Hilfe für Sportacus

von Katazina
GeschichteAllgemein / P12
Freddie Faulig Sportacus
28.05.2016
28.05.2016
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Freddie Faulig ist mal wieder in Lazy Town mit einem großen Kissen unterwegs. Da es ihm in seinem unterirdischen Domizil der spielenden Kinder wegen viel zu laut ist und er nicht schlafen kann, möchte er es nun draußen an der frischen Luft mit einem Nickerchen auf einer Parkbank probieren und tatsächlich findet er auch eine freie öffentliche Sitzgelegenheit, die ganz in der Nähe eines Apfelbaumes aufgestellt worden ist.
Freddie Faulig: "Ah, das hier ist perfekt! Etwas entfernt vom Sportplatz, wo sich die Kinder Stephanie, Meini, Ziggy, Pixel und Trixi aufhalten, so das sie mich gewiss nicht stören werden! Und weit und breit ist auch nichts von Sportacus zu sehen! Na dann..."
Mit diesen Worten legt Freddie das Kissen auf die eine Seite von der Parkbank, ebenso wie wenn er ein richtiges Bett vor sich hättet, begibt sich in die Horizontale, schließt die Augen und schlummert friedlich ein.
Derweil befindet sich Sportacus oben auf der Außenplattform seines Luftschiffes und beobachtet mit seinem Fernrohr, was im Ort so vor sich geht, als auf einmal etwas sehr Schnelles und Lautes ganz dicht an ihm vorbeifliegt und zwar so, das er vor Schreck das Gleichgewicht verliert.
"AHH!" Gleichzeitig beginnt sein Kristall zu blinken, doch dabei ist nur er selber, der Hilfe benötigt. Dem ersten fliegenden Geschoss -die alle so flink sind, das niemand sagen kann, um was es sich eigentlich handelt- folgen noch weitere. Eines davon trifft den Superhelden an den Kopf, so ihm schwarz vor Augen wird und er nun in die Tiefe fällt. Doch davon bekommt -abgesehen von Freddie Faulig der aus seinem Schlafe erschrocken hochfährt- sonst keiner in Lazy Town etwas mit. "Kann man nicht mal hier in Ruhe seine Fiesta abhalten?" schimpft Freddie Faulig ärgerlich, er aufgestanden ist, als ihm der blauangezogene Hüpfelf buchstäblich in die Arme fällt.
"Huch? Na so was! Nun ja, alles Gute kommt von oben, wie man so schön sagt! He, Sportacus, aufwachen!"
Es dauert einen kleinen Augenblick, bis der Angesprochene zu sich kommt.
"Sportacus? Wer ist das?" fragt er verwundert.
Verdutzt über diese Reaktion setzt Freddie Faulig den Superhelden zunächst erst einmal auf der Parkbank ab.
"Na Sportacus, das bist du!" erklärt er dann.
"Wer ich? Kennst du mich? Bist du mein Freund?"
"Was soll das? Du musst doch wissen wer..." Dann jedoch hält Freddie inne: ("Offensichtlich muss er eben während des Sturzes sein Gedächtnis verloren haben. Hm, das könnte ich nun ganz einfach ausnutzen. Wie wäre es, wenn ich ihn in meine Bleibe mitnehme, dort in seiner Bewegungsfreizeit einschränke und ihn mit Kuchen füttern würde...") Ja, für einen Moment "schießen" Freddie Faulig wirklich böse Gedanken durch das Gehirn, doch dann mahnt der sich zur Ordnung: ("Freddie, du sollest dich wirklich schämen! Notlagen darf man doch nicht so schamlos ausnutzen, selbst wenn es sich um den Lieblingsfeind handelt! Er würde es ganz bestimmt auch nicht tun und erinnere dich daran, wie oft er dir schon geholfen hat, wenn du in der Patsche gesessen hast!")
"He, alles gut bei dir?" hört Freddie Faulig die Stimme seines Gegenübers, die ihn aus seinen Gedanken zurückholt.
"Wie? Oh ja, bei mir ist alles in Ordnung, nur mit dir scheint etwas nicht zu stimmen, Sportacus!"
"Sportacus? Oh, was für ein toller Name, es freut mich deine Bekanntschaft zu machen!"
"Nein, DU bist Sportacus, ich werde Freddie Faulig gerufen!"
"Sind wir Freunde?"
"Nein, nicht wirklich..."
Obgleich es für ihn, Freddie, so einfach wäre möchte er nicht die Notlage des anderen missbrauchen, der ganz offensichtlich zurzeit keinerlei Erinnerungen mehr hat.
"Also pass auf, Sportacus, du bist ein Superheld, wohnst in einem Luftschiff, welches über der Stadt schwebt, isst gerne Obst und Gemüse, trinkst Wasser um deinen Durst zu löschen, trainierst jeden Tag, rettest Leute und gehst stets abends um acht Minuten nach acht ins Bett schlafen!"
