Devil Survivor 2 : The Summoning Of Her Dawn

von Ragnell
GeschichteDrama / P18
05.05.2016
29.04.2018
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05.05.2016 3.271
 
Beta: Tessa Heronstairs
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Stifte und Unterlagen flogen vom Schreibtisch, ehe sie unsanft auf das Holz gedrückt wurde. Einige Knöpfe ihrer Bluse hatten sich bereits verabschiedet, der Stoff hing lose an ihrer Schulter, das rabenschwarze Haar zerzaust. Hitzig starrte sie Hotsuin entgegen, der sich über sie lehnte und sie selbstgefällig betrachtete. Wie genau hatte es noch mal dazu kommen können? Halbnackt über den Tisch gelegt, ihre Hände in seinem eisernen Griff gefangen, ihre Halsbeuge von seinem Mund beschlagnahmt, ihre Haut gereizt und verschlissen von seinen Zähnen…Ah! Das würde einen unschönen Fleck geben. Wirklich… wie hatte es dazu kommen können?



Shina dachte Wochen zurück, an den Tag, an dem sie sich gestritten hatten. Es war eigentlich ein altes Lied, es ging um die Verteilung der Ressourcen; um spezifischer zu sein: um die Vergabe der Nahrungsmittel. Yamato Hotsuin konnte nicht mal ansatzweise nachvollziehen, warum er auch nur ein Fitzelchen der JP’s Vorräte an schwächliche Zivilisten vergeben sollte. Es herrschte Ausnahmezustand, und es war sicherzustellen, dass der Krieg gegen die Septentriones gewonnen und der Wiederaufbau des Staates von den fähigsten Frauen und Männern verwirklicht werden würde. Es war nicht so, als würde Shina Acamar seine Denkweise nicht verstehen, aber nachdem sie hautnah die Verwüstung der Städte, den Verfall der Zivilisation und die Verzweiflung der Menschen miterlebte; hatte sie genug von Hotsuins Darwinismus. Diese Leute hatten auch ein Recht zu überleben! Und das würde sie ihm jetzt auch geigen!

„Das sind Menschen aus Fleisch und Blut, so wie du und ich! Auch sie verdienen es eine Chance zu bekommen, nicht zu helfen ist unmenschlich!“

Hotsuin schnaubte, seine blassvioletten Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen.
„Menschen wie du und ich? Sie sind schwach, unfähig! ...Und viele. Wenn wir auch nur einen Teil unserer Nahrung abgeben, werden sie nach mehr schreien. Wir würden behindert. Ich habe nichts zu vergeben an jene, die nutzlos sind.“

Das Flackern in seinen Augen deutete unmissverständlich das Ende dieser Diskussion an. Shina blieb still, weigerte sich jedoch den Blickkontakt zu unterbrechen. Helles Cyan sah ihn trotzig an. Stille. Dann kam er näher, direkt vor ihr kam er zum Stehen. Sein kalter Blick sprach Bände und seine unmittelbare Präsenz tat auch wenig um ihre Fassung zu wahren. Ihr Verstand drängte sie zum Rückzug; doch sie konnte, sie wollte nicht klein beigeben. So nah, seine silberweißen Haarsträhnen warfen Schatten auf ihr Gesicht. Sein Mund verzog sich zu einem ruchlosen Lächeln. Das bedrohliche Funkeln in seinen Augen dominanter denn je.

Versuch es, versuch es ruhig dich mir entgegenzusetzen. Du wirst sehen, was du davon hast…

Zornig setzte sie zu einem verbalen Angriff an, welcher sofort im Keim erstickt wurde.
Physisch.
Mit seinem Mund an ihren Lippen.

WAS?!

Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen, spähten in seine. Er sah sie schelmisch an. Ugh! Augenblicklich zog sie ihren Kopf zurück, nur um von seiner Hand an ihrem Hinterkopf stillgehalten zu werden. Sie konnte sein Grinsen spüren. Er nippte probeweise an ihrem Mund, als wäre sie ein Versuchsobjekt. Sie erhob ihre Arme und stieß ihn schließlich von sich. Allerdings dauerte ihr Triumpf nur einige Sekunden, mit einem Ruck zog er sie in die Anfangsposition zurück, und nahm einmal mehr ihre Lippen in Besitz. Sie keuchte, als er unbarmherzig zubiss, und das Blut von ihrem Mund leckte. Stumm hielt sie still, bis er schließlich von ihr abließ. Schnaubend wischte sie sich den Mund ab.

