Game of Thrones

OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Daniil Kvyat Marcus Ericsson
15.05.2016
15.05.2016
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2.660
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15.05.2016 2.660
 
Disclaimer: Ich kenne keinen der vorkommenden Prominenten persönlich, habe keinerlei Rechte an ihnen oder an sonst irgendwas, das mit ihnen zusammenhängt, und selbstverständlich verdiene ich mit dieser Geschichte kein Geld. Was es hier zu lesen gibt, ist Fiktion und basiert demzufolge auch nicht auf irgendwelchen realen Ereignissen.

English Version: I do not own anyone, this is purely fictional. If you got here by googling yourself please I urge you go back now!

A/N: Dies ist ein Beitrag zum Projekt Kusskatastrophen

Also ich muss ganz ehrlich sagen, die Katastrophe unterbricht hier schon den Kuss, aber warum es eine Katastrophe ist, erklärt sich dann erst im Verlauf, wenn man sich in diesem Fandom nicht so auskennt.

Und ihr wisst ja, Reviews sind das Brot des Fanfictionautors – lasst mich bitte nicht hungern!



für Rosalie18
Danke, dass du mir dieses Projekt gezeigt hast






Game of Thrones


Dass es kein gutes Heimrennen für seinen Freund gewesen war, sah man ihm an der Nasenspitze an und - Nein, korrigierte Marcus sich stumm, er konnte es Daniil ansehen, nicht jedermann. Das war durchaus ein Unterschied, immerhin schaffte es Daniil, sich so diplomatisch zu äußern, dass ein unbeteiligter Journalist es ihm mit Leichtigkeit abnahm, selbst dann, wenn es eiskalt gelogen war. Nun gut, manchmal musste das auch einfach so sein, obwohl sie allesamt keine Schauspieler waren, sondern Rennfahrer. Es gehörte zu ihrem Job und in dieser Hinsicht hatten sie keine Wahl.

Sich jetzt Zeit für seinen Freund zu nehmen, war das Mindeste, was er tun konnte, nachdem es von allen Seiten bereits Kritik gehagelt hatte. Kritik, die wenigstens zum Teil nicht einmal berechtigt gewesen war, wie er fand. Sie fuhren Rennen, nicht wie Kindergartenkinder im Kreis hintereinander her! Da konnte es schon mal krachen! Das gehörte nun einmal dazu und wem das nicht passte, der war im Motorsport definitiv falsch! Motorsport! Das war das Stichwort! Und nicht Kindergarten, wo man heulend zu den Erziehern rannte und petzte und über die vermeintlichen Ungerechtigkeiten der anderen jammerte. Oh, verdammt! Er regte sich noch immer viel zu sehr über das alles auf – dabei betraf es ihn eigentlich nicht einmal! Aber trotzdem... trotzdem...

Er musste sich jetzt um jeden Preis zusammenreißen! Denn tat er es nicht, war das alles hier vollkommen sinnlos. Wenn er Daniil etwas aufheitern wollte, dann durfte er auf keinen Fall schlechte Laune haben. Das war absolut kontraproduktiv! Zumal er – ganz gleich, wie naheliegend es war – sich doch Gedanken gemacht hatte, wie er das anstellen konnte, wenn er Daniil besuchte. Sich planlos in etwas zu stürzen, das war nicht seine Art – und Daniils auch nicht.
Marcus atmete noch einmal tief durch, um sich selbst etwas zu beruhigen, ehe er das Schlafzimmer betrat. Manche Dinge waren im Bett schlicht entspannter als auf der Couch und Fernsehen gehörte in den meisten Fällen einfach dazu, ganz gleich, wie dekadent es erschien. Das hier hatte sich jedoch einfach so angeboten, und es würde sie mehrere Stunden beschäftigen, ablenken und garantiert auf ganz andere Gedanken bringen – und darauf kam es an. Nur darauf, den Kopf wieder frei zu kriegen, um dann in Spanien mit klaren Gedanken und dem Blick geradeaus aufs Ziel gerichtet wieder ins Cockpit steigen zu können. Denn ganz gleich, was sie in Interviews sagten, wie oft sie vor Kameras und Diktiergeräten behaupteten, blitzschnell und kinderleicht mit einem miesen Rennen abschließen zu können oder abgeschlossen zu haben, es war in der Regel eine aalglatte Lüge, mit der sie sich aus der Affäre weiterer Nachfragen zogen. Die Wahrheit war eine andere. Die Wahrheit war hier und jetzt und ein bitteres Geheimnis.

