Der Mann mit der Maske

GeschichteRomanze / P12
Dynamis OC (Own Character)
26.05.2016
26.05.2016
1
1886
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Hey
Dies ist ein One Shot. ;) Ich wollte eigentlich eine FF damit starten, doch zuerst habe ich mal ein OneShot geschrieben, um zu sehen, ob es ankommt (das ist ein Kapitel aus meiner FF). Wenn ihr wollt, dass es eine richtige FF wird, sprich lange Geschichte mit Romanze, Drama, Abenteur und Freundschaft, dann schreibt es in Euer Review oder schreibt mir kurz eine Mitteilung. ;) Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und ich würde mich über eine kurze Rückmeldung von euch freuen, wie es euch gefallen hat. ^^

Beste Grüße Alphawolf7







Heute war es wieder so weit, Rins Vater König Nobuo Mukai gab ein Maskenball. Da sie nun alt genug war (21), sollte sie sich heute wieder einen Mann aussuchen. Rin verstand die Welt nicht mehr, wieso sollte sie sich heute einen Mann aussuchen, was wäre wenn ihr die ganzen Prinzen nicht gefielen, wie vor einem Jahr oder wie vor zwei Jahren oder die ganzen davor, nie gefiel ihr ein Prinzen und das brachte ihren Vater so langsam auf die Palme. Er sagte immer
"Eine Königin kann ohne einen König kein Land regieren." Für Rin war dies völliger Schwachsinn, natürlich konnte eine Königin ein Land allein regieren.
Nun saß sie in ihrem Gemach auf ihrem Bett und sah sich ihr weißes Kleid für heute Abend an. Als es leise klopfte sah sie zur Tür, mit einem kurzen "Herein" wurde die Tür geöffnet und ihre Mutter kam herein, als sie sah, dass ihre Tochter ihr Kleid noch nicht angezogen hatte seufzte sie. Rin liebte ihre Mutter von ganzem Herzen und obwohl ihre Mutter immer sagte, dass sie die schönste auf der Welt war, fand wiederum Rin, dass ihre Mutter die schönste war. Sie hatte lange braune Haare und blaue Augen, jedes Mal wenn ihre Mutter mal nicht im Schloss war, mussten mindestens fünf Soldaten mit ihr gehen, da sie sonst von allen Männern angebaggert wurde. Ihr Vater und ihre Mutter hatten ihr den Namen Naomi gegeben, übersetzt hieß es die Schöne oder die Schönheit. Rin hatte die Haarfarbe, die Augenfarbe und ihre Liebe geerbt. Von ihrem Vater, hatte sie die Neugier und den starken Willen geerbt. Rins Mutter trug für heute Abend ein blaues Kleid mit goldenen Verzierungen.
"Schatz, du weißt das gleich die Gäste kommen, dann musst du fertig sein."
"Ich weiß, aber was ist wenn da schon wieder solche langweiligen Typen sind die mir ständig auf die Füße treten. Einer hat mir sogar mal einen Zeh gebrochen, weil er so schwer war."
Rin musste gestehen, dass es eigentlich ihre Schuld gewesen war, denn dieser Typ war einfach so ein schlimmer Tänzer gewesen, deswegen hatte sie ihren Fuß einfach dahin geschoben, wo er seinen Fuß als nächstes hin tun würde und so ist er ihr dann auf den Fuß getreten und dabei hatte er ihr den Zeh gebrochen.
"Vielleicht sind diesmal andere Prinzen dabei. Bitte tu es für mich."
Wenn ihre Mutter immer diese fünf Wörter aussprach "Bitte tu es für mich" konnte sie ihr einfach nicht widersprechen. Rin seufzte.
"Na schön, aber ich habe eine Bedingung."
"Die wäre?"
"Ich will diesmal nicht mit allen tanzen müssen."
Naomi dachte einen Moment nach, dann nickte sie und lächelte.
"Na gut, aber dafür musst du dich jetzt ohne Widerstand anziehen."
Rin umarmte ihre Mutter ganz fest.
"Ich liebe dich, Mum."
"Ich hab dich auch lieb, Rin, aber jetzt musst du dich anziehen."
Das Mädchen löste sich von ihr und fing dann an sich auszuziehen um dann das Kleid anzuziehen. Danach kämmte ihre Mutter ihr noch die Haare, dann nahm sie ihre  weiße Maske und konnten los gehen.

Nun standen die beiden vor der Tür zum großen Saal, ihre Mutter hielt Rins Hand.
"Bist du bereit?"
Rin sah ihre Mutter an und nickte.
