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Mass Effect – Wenn Genetik sorglos wird

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P18 / Het
Commander Shepard OC (Own Character)
17.05.2016
01.02.2021
35
434.020
25
Alle Kapitel
142 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
12.07.2016 4.697
 
Ich grüße euch, werte Ladys und Gentlenerds. Schön, dass ihr wieder zu mir zurückgefunden habt.
Als Erstes möchte ich mich bei Trix87 bedanken, die mir mit ihrem wachsamen Auge mal wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat und mich auf einige Fehler aufmerksam gemacht hat.
Mein zweiter Dank geht, wie sollte es auch anders sein, an alle Reviewschreiber. Danke, dass ihr mir eure Meinung gesagt habt, sowohl die Gute, als auch die Kritik. Beides wurde dankend zur Kenntnis genommen.

Hier noch ein wenig Tee und ein paar Salzstangen. (Kekse sind leider aus)

Aber nun wünsche ich euch viel Spaß mit:



Mass Effect – Wenn Genetik sorglos wird – Kapitel 002: Angeschossen. Durch einen Batarianer!

Kennt ihr das, wenn man was geträumt hat und schon halb wach ist, es aber noch irgendwo im Gehirn festsitzt? Und dann macht man die Augen auf und ist so was von erleichtert, dass es nur ein Traum war. Das hier, war genau das Gegenteil. So ging’s mir in diesem Augenblick. Ich lag irgendwo in einem merkwürdig aussehenden Wald, oder vielleicht ein Dschungel, und verstand die Welt nicht mehr. Gerade eben war ich doch noch zu Hause in meiner Bude in Berlin gewesen. „Dude, was geht hier ab?“ murmelte ich verwundert und versuchte mir das gerade Geschehene rational zu erklären. Das Blöde nur war: ich konnte es nicht. Eben noch zu Hause und jetzt in einem Wald, der nicht nach Erde aussah? Das ergab keinen Sinn, und wer sich das DOCH erklären konnte, auf dessen rationale Erklärung wäre ich gespannt. Aber ich versuchte inzwischen gar nicht mehr, dem Leben einen Sinn zu geben, es ist schließlich nur eine Aneinanderreihung von Tagen und schlechten Tagen. Und dann gibt es noch die LEGENDÄR schlechten Tage. Der hier, schien so einer zu werden. Wie auch immer, es war passiert, also rappelte ich mich auf, sah mich kurz um, nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass meine Brille intakt war, und meinte: „Okay. Back to the Basics. Was hab ich, was brauch ich?“ Ich hatte mein Kampfmesser, ich brauchte Wasser, ich brauchte einen Unterschlupf, ich brauchte Nahrung. Mein Kampfmesser konnte mir für den Bau einer Unterkunft und die Nahrungsbeschaffung von Nutzem sein, sofern ich für Letzteres auf die Jagd gehen musste. Was das Wasser anging, musste ich mich erst einmal auf die Suche machen. Dort könnte ich mir dann eventuell eine Unterkunft zusammenbauen, sofern ich alles Notwendige finden würde. Doch erst mal, stellte ich meine innere Uhr zurück auf Null. Hier war ich nun, auf dieser unbekannten Welt. Um hier zu überleben, blieb mir nur eines übrig: Ich musste die wilde Bestie in mir finden, die in jedem Menschen seit der Urzeit lebte. Da ich in L.A. im Ghetto aufgewachsen war, bevor mein Vater einen besseren Job bekam und wir in ein besseres Viertel ziehen konnten, hatte ich gelernt, wie man sich durchschlägt, und das Überlebenstraining der Marines würde mir dabei auch helfen.

Drei Wochen später

Ich hatte soweit alles gefunden, was ich zum Überleben brauchte. Ich hatte mich an einem See „einquartiert“, wobei mir ein passend geformter Baum als Schlafplatz diente, da ich keinerlei Möglichkeit hatte, mir eine ordentliche Unterkunft zu bauen. Egal, die beiden Äste, zwischen denen ich schlief, waren eine perfekte Liegefläche, bzw. das optimale Dach. Vorteil an dieser Gegend: hier gab’s Früchte und Pyjaks zum futtern. Nachteil: Varren aber auch. Entweder war ich auf einer kroganischen Welt, was das schlimme Szenario war, einer von den Kroganern verlassenen Welt, was das bestmögliche Szenario war, oder auf einer batarianischen Welt, was das schlimmstmögliche Szenario war. Zumindest in meinen Augen. Eher legte ich mich mit einem Kroganer im Blutrausch an und starb einen sicheren und ehrenvollen Tod, als von den Batarianern als Sklave verkauft zu werden. Aber dazu mussten diese vieräugigen Bastarde mich erst einmal in die Finger bekommen, und ich würde es ihnen verdammt schwer machen.
