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When i look at you

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Marco der Phoenix Monkey D. Ruffy Nami Puma D. Ace / Gol D. Ace
31.05.2016
25.06.2022
24
69.886
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31.05.2016 1.698
 
Müde rieb er sich die Augen und beugte seinen Kopf nach rechts und links. Er griff sich in den Nacken, da dieser weh tat von der ungünstigen Schlafposition. Ihm war klar, dass er irgendwann einschlafen würde, da er nun schon seit mehreren Stunden mit dem Zug unterwegs war. Vorsichtig versuchte er aus dem dreckigen Fenster einen Blick zu erhaschen. Er erkannte die alt gebackenen Häuser aus der Ferne, welche in funkelnden Lichtern leuchteten und somit die Stadt in der tiefschwarzen Nacht erhellten.  Zwei Jahre war er fort gewesen und er fragte sich, wie viel sich wohl verändert hatte? Damals war er auf und davon, da er es hier nicht länger ausgehalten hatte. Die Auszeit hatte ihm gut getan und er hatte sein Leben halbwegs geordnet. In zwei Tagen würde er sein Medizinstudium beginnen und zuvor würde er seinen kleinen Bruder wiedersehen. Als er gegangen war, war er ohne ein Wort des Abschiedes verschwunden und er hatte wirklich ein schlechtes Gewissen gehabt. Es hatte etwas gedauert bis er den Mut gefunden hatte ihn zu kontaktieren.  Wenn er so darüber nachdachte, musste er sich so um die hundertmal entschuldigt haben. Doch sein kleiner Bruder Ruffy nahm ihm zu seinem Glück nichts übel und hatte sogar für seine Situation Verständnis gehabt. Er hatte wirklich das Herz am rechten Fleck und er freute sich bald wieder bei ihm zu sein und ihn in seine Arme zu nehmen. Aber bei all der Freude hatte er auch Bedenken, wie es wohl sein würde, wenn er ihm wieder begegnete. Er wusste nicht, wie er sich ihm gegenüber verhalten sollte und ob er ihn überhaupt jemals wiedersehen wollte. So viel Schmerz hatte er ihm bereitet, dass er damals nicht wusste, wie er jemals darüber hinweg kommen sollte. Nur mühsam hatte er sich davon erholt und er hoffte, dass es auch so bleiben würde und die alten Wunden nicht wieder aufgingen, wenn er seiner ersten großen Liebe entgegen trat. Er sollte nicht schon wieder über ihn nachdenken. Es konnte doch auch sein, dass es der Herr da oben gut mit ihm meinte und sich die Wege von ihnen nicht mehr kreuzten. Aber wer wusste das schon?

************


Genervt rieb sie sich die Schläfe. Was hatte sie eigentlich auch anderes erwartet? Es war schließlich immer dasselbe mit ihm. Aber heute trieb er es wirklich auf die Spitze. Nicht, dass er zu spät kam. Nein, er war auch noch so dreist und flirtete mit einer Angestellten der gegenüberliegenden Bar, die keine 100 Meter weiter von ihrem Treffpunkt entfernt lag. Manchmal fragte sie sich wirklich, warum sie einer Beziehung zugestimmt hatte. Sie hatte von Anfang an Bedenken gehabt, war Sanji doch der größte Aufreißer des Campus aber mit seinen Worten hatte er sie um den Finger gewickelt gehabt und sie gab ihm eine Chance. Sie konnte ja nicht ahnen, dass sie so einige Nerven mit ihm verlieren würde, dennoch kannte sie auch seine anderen Seiten. Er war liebevoll, zuvorkommend, höflich und gebildet. Außerdem sah er wirklich gut aus und er bemühte sich ernsthaft darum ihre Wünsche zu erfüllen. Was wollte sie denn mehr? Mit diesem Gedanken machte sie sich auf den Weg zu der Bar, um Sanji zu zeigen, zu wem er gehörte.  

