First Love

von SamySoli
OneshotDrama, Romanze / P18
Asahina Kaname
19.05.2016
19.05.2016
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Mit leicht verschwommenen Blick, tapste ich weiter diesen breiten Rücken hinterher. Seit ich ihn das letzte Mal gesehen hatte, hatte er noch einen gewaltigen Sprung, was seine Muskelmasse anging, gemacht. Sein Kreuz war so breit, wie fast sonst keins und seine Körpergröße von fast 190 cm ließ seine Erscheinung noch gewaltiger erscheinen.

Schon damals hatte er die meisten Jungs in seinem Alter ohne Schwierigkeit in die Tasche gesteckt und sein strahlendes Auftreten hatte fast jedes Mädchen verzaubert. Dass er heute ein Mönch war, konnte ich kaum glauben. So wie ich ihn kennen gelernt hatte, sollte er ein Host sein.
Ich war ihm in der Mittelschule das erste Mal begegnet. Einige Klassen war er über mir gewesen und damals hatte ich noch nichts mit dem männlichen Geschlecht zu tun.
Das ich auf ihn getroffen war, war ein unglücklicher Wink des Schicksals. Ich hatte in der Bibliothek gelernt und den letzten Bus verpasst. Zwar wäre nach einigen Stunden der Nächste gekommen, doch musste ich ziemlich verloren gewirkt haben. Als er mich so auf der Bank, mit geschlossenen Augen an der Haltestelle sitzen sah, kam er einfach zu mir und sprach mich an.
Sein Lächeln war unglaublich warm gewesen und seine Stimme hatte mich wie ein Netz gefangen. Seine Worte hörten sich wie eine Zauberformel für mich an und unbewusst schenkte ich ihm augenblicklich mein Herz.
Er war mit dem Motorrad an der Schule und bot mir an, mich nach Hause zu fahren. Natürlich nahm ich an. Ich war von dieser ungewohnten Aufmerksamkeit hypnotisiert und merkte, dass ich mich unglaublich danach verzerrte.
Bei mir zuhause, schaute er mich noch immer mit diesen unglaublichen Blick an, er schien nicht die übliche Distanz zu haben, baute ohne zu zögern Hautkontakt zu mir auf. Ich ließ mich das erste Mal in meinen Leben von dem Schutz eines Mannes ummanteln, ging auf seine Umarmung ein und genoss seine Nähe, seinen Duft, seine Ausstrahlung. Ich ließ eine Nähe zu, die ich noch keinen anderen Menschen gewährt hatte und verlor noch an diesen Tag meinen ersten Kuss an ihn.

Nach diesem märchenhaften Erlebnis, wurde ich am nächsten Tag allzu grob in die Realität zurück geschleudert. Ich begegnete ihm auf den Fluren der Schule, so perfekt wie noch am Vortag, doch war er nicht alleine.
Ein Mädchen stand bei ihm und ich beobachtete, wie er dieser das gleiche Lächeln schenkte, wie er es mir gegeben hatte. Er umgarnte sie, fasste sie an und küsste sie und riss mir mit einen Schlag mein Herz hinaus. Es zerbrach und ließ mich Bluten. Der erste Mann den ich mein Körper und meine Seele anvertraut hatte, zeigte sein wahres Gesicht. Eröffnete mir das Spiel, welches er spielte und führte mir mit Brutalität die Realität vor Augen.

