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Nora tora

von KiSo
GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Daikoku Hiyori Iki Kofuku OC (Own Character) Yato Yukine
12.05.2016
18.07.2016
10
19.944
4
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Dieses Kapitel
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12.05.2016 2.409
 
!Achtung!
Hierbei handelt es sich um eine Fortsetzung, du musst also zuerst 'Nora neko' gelesen haben, sonst wirst du so manche Dinge nicht verstehen, ansonsten viel Spaß beim lesen! ^^
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„Yukine, wie geht es dir?“ Yatos blaue Augen wirkten besorgt und ich zuckte zusammen. Wieso war er plötzlich so beunruhigt?
„Warum fragst du?“ Noch im selben Moment viel der Blick des Gottes auf die Zeitung, die auf geblättert vor mir lag, nur ganz kurz huschten seine Augen dorthin, ehe er sich etwas anderem widmete. „Ach nur so!“ Sofort stürzte ich mich auf den Artikel, hatte ich etwa etwas überlesen? Yatos Blicke wurden panischer. „Yukine, wollen wir nicht Ayakashis töten!“, versuchte er mich abzulenken. „Doch nicht am helllichten Tag.“, murmelte ich vor mich hin und überflog alles, dann blieben meine Blicke auf der Titelseite hängen.
„Dann besuchen wir Hiyori! Komm schon Yukine!“, quengelte Yato und zog an meinem Arm, um mich irgendwie abzulenken, doch ich gab nicht nach und war völlig in den Artikel vertieft.
Immer mehr Selbstmorde und Randale, Polizei steht vor einem Rätsel! Verkündete der Titel. In dem Artikel ging es hauptsächlich darum, dass die Selbstmordrate rapide angestiegen war und an den Tatorten fast immer wild randaliert wurde. DNA Prüfungen hatten bewiesen, dass dies vorher von den Selbstmördern  verrichtet worden war.
„Meinst du etwa ich hätte Angst vor einem Ayakashi, der gerade austickt?“, fragte ich zweifelnd Yato, der aufgehört hatte an meinem Arm zu ziehen. Er setzte sich neben mich an den Tisch, die Hände verschränkt und sein Kinn auf diesen abgestützt. So nachdenklich wirkte er richtig erwachsen bemerkte ich.
„Das ist keinesfalls ein normaler Ayakashi.“, gab er ruhig von sich. Ich zuckte nur mit den Schultern, Yato und ich hatten schon so viel durchgemacht, da war ein Ayakashi der etwas aus der Reihe tanzte, doch ein Klacks.
„Sollen wir uns um dem kümmern, bevor sich Bishamon wieder einmischt?“ Yato zuckte kaum merklich zusammen, sein nachdenklicher Blick fokussierte mich und er schien gleichzeitig Trauer auszudrücken.
„Sie hat sich längst eingemischt Yukine, allerdings ist es so, dass dieser Ayakashi anders ist als die, die wir zuvor besiegt haben. Dieser ist um weiten intelligenter, er hat es bis jetzt immer geschafft Bishamons Fängen zu entwischen.“ Ich pfiff erstaunt. Wenn selbst Bishamon es nicht schaffte ihn zu stoppen, könnte er vielleicht doch eine Gefahr darstellen …
„Sollen wir ihn plattmachen?“, fragte ich leicht grinsend. Ich hatte mal wieder Lust auf eine richtige Herausforderung, Yato schien das jedoch gar nicht zu passen. Er kratzte sich nervös am Hinterkopf.
„Ich weiß ja nicht so ganz Yukine …“ Ich stand abrupt auf und blickte Yato tief in seine Augen, er wich erschrocken zurück. Ernst starrte ich ihn an.
„Yato du verheimlichst mir etwas! Was ist es?“
Der Gott erwiderte meinen Blick und sah mich ebenso ernst an, so dass ich nicht anders konnte, als mich abzuwenden. Ich würde die Antwort nicht aus ihm herausbekommen, wenn er sie mit allen Mitteln versuchte vor mir zu verschweigen. In solchen Sachen konnte er verdammt stur sein!
Ich seufzte einmal und setzte mich wieder auf den Boden vor den Tisch. Die Zeitung klappte ich zu und ignorierte diesen Vorfall. Yato benahm sich mal wieder ziemlich komisch.
„Yukine, du solltest das Viertel wo die Selbstmorde stattfinden eher meiden, ich weiß nicht ob du diesen Ayakashi alleine schaffst.“
Ich sah ihn genervt an, ich hasste es, wenn er mir etwas nicht zutraute, als wäre ich noch ein kleines Kind! Ätzend!