Die Angestellte legte gerade eine Hand auf seine Brust und lehnte sich an sein Ohr.
„Wie wäre es, wenn du mich halb 8 abholen kommst und ich dir zeige, wie sehr ich dich begehre?“
Nami konnte kaum fassen, was sie mit anhören musste und sie wusste nicht, wie man nur so billig sein konnte. Eine immense Wut auf das Flittchen stieg in ihr auf.
„Ich glaube nicht, dass das mein Freund nötig hat, denn was will er mit einer wie dir, wenn er mich haben kann?“
Dabei zog sie ihre Augenbraue nach oben und sah sie von oben bis unten an.
Die Frau sah sie fassungslos an.
„Wie bitte?“
„Ich denke, sie haben mich schon verstanden“, sagte sie, lehnte sich provokativ an Sanji und grinste sie überheblich an.
„Was bilden sie sich eigentlich ein? Und du, warum hast du mir nicht gesagt, dass du eine Freundin hast, dann hätte ich meine Zeit nicht mit dir verschwendet.“ Wütend stapfte die Angestellte davon und fluchte vor sich hin.
Sanji sah unsicher zu seiner Freundin.
„Ich..es..tut..mir..leid. Ich..“
„Schon gut“, unterbrach sie ihn. Sie hatte keinen Nerv mehr sich mit ihm auseinanderzusetzen. Nami wollte einfach nur nach Hause und war froh, dass sie die nervige Ziege von Sanji wegbekommen hatte.

*********


Seufzend kam Ruffy hinter der Säule hervor und blickte traurig den beiden hinterher. Was fand sie nur an Sanji? Er war doch der Weiberheld des ganzen Campus und dennoch auch einer seiner besten Freunde, dachte er sich geknickt. Er sollte sich schämen, so von ihm zu denken aber er konnte einfach nicht anders. Als Sanji ihm gesagt hatte, dass er eine neue Freundin hatte, hatte er sich wirklich sehr für ihn gefreut. Er gönnte es seinem Freund, da er schon seit Ewigkeiten keine ernsthafte Beziehung mehr angefangen hatte. Aber als er erfuhr, dass es ausgerechnet seine heimliche Liebe war, zog sich sein Herz schmerzlich zusammen. Schon so oft wünschte er sich ihr näher zu kommen, doch er wusste immer nicht wie und so verlor er den Mut und jetzt war es zu spät. Sie schien glücklich mit ihm zu sein und er musste versuchen über sie hinweg zu kommen aber wie sollte das gehen, wenn er sie jeden Tag in der Uni sah? Geknickt ließ er seinen Kopf hängen und nahm gar nicht wahr, wie sich eine schwarzhaarige Frau näherte. Erst als sie ihn mit einer Umarmung von hinten herzlich begrüßte, bemerkte er sie. Er musste sich nicht umdrehen, um zu sehen, wer da an ihm hing. Auch so wusste er, dass es Boa war. Sie war in seinem Kurs und hatte aus einem unergründlichen Grund einen Narren an ihm gefressen seit er ihr das erste Mal bei einer Aufgabe geholfen hatte. Irgendwie waren sie eine Art Freunde geworden, zumindest wenn es nach ihm ging, sie schien etwas mehr da hinein zu interpretieren. Schon mehr als einmal hatte er versucht, ihr klar zu machen, dass er nicht mehr in ihr sah als eine Freundin doch es war vergebens und so gab er irgendwann auf. Sanft löste er die Umarmung und lächelte sie freundlich an.
„Hay Boa, wo kommst du denn her?“
„Ich habe auf dich gewartet und gehofft, dass wir zusammen nach Hause gehen und dann vielleicht noch etwas zusammen essen gehen könnten“, klimperte sie mit ihren Augen.
Ruffy musste bei dem Anblick immer schmunzeln, weil es einfach albern aussah und ihr Blick sowieso nicht bei ihm funktionierte.
„Wir können meinetwegen zusammen nach Hause laufen aber dann muss ich meinen Bruder vom Bahnhof abholen. Er kommt heute Abend nach Hause.“

