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dimension-Der Schattenkrieg

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Fox McCloud Mario OC (Own Character) Pit
06.05.2016
06.06.2017
29
66.527
 
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08.07.2016 1.171
 


 
Aus dem Schatten heraus beobachtete er die Gestalten, die sich auf den Zuschauerrängen tummelten. Seine gelben Augen leuchteten mit einem Hauch Grün in der düsteren Finsternis. Mehrere Tausend glaubte er zu zählen. Aus der Entfernung meinte er einige bekannte Gesichter zu erkennen. Er stöhnte leise, bevor er sich mit verschränkten Armen von der steinigen Wand, an der er zuvor gelehnt hatte, stieß. Er hatte keine andere Wahl. Müde ergriff er sein goldenes Schwert, dessen roter Edelstein von den Fackeln, deren Flammen wie wilde Schlangen durch die Luft züngelten, beschienen feuerrot leuchtete. Auch wenn es ihm missfiel, im hellen Licht der Scheinwerfer von allen Besuchern angestarrt zu kämpfen schritt er durch das hölzerne Tor. Wie er dort draußen stand und die kühle Luft der kommenden Nacht in sich einsog, hörte er plötzlich von den Zuschauerrängen lautes Johlen und Klatschen, welches offensichtlich ihm galt. „Meta Knight! Meta Knight!“, vernahm er im dröhnenden Orkan ihrer Stimmen.                                                                                      
So müssen sie sich wohl fühlen, dachte der Maskierte und erinnerte sich an ein Konzert einer berühmten Sängerin, welches er vor kurzem im Fernsehen verfolgt hatte. „Sowas musst du mal gesehen haben“, hatte ihm Pit, ein braunhaariger Engel, begeistert versichert, „Wie die Leute dort vor Begeisterung toben.“ So wie er es im Fernsehen erblickt hatte so erlebte er es nun wieder hier, in der Fortuna-Arena.
Es war nicht das erste Mal, dass er vor einer so großen Menge gegen einen anderen Herausforderer kämpfte und auch die ohrenbetäubenden Rufe der Zuschauer störten ihn nicht- er hatte gelernt, diese zu ignorieren. Doch ein unbeschreiblicher Druck lastete auf ihm, ein eigenartiges Gefühl, welches ihn dazu veranlasste, das heutige Gefecht nicht als ein Duell unter Freunden anzusehen. In den Tiefen seines Unterbewusstseins vernahm er seinen Stolz wie eine wilde Bestie laut aufschreien, der ihm die Niederlage gegen seinen Rivalen vor einigen Tagen in den Sinn rief.
Plötzlich wurde der Maskierte von tiefen Trommelschlägen aus den Gedanken gerissen. Verwundert schaute er zu den Zuschauertribünen hinauf, von denen er glaubte, die Trommeln vernommen zu haben. Ganz von dem dort herrschenden Treiben abgelenkt bemerkte der Sternenkrieger nicht, wie sich ihm jemand näherte. „Beunruhigt dich irgendetwas, Meta Knight?“ Sofort wirbelte der Angesprochene herum. Ein junger Mann mit nachtblauem Haar hatte sich neben ihn gekniet und musterte ihn besorgt. „Ich und beunruhigt“, gab Meta Knight schroff von sich. „Es hätte ja sein können.“ Der Thronerbe Alteas erhob sich und wischte sich den Staub von der blau-grauen Stoffhose. Dabei schwang die Schwertscheide, die an dessen braunen Gürtel befestigt war, für einen kurzen Augenblick in das milde Licht der Scheinwerfer, die deren goldene Verzierungen wie das Rot der untergehenden Sonne aufblitzen ließ. „Dein Erscheinen erfüllt mich mit Freude“, meinte der Prinz lächelnd. „Ich musste ja kommen“, entgegnete der Maskierte leicht gereizt, „Weißt du, woher diese ganzen Leute wissen, dass wir heute gegeneinander kämpfen?“ Der Sternenkrieger warf noch einmal einen verächtlichen Blick auf die grölende Menge. „Vielleicht“, überlegte Marth, „weil wir des Öfteren dies tun?“ „Ach was!“ Meta Knight betrachtete den Blauhaarigen mit ernstem Gesichtsausdruck. Dabei hatten seine Augen einen dunkelgrünen Ton angenommen. „Aber was hast du denn gegen die vielen Zuschauer?“, äußerte sich der alteische Prinz, der den finsteren Blick des Maskierten bemerkt hatte,  „ Schließlich könnten sie heute Zeuge von deinem Sieg über mich werden.“ Der Angesprochene fuhr herum. „Wie meinst du das?“
Marth gähnte hinter hervorgehaltener Hand. Erst jetzt bemerkte Meta Knight die dunklen Schatten unter dessen Augen. „Hast du nicht gut geschlafen?“, fragte er  mit einem versöhnlichen Klang in der Stimme. „2564 Wörter“, entgegnete der Prinz müde, „Seit einer Woche übe ich mich schon in der französischen Sprache.“ „In einer Nacht 2564 Wörter zu lernen ist ein bisschen viel.“ Der Sternenkrieger musterte ihn. „Bei dir ist das aber normal“, meinte er dann und Marth glaubte ein leises Lachen zu hören. „Ich werde es dir trotzdem nicht leicht machen“, erwiderte der Blauhaarige zwinkernd. „Ich bin gespannt“, spottete der andere. Meta Knight spürte, wie der Ärger, der sich anfangs in ihm aufgestaut hatte, verschwand. Es war seltsam, dass der Prinz es immer wieder schaffte, die Unruhe in seinem Geist mit bloßen Worten zu besänftigen. Zudem bewunderte der Sternenkrieger das selbstsichere Auftreten des alteischen Prinzen und dessen gespielte, adelige Schüchternheit, welche sein wahres Potential verschleierte, sodass ihn viele unterschätzten. Zudem war er ein ehrlicher, wenn auch oft dickköpfiger, Gefährte, auf den man sich immer verlassen konnte.
 