„Ich hoffe,“, sein grausames Lächeln erschien auf seinen Zügen, „dass du nun gelernt hast zu folgen, Acamar, oder muss ich mich wiederholen?“

Ihr Entsetzen wandelte sich in brennenden Zorn. Dieser arrogante, asoziale, anmaßende Arsch!!! Sie stapfte davon, bevor sie noch versuchte ihn umzubringen.



Ahja… so hatte das ganze Drama angefangen. Es waren weitere Auseinandersetzungen der beiden gefolgt, die eine recht ungesunde Spannung zwischen ihnen etabliert hatten, welche sich in diesem Moment in seinem Büro entlud.
Mit seiner freien Hand griff er zielstrebig hinter ihren Rücken, öffnete den Verschluss ihres BHs. Das gute Stück verabschiedete sich postwendend in eine Ecke des Raumes. Intensiv betrachtete er ihren enthüllten Oberkörper. Es war das erste Mal, dass er einen vollen Blick darauf hatte. Sie konnte einen leichten Rotschimmer nicht verhindern.

„Sie fühlen sich größer an, als sie aussehen“, kommentierte Hotsuin leicht überrascht…
Bitte, was?! War das ein Kompliment oder eine Beleidigung? Was erlaubte er sich da? Wären ihre Hände frei, hätte er sich eine weitere Ohrfeige für diese Aussage eingefangen. Dann anders, mit Genugtuung wollte sie gegen sein Schienbein treten, allerdings intervenierte er dieses Vorhaben, indem er ihre Beine mit seinen gegen den Tisch presste. Es blieb kein Raum um Schwung zu holen.
Ugh… verschlagen.
Sie fühlte seinen heißen Atem an ihrem Dekolleté, und einmal mehr wanderte sein Mund über ihre Haut, kostete sie. Shina presste die Lippen zusammen; es wäre gelogen gewesen zu behaupten, sie würde keinerlei Gefallen an seinen Berührungen haben. Nein, mit einer guten Portion Selbstscham war ihr bewusst, dass er der Grund für die Nässe zwischen ihren Beinen war, sie ihn wollte. Wäre da nur nicht seine furchtbar selbstgefällige Art, sie wollte ihm nicht so leicht das Feld überlassen. Allein wenn er fühlen würde, wie erregt sie wegen ihm bereits war… Das triumphale Grinsen, mit dem er sie demütigen würde…

Ihre Aufmerksamkeit war einmal mehr auf sein Gesicht gerichtet, als er den weißen Handschuh seiner freien Hand mit seinen Zähnen wegzerrte, hungrige Augen auf sie gerichtet. Sie schluckte. Seine nackten Finger berührten ihren Hals, schlossen sich gefährlich um ihn. Ihre Nackenhaare stellten sich auf, was… was genau sollte das werden?! Er neigte sein Haupt leicht zur Seite, ein Mundwinkel nach oben verzogen.

Wag es… Und ich werde nicht zögern…

Shina runzelte die Stirn, sie verstand nicht... Erst als er seine Lippen auf ihre presste und seine Zunge nach Einlass forderte, begriff sie. Sie gab ihren Mund frei, auf Würgemale konnte sie verzichten. Sein Kuss war flüssiges Feuer, brannte sich durch ihre Venen in jede Zelle ihres Körpers. Sie stöhnte, und fand sich eifrig dabei, ihre Zunge gegen seine tanzen zu lassen. Für einen Moment ließ Hotsuin von ihr ab, starrte sie mit kalten Adleraugen an, als würde er nach etwas in ihr suchen. Dann, zu ihrer Überraschung, gab er ihre Handgelenke frei. Endlich nun konnte sie – sein Mund krachte auf ihren, beide Hände schlossen sich um ihr Gesicht. Eine leiser werdende Stimme insistierte, dass sie ihn nun von sich stoßen, ihn schlagen oder sonstige Gegenmaßnahmen ergreifen konnte um seinen Fängen zu entfliehen.
Aber verdammt, konnte er küssen…!
Ihre Arme schlangen sich um seinen Rücken, hielten ihn nah am Platz.
Eine seiner Hände wanderte ihren Körper entlang vom Dekolleté zu ihrer Brust, welche er neckisch reizte, ehe er hinabfuhr, ihren Bauch entlang, hinunter zu…!
Seine Finger glitten unter ihren Rock, unter ihren Slip. Oh Kami, war sie nass…

