Ame und Yuki 2

GeschichteAllgemein / P16
Ame Yuki
25.05.2016
06.07.2016
4
3.014
2
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25.05.2016 884
 


Diese Fanfiktion knüpft direkt an das Ende des Films „Ame und Yuki – Die Wolfkinder“ an. Es werden Personen aus der Originalgeschichte vorkommen, deren Charakter ich allerdings ein wenig abändern werde. Ich bin noch recht unerfahren mit dem Schreiben von Geschichten, seid in dieser Hinsicht bitte etwas nachsichtig.



Kapitel 1: Einschulung


Es war mein erster Tag in der neuen Mittelschule. Da es keine Schule dieser Art in der näheren Umgebung meines Dorfes, in dem ich lebte,  gab, ging ich auf ein Internat. Mein Bruder Ame hingegen hatte die Grundschule nicht oft besucht und ging zu dieser Zeit gar nicht mehr zur Schule. Seit jenem regnerischen Abend, in dem mein Bruder meine Mutter aus dem Wald gerettet hatte, hat er unsere kleine Familie, die aus meiner Mum, ihm selbst und ich bestand, nicht mehr besucht. Er entschied sich als Wolf in den Bergen zu leben. Ab und an ließ er uns durch ein Heulen wissen, dass es ihm gut ging.
Hana, meine Mutter, brachte mich zum Tor meiner neuen Schule. „Schaffst du das auch wirklich alleine?“ „Ja Mum, es ist bloß eine Zeremonie zum Anfang eines neuen Schuljahres. Es ist nichts Aufregendes. Ich verspreche auch, dass ich mich ruhig verhalten und …. niemanden verletzen werde.“
Den letzten Teil sagte ich etwas leiser, da es nicht jeder wissen sollte. Ich bin nämlich kein normaler Mensch. Ich bin ein Wolfskind.
Als ich in der Grundschule war fühlte ich mich von meinem Klassenkameraden Sohei bedrängt und verletzte ihn schließlich. So erfuhr er, dass ich ein Wolf bin. Was ich ihm hoch anrechnete ist, dass er es bis zu jenem Tag geheim gehalten hatte. Wenn er es verraten hätte wüsste ich nicht, was dann mit mir geschehen wäre. In so eine Situation wollte ich auf keinen Fall mehr geraten.
„Na dann ist ja alles gut. Der Umzugswagen mit deinen Sachen kommt heute Nachmittag. Melde dich regelmäßig, ja?“, sagte sie zu mir und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Ich verabschiedete mich von ihr und wollte gerade Richtung Turnhalle gehen, wo die Zeremonie stattfinden sollte, als ich noch ein leises Seufzen von meiner Mutter vernahm. „Hach…. Sie werden so schnell groß.“ Ich lief ganz normal weiter, als ob ich die letzte Bemerkung nicht gehört hätte. Ich hatte vor auf die anderen Schüler, wie eine Schülerin ohne Probleme zu wirken. Zudem fing mit diesem Tag ein neuer Abschnitt meines Lebens an.
In der Turnhalle setzte ich mich auf einen Stuhl in den hinteren Reihen. Ich schaute auf meine neue Armbanduhr, die Hana für mich als Geschenk für den Abschluss der Grundschule gekauft hatte. Es war 8:55 Uhr. „In wenigen Minuten sollte es losgehen“, dachte ich. „Na, bist du auch schon ganz aufgeregt?“, kam es von links. Neben mir auf dem Stuhl saß ein Junge im selben Alter, wie ich. Er hatte dunkle, kurze Haare und grinste mich an.
„Sohei!“, entfuhr es mir etwas zu laut. Die Schüler, die sich ebenfalls schon in der Turnhalle eingefunden hatten, drehten sich zu mir um. Ich zog den Kopf ein. Na toll, ich wollte doch nicht auffallen. „Hoffentlich ist keiner aus meiner neuen Klasse hier.“, ging es mir in diesem Moment durch den Kopf. Etwas leiser redete ich weiter: „Was machst du hier? Wolltest du nicht auf eine andere Schule gehen?“ „Ich habe mich doch noch um entschieden. Ich wollte dich überraschen. Ist es mir gelungen?“, fragte er mich. „Das ist dir vollauf gelungen. Ich hätte niemals gedacht dich hier wieder zu treffen.“
In dem Moment ging das Licht aus und Scheinwerfer, die auf die für die Zeit der Zeremonie errichtete Bühne zeigten, gingen an. Ein älterer Herr, zwischen 40 und 50 Jahren mit einer rundlichen Figur, stieg die Treppe zur Bühne hinauf. Er hielt ein Mikrofon in der Hand, durch dass er nun zu uns sprach:
„Liebe Schüler und Schülerinnen, herzlich willkommen in einem neue und hoffentlich glorreichen Schuljahr.“ Die älteren Schüler, die diese Zeremonie schon kannten, fingen an zu klatschen. Nur zögerlich machten die jüngeren mit.
In den folgenden 45 Minuten wurden die neuen Schüler an der Schule begrüßt und den jeweiligen Klassen zugeteilt, in die sie nun gehören sollten. Mit wachsendem Staunen blickte ich mich um. Noch nie hatte ich so viele Leute an einem Ort versammelt gesehen. Noch nicht einmal zu meiner Einschulung in der Grundschule, die im Gegensatz zu dieser ziemlich klein war. Mein Name wurde an 4. Oder 5. Stelle vorgelesen. Oder doch früher, vielleicht auch später. Ich weiß es nicht, denn ich habe nicht richtig zugehört, da meine Gedanken, nachdem mein Name und meine Klasse genannt wurden, abschweiften.
Aus diesem Grund hatte ich auch keine Ahnung, wer in Zukunft in die gleiche Klasse, wie ich gehen sollte. Sohei schien sich schon mit einigen Jungen angefreundet zu haben, denn ich sah, wie er mit diesen aus der Turnhalle rannte. Die Halle leerte sich allmählich. Ich stand auf und machte mich mit wachsendem Unbehagen auf den Weg zu meinem neuen Klassenzimmer.
„Hoffentlich finde ich schnell Freunde. Viele scheinen sich schon zu kennen.“ Dies sind meine letzten Gedanken bevor ich den Raum, in dem ich von nun an mit meinen neuen Klassenkameraden Unterricht haben sollte, betrat.


Das ist das Ende des ersten Kapitels. Ich werde mich bemühen so schnell wie möglich das zweite Kapitel zu schreiben. Über Empfehlungen würde ich mich sehr freuen.
Bis zum nächsten Kapitel :)
Shadowfiktion