Eigentlich erfand er immer irgendwelche Ausreden aber heute entsprang es sogar mal der Wahrheit. Sein älterer Bruder würde wieder zu ihm zurückkehren und er freute sich riesig darüber, hatte er ihn solange missen müssen. Es war nicht so, dass er nichts von ihm gehört hätte, aber telefonieren war nie so toll gewesen, wie mit ihm ein Gespräch zu führen und ihn bei sich zu wissen. Ace war immer für ihn da gewesen und sein großes Vorbild. Für ihn war es schwer gewesen zu akzeptieren, dass er eine Auszeit von seiner Heimat benötigte aber anderseits wusste er auch, dass Ace die Trennung von seiner großen Liebe mehr mitgenommen hatte als er zugeben wollte.  Er hoffte, dass Ace darüber hinweg war und nach vorn sehen konnte.
„Oh, Ruffy, du hast einen Bruder, das wusste ich ja gar nicht. Na dann erzähl mir doch ein wenig von ihm“, meinte sie und harkte sich bei ihm ein.
Seinem Schicksal sich ergebend lief er mit ihr los und kam ihrer Aufforderung nach.

********


Frustriert packte er seine Tasche und ärgerte sich über seine Schüler. Die Klassenarbeit in Mathe war wieder schlechter ausgefallen, als er erwartet hatte. Schließlich war er mit ihnen den Stoff diesmal extra länger durchgegangen als im Lehrplan eigentlich dafür vorgesehen war. Leider schien seine Taktik nicht auf zugehen und er fragte sich wirklich, was er noch machen sollte, damit seine Schüler besser abschnitten als im Moment. Er hatte keine Antwort darauf und würde sich wohl etwas einfallen lassen müssen.  Aber im Augenblick wollte er jetzt nur nach Hause und warf sich seine Tasche um den Hals. Er schob seinen Stuhl an den Tisch und lief zur Tür. Nachdem er aus ihr herausgetreten war, wurde er auch schon von der Seite angerempelt. Verärgert sah er zu dem Übeltäter und wollte ihm gerade anmotzen als er seinen besten Freund erblickte, der ihn freudig anlächelte.  
„Thatch, was sollte das?“
Der zuckte mit den Schultern und sah ihn unschuldig an.
„Mir war einfach danach. Wie sieht es heute Abend bei dir aus“, wollte er stattdessen wissen.
Fragend hob er eine Augenbraue.
„Was meinst du damit?“
„Na, ich möchte wissen, ob du heute Abend schon etwas geplant hast?“ Dabei sprang er aufgeregt von einem Bein zum anderen.
„Ich werde jetzt nach Hause gehen, mir ein Abendbrot machen und anschließend ein Buch lesen bevor ich ins Bett gehe“, sagte er schlicht.
Verständnislos rollte er mit den Augen.
„Marco, du bist 34 und keine 60. Also wirst du heute mit mir in eine Bar gehen und wir machen mal wieder einen drauf. Izou wird auch mitkommen und vielleicht möchtest du ja diesen Sam mitnehmen“, gab er ihm zu verstehen.
„Thatch,ich..“
„Nein, ich akzeptiere kein nein“, fiel ihm Thatch ins Wort.
Marco haschte einen Blick in sein Gesicht und erkannte die Ernsthaftigkeit darin, dass er keine Widerworte zulassen würde.
„Na, dann bleibt mir ja nichts anderes übrig als ja zu sagen“, gab er nach.
„Du wirst es nicht bereuen. Ich verspreche es dir“, sein Gesicht strahlte regelrecht und er klatschte begeistert in seine Hände, dass es so leicht war ihn zu überzeugen.
„Also wann geht es los?“
„Ich hol dich gegen 20 Uhr bei dir ab.“
„Alles klar. Dann werde ich mich jetzt wohl auf dem Heimweg machen, um mich noch ein wenig frisch zu machen“, meinte Marco und ging sich kurz durchs Haar.
„Wir sehen uns also später.“
Thatch nickte und verabschiedete sich bei seinem besten Freund mit einer Umarmung.
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