Von der Kunst einen Steckbrief auszufüllen

von Herania
GeschichteAllgemein / P12
10.05.2016
12.06.2016
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Hey ho!

Endlich beginnt dieses schon etwas länger geplante Projekt, das eigentlich für die SGG-Schule gedacht war. Aber da ich die Letzte von uns vieren bin, die immer noch in dem Tribute von Panem Fandom wirklich aktiv ist und mir das Thema am Herzen liegt, werde ich jetzt alleine daran arbeiten.
Worum es geht? Das wisst ihr wohl schon wegen des Titels. Ich möchte eine Art Leitfaden für das Erstellen von Steckbriefen erstellen. Wobei "Leitfaden" eigentlich schon zu viel ist, denn erhebe bei meinem Geschwafel keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Dabei soll dieses Projekt drei Zwecke erfüllen.
Zum ersten ist dieser Steckbrief vor allen Dingen für Anfänger gedacht, die noch nie oder nur selten einen Steckbrief erstellt haben und gerne einen Überblick bekommen würden, wie eine andere Person das macht. Hier kann ich natürlich nur von mir selbst sprechen, ich habe nicht recherchiert oder so, sondern schreibe nur, wie ich denke aus eigener Erfahrung mache oder erlebt habe. Als Experten würde ich mich auch nicht beschreiben, aber mit zwei Geschichten habe ich ein paar Steckbriefe bekommen und selbst habe ich auch einige geschrieben. Und die ersten waren grauenvoll, das versichere ich euch! Aber ich würde sagen, mich verbessert zu haben und euch an meinen eigenen Erfahrungen und Lehren teilhaben lassen. Und wer weiß, vielleicht können ja auch geübte Schreiber noch irgendetwas hieraus mitnehmen oder sich zumindest daran erheitern, wie ich mich über einige Erlebnisse aufrege.
Zweitens hängt mit dem letzten Punkt ein bisschen zusammen. Ich selbst spreche nur aus eigener Erfahrung. Aus diesem Grund würde es mich auch unglaublich interessieren, wenn ihr mir schreiben könntet, ob ihr denkt, dass etwas fehlt oder ihr Kritik habt und natürlich auch, wenn ihr einer Sache zustimmt. Ich passe das was ich hier Schreiber gerne noch einmal an. Lasst uns in den Austausch kommen und voneinander lernen können!
Außerdem sei noch gesagt, dass viele Sachen, über die ich mich aufrege, auch einfach Details sind. Wenn es viele werden, wird es ein Problem, aber wenn man wenige Ratschläge vergisst oder beschließt, sie aus irgendeinem Grund zu ignorieren, muss das nicht schlimm sein. Ausnahmen gibt es immer und man kann auch nicht alles beachten. Ich selbst habe einige Steckbriefe erstellt, die mehr als ein paar der hier beschriebenen Fehler machen oder eigene Tipps ignorieren und die ich trotzdem als gut bezeichnen würde.

Dieser Leitfaden wird so aufgebaut sein, dass ich zuerst grundsätzliche Hinweise geben und wir uns mit dem Aufbau eines Konzeptes beschäftigen werden und dann die einzelnen Kategorien, die in einem Steckbrief vorkommen können, abarbeiten. Ich werde dabei versuchen, wöchentlich hochzuladen. Vielleicht werden dabei zusammenhängende Kategorien zusammengeschlossen. Das könnten zum Beispiel die Nebencharaktere und die Vorgeschichte sein, da beides sich auf die Zeit, die der Tribut vor der eigentlichen Geschichte durchlebt, bezieht. Das kommt darauf an, wie lang die jeweiligen Teile werden. Und wenn euch noch etwas einfällt, können wir danach spezielle Themen beleuchten, wie das Erstellen eines bestimmten Tributs (wie einem Karriero).
Außerdem ist es wichtig, noch einmal zu sagen, dass ich hier Steckbriefe aus dem Panembereich behandeln werde. Viele Punkte werden sich also auf das besagte Fandom alleine beziehen. Es ist das einzige Fandom, in dem ich mit Steckbriefen hantiert habe und dementsprechend auch das einzige, zu dem ich etwas zu sagen habe. Ich hoffe, dass dieses Projekt auch anderen Steckbriefschreibern helfen kann, aber versprechen werde ich nichts.