Naja, zumindest waren meine akuten Hauptprobleme gelöst: Wasser, Nahrung, Unterkunft. Die Pyjaks schmeckten jedoch absolut scheiße, weswegen ich mir vornahm, die Viecher so lange in Ruhe zu lassen, bis uns die Früchte ausgingen. Aber bis das der Fall war, würde es noch lange dauern. Und selbst wenn, zu meinem Glück gab es noch die Varren. Zu meinem Pech, schmeckten sie ebenfalls beschissen, aber nicht so wie die Pyjaks, weswegen ich die Biester zumindest runterwürgen konnte, ohne mich danach übergeben zu müssen. Ich hatte es sogar geschafft, mir aus einem großen Knochen und einem flachen Stein, den ich mir mit einigen anderen Steinen zurechtgeschliffen hatte, ein einklappbares Schwert zu bauen. Dazu hatte ich mir aus einem Stück Varrenhaut einen Gurt gebastelt, mit dem ich mir das Schwert umhängen konnte. Und da sagte Vanessa immer, die Filme mit Vin Diesel wären zu nichts zu gebrauchen. Tja, wenn ich sie jemals wiedersehen sollte, und ihr erzählen würde, was ich mir hier zusammengebaut hatte, und dass ich die Idee aus „Riddick – Überleben ist seine Rache“ hatte, würde sie garantiert nicht mehr so schlecht über seine Filme reden. Andererseits fand sie Vin Diesel nicht so attraktiv wie mich, also würde das keinen Unterschied machen. Aber bei dem Gedanken, dass sie so scharf auf ihren eigenen Bruder war, dass sie in ihrer Kindheit zu ihm ins Bett geklettert war, um ihn zu verführen, und nicht, weil einige Geschwister das ab und an taten, weil sie sich gut verstanden, drehte sich mir jedes Mal der Magen um.
Wie auch immer, mein Wasserproblem war gelöst, mein Nahrungsproblem war gelöst, auch wenn der Geschmack der proteinreichen Nahrung das Letzte war, mein Unterkunftsproblem war auch gelöst, sogar mein Selbstverteidigungsproblem war Geschichte. Alles in allem hatte ich mich ganz gut gemacht. Das Leben im Ghetto von L.A. und das Überlebenstraining beim Militär hatten ihre positiven Spuren bei mir hinterlassen. Riddick wäre sicher stolz auf mich.

Mein Glück sollte jedoch nicht lange währen. Denn nach siebzehn Tagen meiner Isolation landete ein Schiff ein paar Kilometer von mir entfernt. Definitiv nicht Asari, Turianer, Quarianer, Geth oder Allianz, denn deren Schiffe kannte ich bereits aus ME3. Sofern die Schiffe auch wirklich so aussahen, wie im Spiel. Aber das Schiff eben war irgendwas anderes, wenn ich richtig geschaut hatte. Es war glatt gewesen, und sah mehr aus wie eine metallene Version von Moya aus Farscape, diesem komischen lebendigen Raumschiff, dessen Rasse als „Leviathane“ bezeichnet wurde. Waren das vielleicht Rachni? Zweifelhaft, aber ich wusste ja nicht, in welchem Jahr ich mich befand. Protheaner? Wohl kaum. Ich konnte unmöglich in die Vergangenheit gereist sein. Blieben nur noch Salarianer, Hanar, Drell, Elcor, Volus... oder Batarianer. Auf Letztere konnte ich verzichten. Aber okay, erst mal nen Überblick verschaffen, alles andere würde ich dann entscheiden.