„Hast du die Gläser -“ Daniil drehte sich zu ihm um, als er ins Zimmer kam.

Er nickte: „Gefunden.“

„Okay...“

Es war ihm nicht nur anzusehen, er hörte den Unmut auch noch immer aus Daniils Stimme heraus. Eigentlich ein fast sicheres Zeichen dafür, dass sein Freund sich auf diesen gemeinsamen Abend zu einem nicht unerheblichen Teil nur eingelassen hatte, um ihm eine Freude zu machen und weil er wusste, dass es zu nichts Vernünftigem führte, wenn er sich nun tagelang zurückzog und schwieg. Aber, das wusste Marcus aus der Vergangenheit, das würde sich legen, wenn sie erst einmal miteinander zur Ruhe kamen. Es brauchte nur Zeit und ein wenig von seiner Geduld.
Er stellte die Gläser – Ikea-Gläser, wie er fast lachend festgestellt hatte, als er den Schrank öffnete – und die Wasserflasche auf den Nachttisch, ehe er sich aufs Bett setzte. Im Grunde genommen hatten sie erst einmal alles, was sie für den Abend brauchten, zusammengetragen. Großartig naschen ließ ihre Diät nicht zu, also war es insgesamt auch nicht viel, was man besorgen musste und außerdem... Daniil ließ sich auf der anderen Seite des Bettes auf die Matratze fallen, streckte sich darauf aus und schaltete ohne ein weiteres Wort den Fernseher ein. Höchstwahrscheinlich, hielt Marcus stillschweigend fest, würde das auch noch wenigstens eine Episode lang so bleiben, doch dann... Normalerweise wurde es spätestens nach dem Vorspann der zweiten rapide besser. Es war eine Frage seiner Geduld...

Eine sehr anstrengende Frage, wie er feststellen musste, als die erste Episode der fünften Staffel sich dem Ende neigte. Daniils schlechte Stimmung schien besonders hartnäckig zu sein. Nicht, dass er das nicht verstand, aber es wäre eben schöner gewesen, wenn es nicht ganz so arg wäre. Wenn sie wenigstens... Vorsichtig legte er die linke Hand über Daniils rechte. Auf einen Versuch konnte er es wohl ankommen lassen, immerhin war der Vorspann der zweiten Episode bestimmt schon zehn Minuten her!
Das erleichterte Aufatmen, als Daniil seine Hand nicht wegzog, konnte er allerdings nicht unterdrücken. Das war schon mal ein gutes Zeichen! Also wurde es doch besser und das war ja die Hauptsache.

„So schlimm?“, hörte er Daniil ganz leise nachfragen.

„Schon“, gestand er leise. Ehrlichkeit war wichtig, besonders in Situationen wie diesen und einander brauchten sie nun wirklich nichts vorzumachen. Das wäre lächerlich und unnötig.

„Tut mir leid. Ich weiß, dass ich unausstehlich bin, es ist nur...“

„Lass gut sein, ja? Die sind zu dir ja auch unausstehlich im Moment“, wandte er ein.

Er wusste ja, wie er mit Daniils schlechter Laune umgehen musste, damit sie ihn nicht tangierte und ihr Verhältnis nicht über die Maßen beanspruchte – und glücklicherweise ließ sich da Angenehmes mit Nützlichem verbinden. Vielleicht war irgendwann mal ein anonymer Dankesbrief an George R. R. Martin fällig, immerhin hatte Game of Thrones schon so manche Krise in ihrer Beziehung behoben. Das Einzige, was ihn wirklich davon abhielt, war die befremdliche Tatsache, dass der Joffrey der Verfilmung diese beängstigende äußerliche Ähnlichkeit mit ihm hatte.