Das war es nun aber wirklich mit dem Organisatorischen! Kommen wir zum eigentlichen Thema!  Wie schon gesagt möchte ich zuerst grundsätzliche Hinweise geben. Fünf Faktoren, die über das gesamte Erstellen eines Steckbriefes sehr wichtig sind, sind mir dafür eingefallen. Das sind eben allgemeine Dinge, die aber unglaublich wichtig sind und auf die dieses gesamte Projekt basieren wird.


1. Zeit

Ja, das ist der erste Punkt, aber so viele Menschen scheinen den Zeitaufwand, der für einen Steckbrief benötigt wird, vollkommen zu unterschätzen. Sicher, man kann in einer halben Stunde einen Steckbrief ausfüllen. Man kann auch in einer halben Stunde zwei Kapitel für eine Geschichte schreiben. Aber solange wir keine Surrealisten sind und es darauf absehen, dass unsere Hand schneller schreibt als unser Kopf denken kann, wird dabei nicht besonders viel herauskommen. Oder zumindest nichts, wo wir uns nicht einen Monat später fragen müssen, warum zur Hölle wir das Monstrum der Öffentlichkeit zugemutet haben.
Um einen ordentlichen Steckbrief zu schreiben, benötigt man nun einmal Zeit. Zeit, um eine Idee zu finden, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Aufschreiben und manchmal benötigt man sogar Zeit für die Recherche. Nimmt man sich diese Zeit nicht, sind unausgegorene Charaktere, logische Brüche, die dem Grand Canyon Konkurrenz machen und die allseits verachteten Einwortantworten die Folge. Wir sind uns wohl alle einig, dass weder ihr als Ersteller noch der Autor so etwas haben möchte.
Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, ist es doch nur fair, ordentlich Zeit für einen Steckbrief zu investieren. Die meisten Autoren werden sich ein Jahr oder sogar länger mit eurem Charakter beschäftigen. Je nachdem wie lange dieser überlebt vielleicht auch ein bisschen kürzer, da ist es doch nur fair ein paar Stunden für den Steckbrief zu investieren. Und wenn der Charakter gut ist, werdet ihr an diesem wesentlich länger Freude haben, als an einem Charakter der in einer halben Stunde zusammengeklatscht wurde und deswegen auch nach einer halben Minute nach dem Hungerspielstart von einem Karriero zu ekligem Charakterbrei zermatscht wurde. Autoren geben euch nicht ohne Grund eine oder sogar zwei Wochen Frist nach der Reservierung.
Anders herum ist es auch problematisch, wenn ihr den Charakter beginnt und dann für lange Zeit liegen lasst. Denn ihr solltet am Ende noch wissen, was am Anfang des Steckbriefes geschrieben habt. Ansonsten könnten sich wieder die gefürchteten Logiklücken auftun.
Also Tipp Nummer eins: Reserviert euch nur einen Steckbrief, wenn ihr wisst, dass ihr auch in der nahen Zukunft euch zumindest eine Stunde am Tag Zeit für den Charakter nehmen könnt. Dann könnt ihr ihn in aller Ruhe gestalten und der Charakter bekommt weder plötzlich einen anderen Namen noch wechselt er mitten in den Hungerspielen die Augenfarbe.