   
Er presste die Arme an den Körper und versuchte sich so klein wie möglich zu machen. Es wurde immer lauter um ihn herum. Immer mehr Leute drängten sich an den Metallabsperrungen und er glaubte, wenn es so weitergehen würde, würde das Gitter durch die zu hohe Belastung einbrechen. Er rutschte weiter nach links, um einem Koopa, der aus vollem Halse Meta Knights Namen schrie, Platz zu machen. Er wollte nicht von ihnen angerempelt oder angesprochen  werden, wollte Kontakt jeglicher Art vermeiden. Er zog die braune Kapuze seines langen Mantels tiefer ins Gesicht. Wieso hatte er sich nur überreden lassen? Das nächste Mal würde er sich weigern, das schwor er sich. Aber seinem besten Freund und Schach-Kumpel konnte er nur schwer etwas abschlagen. Schließlich hatte er nur durch dessen Hilfe die letzte Matheklausur nicht verhauen. Er hielt den Atem an, als jemand an ihm vorbeiging und ihn dabei streifte. Er hasste es, unter so vielen Menschen zu sein. Nicht, dass er irgendeine Phobie dagegen hätte, er mochte es einfach nicht. „Ethan, jetzt warte doch!“, hörte er plötzlich eine männliche Stimme rufen. „Ich muss aber einen guten Platz finden!“, schrie ein anderer, offenbar Ethan, „Ich will sehen, wie Meta Knight gewinnt!“ Wieder spürte er, wie eine Person an ihm vorbeieilte. „Warte auf mich“, keuchte dieser atemlos. Während er seine braune Kapuze ein wenig zurückzog und sich umdrehte, konnte er noch der sich durch die Massen kämpfenden Gestalt hinterherblicken. „Na, wem schaust du den mal wieder hinterher?“, vernahm er plötzlich neben sich eine Stimme fragen. „Ach, nur irgendjemandem“, entgegnete der im braunen Umhang gekleidete lächelnd, „Du hast dir viel Zeit gelassen.“  „Ja, habe ich“, meinte der andere und streckte ihm eine Dose Cola entgegen, „Ich konnte ja nicht ahnen, dass mein lieber Nero süßen Damen heimliche Blicke zuwirft.“ Der Angesprochene grinste freche. „Als würde ich Link heimliche Blicke zuwerfen.“ Nero nahm seinem Freund die Cola aus der Hand. „Aber dir würde ich so etwas immer zutrauen“, spottete er dann. „Eins zu null für dich“, gab sich sein Freund Zähne knirschend geschlagen, „Auf wen wettest du? Wenn ich richtig liege, dann steht es erneut Unentschieden.“



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Hallo mal wieder!
Jetzt kommen endlich die Kapitel, in denen neue Charaktere vorgestellt werden. Es würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu diesem Kapitel schreiben könntet, also was ich vielleicht verbessern sollte oder ähnliches. Ich hoffe, dass euch das heutige Kapitel gefallen hat. :D
TMW


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