Damals baute ich einen Hass gegen ihn auf. Nie wieder hatte ich ein Wort mit ihm gewechselt, doch nun lief er dort vor mir. Ich folgte ihm, konnte meinen Körper nicht zu etwas anderen bewegen.
Wie damals, hatte er mich verloren auf der Straße gefunden. Dieses Mal Betrunken und eine frische Trennung die mich quälte.
Mit seinen unwiderstehlichen Blick hatte er mich angesehen und gefragt ob es mir gut ging und wohin ich wollte. Ich erzählte ihm durch meine Trunkenheit verdummt, dass ich nirgendwo hin wollte und auf einer Bank schlafen würde.
Natürlich bat er mir an, mit ihm zu kommen und natürlich verneinte ich.
Auch nachdem er mich ein zweites Mal fragte lehnte ich ab, weswegen er einfach ging.
„komm mit.“
Seine Worte waren, wie schon damals ein Zauber gegen welchen ich mich nicht wehren konnte. Ich folgte ihm, begleitete ihn zu seinem Haus und betrat das Innere.

Wie damals hatte sich meine Naivität nicht geändert. Doch die Wirkung die er auf mich hatte, hielt mich fest. Mein Blick fest auf seinen Rücken gerichtet, kam das Ende des Flurs näher und wir blieben vor einer Tür stehen. Ich wusste, dass ich von dem Alkohol ein rotes Gesicht, und das meine Augen einen leicht trüben Blick haben mussten. Dass er mich in meiner Schwäche zu sich geleitete, bestätigte mich, dass er wie damals sein musste. Es stimmte mich etwas traurig, doch als er etwas näher kam und mich mit seinem verführerischen Lächeln ansah, vergaß ich alles. Mein Körper sehnte sich nach Nähe, nach Schutz, er sehnte sich nach den Blonden.
Ich folgte ihn ohne einen Gedanken zu verschwenden in das Innere seiner kleinen Wohnung. Ich folgte ihn in sein Schlafzimmer und ließ mich von seinen Armen in Empfang nehmen. Seine Arme waren stärker, als ich es in meiner Erinnerung trug. Der Duft umfing mich wie ein vernebelndes Gas und die Gefühle, die mich nach unserer ersten Berührung durchfahren hatten, durchschwemmten mich jetzt, Jahre später mit aller Gewalt. Sein weicher Blick, traf meinen Trüben und der Kuss traf mich wie damals, vergleichbar mit einer unglaublichen Droge. Er versetzte mich in einen Rausch, trieb mich dazu, mich an ihn zu drücken und seine Zunge mit meiner zu begrüßen.
Ich spürte die Wand an meinen Rücken wurde an sie gepresst und unter der Masse des Mannes begraben. Ich spürte die Machtlosigkeit und die Schwäche, die mein weiblicher Körper mit sich brachte und merkte die Lust, welches dies mit sich trug. Die Hand des Blonden drückte mich an die Wand, machte mich bewegungsunfähig, während seine Lippen immer verlangender meine Liebkosten. Grob wurde ich vom Boden gehoben, auf Augenhöhe wieder gegen die Wand gedrückt. Sein Blick brannte, war heißer als alles was ich jeh gespürt hatte. Dieses Verlangen in seinen braunen Augen machte mich ungeduldiger, als alles was ein Mann bis zum heutigen Tag mit mir getan hatte. Schnell fand mein Oberteil den Boden, seine Lippen meinen Hals und das brennen meines Körpers stieg unerträglich. Meine Hände strichen, zwischen einer seiner intensiven Küsse über seine Haut, den Stoff von seinen Schultern, sodass meine Hände sich auf den breiten Schultern platzieren konnten. Meine Beine hatte ich um seine Hüfte geschlungen und hielt mich so in der Luft. Mein Gewicht schien er nicht einmal zu merken, nur eine Hand war nötig um mich zu stützen. Kein Zittern der Anstrengung ging durch seinen Körper, keine Schweißperle verließ seine Stirn.
Er verlangte nach mir, meinen Körper und meiner Hingabe. Ich gab ihn dies, ließ mir den BH abstreifen und ignorierte meine Blöße.