Drei Tage später hatte ich meine Antwort auf die Frage, welcher Spezies das Schiff gehörte. Und sie gefiel mir nicht. Ich wollte nämlich gerade an den See etwas trinken, als ich einen Batarianer sah, der irgendwas aus einem Tornister ins Wasser kippte und sich dann verpisste. Das gefiel mir absolut nicht, also beschloss ich erst einmal zu warten, aber zum Glück musste ich das nicht lange, denn eine knappe halbe Stunde später kamen ein paar Pjyaks vorbei und genehmigten sich was zu trinken. Nur um ein paar Minuten später zitternd am Boden zu liegen, bevor sie aufhörten zu atmen. Das gleiche in Grün bei den Varren zehn Minuten später, sowohl bei denen, die die toten Pjyaks fraßen, als auch bei denen, die aus dem See tranken. Super, der Batarianer hatte das Wasser vergiftet. Hatten die denn gar keinen Anstand? Aber ne Menge Typen wollten mich in den letzten Jahren umlegen, zu Letzt mein ehemaliger Arbeitgeber. Da ließ ich mich doch jetzt nicht von ein paar verdammten Batarianern killen! Außerdem brauchten die genauso etwas zu trinken wie ich, also brauchte ich die nur zu finden, ihnen zu ihrem Schiff zu folgen und etwas Wasser zu klauen. Vielleicht sogar ein Funkgerät.
Ich versuchte also den Spuren des Batarianers zu folgen um ihn wiederzufinden. Gar nicht so einfach, wenn man auf einer anderen Welt war. Aber nicht so schwierig, dass ich es nicht schaffen konnte. Es hatte nur nen knappe Tag gedauert, dann hatte ich die Batarianer und ihr Schiff gefunden und beobachtete die, wie ich zumindest vermutete, Sklavenjäger von einem Hügel aus. Nah dran, aber weit genug weg um im Falle einer Entdeckung mit einem kleinen Vorsprung die Kurve kratzen zu können. Was ein hässlicher Kasten von einem Schiff, falls man das überhaupt ein „Schiff“ nennen konnte. Das Ding sah fast so aus wie ne Mischung aus Borg Sphäre, Goa’uld Ha’tak und Wraith Basisschiff. Echt widerlich, trotz der Tatsache, dass das Teil aus Metall war, und nicht Organisch, wie die Basisschiffe der Wraith. Aber meinen Respekt dafür, dass sie es so gut verstecken konnten, hatten sie. Wäre einer der Batarianer nicht reingegangen, als ich sie entdeckt hatte, hätte ich das Teil trotz seiner Hässlichkeit übersehen. Allerdings fiel mir da auch direkt auf, dass dieses Schiff nicht das sein konnte, das ich vor vier Tagen gesehen hatte. Die Batarianer mussten also schon länger hier sein, aber wenigstens hatte ich nun einen groben Einblick darauf, wie die batarianischen Schiffe in etwa aussahen.
BÄMM! Ich war so ein Idiot! Ich hatte mich auf meine Unterarme gestützt um besser sehen zu können, anstatt den Kopf einzuziehen. Tja, jetzt hatten die Batarianer mich entdeckt, und der Treffer an meinem linken Oberarm war für so einen Amateurfehler natürlich mehr als verdient. Egal, jetzt musste ich erst einmal verschwinden, bevor die Wichser mich in ihre gierigen Finger bekamen, den nur mit einem Schwert und einem Messer bewaffnet, und ohne eine Panzerung zu tragen, gegen einen Haufen Irre mit Schusswaffen anzutreten, so dumm wäre nur ein Vorcha. Doch eines konnte ich immer noch nicht ganz glauben: Ich wurde angeschossen. Durch einen Batarianer!

Drei Stunden hatte ich gebraucht, um diese Drecksäcke abzuhängen. Drei Stunden, in denen meine Wunde zwar sehr langsam blutete, was mich aufgrund meines Stresses durch die Flucht vor diesen vieräugigen Arschlöchern ziemlich wunderte, aber sie wollte auch nicht aufhören zu bluten. Das Schwindelgefühl infolge der Dehydrierung kam auch noch dazu, ich verlor bei der Flucht zu allem Überfluss auch noch mein Knochenschwert, und als sei das nicht schon schlimm genug, schien mir auch noch ein Trupp entgegen zu kommen. Toll. Feinde von hinten, Feinde von vorne, Schusswunde im Arm, was konnte denn noch alles schief gehen? Ich verzog mich halb hinter einen Busch, halb in ein Erdloch zurück und hoffte, dass man mich nicht bemerken würde, obwohl ich diesbezüglich wenig Hoffnung hatte. Ich würde mit Sicherheit entdeckt, aber kampflos würde ich mich nicht ergeben!
