The Angel Beside Me ❇ Daryl Dixon Fanfiktion

von LiaLein
GeschichteDrama, Familie / P18
Beth Greene Carol Peletier Daryl Dixon Judith Grimes OC (Own Character) Rick Grimes
05.05.2016
31.10.2019
46
48787
9
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POV Melina

Am Schluss wurde es doch beschlossen, dass wir sie in die Stadt bringen würden. Wir sollten noch eine kleine Plünder Tour machen, sie danach anzünden und verschwinden. Wir alle halfen dabei die etlichen Beißer so platzsparend wie möglich in die Autos zu stapeln. Leise summte ich vor mich hin. Auch Carl half mit und musste lachen, als er mitbekam was für eine Melodie ich summte. Ich summte die Tetris Melodie und auch er summte mit. Er mühte sich mit einem besonders großen Beißer ab. "Warte ich helfe dir.", schnell packte ich den Beißer, den ich gerade geschleppt hatte auf den kleinen Haufen vor die Autos, wo Rick gerade dabei war sie reinzupacken.

"Daryl hasst mich seit gestern, oder?", fragte Carl, als ich bei ihm angekommen war. "Nein tut er nicht. Er hat sich Sorgen gemacht, um uns beide. Er zeigt es nur nicht so.", sagte ich. "Aber er ignoriert mich vollkommen. Ich wollte mich vorhin nochmal entschuldigen und mich bedanken, dass ihr mich gerettet habt, doch er ist einfach an mir vorbeigelaufen, so als, ob ich nicht da wäre.", beklagte Carl sich. "So ist er nun mal. Er bekommt sich schon wieder ein. Und du brauchst dich nicht zu bedanken. So was ist selbstverständlich.", sagte ich. Natürlich passten die Beißer nicht alle in die beiden Autos, deshalb fuhren zwei von den Männern schon mal los und wir anderen räumten die Beißer weiter zusammen.

Ein Stück weiter lag ein kleiner Beißer mit verdreckten roten Haaren. Es war ein kleines Mädchen, in ihrer Hand hatte sie ein Kuscheltier. Traurig nahm ich die kleine vorsichtig hoch und legte sie auch auf den Stapel. Auch Rick sah bedauernd zu ihr. "Wer in dieser Welt unbedingt ein Kind haben will ist verrückt.", murmelte ich leise.

"Weißt du es ist toll, wenn man Kinder hat, keine Frage. Doch in dieser Welt wird es zum Horror. Die ständige Angst das deinem Kind etwas Schlimmes zustößt. Es gebissen, gekratzt oder versehentlich erschossen wird.", sprach er leise. "Das wünsche ich niemandem und doch ist es das schönste Gefühl auf Erden, wenn dich dein eigenes Kind glücklich anlacht, trotz dieser Umstände.", er deute auf die Beißer Leichen. "Aber ist es das wert?", zweifelnden sah ich ihn an.

"Ein Kind ständig mit dem Tod zu konfrontieren? Dass es so oft in Angst leben muss. Dass es töten muss, nicht nur diese Dinger, sondern vielleicht auch Menschen? Ist es nicht irgendwie schon fast egoistisch sich in dieser Welt ein Kind zu wünschen oder auf die Welt zu bringen?", fragte ich ihn.

"Vielleicht. Aber es deshalb zu töten, weil du es nicht bekommen willst, ist auch irgendwo egoistisch, oder nicht? Außerdem vielleicht wird die Welt irgendwann wieder normal und unsere Enkel oder Urenkel können wieder in Frieden leben. Wenn wir Glück haben vielleicht auch unsere Kinder. Daran will ich glauben Melina. Meine Kinder und diese Gruppe, ihr seid der Grund warum Daryl es geschafft hat, das ich mich nach Loris tot nicht weiter aufgegeben habe. Weil ich möchte das ihr ein so sicheres Leben wie möglich führen könnt, das ihr eine Zukunft habt.", sagte er eindringlich. "Vielleicht. Ich hätte es nicht gekonnt.", meinte ich.