2. Kreativität

Dieser Punkt ist wahrscheinlich selbsterklärend aber einfach so wichtig, dass wir ihn nicht auslassen wollen. Denn ohne Idee schreibt es sich im Generellen nicht so gut. Kreative Ideen sind eure einzige Chance, den Autor in dem recht strengen Gerüst eines Steckbriefes zu überraschen. Und  Autoren wollen überrascht werden. Sie wollen es so sehr, dass das “Überrasche mich!“ sehr häufig als eine Klausel in dem Vorwort des Autors vorkommt. Also tut ihnen den Gefallen! Erschafft eure Rebellen, Karrieros, Intriganten, Naivlinge und Schöngeister! Aber schafft sie auch mit einer eigenen Note und nicht nur als Abguss eines Stereotyps. Nichts gegen unsere kleinen Förmchen, sie haben ihren Zweck. Aber vergesst nicht das Törtchen auch mit eurem eigenen Teig zu backen, denn dann schmeckt es dem Autor immer noch am besten.
Nachdem ich euch nun genug Hunger gemacht habe, sei noch gesagt, dass die grundlegenden Ideen, mit denen eure Figur aufgebaut werden soll, schon vor der Reservierung vorhanden sein sollte. Denn ohne eine Idee einen Stecki erstellen zu müssen, kann richtig mies enden. Auf Druck kommen nun einmal nicht unbedingt gute Ideen. Außerdem kostet die Suche nach der Grundidee Zeit und das Problem hatten wir ja schon. Also sammelt eure Ideen im Voraus für den Fall einer Reservierung. Schreibt euch eure Ideen, wann auch immer sie kommen, am besten in einer Liste auf, dann seid ihr auf der sicheren Seite, wenn ihr eine Mitmachfanfiction findet, an der ihr unbedingt teilnehmen wollt.


3. Struktur

Das ist ein recht großes Thema, was in dem nächsten Kapitel auch noch einmal ein bisschen behandelt werden soll und sich wahrscheinlich in der Form von Querverweisen wie ein roter Faden durch unsere Steckbriefkunde ziehen wird. Denn die Struktur eines Steckbriefes ist das, was die vielen Stichpunkte zu einem Charakter zusammenbindet.
Ein Charakter besteht nicht nur aus einem zusammenhangslosen Haufen von Ideen oder zumindest sollte er das nicht, seien die Ideen an sich noch so gut. Eine Figur in einer Geschichte ist in den seltensten Fällen nicht einfach Alltagstyp xyq, er soll auf etwas hinauslaufen. Demnach sollte man auch wissen, was man mit dem diesem speziellen Steckbrief anfangen möchte und ihn danach organisieren. Zwischen den einzelnen Ideen, die einen Charakter ausmachen, sollte es im besten Fall kausale Zusammenhänge geben oder sie sollten sich zumindest nicht widersprechen. Um noch eine merkwürdige Metapher zu geben: Euer Charakter muss wie ein Puzzle sein. Alle Teile müssen sich so zusammenfügen lassen können, dass am Ende ein einziges Bild entsteht.
Natürlich besitzt ein Steckbrief schon eine eigene Struktur, insbesondere die großen Klopper, die man so häufig in diesem Fandom findet. Aber wenn man einen Charakter so fein säuberlich in Charakter, Aussehen und Vorgeschichte teilt, wie der Steckbrief es tut, dann hat man keinen zusammenhängenden Charakter. Wenn ihr etwas schreibt, müsst ihr auch immer vergegenwärtigen, woran eben das knüpft und diese Überlegungen auch dem Autor offenzulegen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.