Naja, Murphys Law: Alles was schief gehen kann, geht schief. Ich wurde, wie vermutet, entdeckt, was sich dadurch ankündigte, dass mehrere Waffen durchgeladen wurden. Ich hörte aus meiner Deckung heraus, wie jemand etwas in einer anderen Sprache sagte, konnte die Person aber leider nicht verstehen. Wen wunderte es. Allerdings war es eine weibliche Stimme, also keiner der Batarianer, deswegen schaute ich leicht aus meiner Deckung, während die Person das eben Gesagte mit etwas Nachdruck wiederholte. Ich konnte einen Trupp aus fünf Leuten erkennen. Asaris, um präzise zu sein. Eine mit „normaler“ blauer Hautfarbe, ungefähr wie Liara, eine mit grüner, aber etwas heller wie Shialas Thorianerklon, eine mit roter, die einen an Red Skull aus „Captain America – The first Avenger“ erinnerte, mit dem Unterschied, dass die Asari gut aussah, eine mit „normaler“ violetter, und eine mit orangener Hautfarbe, die fast ins Braune hineinging. Die Asaris waren hautfarbentechnisch ganz offensichtlich weit vielfältiger als es in Mass Effect dargestellt worden war, leck die Katz am Schwanz. Würde mich nicht wundern, wenn es auch Asaris mit gelber, schwarzer, grauer und weißer Hautfarbe gab. Konnte mir eigentlich aber auch egal sein. Vor den Asaris hier hatte ich sicher nichts zu befürchten, denn sie trugen keine Panzerungen von Eclipse oder den anderen Söldnergruppen, die ich kannte. Sah mehr nach Regierung aus, also entweder Citadel oder Asari-Militär.
Ich kam aus meiner Deckung, ging ein paar Schritte auf den Trupp zu und hielt mein Kampfmesser nach unten und so, dass die Asaris es sehen konnten. Ich blieb etwa zehn Schritte entfernt von ihnen stehen und sagte: „Ein Schluck Wasser.“ Die blaue Asari sagte irgendetwas, worauf ich den Kopf schüttelte und sagte: „Ich hab keinen Translator. Ich kann Sie nicht verstehen.“ Während vier der Asaris sich überrascht ansahen, öffnete die Rote ihre Feldflasche und drehte sie um, worauf ich nur meinte: „Das ist scheiße.“ da ich dadurch begriff, dass dem Trupp das Wasser bereits ausgegangen war. Die Grüne sagte etwas, um meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und als ich sie ansah deutete sie mit ihrer Waffe erst auf mich und tippte sich dann mit dem Finger auf die Stelle an ihrem linken Arm, an der sich mein Streifschuss befand, worauf ich erklärte: „Ich hab ne Gruppe Batarianer gesehen und bin denen gefolgt, in der Hoffnung so an Wasser, ein Funkgerät oder etwas Ähnliches zu kommen.“ Dann schaute ich auf meine Wunde und fügte hinzu, während ich den Arm etwas drehte: „Als ich zu nah an denen dran war, haben die mich bemerkt und angeschossen.“ Ich schaute zu den Asaris ohne den Kopf zu heben und meinte bittend: „Ich könnte nen Druckverband gebrauchen.“
Die Asaris redeten erst mal nur miteinander. Kam mir so vor als würdeten sie sich beraten. Entweder waren sie auf einer geheimen Mission, oder sie waren menschlichen Verbrechern auf der Spur. Oder etwas gänzlich anderes. Schließlich sah die Grüne mich an und deutete auf mein Kampfmesser. Ich sah kurz drauf und warf es ihnen dann einfach vor die Füße, bevor ich sagte: „Ich hab keine Ahnung, was hier vorgeht, aber das interessiert mich auch nicht. Ich will nur wieder nach Hause.“ Die Asaris tauschten sich kurz untereinander aus. Offenbar schienen sie sich wegen mir zu beraten. Aber dann kam die Grüne auf mich zu, verband mir den Arm, und gab mir ihre schwere Pistole, die ich als Modell M3 Predator erkannte, bevor sie auf sich selbst deutete und mir so zu verstehen gab, dass ich sich nach ihr richten solle. Ich nickte kurz und lud dabei die Predator durch, denn damit konnte ich gut leben. Alles war besser, als den verdammten Batarianern in die Hände zu fallen, und außerdem war es nicht das erste Mal, dass ich Anweisungen von einer Frau erhielt.