"Puh, das ist ja eine ganz schöne Menge...Aber bist du dir auch ganz sicher, dass ich das alles tue?" fragt der Blauangezogene erstaunt.
"Ja, ganz gewiss! Schau mal, dort oben am Baum hängt ein Apfel oder wie du sagen würdest: ein Powersnack!"
"Ein Powersnack? Freddie, das ist ein Apfel, eine Frucht des Baumes, die er produziert hat!"
"Ja, hast du Lust auf einen?"
"Warum nicht? Weißt du auch, wie ich den da herunterbekommen soll?"
Die Frage erstaunt Freddie doch sehr. ("Sollte er wirklich alles vergessen haben?") denkt Herr Faulig sich. "Nun ja, versuche doch mal in die Luft zu springen so dass du an ihn heran und ihn dir greifen kannst oder am Stamm hochzulaufen..."
"Wie soll ich denn das schaffen? Du hast ja ulkige Einfälle, Freddie!"
("Das wird ja schwerer als ich dachte!") überlegt Freddie Faulig, doch dann kommt ihm eine Idee und er zieht einen mittelgroßen Ball aus der Hosentasche.
"Hier bitte! Teste mal, ob du es schaffst mit dieser Kugel dir den Apfel vom Baum zu holen!"
"Gerne, also dann!"
"Eine Sekunde noch, ich werde mich unter die Krone der großen Pflanze stellen!"
"In Ordnung, also dann!"
So begibt sich Freddie unter den Baum und hält beide Hände auf.
"Achtung, jetzt!" ruft Sportacus, der sich ebenfalls erhoben hat und nun vor der Parkbank steht. Tatsächlich gelingt es ihm mit dem Ball oben in das Astwerk des Baumes zu treffen. Von der Erschütterung löst sich der Apfel und auch gleich noch einige seiner Kameraden mit ihm, sie alle fallen hinunter auf den Erdboden, nun ja die gesichtete Frucht in Freddies Hände.
"Hier, bitteschön, Sportacus!"
Mit dieser Äußerung reicht Freddie Faulig seinem Gegenüber den Powersnack.
"Danke, möchtest du die Hälfte des Apfel?"
"Äh, na gut!" meint Freddie, selber von seiner Antwort vollkommen überrascht, denn normalerweise ist ihm jegliches Obst viel zu gesund, doch da hat Sportacus auch schon den Apfel geteilt und übergibt ihm die eine Hälfte.
"Danke, Sportacus!"
Mithilfe der Energie kehrt auch die Erinnerung des Blauangezogenen zurück.
"Freddie, seit wann magst du denn Gesundes?" fragt Sportacus erstaunt.
"Wie bitte? Äh, Sportacus, ist nun wieder alles in Ordnung mit dir? Weißt du jetzt wieder, wer du bist?"
"Ja, der Powersnack hat echt geholfen, vielen Dank Freddie und auch dafür, dass du meine Notlage nicht ausgenutzt hast!"
"Schon gut, Sporty! Also dann, ich wünsche dir noch einen schönen Tag!"
"Den wünsche ich dir ebenfalls, Freddie! Also dann, wir werden uns wiedersehen! LEITER!"
Und dieses kommt auch schon sogleich vom Luftschiff herab, Sportacus ergreift sie und klettert zurück nach oben in seine Bleibe, während Freddie ihm nachwinkt.
("Na, endlich ist er wieder ganz gesund...Puh, ist das eben unheimlich gewesen...habe ich wirklich einen halben Apfel in der Gegenwart von Sportacus verzehrt oder habe ich das alles vielleicht doch nur geträumt?") überlegt Freddie Faulig, als er sich wieder auf die Parkbank, seinen Kopf auf das weiche Kissen, um weiterzuschlafen.
So verbringt er den Rest des Tages dort, bis zum Abend.
Erst als die Sonne im Westen verschwindet, um den Schatten der Nacht Platz zu machen, so das der Mond mit den Sternen am Himmel das "Regieren" des Firmamentes übernehmen kann, wacht er wieder auf um nach Hause zu gehen. ("Vermutlich ist das Ganze mit Sportacus doch nur ein Schlummererlebnis gewesen!") überlegt er, als sein Blick auf den Apfelbaum fällt, besser gesagt auf den Boden vor der großen Pflanze, denn um diese herum liegen verstreut noch die anderen Früchte. ("Nanu? Dann ist es wohl doch kein Traum gewesen!") denkt Freddie Faulig und -entgegen seiner Gewohnheiten- hebt er einen der Äpfel auf, reibt ihn kurz kräftig ab, um sich ihn dann genüsslich schmecken zu lassen, während er gemütlich heimschlendert...
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