Ich stand wütend auf, meine Hände zu Fäusten geballt.
„Behandel mich nicht wie ein kleines Kind! Ich dachte du wüsstest langsam, dass auch ich dazu gelernt hab!“
Mit diesen Worten rannte ich die Treppe hinauf, Yatos leises seufzen nahm ich nur noch am Rande wahr.

Ich boxte gegen mein Kissen, warum war ich nur so aufgebracht? Ich wusste doch, dass Yato es nicht so gemeint hatte, dennoch hatte mich dieser Satz und dieser sorgenvolle Blick wütend gemacht.
Was war nur los mit mir? Ich spürte wie eine Träne meine Wange hinablief, schnell wischte ich sie weg. Dummer Yato, dummes Ich! Dumme Welt. Seit damals konnte ich einfach nicht mehr lächeln, diese Erfahrung hatte mir alles genommen, ich wollte nie wieder diesen Schmerz verspüren, der sich in jenem Moment in mein Herz gefressen hatte. Warum dachte ich jetzt überhaupt an sie? Ich war wirklich dumm, hatte ich mir nicht geschworen, sie in meinen Gedanken für immer zu verbarrikadieren? Ich wollte nicht mehr, dass ich mich an ihr Gesicht erinnerte, ich wollte dass es immer weiter verblasste und sie zu einer dieser vielen belanglosen Erinnerungen wurde. Aber warum dachte ich ausgerechnet jetzt wieder an sie? Ich vermisste sie noch immer. Ich konnte sie einfach nicht vergessen, egal wie sehr ich auch versuchte mich abzulenken, sie schleicht sich immer unerwartet in meine Gedanken ein, wie mies.
Ich konnte nicht länger hier sitzen, ich musste mir die Beine vertreten, musste diese Gedanken verdrängen, vielleicht sollte ich zu Hiyori gehen? Sie konnte mich immer aufmuntern, viel besser als dieser Möchtegern Gott. Ich polterte lautstark die Treppen herunter, schnappte mir meinen Mantel und zog meine Schuhe an. Mittlerweile war es bitterkalt geworden und fast immer schneite es kleine Flocken, die jedoch über Nacht immer wieder von neuem schmolzen. Ein kalter Windhauch begrüßte mich als ich die Tür öffnete. Ich zitterte und ging so schnell ich konnte vom Tempel der Armutsgöttin hinfort.
Der Schnee viel vom Himmel herab und verfing sich in meinen Haaren, als ich vor Hiyoris Haus stand. Ich seufzte einmal, inzwischen war ich mir unsicher, sollte ich Hiyori wirklich mit meinen Problemen belasten? Sie hatte immer ein offenes Ohr, doch ich hatte sie schon zu oft voll geheult. In den Taschen meines Parkers ballte ich meine Hände zu Fäusten, ich brauchte Hiyori nicht, außerdem musste sie in letzter Zeit für eine wichtige Prüfung üben, die eine große Rolle in ihrer letztendlichen Note spielt. Nichtmal meinen Test hatte sie geschafft zu kontrollieren. Ich blickte zu dem Fenster von ihrem Zimmer, es brannte Licht, jedoch war das Rollo bereits heruntergezogen. Es war ja auch schon spät Abends. Ich sollte sie jetzt besser nicht belästigen. Ich machte auf dem Absatz kehrt und machte mich auf, tiefer in die Stadt. Es war so spät Abends, dass bereits die Straßenlaternen anfingen ihr spärliches Licht auf den Asphalt zu werfen. Ich kickte frustriert einen Stein auf die Straße. Mittlerweile hatte ich mich wieder beruhigt. Es war still auf den Wegen, kaum eine Menschenseele traute sich hinaus. Bei der Kälte war es auch verständlich. Ich hatte meine Blicke auf den Bürgersteig gewandt, während ich immer weiterging, ich hatte kein Ziel und lief planlos umher. Ich wollte einfach nur meine Ruhe, doch selbst das wurde mir genommen, als mich jemand achtlos anrempelte. Erschrocken blickte ich auf. Ich sah in die grauen Augen eines Mannes, die irgendwie benebelt wirkten, gleichzeitig kroch der Geruch von Alkohol in meine Nase. Der Mann vor mir blickte schräg zurück, ehe er wütend wurde. Ich bemerkte das hinter ihm noch zwei weitere Männer waren, alle schienen noch ziemlich jung. Ich sah eindeutig die Ayakashi, die sich bei meinem Geruch immer weiter hervortrauten, der eine hinter der Schulter des Mannes, bei dem anderen auf seiner Mütze.