Naomi drückte ihre Hand noch einmal, dann ließ sie sie los und gab den Wachen das Zeichen die große Tür zum Saal zu öffnen. Rin atmete tief durch, dann trat sie mit ihrer Mutter in den Saal.
Der Saal war wundervoll geschmückt, mit weißer Seide waren die Säulen geschmückt, ein paar Kerzen auf Kerzenständern flackerten, als der Wind kam, die Lampen strahlten wie die Sonne. Der ganze Saal strahlte eine solche Wärme und Geborgenheit aus. Rin musste lächeln, als sie ihren Vater ganz hinten sah, dieser stand in einem wundervollen strahlenden roten "Anzug" mit goldenen Verzierungen da und lächelte sie an. Als Rin jedoch die ganzen bunten Männern in ihren "Anzügen" sah, verschwand das Lächeln augenblicklich. Alle Männer hatten aufgehört mit den verschiedenen Frauen zu tanzen und glotzten das Mädchen nun durch ihre Maske an.
"Ihre Hoheit Naomi Mukai und Prinzessin Rin Mukai."
Alle Gäste stellten sich nebeneinander hin, so entstand ein Durchgang. Rins Mutter und ihre Tochter konnten mühelos zu ihrem Vater gehen. Der Vater gab ihrer Mutter einen Handkuss, bevor die beiden auf ihre beiden Throne setzten, Rin setzte sich auf ihren kleineren Thron, dieser stand neben den Thron ihrer Mutter.
"Musik!"
Als ihr Vater diesen Befehl aussprach wurde sofort wieder angefangen Musik zu spielen. Die Gäste fingen ebenfalls wieder an mit den Frauen zu tanzen. Nach einer Weile beugte sich Rins Mutter zu ihr.
"Willst du nicht auch mal mit jemanden tanzen?"
"Ich glaube ich warte noch."
"Rin, du weißt was du mir versprochen hast."
Das Mädchen sah ihre Mutter an, dann seufzte sie.
"Also gut."
Rin stand von ihrem kleinen Thron auf und ging durch die tanzende Menge. Sie sah einen Sympathisch aussehenden jungen Mann mit braunen Augen und braunen Haaren ganz alleine stehen. Rin ging zu ihm.
"Würdet ihr mir einen Tanz gewähren?"
Der Prinz schien völlig überrascht über diese Bitte, er nickte und hob seine Behandschuhte Hand. Rin legte ihre in seine und dann fingen die beiden auch schon an zu tanzen. Als die Musik endete hörten sie auf zu tanzen, da sie mit dem Prinzen getanzt hatte, hatten anscheinend auch die anderen Prinzen Mut geschöpft und fragten Rin, ob sie mit ihnen tanzen könnte. Nun tanzte die Prinzessin mit den meisten von den Prinzen und sie musste zugeben, dass sie gar nicht mal so schlecht waren, doch sie mochte sie nicht und das war ihr Problem. Nachdem Rin gefühlt mit allen Prinzen die hier waren getanzt hatte setzte sie sich erschöpft auf den kleinen Thron neben ihrer Mutter.
"Und? Hast du schon einen Prinzen."
"Nein, aber sie sind keine schlechten Tänzer."
"Würdet ihr mir die Ehre erweisen und mit mir tanzen?"
Naomi und Rin sahen verwundert auf, vor den beiden stand ein junger Mann. Der Mann bekleidete sich mit einer langen, weißen, wallenden Robe, an der ein Kragen hoch ging und seitlich geschlossen war. Darunter trug er eine einfache schwarze Hose. Um seine Beingelenke schloss sich ein weißer Verband. Seine Hände steckten in weißen, fingerlosen Handschuhen, die bis zu den Ellbogen reichten. Sein blass violett-fliederfarbenes Haar trug er offen, sodass es ihn auf der einen Seite vom Kopf abstand und ihn auf der anderen Seite ins Gesicht fiel, wobei er komplett sein rechtes Auge verdeckte und im Nacken wurden die Haare länger. Seine meerblaue Augenfarbe war ein guter Kontrast zu seiner etwas dunkleren Hautfarbe. Zudem trug eine weiße Maske, die den oberen Teil seines Gesichtes bedeckte. Um seinen Mund war ein weißer Bart. Rin schätzte ihn auf 25.
