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50 Shades of Wade

KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Deadpool / Wade Winston Wilson OC (Own Character)
10.05.2016
29.11.2016
11
7.499
10
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18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.09.2016 391
 
9.: Issues



People say we lost our minds, maybe it's true.
Nah, we know more than they do.
Now I never wanna be alone again,
you're my best friend.

[One Two – Best Friend]



Gewisse Nachrichten prägen eine Person wie ein Brandzeichen.
Danach ist alles anders, nichts ist mehr so, wie es einmal war und es gibt kein Zurück mehr.
Kein Stein sitzt mehr auf dem anderen, das Fundament der heilen Welt bröckelt – die Welt steht Kopf.
So fühltest du dich in diesem Moment.
Das Arztzimmer um dich herum stand still, die Zeit hielt inne und Wade neben dir sah gespenstisch blass aus.
„Es ist Krebs, Mister Wilson.“
Endstadium, nur noch ein paar Monate.
Es war nicht deine Diagnose, doch sie traf dich ebenso hart.
Als ihr nach einer scheinbaren Ewigkeit wieder hinaus auf die Straße tratet, war die Welt noch immer die Gleiche, der Verkehr tönte in deinen Ohren, Passanten zogen zügig an euch vorbei, am Himmel glitten gurrende Tauben vorbei.
Ja, die Welt noch wie zuvor, doch dein Blick, etwas in deinem Inneren hatte sich verändert.
Alles sah irgendwie farblos aus, wie ausgezehrt.
Verdammt.
Wades Hand schloss sich um deine.
„Komm, ich hab' Hunger auf Tacos.“
Er setzte sich in Bewegung, doch du bliebst wie erstarrt an Ort und Stelle stehen.
„Wie kannst du nur jetzt an Tacos denken?“, blafftest du, schärfer als gewollt, als dich die Tränen übermannten und sich der Schock langsam aber sicher bemerkbar machte.
Sein Mund verzog sich zu einem bitteren Lächeln.
„An was soll ich sonst denken, babe?“
„An … keine Ahnung.“
Dir fehlten die Worte, seine Finger fühlten sich zittrig an.
Du wolltest seine Hand nie wieder loslassen, niemals ohne ihn sein.
Warum war die Welt so grausam?
Wieso drehte sie sich einfach weiter, auch wenn dein bester Freund zum Tode verurteilt war?
Das war nicht fair, das durfte nicht sein!
Wade beugte sich zu dir herunter und drückte dir einen kleinen, zuneigungsvollen Kuss auf die linke Wange.
Sie musste salzig schmecken, doch es störte ihn nicht.
„Schon okay“, meinte Wade und drückte dich fest. „Wir schaffen das schon irgendwie.“
Du hast keine Ahnung, wie das gehen soll.
Wie kann man nach so einer Nachricht noch weitermachen?
Wie soll das gehen?
Aber die Welt dreht sich immer weiter.
Doch das ist manchmal nur ein kleiner Trost, wenn überhaupt.
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