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dimension-Der Schattenkrieg

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Fox McCloud Mario OC (Own Character) Pit
06.05.2016
06.06.2017
29
66.527
 
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19 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.07.2016 1.620
 


Hallo!
Heute ist das Kapitel um einiges länger als sonst- als Entschädigung dafür, dass ich so lange gebraucht habe, bis ich das heutige Kapitel fertig hatte. :D
Viel Spaß beim Lesen!

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Es war ruhiger geworden. Von den Tribünen konnte man leises Getuschel erahnen, als der Schiedsrichter die Regeln für den Kampf erklärte. Marth musterte die in einem schwarzen Anzug gekleidete Gestalt, aus deren Kopf eine kleine Palme herausragte. Es handelte sich bei dem Schiedsrichter um einen Bewohner der Insel Isla Delfino- auch Palma genannt-, wenn man Marios Erzählungen glauben konnte.                                  
„…Sieger ist derjenige, der dem anderen dessen Waffe entreißt oder ihn zur Kapitulation zwingt“, sprach der Palma ins Mikrofon, „Seid ihr beiden nun bereit oder gibt es noch irgendwelche Fragen?“ „Ich frage mich, wer diesen Typen hierherbestellt hat“, knurrte Meta Knight kaum hörbar. „Auch ich habe keine Fragen“, redete der Prinz schnell dazwischen.
Die riesigen Anzeigetafeln, die in einer Würfelähnlichen Konstruktion an einem Gerüst über dem Kampffeld befestigt waren, leuchteten auf. Während Marth und Meta Knight ihre Schwerter gegeneinander schlugen und auf das Startsignal des Palmas  warteten flammten die Werte beider auf den Bildschirmen auf: noch 0% bei beiden. Doch der alteische Prinz wusste, dass sich dieser Zustand in kürze ändern würde. Freundlich lächelte er dem Sternenkrieger über die Spitze seiner Klinge entgegen. Doch dieser warf ihm einen ernsten Blick zu. „Wenn du glaubst, du könntest mich mit deinem netten Grinsen zögern lassen, dann irrst du dich gewaltig“, warnte er den Blauhaarigen. „Nein, nicht doch“, meinte der Angesprochene beschwichtigend, „Ich freue mich nur, mich erneut mit dir messen zu dürfen.“ „Pah.“ Meta Knight lachte leise. „Mal sehen, ob du nachher anders empfindest.“ Doch das milde Lächeln des Thronerben Alteas wich nicht. Stattdessen schien es, als würden seine Augen vor Begeisterung aufleuchten. „Jeder Kampf bringt neue Erkenntnisse mit sich. Jeder Gegner verwendet verschiedene Taktiken, aus denen man lernen kann, um sich daraus eine eigene, effektivere Taktik zu erschaffen“, schwärmte Marth weiterhin auf den Maskierten blickend, „Man lernt eben nie aus.“
Bevor Meta Knight noch irgendetwas erwidern konnte richteten sich einige Scheinwerfer auf sie. Langsam kam der Schiedsrichter auf die beiden Krieger zu. Die Massen auf den Zuschauertribünen fingen wieder zu grölen und zu rufen an.  „Jetzt ist es soweit“, hörte der Sternkrieger Marth raunen. „Ich zähle bis drei“, schrie der Palma begeistert in das Mikrofon, „Eins! Zwei!“ Der Schiedsrichter hielt kurz inne, um mehr Spannung aufzubauen. Aus der Ferne donnerten wieder die Trommeln; wie die Kampfgesänge eines gewaltigen Heers vermischten sie sich mit den Schreien der Zuschauer. Marths Blick wanderte abermals über die gekreuzten Klingen zu Meta Knight, der ebenfalls seinen Gegner musterte. Was wird er tun?, fragte sich der Blauhaarige, wobei er den Maskierten kritisch betrachtete. Vielleicht sollte er möglichst schnell nach links ausweichen, oder nach rechts?