4. Formalia

Jeder Autor will sie haben und jeder Ersteller schüttelt genervt den Kopf. Aber wenn man selbst auch nur eine Mitmachfanfiction selbst geschrieben hat, kann man zumindest nachvollziehen, warum sie eingehalten werden sollten. Regeln. Formalia.
Alles worauf der Autor besteht, was allerdings nicht für den Charakter selbst notwendig ist, gehört in diese Kategorie. Sicherlich gibt es viele Autoren, die über kleiner Fehler ohne Probleme hinwegziehen können, aber wenn die Probleme überhand nehmen, kann das zu großen Ärger führen. Das fängt mit dem großen Bereich der Rechtschreibung und Grammatik an. Denn wenn ein Autor den Satz „Libesfreude Himelblau isst ein libes Mäddchen war einfach nich nein sagen kan“ entziffern muss, dann wird der Autor zum einen tierisch genervt sein und zum anderen eine sehr harte Zeit haben, diesen Steckbrief ernst zu nehmen. Einzelne Rechtschreibfehler sind in Ordnung und ein Wort zu viel oder zu wenig wird den Autor schon nicht in Rage versetzen, besonders wenn der Steckbrief lang und ansonsten gut ist. Aber man kann doch zumindest mit einem Rechtschreibprogramm noch einmal über das Geschriebene gehen und syntaktisch korrekte Sätze machen es dem Autor einfach wesentlich einfacher. Am besten wäre es natürlich, den Steckbrief noch einmal durchzulesen oder sogar von jemand anderem durchlesen zu lassen. Denn dann kann man nicht nur Rechtschreib- oder Stilfehler finden und korrigieren, sondern auch noch logische Brüche oder andere Fehler, wie zum Beispiel größere Klischees, zu finden.
Eine andere Formalität ist ein leidiges Thema, das vor beinahe jedem Steckbrief Erwähnung findet und das absolut niemand ernst zu nehmen scheint. Klammern. Sie müssen gelöscht werden. Bitte Klammern löschen! Man kann es gar nicht genug betonen, denn es geschieht so häufig nicht und dabei ist es so einfach und schnell gemacht! Natürlich ist es nicht schlimm, wenn man eine Klammer mal vergisst, aber die geballte Ladung nervt! Und das so richtig! Ein Autor wird sich den Steckbrief wahrscheinlich drei Mal ganz genau durchlesen und danach an speziellen Orten spezielle Informationen suchen wollen und alles andere immer mal wieder überfliegen, um die anderen Details noch im Überblick zu haben. Und dann stören die Klammern und ziehen die Arbeit mit dem Steckbrief unnötig in die Länge. Das macht den Autor wütend und der beginnt sich zu fragen, wieso der Ersteller zu blöd oder faul war, um ein paar Klammern zu löschen. Oder ob der Ersteller des Steckbriefes überhaupt lesen kann, was der Autor schreibt.  Und wenn eurer Hauptziel nicht  ist, den Autor zu ärgern, versucht ihr das zu vermeiden. Es ist eine Sache von höchstens fünf Minuten noch einmal zu überprüfen, ob auch alle Klammern weg sind und der Autor wird es euch danken.
Genau das Gleiche gilt für die Reservierung und der Eingabe des Betreffs. Die Reservierung darf nur in einem Review stehen, wenn auch etwas zu dem Kapitel angemerkt wurde. Geschieht das nicht, kann die Geschichte gesperrt werden und wollt ihr wirklich dafür verantwortlich sein?  Der Betreff sollte den Regeln des Autors folgen und wenn dieser keine Angaben gemacht hat gilt einfach, dass man auf einen Blick erkennen sollte, welcher Charakter sich hinter der Mail verbirgt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Einhalten der Formalia einfach zum guten Ton gehört und wenn ihr sie eingehalten habt, habt ihr schon einmal viel gewonnen. Denn wenn ihr auf alle diese kleinen Dinge achtet, sorgt ihr dafür, dass der Autor erkennt, dass ihr euch Mühe gibt und er sich mit seiner Geschichte ernst genommen fühlt und ihr ihn nicht nur als euren Schreiber betrachtet. Na, wenn das kein guter Start ist!


