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Devil Survivor 2 : The Summoning Of Her Dawn

von Ragnell
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / Het
05.05.2016
29.04.2018
8
36.539
2
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Dieses Kapitel
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19.09.2017 4.907
 
Beta: Tessa Heronstairs
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Tage vergingen und Shina konnte ihre Prognose nicht verbessern. Besonders jetzt, da ihre Freunde sich wegen Yamatos Meritokratie-Vision in den Haaren lagen. Es half auch nicht, dass Ronaldo, dank Daichis Information, sein eigenes Ideal, eine Welt der Gleichheit, anstrebte; eine egalitäre Gesellschaftsordnung. In dieser Gesellschaft sollte ein jeder gleichgestellt sein, gleichen Zugriff auf alle Ressourcen haben und niemand bevorzugt werden. Alle sollten einander helfen und füreinander da sein. Auf dem Papier klang das alles schön und gut, aber bei näherem Betrachten war das utopisch. Fremde Menschen unterschiedlichen Charakters sollten verpflichtet sein füreinander da zu sein? Keine Beurteilung anhand persönlicher Fähigkeiten und Talente? Wo blieb da die Individualität? Was war mit der natürlichen Gier des Menschen nach mehr? Würde so ein System nicht schnell von innen zerbrechen?
Nun, Joe, Otome und Airi waren der Idee angetan. Shina konnte sie ja verstehen, besonders Otome, die vor allem in Hinblick auf ihre Adoptivtochter Koharu eine bessere, reinere Welt anstrebte. Eine Umgebung, in der Kinder ohne Druck glücklich aufwachsen konnten. Joe befürwortete diese Ordnung, eine Welt, in der es keine Armut gab, keinen Hunger, keine soziale Ungerechtigkeit. Airi versuchte hartnäckig die anderen von diesem System zu überzeugen. Leider hatte sie sich mit Fumi die wohl unzugänglichste Gesprächspartnerin ausgesucht. Shina war nah am Labor, als sie die Gesprächsfetzen mitbekam.

„Aber hör mal, ist Hotsuins Vorstellung nicht zu extrem? Ich meine, eine reine Leistungsgesellschaft? Das wäre total ungerecht! Eine Welt, in der jeder jedem hilft, ist doch viel besser.“
„…Immer noch nicht interessiert“, Shina spähte in den Raum hinein, Fumis Kopf war, wie so oft, ihrem Computer zugewandt, hörte der Rothaarigen kaum zu.

„Wie kann dich das nicht interessieren?! Es geht um unsere Zukunft! Falls wir das Ganze überleben, werden wir über die Welt entscheiden, in der die Menschheit weiterleben wird! Und Hotsuins Weg ist garantiert der falsche Weg!“
„… seh darin kein Problem“, kam es trocken von der Wissenschaftlerin. Shina stutzte, sie hatte mit einer stummen Antwort der Nagoya Leiterin gerechnet.
Die junge Oberschülerin schien ebenfalls überrascht eine Art Antwort zu erhalten.

„Äh… okay... nein, warte, wie kann das für dich kein Problem sein? Das ist doch total unfair! Die Menschen allein aufgrund ihrer Fähigkeiten zu bewerten, zu kategorisieren, ohne den Menschen dahinter zu würdigen, das ist total mies! Das-“
„-Ist es nicht“, unterbrach Fumi sie, „Wenn jemand durchs Leben geht ohne etwas zu leisten, ist dieser jemand schlichtweg ein Versager. Punkt. Aus.“

Ihr Gegenüber war für einige Sekunden sprachlos.

„W-was? N-nein! I-ich meine, jeder versucht doch, sein Bestes zu geben! Nur weil man auf Abruf keinen Erfolg hat, ist man noch lange kein Versager! D-das ist auf keinen Fall eine Welt, in der ich leben will!“

„Du bist jung und naiv, Airi, du kannst es noch nicht sehen. In Japan herrscht seither eine Leistungsgesellschaft, aber konventionelle Normen und Mitgefühl haben das ganze System verweichlicht. Außerdem… du würdest dich wundern, Airi, wie weit man wirklich kommen kann, wenn man etwas wirklich will. Ich wurde arm geboren, meine Eltern konnten mich nicht unterstützen, ich habe hart gearbeitet um jetzt dort zu sein, wo ich heute bin. Mein Standpunkt, sind wir hier fertig?“
Zornesröte legte sich auf Airis Gesicht, wütend stapfte sie davon, ignorierte Shina, die ihr besorgt hinterher blickte.