Mein Wesen hätte mich dazu gezwungen nicht aufzugeben, wie bei einer Maschine. Doch mein tiefstes inneres würde zerbrechen, wenn mir etwas ähnliches passieren würde wie Rick oder Carol. Und wenn Engeln so etwas passierte und sie diese Person wirklich geliebt hatten, dann starben sie meist wenig später an gebrochenem Herzen. Das war einer der Gründe warum es bei uns im Himmel keinen Krieg und keine Fehden gab und wenn nur selten. Manche schafften es auch darüber hinwegzukommen, weil sie zum Beispiel noch andere Personen hatten, die sie liebten, oder weil sie die verstorbene Person nicht 'richtig' geliebt hatte. Es war schwer zu erklären.

"Ich geh' mit den anderen zusammen auf Tour, wenn das okay ist und ihr mich hier nicht braucht.", sagte ich zu Rick als die Autos zum gefühlt drölfzigsten mal wieder kamen. "Nein schon okay.", er nickte zustimmend. Als Daryl ausgestiegen war, warf er mir meine Lederjacke zu. Sie stank wie ein Beißer und an ihr klebte noch immer das Blut von dem Zombie den Daryl getötet hatte. "Ihhh Daryl!", ich hatte sie voll ins Gesicht bekommen. "Wenn du nicht fangen kannst.", lachte er. "Ich kann fangen du Depp, du kannst nur nicht werfen.", maulte ich. Rick verdrehte nur die Augen. Die Jacke brachte ich schnell hoch in mein Zimmer, zur Sicherheit nahm ich mir eine andere mit, ebenfalls schwarz. Als ich unten wieder ankam, wurden die letzten Beißer in Auto gepackt.

Ich hatte meine Waffen umhängen und ging zu den anderen zurück. Daryl stieg gerade ein und wollte losfahren, ich jedoch riss in der letzten Sekunde noch die Tür auf und stieg ein. "Was willst du hier?", fragte er. "Ich komme mit, was sonst. Irgendwer muss dir doch auf die Nerven fallen.", ich grinste. "Ohh ja das kannst du ganz gut.", es klang jedoch nicht so überzeugend, wie er es gerne gehabt hätte. "Ach komm schon das wird super!", meinte ich. "Du hast echt gefallen daran gefunden dich ständig in Gefahr zu begeben und mir damit die letzten nerven zu rauben, oder?", nun klang er ein wenig genervt. "Ich finde es nur toll mal nicht im Haus festzusitzen.", stellte ich richtig. Er gab nur ein Grummeln von sich. Wie schnell seine Laune doch umschlagen konnte. Gerade hatten wir noch zusammen gelacht und jetzt?

Schweigend fuhren wir den Weg runter zum Highway, den gleichen den wir gestern entlang gerannt waren. Ich sah aus dem Fenster. An mir zog der nun nicht mehr so grüne Wald vorbei. Viele Bäume waren komplett kahl, nur die Tannen hatten noch das gleiche satte grün wie im Sommer. Irgendwie war ich froh, dass der Sommer rum war. Es war einfach viel zu heiß. Man schwitzte durchgehend, man brauchte immer trinken, sonst konnte das ganze echt dumm werden und es war anstrengender zu kämpfen und zu rennen. Eigentlich könnte ich noch tausende Gründe nennen. Im Herbst war es einfacher, genauso wie im Frühling. Meiner Meinung nach waren das die perfekten Jahreszeiten, nicht zu warm aber auch nicht bitterkalt. Es gab mehr zum Essen und das Trinken reichte länger, es war einfacher unter dem Dach zu schlafen, da sich nicht mehr die ganze Hitze im Zimmer staut. Also alles in allem waren Frühling und Herbst richtig schön.
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