Freddie bereut

von Katazina
GeschichteAllgemein / P12
Freddie Faulig Sportacus Stephanie
30.05.2016
30.05.2016
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Freddie Faulig sitzt in seiner unterirdischen Wohnung in seinem Sessel. Nur mit Mühe und Not hat er es geschafft sich den Blecheimer wieder vom Kopfe zu ziehen.
("Ich bin heute, das erste Mal in meinem Leben, in einer Schule gewesen und wofür? Nur damit ich in Nummer Eins der Bösewichte auf der Welt in diesem Magazin werde und es hat überhaupt nichts gebracht! Die ganze Arbeit, alles Tarnen, Tricken und Täuschen ist buchstäblich nur für die Katz gewesen, jawohl! Kuchen darf man während der Schulstunden nicht essen und dann hätte ich doch beinahe eine Banane oder, wie dieser kleine Bub mir erklärte, einen Powersnack verzehrt...das mit der Tür war -im Nachhinein betrachtet- auch nicht so klasse, nun ja und dann wie der Schulrektor den Eimer...Aber...") In Gedanken geht er noch mal die vergangenen Stunden des Tages durch.
Plötzlich wird Freddie ganz still und dann kommt ihm noch eine Erinnerung hoch. Es ist die, als Stephanie auf dem Weg zur Schule gewesen ist und ihm erklärte, dass zwei und zwei vier ergibt. Zudem haben das Mädchen und seine Freunde Ziggy, Meini, Pixel und Trixi auch versucht im was beizubringen...
("Es ist nicht richtig gewesen, was ich getan habe und ganz besonders Stephanie gegenüber habe ich mich sehr ungerecht verhalten und...") Zunächst erschrickt Freddie selber über diese Art von Gedanken, dann macht sich ein ungutes Gefühl in der Magengegend breit. ("Was ist denn nur mit mir los?") überlegt er.
Zur gleichen Zeit spielen Stephanie, Ziggy, Meini, Pixel, Trixi und Sportacus draußen auf dem Sportplatz von Lazy Town mit einem Ball und sie haben viel Spaß dabei. Abwechselnd werfen sie sich ihn zu. Da Freddies Betrug herausgekommen ist, hat das Mädchen mit den rosafarbenen Haaren natürlich ebenfalls -wie auch alle anderen- den Mathetest bestanden und das sogar mit einer Eins, so dass Stephanie wieder über das ganze Gesicht strahlt.
Die Freunde amüsieren sich prächtig. Aus einiger Entfernung beobachtet Freddie Faulig, der gerade aus seinem unterirdischen Domizil hochgekommen ist, das muntere Treiben. Als der Ball, mit dem die Kinder und Sportacus spielen, aus Versehen zu ihm hinüberfliegt, fängt er ihn sogar auf!
"Ha, nun halte ich den Ball in den Händen!" lacht er.
"Freddie Faulig!" rufen alle.
"Ja, ich bin es und..." setzt der junge Mann an, doch dann weiß er nicht, wie er den Satz fortsetzen soll, denn sich bei jemanden entschuldigen, zu sagen, dass es einem leid tut, das hat Herr Faulig in seinem ganzen Leben noch nie getan. Ja, für Freddie ist das so etwas wie eine Premiere!
"Was ich noch sagen wollte...also äh..." startet Freddie seinen zweiten Versuch, doch irgendwie wollen die entscheidenden Worte seinen Mund einfach nicht verlassen.
"Freddie, was ist denn los mit dir?" fragt Sportacus.
"Nun ja, irgendwie fühle ich mich nicht so besonders gut...ich äh..."
"Hast du vielleicht zu viel Süßes gegessen?" fragt Stephanie.
"Nein, das ist es nicht...aber äh, nun ja vieles was ich heute getan habe, als ich als Schüler verkleidet in euer Klasse gewesen bin, ist nicht richtig von mir gewesen und äh..."
"Ganz genau, Freddie!" stimmt Trixi ihm zu, "wenn ich da nur an den Mathematik-Test zurückdenke..."
"Du sollst dich wirklich was schämen!" ergänzt Meini.
"Ja, wie konntest du nur so gemein sein?" mischt sich nun auch Pixel ein.
"Der Mathetest, ja das ist ein gutes Stichwort", entgegnet Freddie Faulig, "Stephanie, ich..." Doch wieder fällt es ihm schwer weiterzusprechen.
("Was hat Freddie denn nur?") denkt Sportacus.
("Jetzt oder nie, Freddie! Du kannst das!") versucht Herr Faulig sich innerlich Mut zu machen und dann kommt es auch schon aus ihm heraus: "Stephanie, es tut mir leid, das ich die Zettel mit den Rechenaufgaben vertauscht habe, entschuldige bitte!"