 

„Ah… Shina, du auch hier? Was bringt dich her?“, begrüßte Fumi sie monoton.
„Ich habe ausversehen gelauscht… Airi schien sehr aufgebracht.“
„Hmm… kann sein. Ist trotzdem nicht mein Problem.“
Diese Haltung war nicht untypisch für die JP’s Agentin, dennoch wäre ein wenig mehr Feingefühl für Airi angebracht.
„Denkst du denn, es ist der richtige Weg?“
„Ob richtig oder falsch, das ist Ansichtssache. Am Ende kommt es darauf an nicht ausgelöscht zu werden. Wieso überhaupt die Bedenken, du und dein Bruder würden in Yamatos Welt doch glänzen.“

Die Wissenschaftlerin sah von ihrem Bildschirm direkt in Shinas Augen. Der unerwartete, direkte Blickkontakt ließ sie die Stirn runzeln. Auch der Röntgenblick, den Fumi ihr gab, irritierte sie etwas. Überprüfte sie im Vorfeld ihre potentiellen Mitstreiter? Normalerweise lag ihr Fokus immer auf ihrer Forschung, aber nun…

„Das mag vielleicht sein. Aber wie sehen seine Aufgaben genau aus, die er für uns bereithält in dieser neuen Weltordnung? Oder anders, mal angenommen, wir besiegen alle Septentriones und können Polaris davon überzeugen seinen Plan zu unterstützen, was ist mit dem Rest der Menschheit? Wir wären nur wenige, oder nicht? Kaum genug um eine Gesellschaft zu bilden, vorausgesetzt, dass alle mitziehen. Wie will er sie überzeugen?“, oder eher wie er sie dazu zwingen konnte ihm Folge zu leisten… Es war eine Sache seine Mitstreiter aus den JP’s Agenten zu rekrutieren, eine andere, genügend Menschen zu finden, die seine Gesellschaftsordnung stützten, bildeten. Er hatte jegliche Hilfe gegenüber den Zivilisten abgelehnt, seine allgemeine Handhabung von Mitmenschen ließ stark zu wünschen übrig.

Ihr Gegenüber summte, neigte ihren Kopf leicht zur Seite.

„Hm… so wie ich ihn kenne, wird er dafür schon einen Plan haben. Der Chief handelt nicht unüberlegt, meist behält er alles für sich, bis er es als nötig empfindet andere einzuweihen. Wenn du wirklich Antworten auf deine Fragen willst, solltest du ihn fragen. Bei dir und deinem Bruder ist er um einiges gesprächiger.“

Die Schwarzhaarige ließ diese Worte auf sich wirken. Sie hatte recht, es wäre wohl am besten ihn direkt zu fragen, sie wollte nicht nochmal durch seine Unterlagen wühlen… Wenn er ihr Auskunft gab, konnte sie sich vielleicht eher zu einer Entscheidung durchringen, was Kaitos Anliegen betraf…

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Laut hallten die Schritte im Gang, ehe er das Geländer in der Haupthalle erreichte. Noch hatte sich der sechste Septentrion nicht gezeigt, wenn Yamato den Berichten seiner Späher Glauben schenkte. Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis es zur Konfrontation kam. Er würde in jenem Fall darauf vorbereitet sein. Seine Gedanken schweiften ab, zu einer ganz bestimmten Person. Er legte seine Hand auf das Geländer, tippte gegen das Metall.

Nach dem Gespräch mit ihrem Bruder hatte Yamato eine Reaktion ihrerseits erwartet. Sicherlich konnte man ihr Schweigen dazu auch als Reaktion werten, allerdings war es eine, welche er missbilligte. Nun, er würde noch eine akzeptable Antwort von ihr erhalten, dafür würde er sorgen. Aber noch hatte dies Zeit, noch würde er ihr Zeit geben.

Eine weibliche Stimme ertönte hinter ihm. Er drehte sich um.

„Ja? Was willst du, Nitta?“, die Braunhaarige wirkte nervös.
„I-ich… ähm... wollte Sie fragen, warum… uhm“, ihre zögerliche Redensweise desavouierte er, es war ein lästiger Makel, ein Zeichen von Schwäche. Wohlmöglich hatte man es versäumt sie auf diese Unzulänglichkeit hinzuweisen.

„Nitta“, durchbrach er schließlich eine längere Satzpause von ihr, seine Zeit war kostbar, „du bist besonnen und aufgeschlossen, aber deine Kommunikationsfähigkeiten sind mangelhaft. Es ist ein deutlicher Defekt, er ist mir schon länger bei dir aufgefallen.“
Io biss sich auf die Lippen, senkte betrübt ihren Blick.
„E-es tut mir leid, ich werde versuchen daran zu arbeiten.“
„Solang du es im Auge behältst. Nun, was willst du wissen? Mach es bitte kurz.“ Er wollte so wenig Zeit wie möglich verlieren.