Hotsuin stoppte seinen Kuss, blickte hinab zu seiner durchtränkten Hand. Shinas Schamesröte durchzog ihr gesamtes Gesicht. Als er seinen Blick wieder auf sie richtete, hatte sich das ach so verhasste, triumphale Lächeln auf seinen Lippen eingebrannt.
Ugh!
Bevor er auch nur zu einer spöttischen Bemerkung ansetzen konnte, packte ihn Shina am Knoten seiner Krawatte und zerrte ihn zu sich, brachte ihn mit ihrem Mund zum Schweigen. Hotsuin schien kurz übermannt, ließ sich aber nicht lang bitten, und verwickelte sie beide in einen hitzigen Kuss. Geschwind entledigte er sich dem verbliebenen Handschuh, ließ seine Hand zwischen ihren Beinen verschwinden. Sie keuchte lustvoll auf, seine Finger tanzten, entlockten ihr einen Laut nach dem anderen, ihr Becken bewegte sich zügellos dem entgegen, bis seine freie Hand sich um ihre Hüfte legte und sie stillhielt.

Er entfernte sich von ihr, leckte die Nässe von seiner Hand und begann seinen Uniformmantel zu öffnen, während seine Augen glühend auf sie gerichtet waren. Und sie schaute ihm gebannt zu, wie er das schwarze Leder von seinen Schultern streifte, es auf den Tisch warf. Seine langen Finger schlossen sich um den Knoten seiner Krawatte und begannen ihn zu lösen. Shinas Blick folgte jeder seiner Bewegungen, bewusst, dass er jede Reaktion von ihr beobachtete. Irgendwie narzisstisch, wie er das Entledigen seiner Kleidung zelebrierte, aber sie konnte nicht wegsehen.
Und als der erste Flecken nackte Haut seiner Brust zu sehen war, leckte sie sich unbewusst über die Lippen. Er lachte leise, und offenbarte den Rest seines athletischen Oberkörpers. Ihre Kehle fühlte sich mit einem Mal so trocken an. Sie schüttelte gedanklich den Kopf.
Hör auf ihn anzugaffen! Bewahre dir wenigstens noch ein bisschen Würde!
Nun ja, vielleicht war Würde überbewertet, aber sie würde es ihm zeigen, das Spiel konnten zwei spielen.

Er hielt in seinen Bewegungen inne, als sie sich aufrichtete mit brennendem Blick und provokant ihren Slip von ihren Beinen rollte. Den Rock ließ sie jedoch an, und spreizte ihre Beine spielerisch, achtete jedoch darauf, dass nichts Intimes hervorblitzte. Seine Augen verdunkelten sich. Shina verschränkte ihre Arme vor der Brust, presste ihre Schenkel zusammen und neigte ihr Haupt keck zur Seite.
Dein Zug, Hotsuin.

Er starrte sie kalt an, ehe sein markantes grausames Lächeln wieder erschien. Mit einem lauten Rascheln öffnete er die Schnalle seines Gürtels, und wickelte das Leder gemächlich um seine Hand. Unbehaglich betrachtete sie das Kleidungsstück. Er würde sie doch nicht etwa wieder fesseln? Ihre Handgelenke hatten genug von seinem einen Griff. Bei der Länge des Gürtels war noch eine weitere Verwendungsmöglichkeit möglich, aber das würde er nicht tun…oder? Das wagte er nicht.

Sie suchte in seiner Mimik nach einer Antwort. Was sie vorfand, war ein gefährliches Glimmen in seinen Seelen und dieses verdammte Lächeln. Oh nein, allein die Vorstellung reichte, um ihre Arme beschwichtigend niedersinken zu lassen und ihre Beine einen Spalt zu öffnen. Mit lauten Schritten kam er vor ihr zum Stehen, und legte seinen Gürtel zu dem Mantel ab. Dann positionierte er seine beiden Hände links und rechts von ihr auf dem Tisch. Kesselte sie ein. Er lehnte sich zu ihr, immer noch lächelnd:
„Showdown, Shina, aber aus Umsicht frage ich dich, bist du Jungfrau?“

