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Mörderin

von Niumina
GeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
Jafar OC (Own Character) Sinbad
21.05.2016
24.06.2016
4
6.091
3
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10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
21.05.2016 1.054
 
                                       Blindgänger                                                                      


Genervt lehnte sie sich gegen den Mast und und beobachtete die Piraten, die ihrer Arbeit nachgingen und das Schiff in takt hielten. Sie selbst lag gefesselt auf dem Boden. Es nervte sie, dass ihr Boss sich diesen Plan einfallen hat lassen um sie nach Sindria zu bringen, aber sie musste zugeben, dass dieser Plan schlau war. Über das Meer konnte sie schlecht schwimmen und niemand würde sich sorgen machen wenn diesen Kriminellen etwas passieren würde, außerdem musste sie so keine Kosten übernehmen. Das die Piraten ihr aber fast alle Waffen abgenommen hatten war nicht geplant gewesen auch wenn es irgendwie logisch klang.

"Na Kleine? Bequem da auf dem Boden?" fragte dann der Mann, der sie beaufsichtigen musste. Es war ein ziemliches Pech für ihn, dass er derjenige war, der sie im Augen behalten musste.
"Bist du dir zu schade zum reden oder was?"
Er war Laut, Nervig, Widerwärtig und er stank. Das war ihre Meinung von ihm. Anscheinend wollte er sich noch beliebter machen. Weil es ihn nervte, dass sie ihm keine Antwort gab packte er sie nähmlich am Haarschopf und zog sie hoch. Den schmerzhaften Aufschrei konnte sie dabei nicht unterdrücken.
"Du hast ja doch eine Stimme..."
"Stirb!"  zischte sie nur mit zusammengebissenen Zähnen und wünschte ihm mit jeder Sekunde mehr den Tod. Die nächste Aktion war auch nicht charmanter. Er ließ sie auf den Boden fallen trat ihr mit aller Kraft in den Bauch. "Mir reicht es... du bist Tod..."

Sie richtete sich wieder auf und atmete einmal tief durch ehe sie ihre Handgelenke zu ihrem Mund bewegte und sich mit ihren Zähnen vorsichtig ihren Ring von ihrem Finger zog. Die Tritte, die sie während ihrem tun kassierte steckte sie mit schmerzverzerrten aufkeuchen zurück.
Als sie den Ring dann endlich in ihrem Mund hatte musste sie grinsen. Sie schob ihn mit ihrer Zunge zwischen ihre Beizähne und biss zu bis er zerbrach.
Magischen Untensilien waren doch etwas feines, dazu musste man nich einmal eine Hexe sein um sie anzuwenden. Man musste nur genug Geld haben sie sich zu kaufen oder genug Talent haben um sie sich zu klauen.
In ihrem Mund breitete sich langsam eine ziemliche Hitze aus und sie merkte wie diese Hitze sich in ihrem Körper ausbreitete. Die Hitze verblasste und bald darauf spürte sie die Wirkung - die kurz anhaltende Stärke einer Fanalis.

Jetzt war es ein leichtes die Seile durchzureißen und ihm seine Gastfreundschaft zurück zugeben.
Er erschark als die Seile rissen und reagierte auch zu spät um den Tritt abzufangen, der ihm das Licht ausbließ. Stumpf knallte er auf dem Boden auf und machte kaum einen Lärm.
Sie nahm das Schwert, das an seinem Gürtel befestigt war da der Zauber bald nachlassen würde. Dann ließ sie ihren Blick über seinen Körper schweifen. Sie merkte es, das ihr Blut zu brodeln begann wenn sie daran dachte, auch merkte sie wie ihre Mundwinkel sich nach Oben bewegten, aber sie konnte sich diese Gedanken schnell aus dem Kopf schütteln. Das sie dafür bekannt war so leise zu töten, dass es nicht mal ein Tier oder eine Fanalis bemerken würde war ihr klar, auch war ihr klar, dass sie in der Lange war durchzudrehen und ein Blutbad anzurichten wenn sie nachgab. Es war mittlerweile ihr Markenzeichen... selbst Menschen, wie er, die schon bewusstlos waren und nichts mehr tun konnten... sie musste sie einfach töten. Sie musste diesem Drang nachgeben. Dem Drang gleich darauf alle zu töten konnte sie runterschlucken, aber wenn sie ihn so da liegen sah...

Wie von selbst bewegte sie die Klinge von dem Kurzschwert nach oben und durchschnitt dann blitzschnell die Luft und dann den Hals des Mannes. Wieder fing sie an zu grinsen und schon schlug sie Klinge wieder auf ihn ein. Sie schnitt die Arme und Beine ab und stach in den Brustkorb.
Erst nach wenigen Sekunden kam sie wieder zu sich und ließ die Klinge auf die Leichenteile fallen. Ihre Arme und Hände fingen an zu zittern und ihr Mund war vor Entsetzen leicht geöffnet. Doch es war keine Angst, die sich in ihren grau-grünen Augen wiederspiegelte... auch war es keine Wut oder Hass... es war Entsetzten... nicht mal Trauer...

"Ruhe in Frieden..." Hatte sie überhaupt das Recht dies zu sagen? Wahrscheinlich nicht...
Sie ließ ihren Blick von dem Mann ab. Ohne ihn noch ein mal anzusehen stieg sie über ihn drüber und ließ in hinter sich zurück. Ihr Blick lag auf dem Meer und suchte nach etwas... nach einer Insel, einem ganzen Land.

Sindria.

Und da sah sie das Königreich schon. Sie konnte nicht Lächeln... so wollte nicht...
Danach fiel ihr ein Beutel in ihr Blickfeld. Sofort ging sie zu ihm und nahm aus ihm ihre Dolche, die Gifte, die magischen Untensilien und das Geld. Diese Dinge hatten die Piraten ihr abgenommen.
Einen der Dolche nahm sie in die Hand und fuhr mit ihm zu ihren langen Haaren.

"Dafür, dass schon wieder jemand auf diese Weiße durch meine Hand sterben musste..." flüsterte sie und schnitt sich die Haarpracht herunter, sodass nur noch eine Kurzhaarfrisur zurück blieb. Es war nicht so als würde ihr diese Person leid tun, ihr tat es eher Leid, weil sie damit ihr Versprechen gegenüber jemanden aus ihrer Vergangenheit brechen musste.

Sie verstaute den Dolch und die anderen Dinge bei sich und sah auf die Piraten zurück, die noch nichts von dem Tod ihres Kameraden mitbekommen hatten.
Ihre Hand griff nach einer Glaskugel - einem weiterem magischen Utensil - und hielt sie ins Sonnenlicht bis sie Feuer fing. Dann warf sie die Kugel in die Mitte vom Deck und beobachtete wie die Seemänner den bevorstehenden Tod nicht mal bemerkten.

Mit einem tiefen Luftzug sprang sie ins Wasser und tauchte soweit es ging vom Schiff weg, aber sie hörte die Explosion noch unter Wasser und als sie sich umdrehte und versuchte in dem salzigen Meerwasser etwas zu erkennen musste sie schlucken.

Ein Blindgänger.

Nur die eine Hälfte der Glaskugel war explodiert. Die andere Hälfte wirbelte jetzt im Wasser herum und war kurz davor selbst zu explodieren.
Während sie panisch nach etwas Hilfreichen in ihrer Tasche suchte merkte sie auch noch wie ihre Lunge zu brennen began. Ihr ging die Luft aus.
Da! Sie hatte etwas gefunden!

Doch es war zu spät, die Explosion riss sie mit sich.
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