„W-warum habt Ihr bei der Dinnerparty all diese Dinge gesagt? Wenn Ihr doch wusstet, dass sie zu einer Spaltung führen?“, sie hatte vor Anspannung die Luft bei ihrer Fragestellung angehalten.
Yamato lachte spöttisch auf.
„Eine Spaltung? Wie amüsant, ich nehme an, du beziehst dich auf meine Meritokratie-Rede?“
Irritiert blickte die Schülerin ihn an.
„W-was ist daran so lustig? I-Ihr verheimlicht wichtige Dinge vor uns allen. Es macht uns wütend und besorgt uns, was ist daran lustig?!“

„Schweig“, grollte seine Stimme, das Lachen verstummt, seine Züge grimmig. Kalt starrte er auf sie herab.
„Du brauchst es nicht zu verstehen, denk, was du willst.“
Io kauerte auf ihren Lippen, haderte, ehe es aus ihr brach:
„Warum müsst Ihr es so sagen? Die Leute würden Euch gegenüber aufgeschlossener sein, wenn Ihr netter zu ihnen wärt.“

Seine Lippen formten ein dünnes Lächeln.
„Ich bezweifle das nicht. Es ist einer der Gründe, warum die Welt überhaupt so verrotten konnte.“
Irritiert blickte die Brünette ihn an.
„Ver-verrottet?“

Sein kalter Blick blieb an ihr hängen.
„Du musst ohne Zweifel sehr zufrieden sein mit dem Status Quo“, sein Mund formte eine eiserne Linie, „All deine guten Absichten und aufrichtigen Bemühungen werden sich niemals über parasitären Eigennutz hinwegsetzen. Niemand denkt an die Konsequenzen. Jeder Zivilist setzt sich nur ein, wenn es darum geht den Verlust von seinem sozialen Wohlstand zu verhindern. Anderweitig lassen sie sich allzu gern vom System tragen.“ Er knirschte mit den Zähnen, spie die nächsten Worte hasserfüllt aus: „Dieser Abschaum ist wertlos! Sie steigen auf, während die Fähigen zu Boden degradiert  werden! Was ist der Zweck einer solchen Weltordnung?! Ein wahrer Führer muss in der Lage sein resolut den Ballast der Vergangenheit abzuwerfen, welche auf so viel Unrat basiert! Wenn niemand anderes es tut, muss ich es tun. Ich werde bis zum bitteren  Ende kämpfen, selbst wenn ich es allein tun muss!“

Io hatte den Blick zu Boden gerichtet, sie zitterte kaum merklich. Er wusste nicht genau, warum er überhaupt seinen Atem an ihr verschwendete, als ob das Kleinvolk ihn auch nur ansatzweise verstehen würde.

„Aber…“, sie rang um Fassung, sein Ausbruch hatte sie erschüttert, es gelang ihr nicht, „... Entschuldigen Sie mich.“
Fluchtartig verließ sie die Halle.

Er sah ihr keines Blickes nach. Es gab wichtigere Dinge, wichtigere Personen. Er wartete noch einige Sekunden, ehe er es ansprach.
„Möchtest du nicht rauskommen?“



Er hatte die Anwesenheit während seines Gesprächs mit Nitta gespürt. Er wusste, dass seine Instinkte ihn nicht täuschten. Und als Sekunden später Schritte zu hören waren, wurde er nicht enttäuscht, nun… nicht gänzlich. Er drehte sich um, Kaito war aus dem Gang hervorgetreten. Yamato neigte den Kopf leicht zur Seite, war Shina nicht dabei? Hatte nur ihr Bruder mitgehört? Als der Schwarzhaarige sich näherte, bemerkte er den stählernen Ausdruck in seinen Augen, ihnen fehlte es gänzlich an Wärme. Seine sonst freundliche Aura war von ihm gewichen, er wirkte nun fast kühl.

„Sei nicht so harsch zu Io“, seine Stimme war ernst und Yamato hörte deutlich den Nachdruck heraus. Er hob eine Augenbraue.

„Oh, ist diese die deine?“, die Wahl seines Gegenübers verwunderte ihn. Hatte er etwas bei Nitta übersehen? Steckte mehr in ihr, als er sah? Kaito hatte ihn schon des Öfteren überrascht und eines Besseren belehrt. Trotzdem waren ihre Makel nicht abstreitbar. „Verzeih mir, dass ich es anspreche, aber ihr mangelt es an Disziplin“, sein Gegenüber schwieg, es folgte ein intensiver Blick.

„Du kannst es ihnen nicht verübeln in der derzeitigen Lage Fragen zu stellen.“

Yamato verschränkte die Arme, Kaito hatte nicht Unrecht.
„Die Tölpel haben indes damit begonnen zu hinterfragen. Die Kernfrage ist nun, zu welchem Beschluss sie kommen werden.“

Der Schwarzhaarige seufzte.
„Es wird, denke ich, variieren, Ronaldo wird aber auch seine Vorkehrungen treffen.“

Bei der Erwähnung dieses fehlgeleiteten Tölpels, wallte sein Gräuel gegen diesen und dessen abstrusen wie missratenen Plänen gleich giftiger Galle in ihm hoch. Er würde nicht zulassen, dass die Menschheit unter falschen Werten weiter dahinvegetierte, ihr jetziger Zustand war schon ein regelrechter Schandfleck!

