Wir  gehören einfach zusammen oder nicht?

GeschichteAllgemein / P16 Slash
11.05.2016
04.10.2016
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Halli-Hallo Leute! :D

Heute bin ich seit genau 4 Jahren auf Fan-Fanfiction.de angemeldet!
Ich bedanke mich für all die Leser, die mich in der Zeit  begleitet haben und mich tatkräftig mit Reviews unterstützten! Ich danke euch! :) *drück*

Viel Spaß beim lesen! :)
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Freitagnachmittag im Star Command der Space Cowboys. Woody Firestone war gerade von einer vierwöchigen Mission als Shiv Katall zurückgekommen. Er humpelte schwerfällig auf seinen Kampfstock gestützt in den Umkleideraum, den er sich nur mit Buzz und Commander Nebula teilte.
Der Space Cowboy ging zu dem Spind mit dem Namen Firestone. Er zog den Handschuh seiner Rüstung aus, legte seine Hand auf den Scanner. Der Spind öffnete sich. Woody lehnte seinen Kampfstock gegen den Spind, er musste sich abstützen beim Umziehen.
Der Space Cowboy nahm seinen Helm ab. Dieser hatte einen langen Riss. Wütend schleuderte er ihn in den Schrank. Woody schälte sich mühsam aus seiner zerfetzten blauen Rüstung, warf sie in den Spind. Woody sah an sich herunter. Der Ganzköperanzug, den er unter seiner Rüstung trug, war zerrissen, stellenweise mit Blut getränkt. An der Spind-Tür hing ein kleiner Spiegel, Woody seufzte. Was er sah gefiel ihm gar nicht. Seine Haare hingen blutverklebt in sein Gesicht. Er strich sie zurück. Nun standen sie in alle Richtungen ab. Kleine Wunden, blaue Flecken. Da ein großer Teil seines Gesichts von einem Vollbart eingenommen wurde, konnte er nicht sehen, ob da noch weitere waren. Eine lange Wunde zog sich von der linken Augenbraue durch sein Auge bis hinunter zum Mund.
„Gottverdammt! Jetzt muss ich wohl zur Krankenstation!“
Der Space Cowboy Woody nahm seinen blauschwarzen Rucksack, stopfte seine Hose, Hemd und Stiefel hinein.
„Wieso ausgerechnet heute!“
Er klemmte sich seinen Cowboyhut unter den Arm, schloss seinen Spind, humpelte auf seinen Stock gestützt zur Krankenstation.
Auf der Krankenstation musste sich Woody erst einmal duschen und rasieren, um sich das Blut und den Schmutz abzuwaschen. LJ schob ihn auf den Untersuchungstisch, reinigte alle Wunden sorgfältig.
„Ich muss dich nähen, halt still.“
LJ, der Arzt, konnte Woodys linkes Auge nicht mehr retten, da die Behandlung innerhalb von 30 Stunden hätte erfolgen müssen. Da Woody auf diese Mittel aber höchst allergisch war, hätte er sowieso nie eine Chance auf Heilung gehabt.
Woody zuckte zusammen, als die Nabel seine Haut durchstach.
„Sei tapfer, Cowboy“, sagte LJ um ihn aufzumuntern.
Woody klammerte sich am Untersuchungstisch fest, biss sich auf die Unterlippe. „Oh Mann! Was hast du getrieben, Woody?“
LJ versorgte eine weitere Platzwunde, legte einen Verband um den Kopf an. Woody sagte nichts dazu, er wusste selber, dass er ganz schön was hatte einstecken müssen.
„Mehrere Fleischwunden, Quetschungen, Kratzer, blaue Flecken und Prellungen. Zwei Rippen und das rechte Bein sind gebrochen.“
LJ musste Woodys Finger und Hände verbinden, versorgt gleich noch die zwei gebrochenen Rippen.
„Ich muss dein Bein schienen und verbinden, beweg dich nicht.“
Der Arzt warf den zerrissenen Ganzkörperanzug in den Müll. Er half Woody in seine Jeans und in sein Lieblingshemd, das gelbe mit den roten Quadraten.
„Die Schiene wird dir bei jeder Bewegung helfen. Damit kannst du ohne Probleme laufen. Aber übertreibe nicht.“
Mühsam kam Woody in seine Stiefel.
„Danke LJ.“
LJ gab Woody Verbandszeug und Pillen gegen die Schmerzen mit.
„Davon muss du alle acht Stunden zwei nehmen. Du musst die Verbände jeden Tag wechseln. Für dein Auge kann ich leider nichts mehr tun. Und Woody: du musst mehr essen. Du hast Untergewicht, das ist gefährlich.“
„Gut. Danke.“ Woody packte die Sachen in seinen Rucksack.
„Ich schreibe dich für einen ganzen Monat krank. Du musst dein Bein schonen. Komm in vier Tagen um die Fäden zu ziehen. Und jetzt ab mit dir“, lächelte LJ aufmunternd.
Woody schloss seinen Rucksack, zog seinen Cowboyhut tief ins Gesicht.
„Bis dann, LJ. Danke.“
Er erhob sich, humpelte schwer auf seinen Stock gestützt aus der Krankenstation.
Der Space Cowboy wollte in Buzz‘ Büro, wollte seinen Freund fragen, ob er ihn heimfahren könne.
„Da könnte ich auch gleich mit Buzz über meine Gefühle sprechen“, dachte Woody, obwohl er sich mit seinem jetzigen Aussehen keine große Hoffnung machte, dass Buzz sie erwidern könnte.
Woody erstarrte, als er durch die gläserne Bürotür eine wunderschöne blonde Frau in grünem Kleid sah, die auf Buzz‘ Schreibtisch saß und heftig mit ihm flirtete. Der Space Cowboy erkannte die junge Frau. Es war Isabella aus der Buchhaltung. Er wusste, dass Buzz schon lange etwas von ihr wollte. Es versetzte Woodys Herz einen schmerzhaften Stich, als er Buzz‘ blaue Augen aufleuchten sah. Isabella hatte wohl einen Witz gemacht, über den Buzz herzlich lachen musste. Die blonde Frau legte ihre Hand auf die von Buzz, er zog sie nicht weg. Buzz sagte etwas, das Woody nicht verstand, die Blonde lächelte aufreizend.  
„Wieder einmal zu spät, Woodrow Firestone. Ein echt tolle Leistung“, murmelte der Space Cowboy, seufzte niedergeschlagen und dachte: „Wenn sie dich glücklich macht, werde ich nicht im Weg stehen.“ Er zog sich zurück ohne dass ihn Buzz bemerkte. So sah der Space Cowboy auch nicht mehr, wie Buzz seine Hand zurückzog und heftig den Kopf schüttelte.
Woody rief sich ein Taxi und ließ sich heimfahren. Nach einer halben Stunde hielten sie vor seinem Wohnhaus. Der braunhaarige Space Cowboy zahlte, nahm seine Sachen und humpelte zur Haustür. Er schloss auf, fuhr mit dem Aufzug ins Dachgeschoss. Erst nach mehreren Versuchen schaffte es Woody, seine Türe zu öffnen. Müde ließ er den Schlüssel in eine Schale fallen. Er kam nur mühsam aus den Stiefeln, ließ seinen Hut einfach fallen.
Sein Wohnzimmer sah noch genauso schlimm aus, wie er es vor vier Wochen verlassen hatte. Schmutzige Kleidung, alte Zeitungen, Fast Food-Verpackungen, leere Flaschen und andere Verpackungen lagen herum. Er hatte vor seiner Abreise so viel arbeiten müssen, dass er zu nichts mehr gekommen war.