Passion And The Opera

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Tarja Turunen Tuomas Holopainen
13.05.2016
13.05.2016
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Tarja sank tiefer ins Wasser. Was für ein stressiger Tag … Fotoshooting von neun bis eins, ein Interview von drei bis sechs Uhr und dann das Konzert von sieben bis zehn. Und morgen dasselbe gleich nochmal. Scheiß auf die Tour.
Tarja schloss die Augen und lächelte. Das Konzert war allerdings sehr gut gelaufen. Sie hatte fast im Applaus ihrer Fans gebadet, alle hatten sie nach Zugabe geschrien, keiner hatte sie schon gehen lassen wollen.
Sie hatten Blumen auf die Bühne geworfen, hatten ihren Namen gerufen, und Tarja hatte es schlichtweg genossen. Nicht eine Sekunde hatte sie an die Jungs hinter sich gedacht, bis Jukka sie geschnappt und in eine Umarmung gezogen hatte, während Emppu eine kleine Show gegeben hatte; er tat als ob er seine Gitarre zerstören würde.
„Zu viel Aufmerksamkeit, kleine Diva?“, hatte Tuomas sie lachend gefragt, während er an Tarja und Jukka vorbeigegangen war, die Fäuste in der Luft.
Die Fans waren durchgedreht als er sein Hemd aufgerissen hatte, Emppu es ihm von hinten weggezogen und in die Menge geworfen hatte. Ein paar verrückte Mädchen hatten es gefangen und angefangen darum zu streiten, während Tarjas Augen vor Lachen beinahe getränt hatten als sie Tuomas zusah, wie er Emppu mit dessen Gitarre erhoben jagte.
Diese Jungs.
Tarja grinste. Der Neue, Marco, hatte nicht zu sehr an diesen Aktivitäten teilgenommen. Er hatte mit Tarja gelacht, hatte jedoch sein Shirt nicht ausgezogen oder Ähnliches.
„Gib ihm Zeit“, dachte Tarja. „Es war sein erstes Konzert mit uns.“
Ja, das Konzert und das Interview waren ein voller Erfolg gewesen, das Fotoshooting war jedoch ein Desaster gewesen. Tarja war mit einem flauen Gefühl im Magen aufgewacht und hatte sich keine Sekunde auf das Shooting konzentrieren können.
„Entspanne dein Gesicht!“, hatte der Fotograf ihr gefühlte zehn Mal gesagt, einmal hatte er gemeint, sie sehe aus wie eine verbitterte Jungfrau und dann hatte er sie vor allen anderen gefragt, ob ihr Freund es ihr nicht anständig geben würde.
„Arschloch“, murmelte Tarja, doch sie konnte nicht leugnen, dass er Recht hatte. Sie und Marcelo sahen sich kaum, sie hatten sich seit Monaten nicht mehr gesehen.
Vielleicht hatte der Fotograf Recht … Sie musste lockerer werden, sie war zu verbittert, zu angespannt.
„Wir werden’s ja sehen“, murmelte Tarja und in der nächsten Sekunde war ihre Hand zwischen ihren Schenkeln verschwunden.
Sie schloss die Augen erneut und lehnte ihren Kopf zurück als sie ihre Hand über ihre private Zone gleiten ließ, zärtlich streichelnd.
„Entspann dich“, murmelte sie, öffnete ihre Beine etwas mehr um mit ihrer linken Hand ihre Schamlippen zu trennen. Mit ihrem rechten Daumen drückte sie auf ihre Klitoris bevor sie sich die Spitze ihres Mittelfingers vorsichtig einführte.
„Mhhhh“, murmelte sie, doch nachdem sie den Finger gänzlich eingeführt hatte und nach zwei, drei Stößen sogar einen zweiten Finger eingeführt hatte, merkte sie, dass sie so nicht kommen würde.
Tarja stöhnte und trennte ihre Beine so weit sie konnte, zog sie aus dem Wasser und legte sie auf die Ränder der Badewanne.
„Marcelo“, murmelte sie und schloss ihre Augen ein weiteres Mal, versuchte es erneut. Sie stellte sich ihren Freund vor, wie er sie mit einem verführerischen Blick und sexy Grinsen ansah. „Marcelo“, flüsterte sie und stieß ihre Finger erneut in sich. Doch wie verzweifelt sie auch versuchte zu kommen, sie wollte nicht einmal anständig nass werden.