„Der Narr aus Nagoya? Er ist trivial. Sollte er es wagen sich mir in den Weg zu stellen, werde ich ihn vernichten. Kein Wenn und Aber. Egal wie verzweifelt sie sich auch bemühen werden, am Ende kann nur eine Welt entstehen. Nur eine Welt ist es wert erschaffen zu werden. Dieser Unrat verschwendet ihr Leben damit sich gegenseitig zu verkorksen. Wenn sie meinem System nicht folgen können, werde ich mit Vergnügen jeden einzelnen davon für mein Ideal opfern“, ihm blieb Kaitos besorgter Blick nicht verborgen, sein Zorn hatte ihn beflügelt.

Kaito, wie auch seine Schwester, an seiner Seite zu haben war ihm wichtig. Menschen mit derlei Qualitäten waren rar und es wäre die reinste Verschwendung, wenn sie sich von dem Abschaum runterziehen lassen würden. Wenn die beiden sich zu ihm bekennen würden… seiner Welt würde nichts mehr im Wege stehen. Doch die Wahl lag zunächst bei ihnen.

„Das heißt nicht, dass ich dich nicht respektiere, im Gegenteil. Ich werde dich nicht dazu zwingen dich mir anzuschließen, aber ich hoffe, dass du dies sorgfältig überdenkst.“

Kaito nickte nachdenklich; Yamato salutierte taktvoll zum Abschied.

 

Der Schüler wartete noch einige Sekunden, ehe Yamato unten durch die Halle schritt und durch eine Tür verschwand. Als er nicht mehr zu sehen war, rührte sich seine Stimme.

„Du kannst jetzt rauskommen, Shina. Er ist weg.“

Als der JP’s Leiter nach ihnen gerufen hatte, hatte er seine Schwester angewiesen im Schutz des Ganges zu verweilen. Kaito war sich nicht sicher gewesen, wie das Gespräch verlaufen würde. Es war… nicht optimal verlaufen. Er hatte Mühen gehabt seine Wut nicht an Yamato auszulassen, Io tat ihm immer noch leid. Die Worte des Weißhaarigen waren klar und deutlich gewesen. Das würde ein hartes Stück Arbeit werden, das Ganze zu einem guten Ende zu führen. Er könnte definitiv Unterstützung gebrauchen!


Mit verdrießlicher Miene gesellte sich Shina zu ihrem Bruder, verschränkte die Arme.
„Glaubst du immer noch, man könnte ihn umstimmen?“, kam es verächtlich von ihr. Das würde doch nie funktionieren, Yamato war unbelehrbar. Am Ende würde er alles, was ihm im Weg stand, vernichten; ein Kompromiss mit ihm einzugehen war ausgeschlossen!

„Sei ruhig. Du machst es nicht besser“, zischte Kaito gereizt.

Wie bitte?!
„Was ist denn daran nicht zu verstehen? So wie Yamato sich verhält, ist es ausgeschlossen, dass er einen Finger krumm tut für den ‚wertlosen Abschaum‘, oder auch ‚normale Menschen‘! Seine Haltung, sein Verhalten-“

„- Und wie soll er sich denn auch verhalten, wenn er nichts Anderes kennt?!“, unterbrach ihr Bruder sie.
Shina sah ihn irritiert an.

„Oh, du weißt es nicht? Hast du dich jemals gefragt, warum er so ist, wie er ist? Weil es für dich weitaus bequemer ist, dich nicht mit ihm abzugeben!“ Er warf ihr einen forschen Blick zu.

Sie blinzelte, blieb stumm.

„Ich kann verstehen, dass er kaltherzig erscheint. Aber es ist schwer Verständnis und Sympathie für etwas zu haben, von dem man nie ein Teil war, zu etwas, das man seither als Außenstehender betrachtet hat. Yamato ist abseits unserer Gesellschaft groß geworden. Er war nie Teil des öffentlichen Lebens, war nie in einer Schule, wurde stets privat unterrichtet. Seine Kindheit hat daraus bestanden Bestleistungen zu erbringen und seine Untergebenen unter Kontrolle zu halten. Er hat bis dato nur Befehlsstrukturen gekannt; keine Freunde, keine Familie. Ich vermute, dass seine Eltern frühzeitig verstarben, da er schon in jungen Jahren JP’s leitete. Er hat keinen Vergleich, er kennt keine konventionelle Norm. Er betrachtet, er lernt, aber er kann es nicht fühlen. Er sieht unsere Gesellschaft und ist enttäuscht über den Mangel an Fortschritt und der Bequemlichkeit der Leute. Aber als Leiter der JP’s ist es seine Plicht sein Land zu beschützen. Aus diesem Grund versucht er die Dinge zu ändern, zum Besseren, seiner Ansicht nach. Er weiß es nicht besser, woher denn auch?! Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir, die wohl ersten Menschen, mit welchen er sich emotional verbunden fühlt, ihn zu verstehen und ihn in die richtige Richtung zu lenken.“

Er seufzte.

