[Projekt] Hogwarts außer Rand und Band

von Mary Luna
GeschichteHumor / P12
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Luna Lovegood Minerva McGonagall Nymphadora Tonks
09.05.2016
07.08.2016
10
4788
2
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Für Mira Elin




Willkommen,
Liebe alte und neue Leser zu diesen kurzweiligen Quad-Drabbles, von denen ich hoffe, dass sie dem ein oder anderem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
Wie in der Kurzbeschreibung bereits erwähnt, ist dies ein Beitrag zu dem schönen Projekt Was wäre, wenn...? von Naya.
Ich freue mich immer über konstruktive Kritik und Rückmeldung!
Viel Spaß,
Mary Luna

-------------------------------------------------------------------------

Disclaimer: Alle aus den Harry Potter Romanen bekannten Figuren, Handlungsorte und Handlungsstränge gehören nicht mir, sondern der wundervollen J.K.Rowling. Ich verdiene hiermit -wie alle anderen auch- kein Geld.

-------------------------------------------------------------------------

1. Harry Potter
2. Hermine Granger
3. Minerva McGonagall
4. Luna Lovegood
5. Fred Weasley
6. George Weasley
7. Filius Flitwick
8. Severus Snape
9. Nymphadora Tonks
10. Dobby
11. Draco Malfoy
12. Ginny Weasley
13. Seamus Finnigan
14. Albus Dumbledore
15. Percy Weasley

-------------------------------------------------------------------------

Was wäre, wenn 7 und 3 einen Hauselfen mit Keksen füttern würden?

Vorsichtig, um ja nicht ihren dunklen Umhang vollzukrümeln, zerbrach Professor McGonagall den staubtrockenen Butterkeks und hielt ihn dem kleinen Würmchen hin, das dick eingepackt in einem Puppenwagen in ihrem Büro stand. Als es an der alten Bürotür klopfte, seufzte sie, stand auf und klopfte die Krümel ab, die natürlich trotzdem auf ihrem Umhang gelandet waren.

"Komm rein, Filius." begrüßte sie ihren langjährigen Freund und unterdrückte ein Gähnen.

"Ein Wunder, dass es noch lebt." murmelte dieser und warf einen interessierten Blick auf das grüne, schrumpelige Etwas, das aufgrund der unterbrochenen Fütterung Laute ausstieß, die entfernt an das Maunzen einer Katze erinnerte.

"Ja, ein kleines Wunder. Aber es hat einen ausgeprägten Überlebenswillen." bestätigte Professor McGonagall. Vor zwei Tagen hatte es eine Explosion in der Küche gegeben und dabei war ausgerechnet die Mutter dieses Hauselfenbabys zu Tode gekommen. Es war ein tragischer Unfall gewesen und Professor McGonagall fühlte sich insgeheim dafür verantwortlich. Natürlich, es war nicht ihre Schuld gewesen, dass das Heizrohr kaputt gewesen war, aber sie hätte es mit höheren Sicherheitsstandards sicherlich vermeiden können. Für die Mutter war jede Hilfe zu spät gekommen, Professor McGonagall hatte auf ihrem Totenbett ihre Hand gehalten und das Versprechen gegeben, sich um ihr Baby zu kümmern, war dies doch das mindeste, was sie tun konnte, auch wenn sie wusste, dass Hauselfenbabys wie Jolly eigentlich zum Tode verurteilt waren. Aber sie hatte ein Versprechen gegeben und würde alles dafür tun, Jolly irgendwie durchzubringen, auch wenn das hieß, die Schüler morgens vollkommen übermüdet zu begrüßen und das Kleine beinahe überall mit hinnehmen zu müssen.
Das zufriedene Schmatzen riss Professor McGonagall aus ihren Gedanken und mit dem ersten Lächeln seit dem Unfall beobachtete sie, wie Professor Flitwick Jolly seelig kleine Keksstückchen hinhielt, die dieser mit einer Geschwindigkeit verspeiste, die sie nur müde den Kopf schütteln ließ.
Als die Packung leer war, sah ihr langjähriger Freund auf die magische Uhr, die vor ihrer Wand schwebte. Es war kurz vor eins, Professor McGonagall wusste, dass er los musste, wenn er rechtzeitig zu seinem Unterricht erscheinen wollte. Schnell stand sie auf und das zuversichtliche Lächeln ihres Kollegen entlockte auch ihr ein schwaches Mundwinkelheben.

"Er wird es schaffen, Minerva. Da bin ich mir sicher." sagte er und wieder einmal bewunderte Professor McGonagall die Stärke ihres Freundes, den nur weniges erschüttern konnte.

"Ich hoffe es." antwortete sie matt und sah ihrem Freund noch lange hinterher, als dieser schon längst aus ihrem Sichtfeld verschwunden war.