Sie runzelte die Stirn und biss sich auf die Lippen.
AUS UMSICHT FRAGTE ER?! Was für ein schlechter Witz. Pha!
„Nein!“, schoss es aus ihrem Mund, „Du bist nicht der einzige!“
Für einen kleinen Moment glaubte sie das verhasste Lächeln von seinem Gesicht schwinden zu sehen, doch dann zuckte er einfach kurz mit der Schulter und entgegnete mit ruhiger Stimme:
„Gut, dann werde ich sie jetzt alle beschämen.“
Sie blinzelte… welch Arroganz… welch Anmaßung… sie brauchte einen geistigen Moment, um das zu verarbeiten.
Schön.
Sie schnaubte verächtlich.
„Dann streng dich mal an, du hast Ronaldo zu schlagen.“

Es dauerte nicht weniger als eine Millisekunde für Shina um zu erkennen, dass das gerade eine der dümmsten und gefährlichsten Provokationen war, welche sie da ausgesprochen hatte. Ja, sich mit der Liaison seines, über alle Maßen verachteten, Gegenspielers zu brüsten war eine brillante Idee gewesen.
Seine Lippen formten sich zu einer schmalen Linie. Ein eiskalter Blick. Seine Hand legte sich um ihr Kinn, führte es zu ihm. Er sah stechend zu ihr herab, ihr Blut gefror.
„Darüber solltest du ganz und gar nicht scherzen.“
Jedes Wort war ruhig gesprochen, doch Shina konnte die Abscheu in jedem fühlen. Sie nickte vorsichtig. Hoffte, dass es ausreichte um ihn zu besänftigen.

Hotsuin betrachtete sie eingehend, ehe er seine Lippen an ihre presste. Es war ein harscher, dominierender Kuss, der ihren Mund wie bei ihrem allerersten bluten ließ.
Der Geschmack von Metall. Das Rascheln eines Reißverschlusses. Ihre Beine wurden gespreizt. Seine unbändigen Augen. Ihr wurde schwindlig, gleich würde noch mehr Blut fließen.
Shina schloss die Augen, atmete tief ein und aus.
„Sieh mich an.“
Seine Tonlage jagte ihr kalte Schauer über den Rücken, die Hände zu Fäusten geballt, folgte sie dem Befehl. Sein Gesichtsausdruck hellte sich auf, das verhasste Lächeln war zurück. Sie konnte ihn an ihrem Oberschenkel fühlen … Oh Kami, war er hart.
Mit einem Ruck wurde ihr Rock nach oben geschoben, seine Hände drückten ihre Hüfte nach unten zu ihm. Er drang ein.
Sie schrie.
Als hätte man ihr ein Schwert in den Unterleib gerammt, pochte der Schmerz in jeder Faser, ließ sie bluten. Sie versuchte sich zu betäuben, irgendetwas, was sie vom brennenden Metall ablenkte, sie bohrte ihre Finger in das Holz.
Sie konnte die Wässrigkeit ihrer Augen wahrnehmen, oh verflucht nein, sie würde ganz bestimmt keine Tränen vergießen, nicht vor ihm.
Sie kniff die Augen zusammen, und sah ihn durch ihren Schmerz hinweg richtig an.

Der Ausdruck auf seinem Gesicht war göttlich. Seine Seelen spiegelten blankes Entsetzen wieder, sein Mund vor Schreck geöffnet, das Grinsen weggefegt.
Sie hatte ihn noch nie so fassungslos gesehen. Und sie musste unweigerlich kichern. Das schien ihn aus seiner Starre zu befreien.