„Es wäre im Übrigen schön gewesen, ihn selbst nach seiner Vergangenheit zu fragen. Es wirkt immer schmeichelhaft, wenn die erlesene Herzensdame Interesse an dem Kandidaten zeigt.“ Seine tadelnde Stimme war nicht ohne Biss, aber die Tirade hatte geholfen seinen Missmut zu mäßigen.

Shina schluckte. Seine Worte wirkten teils wie eine mentale Ohrfeige. Denn er hatte Recht, es war eine verpasste Gelegenheit. Dass sie sich dabei von ihren eigenen Gefühlen dirigieren ließ, ärgerte sie am meisten. Die Information über Yamatos isolierten Hintergrund machte ihn kaum sympathischer, aber paradoxerweise menschlicher. So wie sie es sah, versuchte er die Welt nach seinen Vorstellungen zu formen um sich die Aufgabe sie beschützen zu müssen angenehmer zu gestalten. Nachvollziehbar, verständlich… dass machte es nur umso schwerer ihn von seinem Kurs abzubringen.

Ihr Bruder legte eine Hand auf ihre Schulter. „Er braucht uns, Shina, verstehst du?“ Sie nickte zögernd. Sie verstand den Standpunkt ihres Bruders, aber… sie konnte ihre Zweifel nicht ablegen.


Kaito kratzte sich angespannt im Nacken. Warum musste nur alles so schwer sein? Aber mehr als diese Standpauke wollte er seiner Schwester im Moment nicht zumuten, auch weil er sich ungern mit ihr stritt. Zudem wollte er schnellstmöglich nach Io suchen, sie war sehr aufgewühlt nach Yamatos harscher Antwort gewesen und er hatte es kaum ertragen schweigend im Gang zu lauschen.

„Ich werde nach Io suchen, willst du-“, doch er stoppte seinen Satz, als Hinako sich ihnen hastig näherte.

„Habt ihr Ai gesehen?! Ich kann sie seit ner Weile nicht mehr finden und übers Handy nicht erreichen! Die letzte, die sie gesehen hat, war Fumi. Sie sagt, sie sei aus dem Labor hinausgestürmt, anscheinend haben sie sich gestritten“, sie atmete gehetzt aus, „Das gefällt mir gar nicht, Ai kann ziemlich hitzköpfig sein, nicht, dass sie was Dummes anstellt und ihr was passiert…“

Auch das noch, Airi war nicht ohne Vernunft, aber er traute ihr durchaus im wütenden Zustand zu, sich selbst zu übernehmen um Frust abzulassen. Airis Tobanfall bei Kama war ihm noch gut im Gedächtnis, sie hatte den armen Gott praktisch zu Tode geprügelt, nachdem sie Todesdrohungen an ihn und den anderen ausgesprochen hatte, falls sie den Gott nicht zu fassen bekämen. Er war hin- und hergerissen zwischen Io und Airi. Dem Herzen nach wollte er lieber zur Braunhaarigen aufschließen, aber Airi war potenziell eher in Gefahr. Seine Schwester musste ihm seinen Konflikt ansehen, denn sie sprach Hinako sogleich an.

„Ich werde dir helfen nach ihr zu suchen“, sie drehte sich zu Kaito, „Geh und such nach Ino.“

Er lächelte sie dankbar an. „Ich werde zu euch stoßen, wenn die Sache geklärt ist. Gebt Bescheid, falls ihr sie vorher findet!“

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Erleichtert erblickte Shina die Gesuchte nahe der Konzerthalle. Makoto hatte Recht behalten. Sie hatten die JP’s Agentin unterwegs auf ihrer Suche getroffen. Sofort hatte sie ihnen ihre Hilfe angeboten, und die Vermutung geäußert, dass sich Airi in ihrer Heimatstadt aufhielt. Dem Vorschlag folgend, hatten sie sich per Terminal dorthin teleportiert. Die Konzerthalle war ihre erste Suchstation dort gewesen. Auch wenn Airi es in der Vergangenheit vehement bestritten hatte, lag ihr doch viel an diesem Ort. Es war ein Denkmal ihrer Träume, ihres aufgegebenen Ziels Pianistin zu werden. In der alten Welt hatte ihre Familie nach dem Verschwinden ihres Vaters die Kosten für ihre Ausbildung nicht mehr tragen können. Wenn man sie danach fragte, kam sie häufig mit dem Argument, dass es eh total doof gewesen wäre in der Halle zu spielen. Total uncool. Flapsige Lügen, mit denen sie ihren Schmerz überspielte. Denn warum sonst starrte sie dem Gebäude einmal mehr entgegen?