Das Mädchen nickte nur. Wie ferngesteuert stand sie von ihrem kleinen Thron auf und die beiden begaben sich zur Tanzfläche. Alle Prinzen sahen zu ihnen, als die Musiker wieder anfingen zu spielen, fingen sie an zu tanzen. Als sie sich drehten konnte Rin einen Duft wahrnehmen, es roch nach Tanne, Kiefern und anderen Bäumen, doch dort waren auch verschiedene Düfte von Blumen. Die Prinzessin wunderte sich über den Duft der Blumen, denn das Schloss war nur von Bäumen umringt, sie vermutete, dass dieser Prinz durch den Wald gekommen sein musste. Als sie sich erneut drehten sog sie seinen Duft ein, er vernebelte ihren Verstand.
Rin konnte ihre Augen einfach nicht von seinen Meerblauen Augen wenden.
"Wie gefällt euch im Moment der Ball?"
"Mir gefällt er sehr gut."
/Seine Stimme, ich könnte dahin schmelzen./
"Wie seit ihr denn hierher gekommen?"
"Durch den Wald."
"Sind eure Eltern heute Abend da?"
Der weißhaarige sah sie traurig an.
"Nein, meine Eltern starben im Krieg. Ich wohne bei meinem Onkel."
"Das tut mir leid, ich-"
"Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen, ich komme mit ihrem Tod zu recht."
"Ich bin so doof."
"Was habt ihr gerade gesagt?"
"Ähm… gar nichts, ich-"
Plötzlich fasste der weißhaarige Mann sich an die linke Seite seiner Brust, er unterdrückte einen Schrei.
"Was ist los?"
"Es ist nichts… ich hätte nicht her kommen sollen. Es tut mir leid Prinzessin, ich wünsche euch noch einen schönen Abend."
Mit diesen Worten drehte er sich um und rannte schon beinahe aus dem Saal und Rin folgte ihm natürlich. Sie rannte durch die Gänge, raus aus dem Schloss, sie sah sich kurz um und da sah die Prinzessin ihn, er lehnte an der Mauer und atmete hektisch, Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet. Ohne zu zögern ging sie zu ihm.
"Geht es euch nicht gut?"
"Doch… ich… ich brauchte nur frische Luft."
Rin wusste das es eine Lüge war, doch sie fragte ihn nicht was in Wahrheit los war.
"Können wir wieder in den Saal und… noch einmal zusammen tanzen?"
Sie sah ihn schüchtern an, sie spürte wie ihre Wangen erröteten. Der Mann in weiß lächelte sie warm an.
"Es tut mir leid Prinzessin, doch ich muss jetzt gehen."
Enttäuscht sah Rin auf ihre Hände die in weißen, fingerlosen Handschuhen steckten. Der junge Mann nahm ihre Hände in seine. Als er Rins Hände berührte, machte ihr Herz einen kleinen Hüpfer. Wärme durchflutete ihren Körper und sie fühlte sich sicher und geborgen. Vorsichtig hob er ihr Kinn an und sah ihr mit seinem meerblauen Auge in ihre ebenfalls blauen Augen.
"Wir werden uns wahrscheinlich nicht mehr Wiedersehen, Prinzessin. Deswegen bin ich heute hierher gekommen um euch zu sehen."
Rin verstand die Welt nicht mehr.
"Wieso denn nicht?"
"Nun ja, ich habe meinem Onkel nicht erzählt wo ich hingehe und wenn er bemerkt das ich nicht dort bin, dann…"
"Dann bleib doch hier, du kannst doch hier bei uns bleiben, bei mir bleiben."
Sie spürte wie sich ihre Augen mit Wasser füllten. Der weißhaarige lächelte sie gequält an.
"Ich kann nicht."
Dann tat er etwas, was Rin nicht erwartet hatte. Langsam kam er immer näher. Sie fühlte seinen warmen Atem und sein Duft vernebelte ihren Verstand. Vorsichtig berührten seine Lippen die ihre. Es war nur ein flüchtiger Kuss auf ihre Lippen, doch bei ihr im Bauch machten die Schmetterlinge gerade einen Looping nach dem anderen.
"Auf Wiedersehen, Prinzessin."
Mit diesen Worten wandte er sich um und rannte in den Wald davon. Rin sah ihm noch hinterher bis er verschwunden war, sie blieb sogar noch länger dort stehen und hoffte sogar, dass er wieder zurück kam, doch das tat er nicht. Traurig drehte sich die Prinzessin um und ging wieder ins Schloss zurück. Rin wollte gerade wieder in den Saal gehen, als sie merkte, dass sie ihn noch nicht einmal nach seinem Namen gefragt hatte. Das Mädchen musste schmunzeln. Sie drehte sich noch einmal um und sah durch ein Fenster in den Wald, sie würde diesen geheimnisvollen Mann mit der Maske vermissen.
Review schreiben