„Marcelo“, versuchte sie es erneut und versuchte verzweifelt sich ihn nackt vorzustellen – als ihr ein anderes Bild in den Sinn kam.
Das Bild eines Shirt-losen Tuomas.
Tarja riss ihre Augen auf und zog ihre Finger aus ihrer Vagina. Was zum -?!
Hatte sie sich gerade einen halbnackten TUOMAS vorgestellt während sie masturbierte??
Was war los mit ihr??
Tarja atmete schwer. Sie hatte sich Marcelo nackt vorgestellt … und in ihrem Versuch dies zu tun, hatte ihr Unterbewusstsein ihr das Bild eines halbnackten Tuomas geschickt.
„Finde ich ihn so anziehend?“, murmelte Tarja.
Er war ihr bester Freund! Okay, er war total süß. Die roten Haare machten ihn so sexy … seine Lippen hatten eine wunderschöne Form und nichts leuchtete mehr als seine himmelblauen Augen. Seine Stimme war erotisch und manchmal wenn er sie ansah, fühlte sie sich als würde er sie mit seinen Augen ausziehen. Manchmal, wenn er über sie sprach, sank seine Stimme und er sagte ihren Namen mit einem leichten Grollen, welches Tarjas Genitalien erbeben ließ.
Sein Körper war der Wahnsinn, er war weder muskulös noch fett. Sie konnte es nicht leugnen, sie genoss es, ihn anzusehen. Sie liebte seine Augen, das Leuchten das sie erhellte, wenn er sie ansah. Sie liebte seine Lippen, seine perfekten Lippen wenn sie sich zu einem Lächeln verformten. Und sie konnte sich nicht helfen, doch sie liebte sogar seine Nase.
Tarja war total versessen in seinen Charakter, er war schüchtern und (außer auf Konzerten) still und zurückhaltend.
Und die Songs die er schrieb … Voll von Bedeutungen, voll von Leidenschaft, voll von Verlangen voll von Lust.
Voll von Liebe.
Tarja hatte noch nicht mal bemerkt, dass sie ihr Becken vor und zurück bewegte, während sie an Tuomas dachte, und noch ein paar Minuten zuvor hätte sie sich dafür geschämt. Nun jedoch prickelte ihr gesamter Körper als sie sich dieses wundervolle Lächeln nur für sie bestimmt vorstellte, als sie sich vorstellte wie ihre eigenen Finger durch sein rotes Haar strichen während sie sich über ihn beugte. Sie stellte sich vor wie sie ihn ritt, während sie nur ihre Finger ritt, sie hatte bereits einen dritten Finger mit eingeführt.
„Tuomas …“, stöhnte sie und schrie als ihre Muskeln um ihre Finger enger wurden. Ihre Schenkel verkrampften sich und sie seufzte, bevor sie ihre linke Hand ins Wasser sinken ließ um ihren Kitzler zu streicheln.
Und ihre Augen verdrehten sich als sie kam, Krampf nach Krampf durch ihren Körper schießend.

„TUOMAS!!!!“
Tuomas sprang auf. „Hat Tarja grad‘ nach mir gerufen?“
„Yep“, sagte Emppu und spielte ein paar Töne auf seiner Gitarre.
„Sie hat sich besorgt angehört“, sagte Tuomas und schloss sein Songbüchlein.
„Naja, sie hat sich eher beängstigt angehört“, sagte Jukka und stand auf. „Soll ich mit dir gehen?“
„Nein, ich wette sie hat nur eine Spinne gesehen“, lachte Tuomas und wollte schon gehen, als Marco etwas sagte.
„Darf ich meine Meinung sagen?“
„Klar, Kumpel“, meinte Tuomas und Marco zog seine Schultern hoch.
„Sie klang als wäre sie gerade … nun, GEKOMMEN.“
Ein paar Sekunden war es still, dann begannen Emppu und Jukka zu lachen.
„Gekommen? Du meinst sie hatte einen – Orgasmus?“, fragte Tuomas mit geweiteten Augen, während Emppu und Jukka immer noch lachten.