Er runzelte die Stirn, bist du wahnsinnig?
„Warum hast du nicht die Wahrheit gesagt?!“
Sie schwieg ihn an, weil du ein Arsch bist, sie wandte ihren Blick ab.
Hotsuin knurrte.
Warum?“, sie blinzelte, irrte sie sich oder konnte sie da etwas Bestimmtes aus seiner Stimme heraushören? Sie schluckte und sah ihn erneut an.
„Aus Stolz.“
Ihre Antwort schien ihm zu genügen. Er lehnte sich zu ihr, küsste ihre Lippen bedächtig, fast schon behutsam, und etwas daran beunruhigte sie zutiefst. Etwas ließ sie sich schwach fühlen.
Sie seufzte. Eine Hand von ihr vergrub sich in seinen silbernen Haaren, als sie seinen Kuss vertiefte.
Umschmeichelnd. Betäubend. Umwerbend. Beraubend.
Er löste sich langsam von ihr.
„Wie sehr schmerzt es noch?“
Jetzt, wo er sie dran erinnerte… der Schmerz war keinesfalls verblasst, aber er fühlte sich dumpfer an.
Shina stahl ihm einen kurzen Kuss von den Lippen. Er raunte. Sie ließ ihr Becken kreisen, doch wurde kurzerhand von ihm gestoppt.
Ernst blickte er sie an.
„Stehst du es durch?“ Stehst du mich durch?
Das war wohl seine Art umsichtig zu sein, allerdings rauschte es an ihr vorbei.
„Stehst du zu deinem Wort?“ Ja, das war dumm; aber sie konnte bei ihm nicht anders, der Hochmut tropfte förmlich aus ihrer Stimme.

Sein Blick verfinsterte sich, sein grausames Lächeln kehrte zurück. Und mit ihm der Schmerz. Sie keuchte. Seine Stöße waren zu Anfang langsam, aber hart. Mit jedem Zug fühlte sie sich ein Teil verlorener an, Stück für Stück, das sie an ihn verlor. Er breitete sich in ihr aus. Fiebrig wanderten ihre Hände seinen Körper entlang, ehe sie Halt an dessen Hals fanden. Sie fühlte das Blut durch ihre Ohren strömen, hörte das laute Klatschen nackten Fleisches.
Oh Kami. Sie brannte. Sie brannte für ihn.
„Ho..Hot-suin …!“, stöhnte sie gedrungen. Seine Augen blitzten auf, und sie konnte seinen rasselnden Atem über sich fühlen.
„Yamato.“
„…?“ Sie verstand nicht, benommen von dem nun süßen Schmerz, schüttelte irritiert den Kopf.
„Nenn mich Yamato, Shina“, raute seine Stimme, aber da war noch etwas anders… etwas Sanftes.
„Ya-Yamato...“, hauchte sie.
Er zog sie zu sich, nahm ihre Lippen in Besitz, rammte sein Glied tiefer in ihre feuchte Enge hinein. Sein Kuss dämpfte ihre erstickten Schreie. Alles drehte sich. Sie konnte ihn fühlen, in ihrem Mund, zwischen ihren Beinen, in ihrem Kopf, in ihrem Blut. Ihr fehlte der Atem. Die versengende Hitze war unerträglich, der kalte Schweiß, der von ihrem Körper tropfte. Sie brauchte mehr Luft! Sie entzog sich seinem Mund, atmete schwer. Er lachte leise.
Ihre Augen suchten seine, ihr Blick weitete sich.
Blankes Verlangen loderte dort.
Kompromisslos. Erbarmungslos. Absolut.

Schrei für mich.

Er tobte nun in ihr. Welle über Welle brach er über sie hinein. Ihr Leib war am Zerbersten. Verzweifelt versuchte sie ihre obszönen Laute unter Kontrolle zu bringen. Ihr eigener Herzschlag trommelte gegen ihr Ohr, während ihr wild pochendes Zentrum der Lust jede Körperzelle infizierte. Oh verdammt… sie konnte nicht mehr. Sie holte tief Luft, als er kurz ruhte um ihr linkes Bein über seine Schulter zu legen.
Ugh… Sie konnte noch ein Wimmern vermeiden, aber dieser Winkel ließ ihn tiefer in sie hinein. Wie lange wollte er sie noch foltern?
Erneut entfachte er einen Sturm in ihr, ihre Glieder protestierten, er zog sie in die Tiefe. Es brannte, es schmerzte, es trug sie davon. Keine Kontrolle.
„Yamato!“, rief sie.

Lauter.

Seine Stöße wurden wilder, unbarmherziger, rasanter. Rastlos wandte sie sich unter ihm, sein Name rollte wie ein Gebet von ihren Lippen. Der Sturm wurde zum Orkan, es war unerträglich, sie schrie nun seinen Namen, ließ ihre Nägel jedoch zornig über seinen Rücken wühlen. Sie zog sich qualvoll enger um ihn.
In den nächsten Sekunden zerbarst alles. Alles flammte, alles war taub, alles real, unreal. Ihr Körper bog sich nach hinten.
Einen Moment war alles weiß; eine Ewigkeit schwebte sie. Sie stöhnte ein letztes Mal ergeben, ehe Taubheit und Euphorie von ihr abließen.

