Geschichte: Fanfiction / TV-Serien / Heroes / Sturm

Sturm

von Neco117
OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Nathan Petrelli Peter Petrelli
21.05.2016
21.05.2016
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Heroes gehört nicht mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld, aber der OS, der gehört mir.

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Er flog, fühlte den Wind im Gesicht. Genoss das Gefühl der Freiheit, der Weite unter ihm. Die Lichter der Stadt waren schon längst an ihm vorbeigezogen. Sein Blick wurde von weiten Feldern und Wäldern beherrscht, so gut wie menschenlos. Frei. Ruhig. Er ließ seine Gedanken schweifen. Er hatte inzwischen genug Übung, um nicht vom Kurs abzukommen. Sein Kurs. Hatte er überhaupt einen? Wusste er, wo er hinwollte? Vielleicht einfach nur weg, weg vom Stress. Weg von der Hektik der Wahlvorbereitungen, wo jeder jeden belog und alles tat, nur um noch ein paar Wähler mehr auf seine Seite zu ziehen. Seine Sicht. Jeder wie er wollte. Wieso wollte er dann überhaupt Senator werden? Er wollte etwas ändern, bewirken in dieser Welt. Wollte sich genau darüber klar werden. Deshalb war er hier, flog über einen kleinen Hof weit unter ihm. Was seine Familie wohl wirklich über ihn dachte? Auch wenn sie ihm den Rücken zu stärken schienen. Ihre Meinung war ihm wichtig, die von Peter besonders. Peter. Er war so überstürzt aufgebrochen, hatte ihm gar nicht gesagt, wo er hin wollte. Gut, er wusste es selbst nicht so genau. Schließlich entschied er sich, auf einem kleinen Felsen zu landen. Sobald sein kleiner Bruder in seinen Gedanken auftauchte, war es mit seiner Konzentration vorbei.

Er ging in den Sturzflug über, genoss das berauschende Gefühl von Adrenalin in seinen Adern. Nathan landete geübt auf dem rauen Fels. Geprägt von Wildheit, rauem Wind und Wasser. Aufgewühlt. Als die Wirkung des Adrenalins nachließ, spürte er die einsetzende Erschöpfung, das schwere Gefühl in seinen Armen und Beinen. Spürte den schützenden Fels an seinem Rücken, ließ sich daran heruntergleiten, lehnte seinen Kopf daran an. Die angenehm kühle Luft und die wärmenden Sonnenstrahlen ließen ihn schläfrig werden. Seine Gedanken beruhigten sich, drifteten in den Nebel. Verschwommene Fetzen. Gespräche, mit seiner Mutter, mit Peter. Gefühl von Geborgenheit, Gesten, Berührungen. Immer eine Stimme, die gleichen Augen. Warmes hell-braun, besorgt, sanft, unsicher. Wärme, alles durchströmende Wärme. Das vage Gefühl einer bekannten Präsenz. Tanzender Lichtschein. Körperwärme direkt an seiner Seite.

Irritiert öffnete er die Augen. Ein kleines wärmendes Feuer vor ihm, ansonsten bläuliche Dunkelheit. Bekannter, aufwühlender Geruch, den er jederzeit wiedererkennen würde. „Guten Morgen, Schlafmütze“, er drehte den Kopf, sah direkt in Peters besorgte Augen. Er saß unmittelbar neben ihm, berührte seine rechte Körperseite mit seiner linken. Uneingeschränkter Körperkontakt, so war das schon immer bei ihnen gewesen. Sie scheuten sich nicht, berührten sich ständig.  „Wie hast du mich gefunden?“ „Molly“ Er ging nicht weiter darauf ein, war einfach nur froh, Peter an seiner Seite zu wissen, war gänzlich eingenommen von seiner Gegenwart. Genoss es, dass er nicht alleine war, dass es da jemanden gab, auf den er sich verlassen konnte. Mühsam unterdrückte er das aufkommende Kribbeln in seinem Bauch, als Peter besorgt seine Hand auf sein Oberschenkel legte. Leichte Stromstöße schienen von dieser Stelle direkt in seinen Magen zu gehen. „Was ist los, Nathan? Du weichst uns aus, du weichst mir aus.“ Nathan ertrank in Peters warmen Augen. „Ich… Ich denke, ich bin einfach nur gestresst. Die Wahlvorbereitungen und so.“ Mist, seine Stimme zitterte. Er wich Peters nun prüfendem Blick aus. „Ich weiß, dass das nicht alles ist, nicht alles sein kann!“ Peter war immer näher gekommen, hielt Nathans Blick fest mit seinem gefangen. Er bemerkte, wie nahe sie sich waren, wie wenig Raum noch zwischen ihnen war. Sein Blick huschte zu Peters Lippen. Er atmete schwerer, bemerkte wie durch Nebel, dass auch Peter gefangen in dieser eigenartigen Spannung war, dass auch er schwerer atmete, die Lippen leicht geöffnet. Automatisch rückte er noch ein wenig näher an Peter heran, nahm deutlich seine Hand auf seinem Oberschenkel und seinen heißen Atem wahr. Eine letzte Bestätigung in Peters Augen, die dunkler als sonst waren. Ihre Lippen berührten sich, sein Denken setzte aus. Vorsichtig küsste er ihn, zurückhaltend, tastend. Peter gab ihm die Bestätigung, die er brauchte. Nathan vertiefte den Kuss, sog an seiner Unterlippe, bat mit seiner Zunge um Einlass. Peter ließ ihn gewähren, strich mit seiner Hand in Nathans Haare und zog seinen Kopf noch näher. Schließlich löste sich Nathan schwer atmend von Peter, das Haar zerzaust, die Iris fast schwarz. „Das ist falsch, Pete“, raue, leise Stimme. „Ist das nicht egal?“ Peter küsste ihn erneut, beruhigte den Sturm in seinem Inneren, ließ ihn seine Sorgen vergessen.
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