Daniil drehte die Hand unter seiner um, verschränkte ihre Finger miteinander.

Damit war die kritische Phase wohl definitiv überstanden, konstatierte Marcus für sich. Zum Glück! Und wenn sie dann erst bei der sechsten Staffel ankamen... Wenn sie endlich erfahren würden, was aus Jon Schnee wurde, dann... Das fragten sie sich schließlich schon seit gefühlten Ewigkeiten! Würde er sterben oder gab es noch Hoffnung? Es war kaum auszuhalten gewesen, nachdem sie die fünfte Staffel zum ersten Mal bis zum Ende gesehen hatten! In beinahe jugendlichem Leichtsinn hatten sie noch für den Rest der Nacht über das Für und Wider aller Möglichkeiten, die ihnen eingefallen waren, diskutiert. Wenn Jon starb, dann... Daniil rückte etwas näher zu ihm, so nah, dass ihre Hände zwischen ihnen keinen Platz mehr auf der Matratze fanden, dann legte er den Kopf an seine Schulter. Ja, spätestens jetzt kam alles wieder in Ordnung und wenn sie dann erst einmal – so nach dieser und vielleicht noch einer oder zwei weiteren Episoden – erneut anfangen würden, über das Für und Wider von Jon Schnees möglichem Tod zu diskutieren... Dann würde der Job erst einmal auf dem Abstellgleis landen.

Der Abspann der zweiten Episode lief, als Daniil sich ein wenig aufsetzte, sich zu ihm beugte und... Innerlich stand er kurz davor, in Jubel auszubrechen, einfach, weil er wusste, dass er richtig entschieden hatte, dass es auch diesmal so zuverlässig wie eh und je funktioniert hatte. Daniils Lippen streiften sein, sanft, flüchtig, und er hob die rechte Hand, um seinen Freund näher zu sich zu ziehen, wollte mehr, mehr Nähe und mehr... Handyklingeln ließ ihn unwillkürlich zurückzucken.

Daniil fluchte nur halb unterdrückt auf Italienisch, löste sich von ihm und griff an ihm vorbei nach seinem Mobiltelefon, warf einen Blick aufs Display und stand vom Bett auf.

„Sorry, ich muss da drangehen. Ist Dr. Marko.“ Daniil ging zur Tür.

„Ja, mach. Ich stell eben auf Pause“, erwiderte er, bemüht darum, nicht zu verärgert oder enttäuscht zu klingen. Daniil konnte schließlich nichts für diesen Anruf, aber wenn der Boss anrief, dann konnte man das nun einmal nicht nach Lust und Laune ignorieren. Das war schlechtes Benehmen, es gehörte sich einfach nicht! Ende jedweder Diskussion.

Es dauerte. Es dauerte wirklich lange und je mehr Zeit verstrich, desto unruhiger wurde er, zumal er immer wieder Daniils Stimme aus dem angrenzenden Zimmer hören konnte, aber kein Wort von dem verstand, was sein Freund sagte. Fast war er versucht, wenigstens den Abspann bis zum Ende weiterlaufen zu lassen und dann vielleicht auch noch den Vorspann der nächsten Episode, um wenigstens für diesen kurzen Zeitraum nichts vom Telefonat mitzukriegen, aber... Nein! Er hatte gesagt, er würde auf Pause stellen und daran hielt er sich, komme, was wolle.
Zum wiederholten Mal griff er nach seinem Wasserglas, trank einen Schluck daraus, einfach, um sich irgendwie zu beschäftigen und ein wenig mehr Zeit zu überbrücken. Anschließend war er selbst noch einen Blick auf sein Smartphone. Ob er vielleicht etwas twittern sollte... über Game of Thrones vielleicht? Es war ja kein Geheimnis, dass er die Serie verfolgte, also... Verraten würde ein solcher Tweet nichts, solange er kein Wort darüber verlor, mit wem er gerade zusammen war – und das hatte er keineswegs vor!

