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V wie Vendetta - E wie Ewigkeit

SongficSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Evey Hammond V
27.05.2016
27.05.2016
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V wie Vendetta – E wie Ewigkeit


AN: Für all die jenigen da draußen die die tragische Liebe zwischen V und Evey genau so mögen wie ich ^^. Zu dieser Songfic findest ihr auch ein Fanvideo bei youtube auf meinem Kanal,wo ich das selbe Lied genutzt habe: https://www.youtube.com/watch?v=FHMIEMz2rfs.Ich wünsche euch viel Spaß bei lesen,hören und gucken und freue mich über Kommis und Kritik.



Sie wiegten sich langsam im Takt der Musik.

V hatte seinen Arm um die Hüfte der jungen Frau gelegt und hielt mit der anderen ihre Hand fest. Diese Frau,die er vor nicht all zu langer Zeit gerettet hatte. Die er bei sich aufnahm,sich um sie sorgte,aus den Schatten heraus beschützte...die er liebte.

Aus den schwarzen Augen seiner Maske sah er sie an und sein Blick traf den ihren. Es bedurfte keiner Worte. Er liebte ihre Augen. Ihr sanftes Gesicht,ihre schmalen Lippen,das Gefühl ihrer zerbrechlich scheinenden Hände in seinen.


I'm standin' on the bridge
I'm waitin' in the dark
I thought that you'd be here by now
There's nothing but the rain
No footsteps on the ground
I'm listening but there's no sound


Nicht eine Sekunde wandte er seinen Blick von ihr ab. Wann immer er dieses Lied hörte,kam ihm nur SIE in den Sinn. All die Gedanken an den 5.November schienen zu verblassen. Die Rache,die ihn 20 Jahre lang antrieb,ihn am Leben hielt,hatte in diesen Momenten keine Bedeutung mehr. Die Gefühle,von denen er dachte,sie nie wieder fühlen zu können,brachen mit aller Gewalt hindurch. Sein Herz klopfte schnell und wild,es hämmerte förmlich in seiner Brust. So sehr,dass er fürchtete,sie könnte es spüren oder gar hören.
Sie schmiegte ihren Kopf an seinen Hals. V spürte die Wärme,die von ihr ausging. Schützend umschloss er ihren Kopf zwischen seiner Schulter und seinem Kopf indem er sein Kinn kaum spürbar auf ihrem Kopf ruhen ließ.

Isn't anyone tryin' to find me?
Won't somebody come take me home?
It's a damn cold night
I'm tryin' to figure out this life
Won't you take me by the hand?
Take me somewhere new
I don't know who you are
But I'm, I'm with you
I'm with you
Hmm hmm hmm

Er konnte hören,wie sie verträumt die Melodie des Liedes mit summte. Unter seiner Maske umspielte ein sanftes Lächeln seine Lippen. Er genoss es unsagbar,als sie ihre Stirn noch enger an seinen Hals schmiegte. Und er schmiegte seine Wange an sie. Eine Träne stahl sich aus seinem Auge,unsichtbar für die Blicke seiner Angebeteten. V wusste,das dieses Glück nur von kurzer Dauer war. Denn es waren nur noch wenige Stunden bis er sie für immer verlassen muss. Seine Vendetta würde heute Nacht ein Ende haben und er würde nicht lebend zu seiner Liebsten zurück kehren. Alles war vorbereitet. Alles verlief wie er es seit 20 Jahren plante. Doch der Gedanke,sie zurück zu lassen,quälte ihn.


I'm looking for a place
I'm searching for a face
Is anybody here I know?
'Cause nothing's going right
And everything's a mess
And no one likes to be alone

V konnte seine Tränen nicht mehr zurück halten. Er schluckte schwer und wimmerte leise vor Schmerz. Der Schmerz des Verlustes und der Angst.

Sie sah ihn an. Sie nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände und strich mit den Daumen über die starre,ausdruckslose Maske und sah ihn an. Waren das Tränen die sie durch das Schwarz seiner Augen glitzern sah? Noch nie hatte sie ihn weinen sehen,so zerbrechlich und verwundbar. Er wollte sein Gesicht zur Seite drehen,doch sie hielt es mit sanfter Gewalt fest. Auch sie wusste,das ihr nur noch wenige Stunden blieben. Die letzten Stunden mit ihm. Mit dem Mann,den sie nur unter dem Namen V kannte. Von dem sie eigentlich nichts wusste. Weder wie er unter der Maske aussah,noch seine Vergangenheit. Gar nichts.

Und doch liebte sie ihn. Sie liebte diesen Mann,den Freigeist,den Revolutionär,den Kämpfer,ihren Schutzengel...ihre Liebe.

Sie würde ihn verlieren,für immer. Schon mehrfach versuchte sie ihn davon abzuhalten. Das es andere Wege gäbe. Das er sein Leben nicht opfern muss. Nur um mit ihm zusammen sein zu können.


Oh, why is everything so confusing?
Maybe I'm just out of my mind
Yea eee yeah, yea eee yeah
Yea yee yea, yea eee yeah, yeah

It's a damn cold night
Tryin' to figure out this life
Won't you take me by the hand?
Take me somewhere new
I don't know who you are
But I'm, I'm with you, yeah
I'm with you, yeah


Behutsam nahm er ihre Hände in seine und streichelte mit seinen Daumen ihre weiche Haut. Und obwohl er seine schwarzen Lederhandschuhe trug,konnte er es spüren. Sie zitterte. Sie hatte genau so große Angst wie er.
Beide standen sie einfach nur da und sahen sich an. Schweigend...weinend.
So sehr V sie auch liebte,es gab für ihn keinen anderen Weg. Nur für dieses Ziel kämpfte und lebte er. Sie löste ihre Hände aus den seinen und legte sie auf seine Brust. Durch den schwarzen Stoff konnte sie seinen Herzschlag spüren. Es hämmerte mit aller Kraft gegen seine Brust,egal wie sehr er sich bemühte,ruhig zu bleiben.

Take me by the hand
Take me somewhere new
I don't know who you are
But I'm, I'm with you, oh
I'm with you
I'm with you


Voller Zärtlichkeit legte V seine Hände an ihre Wangen und strich ihr die Tränen aus dem Gesicht. Verzweifelt schmiegte sie ihr Gesicht in seine Handflächen und küsste diese.
Als er dies sah zog er ihr Gesicht zu sich heran und beugte sich ihr entgegen. Ihre Gesichter waren nur noch Milimeter von einander entfernt. Sie spürte seinen heißen Atmen und er ihren. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und er legte seine Hände auf ihre Hüfte. Voller Sehnsucht und Verzweiflung drückte sie ihre Lippen auf seine...auf diese kalte,starre Maske. Doch es war ihr egal. Diese Maske war seine Identität,das Gesicht,welches sie liebte.
Und obwohl es nicht seine Lippen aus Fleisch und Blut waren,spürte er dieses wohlige Kribbeln auf ihnen und er erwiderte den Kuss,indem er mehr Druck auf ihre Lippen legte.
Das Lied,zu welchem sie tanzten klang langsam aus.
Doch die letzten Worte würden für immer in ihren Köpfen bleiben:

„I'm with you.“.



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