Ich lief den Mädels geschätzte zwei Stunden hinterher, bis wir auf weitere Asaris stießen, und wieder jede mit einer anderen Hautfarbe. Kaffeebraun, hellgrau, aquamarin, weiß und schwarz, aber Farbtabellenschwarz! Offenbar war das auch die Anführerin, denn die fragte die Rote direkt etwas und deutete dabei auf mich. Nach ein paar Wortwechseln wollte die Schwarze etwas von mir direkt wissen, worauf ich sagte: „Tut mir leid, Ma’am, aber ich habe keinen Translator und spreche nur zwei Sprachen, beide von der Erde: Englisch und Deutsch. Und mit Letzterer habe ich schon genug Probleme.“ Die Schwarze schaute mich kurz überrascht an und gab dann der Aquamarinen einen Befehl, wie mir schien, welche dann mit einem kleinen Gerät auf mich zukam, das sie mir dann ans Ohr klemmte und mit ihrem Omni etwas einstellte.
„Können Sie mich jetzt verstehen?“ wollte die schwarze Asari im Anschluss wissen, worauf ich mit einem zackigen: „Jawohl, Ma’am.“ antwortete. „Gut. Wer sind Sie?“ wollte die Asari daraufhin wissen. „Alexander Whistler.“ antwortete ich, und nachdem die Asari genickt hatte, fragte ich sie: „Klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber welcher Tag ist heute?“ Die Asaris sahen sich daraufhin überrascht an, nur die Schwarze sagte unbeeindruckt: „Laut Erdenkalender Sonntag.“ worauf ich sagte: „Danke, aber ich meinte eigentlich das Datum.“ „Oh, Verzeihung, der 15. Juli.“ antwortete sie daraufhin, doch als ich: „Und das Jahr?“ fragte, hatte auch sie einen verwirrten Gesichtsausdruck. Allerdings sagte sie: „Nach Erdenzeit 2181.“ „Danke.“ sagte ich daraufhin, und als die Asaris mich weiterhin skeptisch betrachteten, hing ich noch hintendran: „Bitte sehen Sie mich nicht so an, als wäre ich ein Verrückter.“ „Naja, Sie haben mich gerade gefragt, welches Jahr wir haben, das finde ich schon etwas merkwürdig.“ meinte die Schwarze, worauf ich nur fragte: „Wenn Sie das schon für merkwürdig halten, wie überrascht werden Sie dann alle sein, wenn ich Ihnen sage, dass ich zwar seit knapp drei Erdenwochen auf diesem komischen Planeten bin, aber auf der Erde noch das Jahr 2016 war, als ich von dort DIREKT hierher geschickt wurde?“
Die Frage blieb allerdings unbeantwortet, denn während die Asaris mich noch blöd anschauten, dröhnte eine leise Stimme aus dem Hintergrund: „Wie kann man nur so blöd sein? Was ist eigentlich mit euch los? Seid ihr zu dumm einen Menschen einzufangen? Es ist nur ein Mann! Er ist allein und er ist verwundet!“ „Batarianer. Die muss man einfach lieben.“ meinte ich sarkastisch. Die grüne Asari packte mich daraufhin am Arm und meinte: „Besser, wenn wir hier verschwinden.“ und als ich mich zu ihr drehte sagte ich: „Keine Widerwo...“ doch als ich den Batarianer hinter der orangfarbenen Asari sah, wie er mit seiner Pistole auf ihren Hinterkopf zielte, riss ich die Predator hoch und erschoss ihn ohne darüber nachzudenken.