Ihre Sicht klärte sich. Sie fühlte noch ihren rasenden Puls, das Glühen ihres Körpers. Sie konnte neben ihrem eigenen unkontrollierten Atem auch ihn hören. Sie sah ihn an. Seine Atmung beruhigte sich in schnellen Zügen, das Haar zerzauster denn je, hing ihm tief ins Gesicht. Sie würde sich fast darüber lustig machen, wenn sie nicht gerade selbst spüren würde, wie ihr eigenes Haar ihr nass im Nacken klebte.
Himmel, sie brauchte eine Dusche!
Als ob sie noch mehr Ermutigung bräuchte, spürte sie seinen Samenerguss von ihren Beinen tropfen, vom geronnenen Blut ganz zu schweigen.
DEFINITIV DUSCHEN.

„Yamato…“, sprach sie ihn vorsichtig an, „könntest du… du weißt schon… aus mir raus gehen?“
Er lachte rau auf und schwang seinen Kopf zurück, seine Haare verdeckten nun nicht mehr die Augen, sie funkelten tückisch. Er presste seinen Mund auf ihren.
Shina war empört, er würde doch keine weitere Runde von ihr verlangen? Sie schlug ihm protestierend auf die Schulter. Seufzend löste er sich von ihr, allerdings nicht ohne nochmal kurz über ihre Lippen zu lecken.
Sie unterdrückte ein Aufstöhnen, als er schließlich aus ihr glitt.
Puh… Eilends sammelte sie ihre Kleidung ein, wischte sich sauber und bemerkte dabei, wie sein Hemd am Boden lag. Wann hatte er denn das verloren? Wobei… sie schielte kurz zu seinem Rücken.
Oh… welch kunstvolles Mosaik sie hinterlassen hatte. Allerdings tat der stechende Schmerz zwischen ihren Beinen wenig daran Mitgefühl zu empfinden. Sie seufzte gedanklich, als sie sich anzog. Ihre Bluse war hinüber. Vielleicht konnte Hinako als geübte Tänzerin nähen? Obwohl, sie müsste sich dann ihren bohrenden Fragen stellen. Io konnte sie fragen, sie wirkte wie ein heimwerkliches Mädchen, außerdem wäre sie viel zu schüchtern um irgendetwas anzusprechen. Aber sie musste erstmal ihren Weg zum Quartier überstehen. Sie steckte die abgerissenen Knöpfe in ihre Rocktasche ein, und hielt sich genervt die Bluse oben zusammen.

„Hier."

Sie drehte sich zu Yamato, der bereits wieder vollständig adrett bekleidet war, von dem zerknitterten Hemd abgesehen, egal, er hatte ja noch sein Krawattenshirt als Ersatz. Er reichte ihr seinen Mantel. Sie starrte das schwarze Leder an, als wäre es eine Erscheinung.
„Das kann nicht dein Ernst sein! Wenn ich den trage, werden alle sich denken können, was vorgefallen ist!“
Allen voran Joe, sie konnte ihn jetzt schon sticheln hören:
„Huh? The Walk of Shame? Oh warte, ich kenne diesen Trenchcoat, ohhh Dirty Shina seducing the Chief, gib mir die dreckigen Details, tell me, tell me more!“~ UGH…..

Yamato lächelte sie kalt an.
„Worin liegt das Problem, Shi-na?“, das machte er doch mit Absicht!
„Wo-Worin das Problem liegt? Das ist doch wohl, halt warte, hast du mich gerade beim Vornamen genannt?!“
Der Silberhaarige runzelte die Stirn.
„Das ist nicht das erste Mal, dass ich dich so nenne, aber du warst wohl sehr … abgelenkt“, er lachte leise.
Shina war peinlich berührt, ihre Wangen glühten.
„Vol-Vollkommen egal!“, sie schnappte sich den Mantel aus seiner Hand, sie würde sich schon eine Lügengeschichte ausdenken, à la sie brachte ihn zur Reinigung.

Als sie an der Tür war, drehte sie sich um:
„Ich bring ihn dir später zurück… Fürs Protokoll, das hier ist niemals passiert. Danke.“
Sie flüchtete aus dem Raum.
Yamato starrte ihr nach.
Seine Lippen verzogen sich zu einem grausamen Lächeln.


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