Aufmunterungsversuche [Reader-Insert]

KurzgeschichteAllgemein / P12
13.05.2016
13.05.2016
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Dieses Kapitel
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Titel: Aufmunterungsversuche - vorher: Umarmungen, Tänze und Wein
Autor: FullmoonShadow
Fandom: Suits
Episode: Anfang Staffel 2 - beinhaltet also Spoiler
Charaktere: Leser, Harvey Specter, Hardman (erwähnt), Donna Paulsen (erwähnt)
Wörter: 589
Pairing: Leser x Harvey
Rating: P12
Beta: - keiner - / Wer also Fehler findet, darf mich gerne darauf aufmerksam machen.
Feedback: Brauche ich neben Luft und Liebe zum Leben! <3

Zusammenfassung: Wenn Harvey niedergeschlagen nach Hause kommt und der Leser versucht, ihn aufzumuntern.

Disclaimer: Die Charaktere gehören nicht mir und ich verdiene kein Geld mit dieser Fanfic.

A/N: Nur eine kurze kleine Idee. Da es hier ja noch keine Reader-Insert Geschichten gibt, dachte ich mir, ich nehme das selbst in die Hand. Gegen Ende ein wenig kitschig, es tut mir leid. :D Und ja, mir ist leider kein besserer Titel eingefallen. Trotzdem viel Spaß mit meiner zweiten Reader-Insert und meiner ersten Suits-FF. :)




Aufmunterungsversuche

Du saßt in dem modernen Ohrensessel an der großen Fensterfront, als du den Schlüssel im Schloss hörtest. Es war nicht ungewöhnlich, dass Harvey erst gegen zweiundzwanzig Uhr nach Hause kam, doch etwas an den dumpfen Schritten und dem müden »Hey« ließen dich von dem Buch in deinen Händen aufsehen.


»Hey«, antwortetest du und standest langsam auf. Er wirkte niedergeschlagen, was man bei Harvey Specter nur selten erlebte. Er legte seinen Aktenkoffer auf dem Küchenthresen ab und kam auf dich zu, während er seinen Krawattenknoten lockerte. Kaum, dass du vor ihm standst, hatte er dich in seine Arme gezogen und drückte dich fest an sich. Das Kinn legte er auf deinem Kopf ab und du schlangst deinerseits die Arme um ihn. Du musstest nicht hinsehen, um zu wissen, dass er die Augen geschlossen hatte.


»Was ist passiert?«, fragtest du mitfühlend.
Es dauerte einige Augenblicke, bis er zu einer Antwort ansetzte. »Ich werde auf Prozessbetrug verklagt, Hardman ist wieder da und Donna wurde entlassen.«, zählte er auf.
»Oh nein.«, hauchtest du fassungslos und er presste dich fester an sich.
Harvey Specter war niemand, der groß darüber sprach, was in ihm vorging oder wie er sich fühlte. Doch diese Umarmung drückte so viel von seiner Verzweiflung und Trauer aus, dass du an seiner Statt in Tränen hättest ausbrechen können.


Noch einen Moment verharrtet ihr in der Umklammerung, bevor du ihn sanft aber bestimmt von dir schobst. Du knöpftest seine Weste auf und drehtest ihn dann in Richtung Badezimmer. »Du gehst erst einmal heiß duschen und ich such uns eine Flasche Wein aus.«, sagtest du mit einem zaghaften Lächeln, welches er mit einem Kuss auf deine Stirn quittierte. »Danke.«


Während Harvey im Badezimmer verschwand, standst du vor dem Plattenspieler an der Wand und ließt deinen Blick über die Schallplatten wandern, die sich nicht nur in seinem Büro, sondern auch bei ihm zu Hause finden ließen. Als du eine passende gefunden hattest, legtest du sie auf den Spieler und setztest die Nadel auf. Daraufhin suchtest du wie versprochen eine Flasche Rotwein aus dem Vorratsregal aus und fülltest zwei Gläser.


Es dauerte nicht lange, da trat Harvey in legerer Kleidung wieder in den Hauptraum des Apartements. Er drehte die Musik ein wenig lauter und streckte eine Hand nach dir aus. Mit einem kurzen Zögern gingst du auf ihn zu und zum zweiten Mal nahm er dich in den Arm. Allerdings ein wenig sachter und liebevoller als zuvor. Er begann sich mit dir zum Takt der Musik zu wiegen und du schmiegtest deine Wange an seine Schulter unterhalb des Kinns. Mit den Fingern der einen Hand strichst du rhythmisch über seinen Rücken. Ein leises zufriedenes Brummen vibrierte an deinem Gesicht und du musstest leise lachen.


»Ist das eigentlich mein Pullover, den du da anhast?«, fragte er nach einer Weile, als ihr es euch mit dem Wein auf dem Sofa bequem gemacht hattet. Ihr saßt euch gegenüber und du hattest deine Beine um Harveys geschlungen.
»Nein..?«, murmeltest du in dein Glas hinein und schautest grinsend zur Seite. Er lachte leise und griff nach deiner Hand, um über deine Finger zu streichen, als hätte er sie noch nie im Leben berührt.
»Ich liebe dich.«
Du ließt das Weinglas sinken und sahst Harvey an, der deine Finger als das Interessanteste der Welt empfand. Du wusstest, dass er dich liebte. Doch diese Worte aus seinem Mund zu hören kam sehr selten vor. Ihr brauchtet diese ständigen Liebeserklärungen und Geplänkel nicht, nur wenn es wirklich wichtig war, spracht ihr es aus.
Du verschränktest deine Finger mit seinen. »Ich liebe dich auch.«



ENDE
(05.2016)