Ja, vielleicht war ein Tweet gar keine so schlechte Idee...

Das würde ihn ablenken, wenn er binnen weniger Sekunden die Reaktionen darauf lesen konnte. Vielleicht würde er auf die eine oder andere selbst noch einmal reagieren, vielleicht auch nicht. Jolyon würde mit Sicherheit etwas dazu zu sagen haben... Das würde womöglich witzig werden, wenn...

Daniils plötzliches, energisches Fluchen ließ ihn zusammenzucken.

Was war denn nun los?!

Marcus ließ das Smartphone auf die Matratze fallen, stand auf und eilte zur Tür, riss sie auf und ging weiter ins Wohnzimmer. Daniil saß auf der Couch, das Gesicht in den Händen vergraben, sein Smartphone lag auf dem Sessel und das Display erlosch gerade. Und er musste weder Genie noch Psychologe sein, um zu erkennen, dass hier gerade überhaupt gar nichts mehr in Ordnung war. Automatisch verlangsamte er seine Schritte. Was das Telefonat auch immer gerade gebracht hatte, es war auf keinen Fall gut gewesen, auf gar keinen Fall!

„Daniil?“, fragte er zaghaft.

Keine Reaktion.

Er runzelte besorgt die Stirn, wagte sich aber endgültig bis zur Couch vor und setzte sich neben seinen Freund, legte ihm einen Arm um die Schultern. Sollte er jetzt sofort noch etwas sagen oder lieber erst später? Das hier war keine Situation, in der er sich irgendwann zuvor schon einmal wiedergefunden hatte. Das hier war irgendwie merkwürdig. Normalerweise waren Gespräche mit dem Boss doch nicht so schlimm! Man bekam mal einen Rüffel, wenn man wirklich großen Bockmist gebaut hatte, aber das war nichts, was zu so einer Reaktion führte! Dann fühlte man sich eine Weile wie ein Lausbub aus Schulzeiten und dann war es wieder gut, aber das hier...

„Daniil?“, versuchte er es erneut.

Trockenes Schluchzen.

Okay, spätestens jetzt machte er sich wirklich Sorgen!

„Hey...“ Er hauchte einen Kuss auf Daniils Schläfe, mehr war nicht drin. „...was hat er denn gesagt?“

Schon wieder nur ein trockenes Schluchzen, gefolgt von einem Kopfschütteln, und er sah sich genötigt, seinen Freund bestmöglich in den Arm zu nehmen. Irgendetwas musste er schließlich tun! Einfach tatenlos herumzusitzen war nicht sein Ding, nichtsdestotrotz wusste er nicht mehr, was er noch sagen konnte oder sollte, solange er keine Ahnung hatte, was überhaupt vorgefal-

„Sie haben...“ Daniil unterbrach sich für ein weiteres Schluchzen, doch irgendwie klang es gar nicht mehr so traurig, vielmehr zutiefst schockiert, als er den Kopf ein wenig hob. „... haben mich gefeuert.“

„Sie haben WAS?!“

„Mich gefeuert“, wiederholte Daniil kaum hörbar.

„Aber warum?!“ Marcus gab sich keine Mühe, sein Entsetzen irgendwie zu verbergen. Es würde ohnehin nicht gelingen, dafür kannte er sich selbst zu gut.

„Warum wohl?“ Sein Freund lachte bitter auf. „Wegen Max natürlich!“

„Hä?“ Was hatte der Niederländer bitte damit zu tun, also abgesehen davon, dass... „NEIN!“

„Doch, genau das, Marcus.“

„Aber du hast ein Podium geholt!“, wandte er heftig ein, „Sie können dich da doch nicht so einfach... Das ist mehr, als Daniel diese Saison geschafft hat!“

„Klar können sie!“

„Aber -“

„Sie haben doch schon seit Wochen einen guten Grund gesucht, um Max zu Red Bull zu holen, damit er nicht bei Ferrari unterschreibt – und ich hab ihnen einen geliefert!“ Daniil riss sich von ihm los, sprang regelrecht auf und begann wie ein Tiger in einem viel zu kleinen Zirkuskäfig im Wohnzimmer auf und ab zu laufen.