5. Realität

Geschichten spielen in einer Realität. Nicht in eurer Realität, das steht fest. Aber meistens haben Geschichten den Anspruch, eine Welt zu erschaffen, die in sich geschlossen und logisch ist. Die Realität, die die meisten Autoren in ihren Panem-MMFFs erschaffen wollen, ist meistens aber nicht immer an die Vorlage von Suzanne Collins angelehnt. Außerdem kommt kaum eine Fanfiction und erst recht nicht im Mitmachbereich daran vorbei, den Canon der Bücher zu verändern. Das kann man schon daran erkennen, wann so in der Welt der Fanfictions ein Jubeljubiläum abgehalten wird und wie viele Spotttölpelrebellionen schon gescheitert sind oder niemals stattgefunden haben. Außerdem lässt das Original selbst viele Gegebenheiten außen vor, besonders was die anderen Distrikte betrifft, oder kann mir jemand von euch sagen, wie in den Büchern das Bildungssystem im sechsten Distrikt funktioniert? Nein, weil es dort nicht steht und das berechtigterweise, denn es würde zu der Handlung der Bücher auch nicht das Geringste beitragen.
Wenn ihr allerdings einen armen Jungen aus dem sechsten Distrikt erstellen wollt, ist es nicht ganz unwichtig, zu wissen, ob dieser mit seinen sechzehn Jahren noch zur Schule geht, arbeiten muss oder beides nebeneinander tut. Und um das zu entscheiden gibt es drei Möglichkeiten. Der Autor könnte für seine Ersteller Informationen hinterlassen haben. In diesem Fall hat man es sehr leicht, denn man kann und muss in diesem Fall auch auf diese zurückgreifen und das Problem ist gelöst. Schwieriger wird es, wenn ihr keine Angaben zu eurer Frage findet. Dann kann man den Autor fragen, oder selbst entscheiden. Bei kleineren Dingen, die den Distrikt betreffen könnt ihr einfach selbst entscheiden, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass es zum Beispiel besonders wichtig ist, ob im Distrikt gerade Poloshirts in Mode gekommen sind. Und in den meisten Fällen ist es sogar recht unwichtig, ob der sechste Distrikt sich nun von Reis oder Kartoffeln ernährt, da sie im Kapitol sowieso alles mögliche bekommen. Wenn es allerdings wirklich an den Aufbau der Welt und an strukturelle Dinge geht, zum Beispiel um die Frage, ob der dritte Distrikt eine breite Mittelschicht hat, wäre es doof für beide Seiten, wenn die Meinungen von Autor und Ersteller völlig auseinander gehen, denn dann könnte der Autor Kritik an euren Steckbrief haben oder Logikfehler dort sehen, wo ihr sie als völlig ungerechtfertigt empfindet und das vielleicht auch zurecht.
Besonders problematisch wird die Sache, wenn der Autor bereits eine Mitmachfanfiction geschrieben hat und sich nun dem Folgejahr oder zumindest einem Jahr in naher Zukunft oder Vergangenheit widmet. Denn dann will dieser die Regeln seiner Welt ungefähr einhalten. Denn es ist zum Beispiel sehr unwahrscheinlich, dass innerhalb eines Jahres die Schulpflicht eingeführt wurde oder dass in aus einer streng gläubigen Gesellschaft plötzlich ein Haufen toleranter Spaßversteher wird. Macht euch allerdings auch nicht zu viel Stress, ihr sollt auch kein Sklave der Vorschriften des Autors sein. Die Dinge sollten bloß nicht völlig unvereinbar sein.
Ebenso in diese Kategorie gehört die Frage, was die anderen Ersteller so treiben. Zum einen sollten sich die beiden Tribute eines Distrikts nicht mit ihrer Welt vollkommen widersprechen, auch wenn das meistens Sache des Autors ist. Aber zum anderen wäre es, angenommen es gibt keine besonderen Sonderregeln, unglaublich unwahrscheinlich, dass drei viertel der Tribute zwischen zwölf und dreizehn ist. Dagegen spricht schon das System mit den Tesserasteinen.  Allerdings ist es ebenso unwahrscheinlich, dass es niemanden in diesem Alter gibt. Und ebenso wenig glaubhaft ist es, dass fünf von sechs Karrieros gelost worden und trotz ihres Trainings die Hungerspiele eigentlich hassen. Und es können auch nicht alle Tribute blind oder halbblind sein. Es kann sich also lohnen, beim Autor nachzufragen, ob eure Grundidee schon überfüllt ist. Das lohnt sich auch für euch als Steckbriefschreiber, denn euer Tribut muss dann nicht gegen viele andere Charaktere seiner Art um die Gunst des Autors kämpfen.


Das waren die fünf Grundpunkte, die immer im Hinterkopf zu behalten sind. Zeit, Kreativität, Struktur, Formalia und Realität. Wenn alle diese Punkte umgesetzt sind, kann man sich seiner Sache schon sehr sicher sein. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Was man nun im Detail tun kann oder auch eher nicht tun sollte, dafür ist nun der Rest dieses Projektes da.
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