„Ai! Was hast du dir dabei gedacht? Wir haben uns Sorgen gemacht!“, schallte es auch schon von der Tänzerin.

„Was ich mache, ist mein Ding, okay?!“, feixte sie zurück.

„Natürlich, Airi, aber das Gebäude ist einsturzgefährdet und groß genug um dir auch aus der Distanz Schaden zuzufügen“, warf Shina daraufhin ein, auch auf die Gefahr hin, dass ihre Warnung die Schülerin noch mehr anstacheln würde. Es war schließlich das Symbol ihres einstigen Traumes, aber das Risiko war unbestreitbar.

Die Rothaarige schnaubte und starrte stur die Konzerthalle an.

„Und wenn schon! Ist mir schnuppe! Ihr habt doch keine Ahnung, wie das ist! Die Welt ist am Arsch und das ist alles, was mir geblieben ist, verdammt noch mal! Und dann ist da Hotsuin mit seiner bescheuerten Leistungsgesellschaft, der würde uns doch eh alle am liebsten tot sehen! Und Fumi, die blöde Kuh, unterstützt das auch noch! Und du doch auch, oder?!“ Die junge Oberschülerin richtete frustriert ihren Zeigefinger auf Makoto.

Die JP’s Agentin wirkte einen Moment verwirrt, dann jedoch warf sie der Jüngeren einen ernsten Blick zu.

„Ja, das tue ich, ich verstehe, dass seine Vision furchterregend für andere klingt, und auch ich habe selbst… Bedenken… aber ich bin überzeugt, dass er die besten Intentionen hat. Du wirst es nicht glauben, aber ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst…“ Airi warf ihr einen äußerst skeptischen Blick zu, ehe die Blauhaarige weitersprach und sich die gereizte Teenagerin alsbald sprachlos fand. Denn Makoto erzählte, wie sie früher davon geträumt hatte Olympionikin für Japan zu werden. Sie war eine ehrgeizige Schwimmerin gewesen, hatte für ihr Ziel Tag und Nacht trainiert, ehe jahrelange Passion und Arbeit innerhalb weniger Sekunden an Bedeutung verloren hatten. Ein Autounfall hatte sie ins Krankenhaus katapultiert, der Traum von Olympia ausgeträumt, ihr Körper war dazu nicht mehr tauglich. Ihr soziales Umfeld, das sie durch diesen Schicksalsschlag belastete; die Isolation, in die sie sich geistig begeben hatte…

„Ich war am Boden zerstört und des Lebens überdrüssig. Ich war orientierungslos, ich wusste nicht, wozu das Leben noch für mich gut war. Aber… Dinge können sich ändern, Ban, Träume können sich ändern. Meine und Hotsuins Wege kreuzten sich, er bot mir einen Job, eine neue Perspektive an. Ich fand Stolz… Erfüllung in dieser Arbeit, einen neuen Sinn. Was ich damit sagen will, ist, nichts ist in Stein gemeißelt. Opfere nicht deine Zukunft für die Träume von gestern. Das Leben ist zu kostbar dafür.“

„Das ist es also…“, murmelte Hinako leise und Shina stimmte geistig zu. Sie hatte sich schon insgeheim gefragt, warum ein aufrichtiger Mensch wie Makoto Yamato so bedingungslos folgte. Nun, sie konnte Makotos hingebungsvolle Loyalität gegenüber Yamato nachvollziehen. Wohlmöglich würde sie den JP’s Leiter auch mit anderen, verklärten Augen sehen, hätte er ihrem Leben an einem radikalen Tiefpunkt eine neue Perspektive gegeben.

Airi wirkte nach dieser Erklärung sichtlich eingeschüchtert, sie starrte zu Boden, trat auf der Stelle.

„Ich... Oh, halt, warte!“, rief die Rothaarige auf einmal einer fünften Person zu. Ihre Begleiterinnen drehten sich verwundert zu der neuen Gestalt hin. Augenblicklich zog Makoto ihr Handy, bereit sich und ihre Mitstreiter zu verteidigen. Shina musste diesem Reflex widerstehen, der Neuankömmling war kein direkter Feind, aber dass er bereits sein Handy gezückt hatte, provozierte. Mit ernster Miene sah sie in das Gesicht von Ronaldo Kuriki, welcher die JP’s Agentin mit seinen haselnussbraunen Augen kritisch beäugte. Stoisch wehten seine dunkelbraunen Haarsträhnen im Wind, unterstrichen seine ernste Miene. Der Halbbrasilianer hatte eine starke Abneigung gegen die Organisation und deren Mitarbeiter, insbesondere dessen Leiter… Unnötig zu sagen, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhte. Für den einen war der andere eine lästige Fliege, dessen groteske Pläne nur zum weiteren Verfall der Menschheit führen würden. Für den anderen war der Gegenspieler ein skrupelloser Tyrann, der jeden töten würde, welcher sich gegen ihn stellte. Ronaldo hatte seine eigenen Leute rekrutiert, er würde sich Hotsuin niemals beugen.