Ihm fehlten auf einen Schlag die Worte. Das war es also... das war...

„Ein einziger verdammter Fehler und Zack! Das war’s!“

„Sie haben dich so richtig gefeuert?“, hakte er ganz zaghaft nach. Das wäre... wäre... eine Katastrophe!

„Nein!“ Daniil lachte bitter auf. „Ich muss zurück zu Toro Rosso – angeblich, damit ich meine Form wiederfinden und noch was lernen kann!“

„Du bist in Form, deswegen brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Du wirst Carlos bestimmt schla-“

„Es ist völlig egal, ob ich besser als Carlos bin oder nicht, Marcus!“, brauste Daniil so überraschend und heftig auf, dass er zum wiederholten Mal an diesem Abend zusammen- und zurückzuckte. „Das ist dann meine verdammte zweite Saison bei der Scuderia Toro Rosso und wenn ich dann nicht zurück zu Red Bull komme oder zu einem anderen Team, dann war’s das für mich mit der Formel 1! Zwei Saisons kriegst du, wenn du’s danach nicht geschafft hast, lassen sie dich eiskalt fallen, Marcus! Schau’s dir doch an! Sebastian ist der einzige Fahrer, der’s bisher in ein anderes Team geschafft hat – und der musste dafür viermal Weltmeister werden!“

Er schnappte nach Luft. Das war... Es stimmte schon, was Daniil da sagte.

„Die wollten Max schon von Anfang an bei Red Bull haben, also mach mir nichts vor! Ich kann mich echt schon mal nach einer anderen Serie umsehen! Womöglich werden die mich genauso wie Klien damals zwingen, irgendwo anders zu unterschreiben, oder sie kündigen mir das Sponsoring!“

„Aber das ist Erpressung“, wandte er ein.

„Und? Wen kümmert’s? Das ist doch normal!“, schnaubte Daniil, ging zum Sessel, nahm sein Smartphone und schaltete es aus, stand dann schwer atmend mit dem Mobiltelefon in der Hand da, während die schiere Verzweiflung sich auf seinem Gesicht abzuzeichnen begann.

Marcus schauderte unwillkürlich. Natürlich hatte Daniil recht und er wusste das auch sehr genau, aber... aber... Es war so unglaublich! So unfair! Und das alles nur, um Verstappen vom Fahrermarkt zu nehmen! War es da ein Wunder, dass es Red Bull bisher nicht gelungen war, mehr Talente als nur Sebastian in der Formel 1 zu etablieren... Wohl kaum! Und wenn er so spontan darüber nachdachte, wie Red Bull mit seinen Nachwuchsfahrern umging... Es war unheimlich!
Er biss die Zähne zusammen, stand auf, ging zu Daniil und nahm ihn einfach wieder in den Arm. Etwas anderes fiel ihm auf die Schnelle nicht ein. Das hier war nichts, mit dem er auch nur im Entferntesten gerechnet hatte – Daniil selbstverständlich auch nicht! Das Smartphone plumpste wieder dumpf auf die Sitzfläche des Sessels. Daniil schlang die Arme um ihn, ungewohnt fest, fast so, als müsse er sich an ihm festklammern, um nicht den Halt, den Boden unter den Füßen zu verlieren, und nur Sekunden später spürte Marcus heiße Tränen, die die Schulter seines Shirts durchnässten.

Was sollten sie nur tun... Was sollte er tun? Was konnte er überhaupt tun?!

Es gab nichts, nichts, nichts, überhaupt nichts! Er konnte nur hier bleiben und warten, bis sich der erste, tiefsitzende Schock bei Daniil löste, denn diesmal – das stand außer Frage! – würde Game of Thrones keine Lösung sein.



ENDE
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