„Eine heiße Vorstellung“, lachte Jukka. „Doch mit wem würde sie hier schlafen?“
„Mit sich selbst?“, sagte Marco mit einem Schulterzucken und die Männer hörten auf zu lachen.
„Wow“, sagte Emppu, „das ist wirklich eine heiße Vorstellung.“
„Tarja würde das nicht tun“, sagte Tuomas kopfschüttelnd. „Sie ist nicht … sie ist nicht so jemand. Und sie hat einen Freund.“
Seine Bandkollegen sahen ihn ohne ein Wort an und endlich drehte sich Tuomas zur Tür, welche das Wohnzimmer und Tarjas Schlafzimmer trennte. „Ich seh‘ besser nach ihr, nicht dass sie ausgerutscht ist und sich den Kopf gestoßen oder das Bein gebrochen hat …“
Marco, Emppu und Jukka bemerkten den besorgten Blick des Keyboarders, doch keiner wagte etwas zu sagen.
Tuomas ging durch Tarjas Schlafzimmer und zögerte, bevor er leise an der Badezimmertür klopfte.
Er wusste dass sie nicht verschlossen war, sie hatte keinen Schlüssel für ihr Bad. Die Männer hatten ihr mal hoch und heilig versprechen müssen, ihr die gewünschte Privatsphäre zu geben und Tuomas würde dieses Versprechen niemals brechen.
„Tarja? Kann ich reinkommen?“
Tarja antwortete mit einem Stöhnen und Tuomas schluckte. Sie hörte sich nicht gut an.
„Tarja?“
„Tuo …“, antworte Tarja schwach.
„Beweg dich nicht! Ich helf‘ dir!“, rief Tuomas und betrat das Badezimmer.
Und erstarrte.
Tarja lag in der Badewanne, ihre Beine lagen auf den Rändern der Badewanne und ihre Hände waren tief im Wasser. Ihr Oberkörper war mit Schaum bedeckt.
Tuomas‘ Mund und Augen waren weit aufgerissen als er ihr unterdrücktes Stöhnen hörte.
„Nochmal …“, stöhnte sie. „Bring mich nochmal dahin … Oh Gott …“
„Okay“, dachte Tuomas und wollte wieder gehen, als sie seinen Namen seufzte.
„Tarja?“, probierte er vorsichtig.
„Sag meinen Namen noch einmal“, flüsterte Tarja mit geschlossenen Augen. „Mach dass ich nochmal komme.“
Tuomas starrte sie an. „Schläfst du etwa?“
„Wie kannst du das sagen, du hast gerade Sex mit mir“, flüsterte Tarja, während Tuomas hilflos dastand, nicht wissend was er tun sollte.
Langsam näherte er sich ihr und senkte sein Gesicht zu ihr hinunter. „Tarja“, grollte er leise und Tarja warf ihren Kopf zurück.
Tuomas‘ Augen wanderten tiefer, er beobachtete ihren Brustkorb wie er sich schnell hob und senkte.
Ja, sie schlief tatsächlich mit sich selbst.
Aber warum stöhnte sie SEINEN Namen?
„Was ist mit Marcelo?“, versuchte er sanft, doch Tarja schnaubte.
„Vergiss ihn“, stöhnte sie. „Wenn du einen Dreier willst, okay, ruf ihn an. Aber ich bin grad‘ mit dir hier …“
Tuomas hatte das Atmen fast schon aufgegeben und seine Augen konnten sich nicht zwischen ihrem schaumbedeckten Körper und ihrem verzerrten Gesicht entscheiden.
„Soll ich dir helfen?“, fragte Tuomas heiser und Tarja lachte kurz auf.
„Ich warte nur auf dich.“
Tuomas konnte es nicht fassen, doch innerhalb einer Sekunde hatte er sein Hemd ausgezogen und schneller als ihm lieb war, war seine rechte Hand im Wasser.
Er näherte sich der Stelle wo das Wasser verdächtig platschte und tatsächlich – ihre Hände waren nun mit den seinen bedeckt.
„Oh Gott“, dachte Tuomas als seine Jeans enger wurden und er verschränkte seine Finger mit ihren, ließ sie langsam tiefer wandern, bis er ihre warme, feuchte Erektion um seinen Finger spürte.