Shina fragte sich, wie ihr Bruder diese zwei auf einen grünen Zweig bringen wollte. Sie selbst hatte nur wenig Interaktionen mit Kuriki gehabt, schätzte ihn aufgrund der ersten Eindrücke und Erzählungen von Kaito als einen starrsinnigen Idealisten ein. Seine angestrebte Weltordnung empfand die Schwarzhaarige als zu einfältig. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass alle Menschen einander freiwillig helfen würden, schließlich hatte jeder seine eigenen Wünsche und Ziele, die man verfolgen wollte.

„Was willst du hier, Kuriki?“, erkundigte sich Makoto im kühlen Tonfall.
Der Halbbrasilianer runzelte verärgert die Stirn.
„Ich wüsste nicht, was dich das angeht, Sako, aber ich bin hier um nach Airi zu sehen.“

Bei dieser Aussage versteifte sich die Blauhaarige. Ihr war anscheinend nicht klar gewesen, dass die Rothaarige Ronaldos Pläne vorzog. Die 15-jährige trat nervös hervor.

„Ich hab noch was mit ihm zu tun, ich… komme später wieder ins Hauptquartier“, versuchte sie im beiläufigen Ton zu sagen, als sie auf den jungen Mann zutrat. Sie warf einen zaghaften Blick über die Schulter, er ruhte kurz auf Makoto, welche ihre Stirn in besorgte Falten gelegt hatte. Airi kaute kurz auf ihrer Unterlippe, ehe sie sich wortlos auf Ronaldos Seite begab.

Hinako seufzte angespannt, dieser Ausgang war ernüchternd gewesen.

„Entschuldige, Makoto, für die Umstände“, setzte Shina letztlich an. Es fühlte sich in der Tat falsch an die Agentin in die Sache mitreingezogen zu haben, nur um am Ende zuzusehen, wie das Sorgenkind mit der gegnerischen Fraktion von Dannen zog. Wobei sich die Schwarzhaarige sicher war, dass Airi noch etwas hätte sagen wollen, sich aber nicht getraut hatte.

Die Blauhaarige schüttelte leicht den Kopf.
„Nicht doch, ich bin froh, dass ihr nichts passiert ist. Ich hoffe nur…“

„…, dass sie die richtige Entscheidung trifft“, beendete Shina ihren Satz im Geiste.

„…, dass sie sich nicht unnötig in Gefahr begibt. Sie ist noch so jung“, ein trauriges Lächeln umspielte Makotos Lippen.
„Wie auch immer, ich muss noch Rundgänge erledigen. Bitte bleibt nicht so lange draußen“, verabschiedete sie sich schließlich.

„Mir gefällt das nicht. Wir beginnen zu zersplittern… Ich weiß, dass jeder für sich entscheiden muss, was für einen Weg er wählt, aber trotzdem… Wir haben mindestens noch einen Septentrion zu schlagen. Da müssen wir an einem Strang ziehen! Ich will niemanden verlieren“, äußerte Hinako ihre Bedenken.

Shina stimmte ihr zu. Bis jetzt hatten sie alle überlebt, sich gegenseitig geholfen und eine Front gebildet. Wenn sie sich aber zerstritten, waren sie weitaus angreifbarer. Das konnten sie sich nicht leisten. Aber alle für ein Ideal zu gewinnen war unrealistisch, aber ohne Ideal und einer befürwortenden Gruppe würde keine neue Welt entstehen. Was sollten sie nur tun?

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Kaito trat behutsam auf die aufgewühlte Brünette zu. Sie hatte sich auf einer demolierten Parkbank niedergelassen, starrte mit betrübtem Blick zu Boden.

„Io?“, sprach er sie vorsichtig an.

Die Angesprochene versteifte sich kurz, dann sah sie mit schwachem Lächeln zu ihm auf.
„H-Hallo, Kaito… Ich… wollte nur ein w-wenig für mich sein… e-es tut mir leid, falls sich jemand Sorgen gemacht hat“, sie strich eine Haarsträhne hinters Ohr.

„Ich bin hier, weil ich mitgehört habe“, er setzte sich zu ihr.

Ihre Augen weiteten sich kurz vor Überraschung, dann richteten sie sich beschämt zu Boden. Sie schlang ihre Finger zu einem Knoten, verkrampfte sich. Sie schien um die nächsten Worte zu kämpfen.