„Drei!“ Marth blieb keine Zeit, um über seine Angriffsstrategie nachzudenken. Blitzschnell zog Meta Knight Galaxia an sich und sprang auf den Prinzen zu. Dieser warf sich von einer plötzlichen Intuition geleitet zur Seite und parierte zugleich den starken Hieb des Maskierten, der nicht locker ließ und weiterhin versuchte, auf seinen Gegner einzuschlagen. Doch blockte Marth jeden seiner Angriffe, machte in einer Sekunde der Unachtsamkeit des Sternenkriegers einen Satz hinter seinen Rivalen und schlug zu. Meta Knight ächzte leise auf, als die heilige Klinge Falchion über seinen Rücken fuhr und er von einem stechenden Schmerz überwältigt wurde. Seine Augen leuchteten rot vor Erbostheit auf, während er sich mit einer geschwinden Bewegung zu Marth umwandte und seine Maske mit dem Cape verdeckend sich zu drehen begann. Immer schneller kreiste er um seine eigene Achse und ein riesiger Wirbelsturm, größer, als der Prinz es je erblickt hatte, raste auf ihn zu. Sofort hechtete Marth aus der Bahn des Tornados, der wie eine gigantische Welle an ihm vorbeirauschte. Schwer atmend rappelte er sich auf und konnte aus dem Augenwinkel den Sternenkrieger erneut heranstürmen sehen. Der Sturm riss alles mit sich, was in seiner unmittelbaren Nähe und nicht sonderlich gut befestigt war. „Verdammt“, zischte der Thronerbe Alteas zwischen zusammengebissenen Zähnen. Er spürte wie er  von dem Sog des Tornados erfasst wurde gleich einem starken Unwetter von dem erbarmungslosen Wind gepackt. Schützend hielt er sein Schwert vor sich und beobachtete den Sturm konzentriert. Immer heftiger zog der Luftstrom an dem Prinzen und drohte in einzusaugen und wie eine wild gewordene Bestie zu verschlingen. Doch Marth hielt dem tosenden Wind stand, der laut an seinen Ohren vorbeisauste. „Gleich“, hauchte er den Wirbelsturm mit seinem Blick fokussierend. Meta Knight war nur noch einige Meter von ihm entfernt, als der Prinz zum Sprung ansetzte. Er flog durch die Luft, dabei eine unmenschliche Höhe beim Springen erreichend, raste er aus dieser auf die Mitte des Tornados zu. Er hielt Falchion fest mit beiden Händen umklammert, während er in den Fluten der Winde verschwand.
Der Wirbelsturm legte sich schlagartig, als Marth unsanft mit den Füßen auf dem Steinboden aufkam. Schwer keuchend blickte er sich nach Meta Knight um, während er von dem Sturz in die Knie gezwungen sich mit der linken Hand abstützte. Sein Blick wanderte unruhig durch die Arena. Dem Prinz war bewusst, dass sich der Maskierte für kurze Zeit unsichtbar gemacht hatte. Außer einem einzigen Schatten gab es nichts, was auf den momentanen Standort seines Gegners hätte schließen können. Langsam richtete sich Marth wieder auf. „Wo ist er nur?“, keuchte er atemlos. Krampfhaft klammerten sich seine Finger um den edlen Griff Falchions und er schloss für einen Moment die Augen, um seinen rasenden Herzschlag zu beruhigen. Die Zuschauer schrien immer lauter und Marth erinnerte sich an die Zweikämpfe, die in den Königreichen seiner Dimension in riesigen Kampfarenen stattfanden. Allerdings ging es dort um Reichtum oder Tod.
Plötzlich rollte sich der Prinz mit einem hastigen Sprung zur Seite ab, als Meta Knight hinter ihm aus dem Nichts erschien und ihn nur knapp mit Galaxia verfehlte. Erschöpft sah der Blauhaarige wie das vergoldete Schwert des Sternenkriegers auf ihn zuraste. Er versuchte noch den heftigen Hieb abzuwehren, doch gleichzeitig spürte Marth wie die Klinge die Befestigungsgurte seines rechten Schulterschutzes durchschnitt und sich durch seine Schulter bohrte. „Jetzt sind wir quitt“, raunte Meta Knight leise, während sich das Schwert tiefer durch Marths Fleisch schnitt. „Natürlich“, entgegnete Marth schmerzverzehrt.