„Hey! Pass gefälligst besser auf oder willst du Stress?“, lallte der Typ unmittelbar vor mir streitsüchtig. Ich schüttelte schnell den Kopf und versuchte mich an dem Kerl vorbeizuschmuggeln, doch dieser lies es nicht zu. Er lachte mich lauthals aus, ein Lachen von dem mir schlecht wurde, dazu noch dieser furchtbarer Gestank von Alkohol, von dem ich nur die Nase rümpfen konnte.
„Seht euch den Schisser an! Niedliches Kerlchen.“ Ich seufzte, wie sehr ich solche Typen hasste. Sie ertränkten ihre Sorgen in Alkohol, anstatt etwas dagegen zu unternehmen. Vollidioten.
„Geht mir aus dem Weg!“, schrie ich sie selbstbewusst an. Der Kerl geradeaus von mir guckte einmal verdutzt, dann setzte er ein schleimiges Grinsen auf.
„Nicht so frech, Kleiner! Leg dich gefälligst nicht mit stärkeren an!“ So schnell das ich kaum Zeit zum reagieren hatte, flog schon seine Faust auf mich zu, mit immenser Kraft wurde ich gegen eine Mauer neben zwei Mülltonnen geschleudert, welche laut schepperten. Ich hörte diese Typen hämisch lachen.
„Nächstes mal geht’s nicht so rosig für dich aus!“, grölten sie in sicherer Entfernung. Ich knirschte wütend mit den Zähnen. Ich hasste sie!
Eigentlich hatte ich gar keine Lust mehr auf meinen Spaziergang, ich entschied mich für eine Abkürzung über verschiedene Seitengassen, um so schnell wie möglich wieder nachhause zu kommen. Irgendwann kam ich an einem Fernsehgeschäft vorbei, das noch immer geöffnet hatte, durch die Scheibe erkannte ich verschiedenste Modelle, einer war angeschaltet und zeigte die Abendnachrichten.
„Wir haben so eben erfahren, dass ein erneuter Angriff auf einen Blumenladen stattgefunden hat, das ist nun schon der dritte Vorfall in dieser Woche, scheinbar hängen diese Ereignisse mit den mysteriösen Selbstmorden zusammen, bitte seien sie vorsichtig auf den Heimwegen, nähere Infos nach dem Wetter.“, verkündete die braunhaarige Nachrichtensprecherin freundlich lächelnd.
„Ts. Also wirklich, dieser Ayakashi stellt alles auf den Kopf, man sollte ihn dringend zur Strecke bringen!“, fauchte ich missmutig. Warum wohl immer Blumenläden? Was interessierte mich dieser Mist eigentlich? Konnte es mir nicht egal sein? Genau! Das ging mich nichts an, also sollte ich mich auch nicht einmischen! In jenem Moment wo ich diesen Entschluss gefasst hatte, hörte ich wie laut Glas zerbrach und angsterfüllte Schreie von Menschen durch die Gassen hallen. Ich zuckte kurz zusammen, dann rannte ich so schnell wie ich konnte in die Richtung, von der der Radau gekommen war.
Der Lärm führte mich zu einer etwas beliebteren Gegend, von Hiyori wusste ich, dass hier eher die nobleren Geschäfte waren, da hier die gehobene Gesellschaft lebte. Vor meinen Augen spielte sich ein entsetzliches Bild ab. Ein scheinbar völlig verrückt gewordener Mann schrie lauthals um sich, während er mit einem Baseballschläger die Schaufenster eines Blumenladens zerschlug. Entsetzt starrte ich auf dieses Schauspiel, um mich herum rannten die letzten Menschen panisch hinfort. „Schon wieder.“, flüsterte ich. Das konnte nur eine besessene Seele sein, das war vielleicht meine Chance diesen Terror zu beenden! Ich musste nur den Ayakashi finden, der diese Seele unter Kontrolle hatte. Da fielen mir plötzlich Yatos Worte von vorhin wieder ein:
„Yukine, du solltest das Viertel wo die Selbstmorde stattfinden eher meiden, ich weiß nicht ob du diesen Ayakashi alleine schaffst.“
Pah! Von wegen, auch Yato würde ich es zeigen, ich würde ihm zeigen wie stark ich war!
Mittlerweile war die Straße menschenleer, nur der Mann mit Brille und Mantel schlug wie wahnsinnig auf die Blumentöpfe ein.
