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Indescriptible délicieux

von Shiromy
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Freundschaft / P16 / Gen
OC (Own Character) Soma Yukihira
05.05.2016
25.05.2016
2
4.854
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25.05.2016 1.946
 
7:49 Uhr. Entspannt lief ich den Waldweg entlang zum Schulgebäude, wo die Aufnahmeprüfung stattfinden würde. Wo ich mich befand? In Japan. Auf dem Weg zum Schulgebäude der Elite-Kochschule Tōtsuki für anstrebende Köche. Sie war die Schule, wo die größten Köche herauskamen. Und leider musste ich sie besuchen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich überhaupt keine Lust darauf hatte, viel lieber hätte ich in unserem Lokal arbeiten wollen.

Da machte mir mein alte einen Strich unter der Rechnung. Doch ich wollte mich nicht entmutigen lassen. Gerade weil sie mich hier hinschickte musste ich das hier schaffen. Gerade weil sie mir geschrieben hatte, dass nur 10% der Schüler den Abschluss schaffen würde. Wo sie hin ist wusste ich zwar nicht, aber das war mir egal. Sie würde schon wieder nachhause kommen. Meine Schritte wurden langsamer als ich ein großes Tor sah. Hier soll ich auf die Schule gehen? Das ist ja ein Palast!  Wie soll ich da den mithalten? Was hat sich Ma nur dabei gedacht? Ich pass hier überhaupt nicht rein! „Hawahhh... Ich habe es nicht geschafft! Ich habe die Aufnahmeprüfung nicht bestanden!.“, hörte ich auf einmal jemand schreien, weshalb ich zu einem jungen schaute, der verzweifelt neben dem Tor stand. Sein Blick war nach unten gereichtet und seine Haltung eher erniedrigend. Er sagte etwas davon, dass er die Prüfung nicht bestanden habe. Um ehrlich zu sein, er sah auch nicht nach einem gutem Koch aus. Ich ignorierte ihn und ging auf das Tor zu, um es zu öffnen und ins innere des Palastes zu kommen. Doch da überrannten mich weitere Schüler, die aus dem Tor weinend raus rannten. Ich war sichtlich überrascht und wurde mitgerissen und flog auf den Boden. Als die Menge vorbeizog konnte ich schließlich wieder aufstehen und schaute nach hinten. „Was war das den?“ Fragend schaute ich mich um und merkte, dass einige der Schüler noch an mir vorbei gingen. „Hey, du! Was ist den hier los?“ Langsam richtete er seinen Blick auf mich und kam auf mich zu. „Roland Chapelle-Sensei macht heute die Aufnahmeprüfung. Keiner von uns hat es geschafft. Der Mann hat ein Herz aus Eis.“, erzählte er mir, während ich aufstand und mir den Dreck von meinen Klamotten machte. Chepelle-Sensei? Wer soll das sein? Der Junge ging wieder und heulte in sein Handy hinein, während ich ihm kurz nachschaute. Kein Wunder, dass der nicht genommen wurde. Was für ein Weichei. Ich lief weiter, nur um dann vor einem weiterem Gebäude stehen zu bleiben, wo ein Schild mit 'Aufnahmeprüfung' stand. In dem Moment war wohl die nächste Gruppe wohl dran, denn es waren auch andere Schüler in dem Raum gewesen. Doch es war kein Prüfer da, laut den Anwesenden. Neugierig schaute ich mich um, doch entdeckte ich niemand. Plötzlich wurde es im 'Saal' lauter und die Blicke wanderten zur Tür. „Wow... Erina-Sensei. - Aber sollte nicht Chepelle-Sensei die Prüfung überprüfen? - Oh nein!“, hörte man die unterschiedlichsten Meinung der Schüler im Raum. Erina? Soll das irgendwer wichtiges sein? Ich schaute nach vorne und sah ein Mädchen mit blonden Haaren und pinken Augen. Sie sah hübsch aus, doch das sagte nichts über ihr Talent aus. Die ersten Prüflinge waren schon umgezogen, nachdem sie gesagt hatte, dass sich die Prüflinge, wenn sie das wollte, sich umziehen könnten. Anschließend würde dann die Aufnahmeprüfung anfangen. Ich hatte nichts anderes dabei, weshalb ich so gekleidet blieb wie ich gekommen war. Nur meine Jacke, die ich angezogen hatte zog ich aus und lag sie auf meinen zugeteilten Tisch. Als alle Teilnehmer wieder im Raum sich befanden sagte sie uns, was die Grundzutat war: Fleisch. Ich hatte ehrlich gesagt mit etwas anderem gerechnet. Mit einem Test oder einer Abfrage der Zutaten, aber solch eine Prüfung war mir um einiges lieber. Ich holte mir von einem Tisch was ich brauchte. Da die Grundzutat Fleisch war, wollte ich etwas leichtes machen.