„Links, rechts, nochmal rechts…“ „Könntest du mal mit dem Gemurmel aufhören?!“, unterbrach Fox den Krieger, der gebannt auf Marth und Meta Knight blickte. „Wieso sollte ich?“, wandte der Blauhaarige ein und lehnte sich wieder gegen das eisige Gerüst. Fox sah sein Gegenüber mit freundlicher Mine an. „Manche Leute brachen noch eine Nanosekunde, um einen Angriff zu erahnen.“ „Dann frage ich mich“, meinte der andere lachend, „wie du mit einer so langsamen Reaktionsfähigkeit in den vielen Kämpfen überleben konntest…“ Fox stützte sich müde lächelnd mit den Händen an der Metallabsperrung ab. „Marth kämpft heute nicht sehr gut“, bemerkte der Krieger nachdenklich, „Seine Angriffe sind leicht zu durchschauen.“ „Das habe ich auch bemerkt“, äußerte sich der Fuchs mit besorgter Miene, „Scheint, als hätte das Prinzchen mal wieder die Nacht durchgearbeitet, oder Ike?“ „Offensichtlich“, stimmte der Angesprochene ihm nickend zu. Gelangweilt schlug der Anführer des Star Fox- Teams mit den Fingern gegen das Metallgerüst. „Es ist eigentlich schon klar, dass Meta Knight gewinnen wird.“ „Es ist sehr wahrscheinlich“, gab Ike weiterhin hinunterblickend von sich, „Aber der Kampf ist nicht entschieden.“ Fox rückte etwas näher an den stark gebauten Krieger. „Wenn hast du im Verdacht?“, hauchte er leise hinter hervorgehaltener Hand. Der Blauhaarige fuhr herum. „Was meinst du?“, fragte er verwirrt. Fox McCloud verschränkte die Arme hinter seinem Kopf. „Na, wer angekündigt hat, dass heute dieses Spektakel stattfindet und Marth und Meta Knight belauscht haben muss“, sprach er seine Gedanken lässig aus. Ike besah den Fuchs mit einem eindringlichen Blick. „Es gibt nur eine Person, die in Frage kommen könnte“, erwiderte der Krieger, „Ich traue dem Gerücht nicht, dass einer der Toads ihr Gespräch zufällig mitbekommen hat.“ „Ich ebenso wenig“, meinte Fox spitz, „Bloß er kann dahinterstecken.“ Der Blauhaarige massierte seine linke Schulter. Sie schmerzte von der langen Belastung, die sie durch das Lehnen gegen das Gerüst ausgesetzt war. „Aber wie sollen wir ihm entgegenwirken?“, fragte Ike, mehr sich als den Anführer des Star Fox- Teams. „Niemand kann ihn aufhalten“, schimpfte Fox laut. Vor Wut bebten seine spitzen, hellbraunen Ohren. „Ich habe sogar gehört, dass er Ordner von allen angelegt hat, die sich in dieser Dimension aufhalten“, wetterte der Fuchs weiter, „Sie sollen alphabetisch in seinen Regalen geordnet sein.“ Ike nickte verständlich. „Dieser Mario ist unberechenbar“, stimmte er Fox zu, „Er hat nämlich…“ Plötzlich wurde der Krieger von der dröhnenden Stimme des Schiedsrichters unterbrochen. „Neigt sich der Kampf bereits dem Ende zu?“, tönte es lärmend aus den Lautsprechern.
Sofort blickten die beiden Krieger zu den Kämpfenden hinunter. Marth kniete nach Luft ringend am Boden, während Meta Knight mit gelb leuchtenden Augen langsam auf seinen Rivalen zuschritt. Entschlossen wie in einem echten Kampf dem Prinzen den letzten Stoß zu geben hielt er sein Schwert gelassen in seiner Hand. „Gibt sich Marth geschlagen“, schrie der orangene Palma ins Mikro, „oder wird er weitermachen?“ „Er wird aufgeben!“, rief Irgendjemand von den Zuschauern dazwischen, „Meta Knight wird siegen!“ „Vielen Dank für ihre Stellungnahem“, sagte der Schiedsrichter freundlich.
„Toller Schiedsrichter“, entgegnete Fox spöttisch, „Ist eher ein Kommentator als jemand, der darauf achtet, dass die Regeln eingehalten werden.“ „Sieh doch“, meinte Ike stattdessen und nickte auf das Geschehen unter ihnen.
Langsam richtete Marth sich auf. Er wirkte immer noch angeschlagen, doch er ging, wenn auch zu Anfang leicht taumelnd, seinem Gegner entgegen. Der Prinz wollte nicht aufgeben, was seine Fans mit lautem Jubel begrüßten. Während Marth Meta Knight mit jedem Augenblick näher kam glaubte Ike auf der Mine des alteischen Prinzen ein leichtes Lächeln zu erahnen.



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