Dass er mich weiter an der Wand hoch schob, fuhr wie ein dunkler Film an mir vorbei. Mehr spürte ich die Lippen, wie sie sich ihren Weg über meinen Körper suchten, meine Brüste fanden. Sein Spiel mit ihnen, welches mich zum Keuchen brachte, die Droge die er mir verpasste, verschlimmerte. Ich wollte mich noch mehr in seine Hand begeben, mehr unter ihm verschwinden. Klein und schwach wollte ich mir vorkommen, meine Abhängigkeit vollkommen machen.
Mit Leichtigkeit riss er mich von der Wand weg, trug mich mit nur eine Hand stützend durch den Raum. Meine Beine um ihn trugen mich, meine Hände um seine Schultern hielten mich, doch drückte er mich nur all zu leicht von sich weg. Er schmiss mich auf das Bett und hielt meine Arme über mir fest. Er bestimmte den Abstand, nahm mir alle Entscheidungen ab, entzog mir seinen betörenden Geruch. Zappeln lassen wollte er mich, wollte mir mein Verlangen rauben, um es mir im nächsten Augenblick dreifach wieder zu geben. Meine Hose entfernte er mit nur einer Hand, ließ meine Armgelenke nicht einen Augenblick los. Verzweiflung zeigte mein Blick, wollte mehr von ihm, seine Haut spüren, seinen Körper sehen. Er gab es mir nicht, bediente sich nur an meiner Nacktheit, hinterließ brennende Wege mit seinen Fingern und ließ mich zappeln.
Er berührte mich, überall, doch nicht dort wo ich es ersehnte, umging um wenige Zentimeter meine Mitte, beobachtete mich, testete meine Reaktionen. Ich stemmte mich gegen seine, mich kettende Hand, machte bittende Laute, biss mir verzweifelt auf die Lippe. Lächeln tat er, sein liebevolles und freundliches Lächeln. Sadistisch und gehässig in dieser Situation, wie ich fand.
Schließlich zog er sich gänzlich zurück, öffnete sein Gewand und ließ es zu Bodenfallen. Das Rascheln erklang entfernt von mir, mein Blick richtete sich gänzlich auf seinen entblößten Körper. Seine breite Brust verfing sich in meinen Blick, fand das Schwert, welches sein Schlussbein verzierte. Seine Blöße übernahm den Fokus, erschrak und machte mich heiß. Groß hatte sie sich aufgerichtet, streckte sich mir entgegen und machte mich noch ungeduldiger. Seine Hand fand meine Haare, strich sie mir zu Seite und zog mich am Nacken hoch. Meine Hände entließ er. Er zog mich auf die Knie und machte mir seine stumme Aufforderung klar.

Ich befolgte seinem geäußerten Bedürfnis, beugte mich vor, nahm seine Große zwischen meine Lippen. Ich wollte seine Reaktion erleben, seine veränderte Mimik sehen und seine Lust antreiben. Er gab mir die Möglichkeit ihn zu lenken und ich wollte es nutzen. Erst bewegte ich mich langsam, bemühte mich, ihn nicht zu viel auf einmal zu geben.
Seine Mimik veränderte sich, sie wurde strenger und seine Kiefermuskulatur spannte sich bis zum Zerreißen. Seine Augen begannen finster zu glühen, seine Hand, welche meine Haare hielt, begann Druck aus zu üben, mich mehr nach vorne zu drücken. Ich ließ es mit mir machen, nahm mehr in mich auf, wurde schneller, meine Zähne streiften die zarte Haut und ließen sein Keuchen ertönen. Die braunen Augen begannen zu flimmern, spiegelten das Verlangen, die Ekstase wieder. Noch einen weiteren Augenblick verwöhnte ich ihn, zog mich zurück und verhinderte bewusst seinen Höhepunkt. Ich wollte es noch nicht enden lassen, wollte diese Entscheidung übernehmen und ihn dazu zwingen sich meinen Taten unter zu ordnen.