„Oh Gott“, murmelte er und lehnte seine Stirn gegen die Wanne. „Was mach‘ ich nur hier?“ Er stieß seinen Finger in sie, gemeinsam mit ihren.
Doch plötzlich hörte sie auf.
Einen Moment dachte Tuomas das sie kurz davor war zu kommen, doch plötzlich begann sie zu schreien, als ob sie etwas gebissen hätte.
Tuomas‘ Kopf schoss hoch und mit Entsetzen stellte er fest, dass sie ihren lusterfüllten Zustand verlassen hatte und ihn mit geweiteten Augen anstarrte.
„WAS MACHST DU DA??“, schrie sie, Tränen aus Schock und Scham rannen ihr die Wangen hinab.
Tuomas stand auf und bewegte sich zurück, zu geschockt um zu sprechen.
„Warum – warum hast du mich ANGEFASST?“, fragte Tarja und vergrub ihr Gesicht in den Händen. „Geh raus … Geh raus, Tuomas …“
„Aber du hast meinen Namen gerufen …“, murmelte Tuomas. „Oder zumindest dachte ich, du hättest ihn gerufen …“
„Hab‘ ich auch“, flüsterte Tarja, ihr Gesicht immer noch in ihren Händen vergraben. „Das ändert aber nichts … Geh bitte raus.“
„Okay“, murmelte Tuomas und zog sein Hemd wieder an. „Tut mir Leid.“
„Denk nie wieder daran“, flüsterte Tarja. „Versprich es.“
„Ich kann das nicht versprechen“, sagte Tuomas und fiel erneut auf seine Knie. „Bitte versteh, dass ich das niemals getan hätte, hätte ich gewusst, dass du nicht ganz da bist.“
Tarja senkte ihre Hände, zeigte ihm seine geröteten Augen.
Tuomas sah sie mit so viel Zärtlichkeit an. Mit so viel Liebe …
„Du hast meinen Namen gestöhnt und mir geantwortet ... ich dachte, du wolltest es so.“ Nun vergrub Tuomas sein Gesicht in seinen Händen. „Kein Grund sich zu schämen, Tarja, ich sollte mich schämen. Ich habe dir meine schwache Seite gezeigt.“
„Tuo“, flüsterte Tarja und kicherte, als sie die unübersehbare Beule in seiner Jeans erblickte. „Deine schwache Seite? Bist du verrückt? Nun, willst du – willst du mir hier drin Gesellschaft leisten oder nicht?“
Tuomas starrte sie an. „Was?“
„Ich meine es so. Komm rein.“
„Du willst mich zum Volltrottel machen“, stellte Tuomas fest, doch Tarja schüttelte ihren Kopf.
„Ich hab‘ meine Meinung geändert. Ich brauch dich hier wirklich …“ Sie warf ihm einen schmollenden Blick zu und Tuomas zog sein Shirt langsam wieder aus.
Was, wenn sie ihn anlog? Doch warum sollte sie? Sie war seine beste Freundin.
Tarja biss sich auf ihre Unterlippe und ihre Hände verschwanden erneut im Wasser, als Tuomas seine Hosen öffnete.
Und als Tuomas neben ihr ins Wasser sank, eroberte er ihre Lippen und die beiden verschmolzen in einem hungrigen, verlangendem und liebevollem Kuss, ihre Körper so nah beieinander, dass sie bald die Verbindung fanden, nach der beide gesucht hatten.

Marco ging zurück ins Wohnzimmer, kopfschüttelnd. Er wünschte sich, er hätte geträumt, doch dies hatte er offenbar nicht getan.
„‘Ne Spinne“, informierte er die anderen. „Tuomas hatte Recht. Aber Junge, Tarja kann vielleicht schreien, und das bloß wegen so ‘ner winzigen Spinne.“
„Typisch“, sagte Jukka achselzuckend.
„Und wo ist Tuomas?“, fragte Emppu.
Marco wiegte seinen Kopf hin und her. „Er versucht immer noch … die Spinne zu fangen“, sagte er grinsend und zog ein Magazin zu sich, singend, „Princess of lust, dignity put to dust …“

---Ende---
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