Die weiße und die blaue Asari richteten natürlich erst einmal ihre Waffen auf mich, während die aquamarine, die weiße und die schwarze Asari zu der Orangefarbigen gingen, wobei die Schwarze nach dem Batarianer schaute, den ich erschossen hatte. Nach ein paar Sekunden sagte sie dann: „Nehmt die Waffen runter!“ was die restlichen Asaris zwar nicht nachvollziehen konnten, aber sie befolgten den Befehl, worauf die Schwarze zu mir sah und sagte: „Sie haben meiner Schwester gerade das Leben gerettet, Mr. Whistler.“ Die Orangefarbene kam daraufhin auf mich zu, legte ihre Hände auf meine Schultern und berührte mit ihrer Stirn und geschlossenen Augen meine Stirn, und als sie wieder von mir abließ, sagte ich, da ich davon ausging, dass die Asaris sich so bedankten: „Gern geschehen.“ worauf die Orangfarbene violette Wangen bekam und die restlichen Asari kicherten. „Kommen Sie. Wir bringen Sie in Sicherheit!“ meinte die Schwarze, und während ich den Asaris folgt, sah mich die Orangefarbene an und ich meinte zu hören, wie sie sagte: „Er sieht aus wie ein Junge, aber er reagiert wie ein Kommando!“ Allerdings bewegten sich ihre Lippen dabei nicht, also ging ich davon aus dass A: sie mir ihre Gedanken irgendwie mitgeteilt hatte, B: ich mir das Ganze gerade eingebildet hatte, oder C: dass ich ihre Gedanken gerade irgendwie gelesen hatte. Schien mir alles ein wenig an den Haaren herbeigezogen, aber, anständig wie ich war, sagte ich in Gedanken brav: „Oh, vielen Dank.“ bevor ich laut sagte: „Im Übrigen sollten Sie sich alle von dem See in der Nähe fern halten.“ und als die Asaris mich fragend anschauten, erklärte ich: „Ich hab gestern gesehen, wie ein Batarianer etwas ins Wasser geschüttet hat. Die Pjyaks und Varren, die danach daraus getrunken hatten, sind innerhalb von zehn Minuten gestorben.“ worauf die braune, die hellgraue, die aquamarine, die weiße und die schwarze Asari direkt ihre Feldflaschen ausschütteten. Gerade noch mal Glück gehabt. Wäre doch schade um diese Schönheiten gewesen. Ich folgte den Asaris daraufhin drei weitere Stunden lang durch den Dschungel, bis wir endlich bei ihrem Schiff ankamen. Erst mal starrte ich auf eine leere Lichtung, die aufgrund der bereits eintretenden Dunkelheit ohnehin schwer einzusehen war, aber dann gab die schwarze Asari einen Zugriffscode auf ihrem Omni ein und im nächsten Moment enttarnte sich vor uns das Schiff. Tja, da hatten wir also die metallene Moya, die ich vor vier Tagen gesehen hatte. Es handelte sich dabei einfach nur um ein Shuttle, wie ich feststellen musste. Dabei kam es mir damals viel größer vor. Aber egal, Schiff ist Schiff, und jetzt, da ich mir dieses hier aus der Nähe anschauen konnte, musste ich zugeben, dass es zu den Schiffsdesigns der Asari passte, so wie die Ascension und die Kreuzer in ME3 aussahen. Mich wunderte nur, dass die Asari über Tarntechnologie verfügten. Aber egal, allein die Tatsache, dass die Asari weit mehr Hautfarben hatten, als nur violett und blau, sagte mir schon, dass ich mich auf noch weit mehr Überraschungen einstellen konnte.
Nachdem wir alle etwas Wasser aus den Reservekanistern zu uns genommen hatten, und die Asari bei mir einen Scan durchgeführt hatten, weswegen auch immer wollten sie mir nicht sagen, gab mir die schwarze Asari ein Sentry Interface und sagte: „Wir könnten Ihre Hilfe gebrauchen, aber ich muss wissen, wie gut Sie schießen können.“ Ich hielt das Interface hoch und fragte: „Gehe ich richtig in der Annahme, dass hier ein Nachtsichtgerät integriert ist?“ und nachdem die Asari genickt hatte, setzte ich es auf und war beeindruckt. Die Sonne war inzwischen untergegangen, aber ich konnte mit dem Teil sehen, als wäre es heller Tag. Als mir die weiße Asari aber dann eine Waffe überreichte, die ich aus ME2 UND ME3 kannte, wurde es ernst: ein M76 Revenant!
Ich bekam kurz eine Einführung durch die Mädels, und während ich mich dann, für die Asaris wohl etwas unbeholfen, mit dem Revenant vertraut machte, fragte mich die weiße Asari: „Und Sie wissen auch, wie das geht?“ „Nur theoretisch.“ antwortete ich, bevor ich das Thermomagazin einlegte und auf einen Baumstamm in der Nähe schoss. Natürlich verfehlte ich ihn, weswegen die rote Asari meinte: „Also eher nicht!“ aber jedenfalls wusste ich nun, wie ich das Gewehr richtig halten musste. Ich wog es noch etwas in den Händen und meinte beeindruckt: „Ganz schön viel Feuerkraft.“ „Sie werden ne Weile brauchen, bis Sie den Dreh raushaben.“ meinte die orangefarbene Asari mitfühlend, aber ich hob das Revenant erneut an und schoss den Baumstamm damit ohne Fehlschüsse zu Sägespänen. Ich sicherte die Waffe daraufhin, entnahm das Thermomagazin und meinte trocken: „Ich glaub, ich hab den Dreh raus.“ bevor ich meinen Magen knurren hörte, der laut genug war, dass die Asaris ihn auch gehört hatten, denn die Hellgraue meinte direkt danach: „Besorgen wir Ihnen erst mal etwas Ordentliches zu essen, Mr. Whistler.“ wozu ich natürlich nicht nein sagen konnte.