Chashu-men, eine Nudelsuppe mit Medaillons . Da sie keine Zeit angeben hatte hätte ich genügen Zeit. Als erstes erhitze ich Öl in einem Topf um dann das Fleisch ungewürzt hinzuzugeben und von allen Seiten bei mittlerer Hitze anzubraten. Während ich das Fleisch braten ließ schälte ich den Knoblauch, welchen ich halbierte und den Strunk entfernte, und den Ingwer, den ich in feine Scheiben schnitt. Die Lauchzwiebeln entfernte ich vom Lauch, es war wichtig hier keinen Porree zu nehmen, da die Lauchzwiebeln einen feineren Geschmack nach Zwiebeln hatten und nicht so nach lachlastig schmeckten. Sie sind auch als Frühlingszwiebeln bekannt. Anschließend halbierte ich die Zwiebeln und schaute ab und an nach dem Fleisch, wendete es oder machte etwas gekochtes Öl drüber. Den Lauch hatte ich auf die Seite gelegt, damit ich ihn später noch verwenden konnte. Als das Fleisch durch war, nahm ich den Topf und reinigte diesen, um dann die Sojasauce, das Mirin, den Honig, den Ahornsirup und den Sake hinein zu geben. Sobald die Flüssigkeit angefangen hatte zu köcheln, gab ich die harten Zutaten wie Pfefferkörner, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch hinzu. Während ich  so vertieft in meiner Arbeit war, bemerkte ich nicht, dass ein Pinkhaariges Mädchen sich zu mir gesellte. Sie schaute über meine Schulter und wollte wohl wissen, was ich kochte. „Was kochst du da?“ - „Huh? Kennst du das nicht?“ Sie schüttelte ihren Kopf, doch ich grinste und schaute auf den Topf an. „Ich mache Chashu-men.“ Nachdem ich die Zutaten etwas aufkochten gab ich das Fleisch wieder in den Topf. Dabei bemerkte ich den fragenden Blick des Mädchen. „Du willst mich auf dem Arm nehmen, oder?“ - „Huh?“ Ich schüttete gerade kochendes Wasser in den Topf, als das Mädchen mich anschnauzte. Ich lies mich davon nicht ablenken und füllte den Topf bis das Fleisch knapp bedeckt war. Anschließend machte ich den Deckel auf den Topf um den Inhalt für die nächsten 1 ½ Stunden auf kleiner Flammen köcheln zu lassen. „So etwas kannst du doch Erina-Sensei nicht zum essen geben! Das ist eine Beleidigung.“ - „Das wird das Essen wohl entscheiden.“, gab ich ruhig von mir und holte mir Mie-Nudeln, Cháshu und einige Gewürze die ich für die Hühner- und Cháshu-Brühe verwenden wollte, von dem Tisch wo die Lebensmittel standen. Dabei schaute ich mich an einigen Plätzen um. Viele waren schon fertig und waren gegangen, weshalb nur noch 9 andere Schüler und ich da waren. Die 9 Schüler hatten alle das selbe an, weshalb ich vermutete das sie alle zu ein und dem selben Restaurant gehörten. Als ich wieder an meinem Platz kam war das Pink-Haarige Mädchen wieder verschwunden. Mich störte das nicht, dagegen machte ich die Hühner- als auch die Cháshu-Brühe einzeln, um sie dann in einem Topf zusammen aufkochen zu lassen. Gleichzeitig gab ich 1L Wasser in einen weiteren Topf um dort die Mie-Nudeln zu kochen. Währenddessen holte ich das Fleisch aus der Brühe und siebte dieses ab. Die Brühe fing ich auf, da ich sie noch brauchte. Das Gemüse dagegen verarbeitete ich noch und arbeitete sie noch in die Soße hinein. Das Fleisch schnitt ich in mundgerechte Stücke. Fertig damit stellte ich die Sachen zu den anderen Sachen, damit ich die Nudeln vom Herd genommen und sie nach 4 Minuten aus dem Wasser mit einem Sieb abgegossen. Ich schreckte die Nudeln nicht ab, sondern versuchte so viel Wasser wie möglich aus ihnen zu bekommen. Fertig damit, nahm ich den, auf die Seite gelegten, Lauch und schnitt diesen in Ringe, die ich zu Deko-Zwecken verwendete, nachdem ich etwas von der fertigen Suppe in eine Schüssel goß, die Nudeln und das Fleisch rein tan, und mit dem Lauch bestreute. Ich betrachtete mein Werk und drehte mich um, ging auf das Waschbecken zu und wusch mir meine Hände ab. Als ich mich zu meinem Gericht wieder umdrehte, stand die Blondine und die Pinkhaarige vor meiner Theke. Die Beiden scheinen das Gericht zu mustern, doch dabei haben sie einen kritischen Blick. Die Blonde scheint als erstes ihren Blick wieder auf mich zu heben um etwas zu sagen. „Wie ich es mir gedacht habe, ein Gericht was nicht meiner Zunge würdig ist. Meine Zunge wird auch Göttliche Zunge genannt. Nur die Besten Gerichte zieren meinen Tisch. Ich lebe wahrhaftig im Feinschmecker-Paradies. Und du wagst es dir mir so etwas zu servieren? Die Prüfung ist vorbei.