchen ins Sofa und fing an ihren Hals zu küssen. Etwas ängstlich drückte sich die Grünhaarige an ihren Arbeitskollegen. Sie wusste nicht, was nun auf sie zukäme. Sie ahnte es zwar, aber sie hatte keine Ahnung wie sich all das anfühlte, vor allem da er ein Mensch war und sie nicht. Ein wenig verwundert war das Mädchen doch, dass er in sie verliebt sei, da er sie immer als ‚Schrottlaube‘, ‚Roboter‘ und so weiter bezeichnete. Zudem war sein Umgang mit ihr auch nicht der Schönste. Ja, sie hatte schon vor Längerem Gefühle für ihn entwickelt, jedoch sagte sie nie etwas, gerade weil sie dachte, dass er für sie nicht dasselbe empfand, wie sie für ihn.
Die junge Yurizaki zuckte zusammen, als er ihren Schwanz berührte. Doch sie beklagte sich nicht, da ihr bewusst war, dass er wusste, dass sie dort empfindlich sehr empfindlich war. Auf einmal vertraute sie ihm. Nein. Sie hatte ihm auch schon zuvor vertraut, jedoch nicht auf diese Weise.

Behutsam führte der Collector Miras Hand zu seinem Geschlecht, weshalb sie knallrot anlief. Sie kannte es nicht. Aber je länger er ihr diese Zärtlichkeit schenkte, desto mehr Gefallen fand sie daran. Sein Kuss fühlte sich so unglaublich warm und liebevoll an, sodass ihre Angst nach und nach verflog, vor dem was Kyoma vorhatte.
Vorsichtig strich Mira über sein Geschlecht. Sie hoffte wirklich sehr, dass er es nicht seltsam fand, mit einem ‚Roboter‘ Geschlechtsverkehr zu haben. Aber sie musste daran denken, dass er damit anfing, also wusste er genau, was er da tat.
Einige Knutschflecken zierten die Haut des Mädchens. Sie fragte sich erst, was das war, aber das wurde ihr irgendwann bewusst, als sie bemerkte, dass diese Flecken immer zustande kamen, wenn er sie sehr intensiv an der Stelle küsste.
Die Grünhaarige stöhnte leicht auf, als Kyoma mit dem Finger in ihr Geschlecht drang. Sie fragte sich in diesem Moment was er tat und auch wieso. Doch er antwortete nicht und machte einfach so weiter, indem er den Finger in ihr mit Vorsicht bewegte.
Nach einer Weile zog er den Finger aus ihr heraus und kniete sich über den weiblichen Android.
„Bist du bereit, Schrottlaube?“, mit einem auffordernden Blick sah er das Mädchen an.
„W-wofür?“, stammelte sie.
„Dafür.“ Mehr sagte er nicht mehr und drang mit seinem Geschlecht in ihres und er merkte, wie sehr sie sich an ihn klammerte.
Sie merkte, dass das Ding in ihr viel größer war, als sein Finger. Während er in ihr war und sich bewegte, küsste er sie behutsam, strich mit den Fingern an ihren Tätowierungen entlang, die sich an Beinen und Händen befanden. So etwas hatte Mira noch nie erlebt und sie musste zugeben, sie mochte diese neue Erfahrung, die sie gerne wiederholen würde.
Stöhnend klammerte sie sich weiterhin an ihn und hinterließ ihm ungewollt einige Kratzspuren, was ihm jedoch überhaupt nichts ausmachte.

Nach einer Weile ging Kyoma aus ihr heraus und ließ sich völlig erschöpft neben ihr nieder. Lächelnd strich er über ihre Wange.
„Wenn du lächelst, gefällt mir das viel besser.“, flüsterte Mira mit einem rosigen Gesicht.
„Ach ja?“, hakte er mit hochgezogener Augenbraue nach.
„Ja.“
„Ich hätte nicht gedacht, dass man so etwas mit einem Roboter machen kann.“, grinste der Schwarzhaarige hämisch, woraufhin Mira ihm auf die Schulter schlug. „Autsch! Verdammt lass deine übertriebene Kraft nicht an mir aus!“
Lächelnd küsste Mira Kyoma auf die Wange. „War das alles jetzt nur zu deiner Befriedigung ode-“
„Nein, ich mein das ernst. Ich liebe dich… ich hoffe du kannst es erwidern.“, unterbrach er sie.
Sie sah in seine wundervollen dunklen Augen. „Kann ich…, macht es dir denn nichts aus, dass ich darin noch unerfahren bin… und dann wegen der Sache von deiner verstorbenen Freundin…? Und meinem Coil…“
„Ich akzeptiere dich so wie du bist und sie… ist tot, sie würde mir niemals verbieten eine neue Beziehung anzufangen.“
Der Schwarzhaarige legte seine Arme um das entkleidete Mädchen und zog die Decke zu sich, die auf den Boden lag und deckte sich mit ihr zu. „Schlaf gut.“
„Du ebenfalls.“, murmelte Mira und schlief daraufhin friedlich ein, woraufhin Kyoma ihr es gleichtat.
_____________________________________________________________________________

Hey

Ich hoffe euch hat das OS gefallen. Auf Rückmeldungen würde ich mich natürlich sehr freuen. Ob die Beziehung der beiden gelingen wird, könnt ihr euch gern selbst vorstellen.
Ansonsten hoffe ich, dass ihr Spaß beim Lesen hattet~

Grüßle
eure Mizu
Review schreiben