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dimension-Der Schattenkrieg

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Fox McCloud Mario OC (Own Character) Pit
06.05.2016
06.06.2017
29
66.527
 
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26.05.2016 617
 


Noch einmal wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht und warf ihre rot, braunen Haare nach hinten. Dann setzte sie sich in ihren gepolsterten Schreibtischstuhl.
Kühl war das dunkelblaue Leder der Rückenlehne, als sie diese berührte. Mit den durch einige Techniken verbesserten Handschuhen strich sie noch einmal sanft über den schwarzen Helm, den sie aus ihrer Kommode geholt hatte. Der zu der Konsole gehörende Helm glich einem dicken Motorradhelm. Der Unterschied lag aber nicht nur in dem Kabelsalat, der im Inneren des Helmes versteckt war, sondern im Zweck, den er erfüllte. Behutsam setzte sie sich den Helm auf. Er war der Schlüssel zu jener Welt, in der sie niemanden zur Last fallen würde. Durch das verdunkelte Visier konnte sie nur noch die Umrisse der Möbel in ihrem Zimmer erkennen. Mit einer flinken Bewegung drückte sie auf einen Knopf, der sich auf der rechten Seite des Helms befand, und die letzten Schemen der Wirklichkeit verschwanden vor ihren Augen.                                                                                        
Ein hellblauer Bildschirm erschien vor ihr, auf dem die Spiele angezeigt wurden, die auf ihrer Konsole, dem schwarzen Kasten, gespeichert waren. „Was willst du tun“, hörte sie eine weibliche Stimme fragen. Das Mädchen lächelte und drückte auf das einzige verfügbare Spiel. „So sei es“, tönte die Stimme sanft, „Das Spiel Super Smash Bros. Reality wird geladen. Bitte schalte die Konsole nicht ab oder entferne den Helm.“Sie wurde in ein kühles, mildes Licht gehüllt und schloss mit wohltuender Mine ihre Augenlieder.                                                                                                                        
Als sie diese wieder öffnete fand sich das Mädchen in jenem Wald wieder, in dem sie sich vor einem Tag ausgeloggt hatte.
Gleißender Wald
nannte man ihn. Zumindest stand dies auf ihrer Landkarte, welche sie nun grübelnd betrachtete. Sie hatte vor in den nächsten Ort, Luna City, zu reisen. Dort wollte sie sich eine neue Lanze kaufen, da ihre alte doch ziemlich abgenutzt wirkte.                      
Wenige Minuten später trat sie aus dem Laden
zum Lanzenmeister
mit einer edlen Stahllanze in Händen und betrachtete das rege Treiben auf dem Marktplatz. Luna City war weniger eine Stadt als ein sehr belebtes Dorf. Selbst einen kleinen Markt gab es, bei dem man sich die schönsten Ausrüstungsteile und verschiedene Zutaten zum Kochen kaufen konnte. Aus der Ferne konnte sie schon die Händler ihre Waren anpreisen hören. Sie fühlte sich leicht in eine andere Zeit versetzt, als sie an den Häusern, die denen aus dem Mittelalter ähnelten, vorbeischlenderte. „Vielleicht sollte ich mir noch eine Schatzkarte besorgen, bevor ich aufbreche“, murmelte das Mädchen vor sich hin, während sie im Gehen mit ihren Haaren spielte, die dunkelrot leuchteten.  Sie sahen etwas anders aus, als ihre Haare in der Wirklichkeit.  Allerdings war ihr restliches Aussehen ihrem in der Realität gleich, von den Klamotten mal abgesehen.                                                                                                
Eine Gruppe von Beta Spielern kam ihr entgegen und riss sie aus ihren Gedanken.  „Morgen beginnt das Periti Turnier“, hörte sie einen der vorbeilaufenden Krieger zu seinen Freunden sagen. „Das weiß ich doch“, meinte ein anderer, ein hochgewachsener, schlaksiger Jugendlicher, „Natürlich werde ich daran teilnehmen!“ „Aber nur echte Skiller nehmen daran teil“, beharrte ein Weiterer mit verstrubbeltem Haar. „Na und“, lachte der Schlaksige, „Wenn ich erst gewinne werdet ihr meine unglaublichen Fähigkeiten anerkennen.“  Freu dich bloß nicht zu früh, dachte das rothaarige Mädchen mit einem angedeuteten Lächeln, denn Ike wird ebenfalls am Turnier teilnehmen.
Lachend gingen die drei Freunde an ihr vorbei. Kurz überkam sie die Überlegung sich umzudrehen und mit den drei Axtkämpfern zu sprechen, lief jedoch kopfschüttelnd weiter. Leicht betrübt betrat sie eins der vielen Cafés in der Stadt, ein Deutsches um genauer zu sein. Sie schaute sich gar nicht genau um, sondern ließ sich einfach am Tresen auf eine der weichen Hocker neben einem jungen Mann nieder.
Ich brauche keine Freunde, dachte sie traurig vor sich hin.



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