Es dauerte einen Augenblick, bevor der Blonde reagierte und seinen Blick wieder auf mich legte. Seine Mimik war unergründlich, wirkte so anders als zuvor, machte mich neugierig mehr zu erfahren. Langsam stand ich auf, legte meinen Kopf in den Nacken und erwiderte seinen starren Blick. Meine Atmung ging etwas schneller, sein Geschmack lag mir noch auf den Lippen, ließ mein Inneres brennen. Ich wollte ihn, mehr als alles zuvor in meinen Leben.
Seine Hand legte sich auf meine Wange, zog mich etwas zu sich hoch, versiegelte meinen Mund und drückte mich zurück auf das Bett. Seine Berührungen waren anders als zuvor, er war intensiver, distanzloser. Seine Finger glitten ohne Umwegen zwischen die kleinen Hügelchen in meinen Schritt, fanden schnell meine Lustperle und verwöhnten sie. Meine Atmung beschleunigte sich und meine Iriden setzten sich an einen Punkt an der Decke fest, während er niedriger rutschte. Er tauchte mit seinen Kopf zwischen meine Beine, zog mich näher an sich heran, tauschte Finger gegen seine Zunge. Ein Schauer lief mein Rücken herab. Er schmeckte mich, kostete an mir und massierte meine empfindlichen Punkte. Mein Körper zog sich immer wieder freudig zusammen und ein Rausch packte mich, entriss meinen Gedanken die Realität.
Die Droge wurde immer deutlicher, ich wölbte mich ihr entgegen, spürte die Sucht, welche sie auslöste.

Abrupt brach er ab, zog sich zurück und beugte sich auf Augenhöhe wieder über mich. Lächelnd leckte er sich einmal über seine Finger, griff nach meinen Händen, pinnte sie über meinen Kopf fest und küsste mich. Seine Lippen schmeckten süßlich, ganz eigen, anders als zuvor. Er schmeckte nach mir.  
Sein Kopf war schräg gelegt, die Augen genussvoll geschlossen. An meinen Händen zog er mich auf der Matratze weiter hoch, bis meine Beine den Boden nicht mehr berühren konnten. Seine freie Hand schob meine Beine auseinander, zog mich an der Hüfte hoch und ließ seine Hüft auf meine sinken. Langsam nahm ich ihn in mich auf, er füllte mein Inneres und bereitete mir unglaubliche Glücksgefühle. Ein Flimmern erfüllte meinen Unterleib, machte mich ganz und bereitete mir Zufriedenheit. Noch immer hielt er den Kuss, machte mir das Atmen schwer und dämpfte das leise Keuchen, welches sich den Weg hoch bahnte.
Durch das bewegen seiner Hüfte, löste er unsere Lippen, richtete sich etwas auf und begann rhythmisch in mich ein zu dringen. Immer wieder zog er sich in seiner Gänze zurück, nur um mich aufs Neue mit seiner Länge zu füllen. Haltsuchend stemmte ich meine Hände gegen seinen Griff, warf den Kopf in den Nacken, ließ lustvolle Geräusche meine Kehle hinaufsteigen. Wieder hatte er mich voll im Griff, beherrschte mich und steigerte so mein Verlangen. Seine Bewegung wurde schneller, meine Stimme lauter und die Umgebung lodernd heiß.

Vor dem Höhepunkt riss ich mit einen mal meine Augen auf, schaute ihm in sein Gesicht. Seine Züge waren von tiefen Emotionen geprägt, seine Augen trübe vor Lust, sein Kiefer angespannt. Ich versuchte alles auf einen Blick ein zu fangen, es zu speichern und nie zu vergessen. Dieser Augenblick gehörte mir, seine Lust und sein Begehren.

Ich würde ihn nie wieder so Gefühlvoll sehen, nie wieder einen Gesicht sehen, welches von Empfindungen so überschwemmt war.
Nur dieser Moment gehörte mir, selbst wenn er sich nicht an mich erinnern konnte.
Nicht einmal meinen Namen wusste er, er, meine erste Liebe. Eine Liebe, die für immer unerwidert bleiben würde.
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