Mit großen Augen schauen alle den großen, jungen Mann an, glauben ihren Ohren nicht zu trauen! Was hat Freddie Faulig da eben gesagt?
"Freddie, was hast du gerade geäußert?" fragt Stephanie erstaunt.
"Dass es mir leid tut, das ich die Papiere mit den Matheaufgaben vertauscht habe!" wiederholt Freddie Faulig noch einmal laut und deutlich.
"Dann haben wir uns alle also nicht verhört?" fragen die Kinder.
"Nein! Stephanie, kannst du mir verzeihen?"
"Klar Freddie, das habe ich schon längst, kein Problem!"
"Danke! Ach ja, da wäre noch etwas..."
"Was denn, Freddie?" fragt Sportacus.
"Wäre es vielleicht möglich das ich weiterhin zur Schule gehen könnte? Ich meine lernen kann ja nichts schaden..."
"Klar, warum nicht? Ich spreche mit meinem Onkel, dem Bürgermeister! Wie du sicher weißt, ist er ja auch der Rektor an unserer Schule!"
Damit möchte Stephanie auch schon los zu ihrem Oheim rennen, doch wie der Zufall es so will, kommt dieser gerade des Weges.
"Hallo Kinder! Grüß dich, Sportacus! He und Freddie, du bist ja auch da! Na, was gibt es denn?"
"Nun ja..." beginnt Freddie wieder, doch dann hat er einfach keinen Mumm weiterzusprechen. ("Was ist wenn sie mich alle auslachen, wenn sie erfahren, dass ich nie eine Schule besucht habe?") denkt er.
"Nur keine Angst, Freddie!" versucht Sportacus ihm Mut zu machen, "frage den Bürgermeister, was du ihn fragen möchtest!"
"Nun ja, Herr Bürgermeister, da Sie ja auch der Rektor der Schule sind, also äh würde es denn etwas ausmachen, wenn ich ab sofort auch regelmäßig am Unterricht teilnehmen könnte? Und zwar ohne, dass ich mich dazu verkleiden und einen falschen Namen benutzen müsste?"
Meinhard Meintsgut überlegt kurz: "Nun ja, wieso eigentlich nicht? Wie ist eure Meinung dazu, Kinder?"
Die Angesprochenen schauen sich für einen Augenblick verwundert an, dann jedoch antworten sie einstimmig: "Wenn Freddie Faulig in die Schule gehen und etwas lernen möchte, warum nicht?" Darüber sind sich alle einig und schon kurz darauf bekommt Freddie Faulig einen Stundenplan sowie Schulmaterial gestellt, ja sogar einen Tornister!
"Vielen Dank, ich denke das mir das Lernen guttun wird! Also dann, bis bald!"
Und damit verabschiedet er sich und begibt sich zurück in seine Bleibe, die sich unter Lazy Town befindet.
"He, ich habe ein neues Spiel auf dem Rechner! Wer hat Lust es gemeinsam mit mir auszuprobieren?" fragt Pixel. Von diesem Vorschlag sind Stephanie, Trixi, Ziggy und Meini begeistert, so dass sie mit ihm mitgehen.
Sportacus unterdessen schlägt Saltos und begibt sich -hüpfend wie es seine Art und Weise ist- durch Lazy Town und holt dabei -so ganz nebenbei- auch Freddie Faulig ein.
"Hallo Freddie!" grüßt er.
"Hey, Sportacus!" erwidert der Angesprochene den Gruß den Blauelfen.
"Ich finde es ganz große Klasse, dass du dich bei Stephanie dafür entschuldigt hast, wegen des Mathetestes!"
"Ja, das ist mir wirklich nicht leicht gefallen, Sportacus!"
"Du freust dich sicher wieder bald eine Schule besuchen zu können, um etwas zu lernen!"
"WIEDER? Nun ja, es sind einige Stunden am Tag gewesen und..." Freddie verstummt: ("Oh man, beinahe hätte ich mich verplappert und...") Doch bevor er weiterdenken kann, hört er Sportacus: "Freddie, kann es sein das du -wenn man mal von heute absieht- noch nie in deinem Leben in eine Schule gegangen bist?"
"Wie bitte? Oh, nun ja damit hast du voll ins Schwarze getroffen, Sportacus! Es ist tatsächlich so...Aber wehe du plauderst das aus, Sportacus!"
"Keine Sorge, Freddie! Ich werde es keinem weitererzählen! Du kannst dich auf mich verlassen!"
"Das tut gut! Danke, Sportacus!"
Dann verabschieden sich die beiden jungen Männer mit einem Händeschütteln von aneinander und jeder begibt sich in sein Heim, Sportacus mithilfe der Leiter, die er hochklettert nach oben in sein Luftschiff, während Freddie die Luke öffnet um gleich darauf durch eine lange Röhre, die für ihn den richtigen Durchmesser besitzt, in seine unterirdische Bude zu rutschen...
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