Als wir uns alle mit einer Militärration der Asaris eingedeckt hatten, kamen die Mädels aus dem Staunen nicht mehr heraus, was ich anfänglich nicht verstehen konnte, bis die grüne Asari kopfschüttelnd sagte: „Ich muss zugeben, ich hab noch nie jemanden mit so viel Heißhunger ne Militärration verschlingen sehen. Das ist beeindruckend.“ Offenbar waren die Rationen nicht so gut, wie sie mir gerade schmeckten, aber die Asaris mussten sich ja innerhalb der letzten drei Wochen nicht mit dem voll stopfen, was ich hier auf dem Planeten runterwürgen musste. Jedenfalls fragte mich die rote Asari grinsend: „Sie haben wohl Hunger?“ und ich antwortete mit halbvollem Mund: „Ich bin gefühlte drei Erdenwochen durch den Dschungel dieses verfluchten Planeten gerumpelt.“ Dann schluckte ich einen Teil des Essens runter und fügte noch hinzu: „Muss ich noch’n Varren essen, krepier ich wahrscheinlich.“ was die weiße Asari zum lachen brachte. Nur die Schwarze schien wegen irgendwas besorgt zu sein, deshalb fragte ich: „Alles in Ordnung?“ Die Asari seufzte und sagte dann: „Wir sind hier auf einer Mission unterwegs, die mit Menschen zu tun hat.“ Die anderen Asaris hörten auf zu kauen und zu trinken, nachdem sie das gehört hatten. Die süße Orangefarbene hatte sogar noch den Löffel im Mund, also musste sie das ziemlich schockiert haben, dass ihre Anführerin mit einem Außenseiter über deren Mission sprach. Die Grüne sagte direkt auch: „Ma’am, halten Sie es nicht für zu riskant einem Menschen von unserer Mission zu erzählen? Er könnte...“ „Wenn ich eine Gefahr für Ihre Mission darstelle, wäre es vielleicht besser, mich bis zum Ende Ihrer Mission zu inhaftieren.“ unterbrach ich die Grüne direkt, doch die Schwarze sagte, bevor ich noch mehr sagen konnte: „Wenn Sie die Wahrheit sagen, und aus dem Erdenjahr 2016 kommen, wissen Sie nichts von der Gefahr, in der Sie sich befinden könnten. In der WIR uns befinden könnten.“ Ich legte meinen Napf zur Seite und fragte: „Welche Gefahr? Was geht hier vor?“ „Während Sie in diese Zeit gereist sind, haben die Menschen genetische Experimente durchgeführt. Menschliche Gene wurden mit Genen von irdischen Tieren kombiniert.“ fing die Schwarze an zu erzählen, worauf ich sagte: „Das haben die Forscher aus Großbritannien bereits acht Jahre vor meiner unfreiwilligen Zeitreise gemacht. Kurz bevor ich „abgereist“ bin, hatte ich mich noch mal mit meiner Familie über...“ Ich stockte kurz und fragte dann nachdenklich: „Hm, wie erkläre ich Skype?“ dann sah ich wieder auf und sagte: „Skype ist damals so etwas wie eine heutige Komm-Verbindung gewesen.“ Die Asaris nickten verstehend, weswegen ich fortfuhr: „Jedenfalls hatte meine jüngere Schwester mir damals gesagt, dass die Briten diese „Forschungen“, oder wie man das auch immer nennen sollte, mittlerweile auf die gesamte Tierpalette ausgedehnt hatten. Und die „Embryonen“ wurden zwischen acht und zwölf Tage am Leben gelassen, bevor sie vernichtet wurden. Soweit mein letzter Wissensstand.“ „Dann sollten wir Ihnen am Besten noch erzählen, dass die Forscher es etwas zu weit mit diesen Experimenten getrieben hatten.“ meinte die Weiße, worauf die Grüne mir auf meinen fragenden Blick erklärte: „Die Forscher haben damals sämtliche DNA-Stränge kombiniert, die sie zur Verfügung hatten, und daraus, vermutlich versehentlich, das kann heute niemand mehr sagen, ein Retrovirus erschaffen.“ „Kam es zum Ausbruch?