“ - „Und das obwohl du es noch nicht einmal probiert hast. Eine schlechte Eigenschaft, nur das Essen von außen zu bewerten. Obwohl, vielleicht bist du ja gar nicht so toll und willst es deswegen auch nicht versuchen.“ Sie scheint im ersten Moment überrascht gewesen zu sein, doch hatte sie sich schnell wieder gefangen. „Willst du damit sagen, dass dein Gericht, besser als die anderen ist? Das ist absurt.“ - „Dann bewerte es selbst.“ Grinsend schaute ich sie an, doch sie schien in Gedanken zu sein. Sie griff schließlich nach den Stäbchen, die ich neben die Schale hingelegt hatte.  „Naja, ein Biss kann ja nicht schlecht sein.“ Sie musterte die Nudeln, als sie diese heraus holte und schien zu überlegen. Ich sah es ihr an, dass sie, als sie den ersten Bissen zu sich nahm, das Essen aus vollen Zügen genoss. Was mir natürlich ein Lächeln auf die Lippen zauberte. „Und? Wie ist es?“ - „Huh?“ Verwirrt schaute sie mich an und anscheinend hatte ich sie leicht aus der Fassung gebracht. „Hat es deiner 'göttlichen' Zunge geschmeckt?“ Schnell faste sie sich wieder und schaute nachdenklich zu meinem Gericht. Sie wollte noch einmal probieren wollte. Zwar lachte ich innerlich, da sie selber sagte, dass ein Biss ihr genügt, doch sagte ich dazu nichts. „Du hast  Mie-Nudeln benutzt.“,  eine Feststellung. Ich nickte und sie schaute zu dem Pinkhaarigen Mädchen, welche auf ihr Klemmbrett schaute und dann den Kopf schüttelte. „Ich hatte sie von Zuhause mitgebracht. Zwar wollte ich ein neues Gericht heute Abend ausprobieren, aber das was daraus geworden ist finde ich auch gut.“ Skeptisch schauten die Beiden an. Doch die Pinkhaarige schaute mein Gericht neugierig an. „Nun denn,...“, meinte die Blondine und verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust. „Wie dem auch sei... Ich bewerte nur dein Gericht... Es war... okay.“ Ich nickte nur meinen Kopf. Wieso? Weil ich genau wusste, dass es nicht nur 'okay' war. Woher ich das wusste? Ich sah es in ihren Augen. „Was grinst du jetzt so!“ - „Es hat dir geschmeckt.“ - „Ich habe gesagt es war okay.“ - „Aber du hast es genossen es zu essen.“ - „Was soll ich getan haben? Du spinnst wohl! Das habe ich ganz bestimmt nicht!“, schrie sie mich an, doch ich winkte nur ab. „Jaja... Wie auch immer du das sehen willst. Deine Augen sagten etwas anderes.“ Ich zwinkerte ihr zu und machte mir mein Stirnband ab. Befestigte es wieder an meinem Handgelenk und schnappte mir meine Sache. Ob ich angenommen wurde oder nicht war mir in dem Moment eigentlich pups egal.

Ich verließ den Raum und steuerte das Klo an. Man war ich geschafft. Fast 4 Stunden konnte ich jetzt nicht auf die Toilette! Wieso habe ich heute morgen auch so viel Saft getrunken? Ich wusste doch genau, dass ich länger nicht auf's Klo kommen würde. Als ich fertig war und meine Hände gewaschen hatte ging ich wieder in die Richtung aus der ich am Morgen gekommen war. Ob ich bestanden hätte würde ich über einen Brief bescheid bekommen. Wie hieß das Mädel nochmal? Erika? Naja, auch egal. So jung wie die aussah wird sie sowieso nicht auf der Schule sein. Aber wieso hatte sie dann die Prüfung abgehalten? Viele weitere Fragen stellte ich mich, doch wurde diese erst später beantwortet...


Heyjo
Ich bin von den Toten auferstanden und habe gleich ein neues Kapitel mitgebracht. Wie hat es euch gefallen? Zwar habe ich Erina nicht so wirklich getroffen wie sie wirklich war, aber ja...

Lg, XDlightning
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