„… Ich k-konnte einfach nichts mehr sagen. Er ist so… e-einschüchternd. D-das ist ziemlich armselig, oder? … Er h-hat recht damit, w-was mich betrifft. Ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll… w-wann es angebracht ist seine Meinung zu sagen… oder ü-überhaupt, wenn sie zu einem Konflikt führt. Ich möchte einfach niemandem zu nahe treten… Aber seine Ansichten… sie sind so extrem und verursachen so viel Unsicherheit und Chaos… ich w-wollte… ich wollte doch nur…“

Sekunden später fühlte sie einen warmen Druck auf ihrer Schulter, Kaito hatte seine Hand auf sie gelegt.

„Es ist nichts Falsches daran seine Meinung zu äußern. Niemand hat das Recht dir den Mund zu verbieten. Natürlich kannst du im Gegenzug nicht erwarten, dass jeder sie hören will. Aber ständig um Eierschalen herumzulaufen bringt auch nichts. Wenn man eine Veränderung will, muss man bereit sein zu agieren. Du hast nichts Falsches mit deiner Aussage gemacht und es ist auch nichts Falsches daran umgänglich und nett zu sein. Es ist nur wichtig bei aller Passivität seine eigene Person und Meinung nicht zurückzustellen und zu verlieren. Und ich finde, du hast Fortschritte gemacht, immerhin hast du gegen Yamato deine Meinung geäußert.“

Die Braunhaarige ließ seine Worte auf sich wirken, es hatte in der Tat viel Überwindung gekostet Yamato gegenüberzustehen. Aber seine Attitüde… es war zu viel auf einmal gewesen.

Besorgt beobachtete Kaito ihre Reaktion. Es tat ihm in der Seele weh, sie so niedergeschlagen aufzufinden, insbesondere nachdem sie versucht hatte Yamatos Aktionen zu verstehen. Er hoffte, dass sie ihren Mut wiederfinden würde. Wenn er ehrlich war, mochte er sogar ihre schüchterne und behutsame Art; er hatte nur Bedenken, dass ihr eigener Wille bei aller Gutmütigkeit unterging. Und ihre Fortschritte in diesem Gebiet wollte er nicht, wegen einer harschen Zurückweisung von Yamato, aussichtslos sehen.

Schließlich löste sich ihr Handknoten, sie sah schüchtern, aber bestärkt, zu ihm auf.
„Ich denke, du hast recht. D-Danke, Kaito… tut mir leid für die Umstände…! Und tut mir leid, dass ich mich dafür entschuldig-..ähm“, natürlich konnte sie sich diese Entschuldigung nicht verkneifen.

Er schüttelte den Kopf und strahlte sie mit einem großen Lächeln an.
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich mag dich so, wie du bist!“

Io lief augenblicklich rot an, wich verlegen zurück.

„D-Danke!“, stammelte sie und Kaito konnte nicht anders als herzhaft zu lachen. Einige Sekunden später stimmte die Braunhaarige nervös mit ein, letztendlich schaffte es der Schwarzhaarige ihr ein nahezu fröhliches Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Das hätte fast nicht besser laufen können, er klopfte sich mental auf die Schulter, als er und sie zum Hauptquartier zurückkehrten. Wenn doch nur alles so gut verlaufen würde… Seine Hochstimmung bekam schneller als erwartet einen Stich versetzt, als Shina ihm von ihrem Abstecher erzählte. Oh weh… er kam eigentlich gut mit Ronaldo klar, aber dessen Verhalten gegen JP’s war mit zunehmender Zeit immer angriffslustiger und gereizter geworden. Airis Interesse an dessen Fraktion empfand er als weniger dramatisch, die Rothaarige würde auf jeden Fall im Kampf gegen die Septentriones aushelfen, das war im Moment eh das Wichtigste. Zugegebenermaßen war er sowohl mit Ronaldo als auch Yamatos Plänen unzufrieden; keins von beidem fühlte sich im Augenblick richtig für ihn an. Wo bei dem einen Weg die menschliche Natur der Selbstentfaltung zu kurz kommen würde, war bei dem anderen jegliche Empathie zu vermissen. Er wusste auch nicht, wie dieses ‚Polaris‘-Wesen die jeweilige Weltordnung bewerkstelligen wollte. Diese Information würde maßgebend sein, ob solche Pläne auch für die Zukunft halten könnten. Er hatte vorgehabt seinen speziellen ‚Freund‘ deswegen zu befragen, aber bislang war er ihm nicht mehr begegnet. Aber Kaito hielt immer die Augen offen, wenn er auf Patrouille war, früher oder später würde er wieder zu ihm kommen, da war er sich sicher.

Er hoffe allerdings, dass dies bald der Fall sein würde.

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Ich hoffe, dass euch der zweite Teil des dritten Kapitels gefallen hat.
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