“ wollte ich natürlich direkt wissen, worauf die Rote zwar nickte, aber die Orange direkt hinterher schob: „Aber es ist nicht ganz so schlimm, wie Sie es vielleicht befürchten.“ „Soll heißen?“ fragte ich natürlich, worauf die Braune erklärte: „Der Virus hat zwar alle Menschen befallen, aber die meisten Menschen sind davon nicht beeinflusst worden. Nur knapp 0,1 Prozent wurde befallen.“ „Das sind bei sieben Milliarden Menschen auf der Erde aber immer noch sieben Millionen. Was hat das Virus mit diesen Leuten gemacht? Muss ich mir was vorstellen, a la Resident Evil? Falls Sie das kennen.“ fragte ich nach, worauf die Asaris sich nur fragend ansahen, abgesehen von der Aquamarinen. Die schüttelte den Kopf und antwortete: „Nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht.“ „Aber schlimm.“ hielt ich dagegen, worauf die Aquamarine nickte. „Der Virus hat niemanden getötet, da kann ich Sie beruhigen. Ihre Familie dürfte also damals überlebt haben.“ meinte die Weiße, was mich aufatmen ließ, auch wenn sie mittlerweile trotzdem tot waren. „Aber der Virus hat einige der Menschen verändert und eine neue Art erschaffen, die...“ wollte mir die Schwarze gerade erklären, als ein Mensch mit ziemlich heller Haut, weißen Augen und langen Eckzähnen und mit einem bestialischen Fauchen aus den Büschen sprang und uns angriff. Beziehungsweise mich angriff. Das Einzige was ich noch in der Lage war zu denken, bevor diese verdammte Freakshow auf mir landete, und versuchte mich zu beißen, war: ,What the Fuck geht hier ab?’
Alles was ich tun konnte, war auf Militärmodus umzuschalten, wie ich das immer nannte. Ich zog mein Kampfmesser und rammte es diesem... Vieh (!), anders konnte ich dieses Wesen nicht bezeichnen, in den Hals, und nachdem es von mir abließ, trat ich ihm gegen die Brust, worauf es hinterrücks ins Lagerfeuer fiel, das wir entfacht hatten. Das Vieh wand sich kurz im Feuer, kreischte dabei Trommelfell zerreißen und wollte dann aufstehen als wäre nichts gewesen, obwohl er schwere Verbrennungen hatte. Ich drehte mich um und wollte zu der Revenant laufen, die gegen einen der Felsen gelehnt war, doch als ich noch fünf Schritte entfernt war, flog mir die Waffe entgegen und landete in meiner Hand. Keine Ahnung, welche der Asaris mir die Waffe mit ihrer Biotik zugeworfen hatte, aber ich hatte auch keine Zeit zum überlegen, denn ich hörte, wie diese Kreatur sich mir von hinten näherte. Also drehte ich mich um und ballerte diesem bereits verkohlten „Etwas“ das komplette Thermomagazin in den Oberkörper, wodurch es zurücktaumelte und dann von der Roten und der Hellgrauen mit zwei M451 Firestorms endgültig knusprig gebraten, was zu meinem Entsetzen ein paar Minuten dauerte. Als endlich Ruhe im Karton war, sah ich zu den Asaris, die mich gerade besorgt ansahen, und fragte: „Würdet ihr mir bitte mal erklären, what the Fuck hier eigentlich abgeht?“



Ja, „What the Fuck?“ geht hier ab? Gute Frage, aber auf die Antwort müsst ihr leider bis zum nächsten Kapitel warten, meine lieben Ladys und Gentlenerds. Aber keine Sorge, ich werde zusehen, dass ihr nicht zu lange warten müsst.
Ich hoffe, euch hat das Kapitel gefallen und ich darf euch zu Kapitel 003 wieder begrüßen, welches den Titel trägt: „Dämonoide? Sind das sowas wie... menschliche Ardat Yakshi?“
Wem’s gefallen hat kann mir gerne ein Review da lassen, und wem’s nicht gefallen hat, der kann mir gern ein paar Verbesserungsvorschläge übermitteln.
Dann mal eine ruhige Zeit.

Euer LordApophis85
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