„Immer wieder diese Blumen! Ich hasse sie! Will sie nicht mehr sehen! Nie wieder! Lächerlich!“, brüllte er in einer unmenschlichen Stimme, eine Stimme die zu einem Ayakashi gehörte. Ich erschrak, dass konnte nicht sein! Oder etwa doch? War der Ayakashi der diese Person kontrollierte etwa in ihm drin? Hatte er so die vollkommene Kontrolle erreicht? Meistens haben Menschen trotz dass die Ayakashi in ihrer Begleitung sind, noch immer einen eigenen Willen, doch wenn der Ayakashi tief in dem Menschen drin sitzt, direkt bei seiner Seele, könnte es dann möglich sein, dass er die volle Kontrolle erreicht? Wie mächtig war dieser Ayakashi?!
Ich wollte nicht zurückweichen und abhauen, wie die anderen Menschen, ich würde ihn jetzt und hier hinrichten und dem Spuk ein Ende bereiten, egal wie stark er nun war!
„Hey, Dummkopf! Dreh dich doch mal um!“ Langsam, den Baseballschläger auf dem Boden schleifend, drehte er sich um und blickte mich durch seine Brille, wo das Glas auf der einen Seite zerbrochen war, verrückt an.
„Was willst du hier? Soll ich dich gleich mit erledigen?!“ Der Mann ging langsam auf mich zu, er war bei weitem Größer als ich, seine schwarzen, kurzen Haare standen wirr in alle Richtungen ab.
„Möchtest du auch sterben?!“ Bedrohlich schwang er den Schläger hin und her. Er war direkt vor mir, ich spürte wie ich zitterte, versuchte meine Angst jedoch zu überspielen, nicht er war mein Gegner, sondern der Ayakashi in ihm!
Ich setzte ein belustigtes Grinsen auf. „Dummerweise bin ich längst tot!“, schrie ich, was den Mann für einen Moment stutzig machte, das nutzte ich aus, formte meine zwei Finger zu einem Sperr und zog eine Linie zwischen seiner reinen Seele und dem Ayakashi. „Grenzlinie!“ Das Licht erleuchtete für einen Moment alles. Der Mann schrie vor Schmerzen auf, krümmte sich und brach bewusstlos auf dem Boden zusammen. Ich sah einen schwarzen Schatten aus seinem Rücken hinfort springen, wie ein Geist der aus einem Körper wich. Meine Augen folgten der Gestalt, sie war auf das Dach des Blumenladens gesprungen, von dort aus musterten mich die Augen dieses Monsters genau. Ich spürte wie sich meine Nackenhaare aufstellten, als ich dem Ding genau in die Augen sah. Das war kein Ayakashi! Das war etwas anderes! Er hatte nicht diese Augen, die typischen Merkmale eines Ayakashis, er besaß  die eines Tigers, welche auch seine Gestalt ausmachte. Ein Tiger mit Ayakashimuster und beunruhigend intelligenten Augen. Es kam mir vor, wie als würden diese Augen mir in meine Seele schauen. Er sprang einmal auf mich zu und ich fiel vor Schreck zu Boden. Seine gewaltigen Pranken ruhten auf meinen Armen, ich war nicht in der Lage eine Linie zu ziehen, so sehr ich mich auch wehrte, er war zu stark! Ich schnappte keuchend nach Luft, das war mein Ende! Der Tiger bleckte seine Zähne und ich schloss ängstlich die Augen. Tut mir leid Yato!
Dann brüllte der Tiger so laut das meine Ohren drohten zu platzen, danach verschwand das Gewicht von meinen Armen und ich öffnete verwundert die Augen. Ich war allein. Er war verschwunden. Ein kühler Windhauch wehte meine Haare in mein Gesicht und ließ mich erzittern. Was war das gewesen? Dieses Ding war kein Ayakashi! Es war etwas anderes, furchteinflößenderes und dennoch kamen mir diese Augen, die mich genau gemustert hatten, so bekannt vor.

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Tja das ist jetzt die Fortsetzung, nach langem überlegen habe ich mich dazu entschieden "Nora neko" fortzusetzen, da diese FanFiktion so unsagbar gut bei euch angekommen ist.
Mittlerweile hat sie über 1000 Aufrufe, ich bin euch so dankbar, dass ihr Gefallen an meinen Geschichten findet und sie euch begeistern.
Ich hoffe weiterhin auf treue Leser und viel Review, nicht vergessen: desto mehr Review ich bekomme, desto mehr spornt es mich an weiterzuschreiben.
Leider kann ich nicht versprechen, regelmäßig Kapitel raus zuhauen und sie werden vermutlich auch nicht so schnell veröffentlicht wie bei Nora neko
(momentan sind meine kreativen Schreibphasen eher vereinzelt und selten .-.).
Ich wünsche euch dennoch viel Spaß beim lesen, ich habe noch viele Ideen für diese FF ^^
Lg Kiso
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