Eine kleine Überraschung

von Zetacies
OneshotAllgemein / P12
04.05.2016
04.05.2016
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Vor etwa drei Jahren wurde unsere Welt, unsere geliebte Erde, von Xenoformen, zerstört. Vor gut zwei Monaten und einem Jahr sind wir auf einem unbekannten Planeten gelandet, wobei es eher ein Absturz war, doch auch dies hielt uns nicht auf. Wir haben damals überlebt und angefangen hier eine neue Heimat aufzubauen, was jedoch sehr schwierig war, denn nicht nur die Flora und Fauna war ständig eine Gefahr, sondern auch jene Alien, die die Erde vernichtet haben. Es war ein Wettrennen gegen die Zeit und mit jedem Tag schien es knapper zu werden, doch konnten wir unser Überleben erstmal sichern und dies haben wir so vielen Menschen zu danken, darunter befindet sich auch ein Team, das Team von Elma, in dem ein junger Mann namens Yugo ist, der wirklich hervorragende Ergebnisse lieferte.

„Ah Elma, gut dich hier zu treffen!“, rufe ich dem Colonel zu.
Sie dreht sich sofort um und bleibt stehen.
„Was gibt es Dennis?“, fragt sie mich neugierig, während ich zu ihr gehe.
Sie ist gerade aus dem BLADE-Turm gekommen, weshalb ich mir etwas Zeit lasse.
„Es ist ja schon eine lange Zeit her, seit dem wir hier gelandet sind und ich habe mich schon lange gefragt, wie du Yugo getroffen hast?“, gestehe ich ihr meine Neugierde.
„Wo kommt den auf einmal dieses Interesse her? Aber gut, ich kann es dir sagen. Es ist sogar fast ein Jahr her, dass ich ihn gefunden habe“, fängt sie an.
„Wie gefunden? Warte, war er etwa der Überlebende, den du damals gefunden hast?“, frage ich nun etwas überrascht, was wohl daher kommt, dass ich es mir auch selber hätte denken können.
„Ja, vor fast einem Jahr, als ich im Kometenkessel war und nach Rettungskapseln suchen sollte, habe ich nur ihn gefunden. Damals litt er unter einer Amnesie, wobei ich glaube, dass er sich noch immer nicht wirklich erinnern kann“, erzählt sie mir.
„Es ist fast ein Jahr her und er wusste kaum etwas über sich? Ich habe da eine Idee, aber ich brauche deine und die Hilfe anderer BLADEs, die Yugo kennen gelernt hat, kannst du mir dabei vielleicht helfen?“, frage ich sie nun und hoffe wirklich, dass sie mir bei meiner Idee helfen kann.
„Ich glaube, dass das kein Problem sein wird. Meine letzte Mission habe ich auch hinter mir“, bestätigt sie meine Frage.
„Gut, ich werde dir nachher genauere Informationen schicken, ich muss jetzt noch mit einigen Leuten sprechen“, sage ich ihr noch, bevor ich schon Richtung Geschäftsviertel gehe.
Unterwegs schreibe ich schon Meyneth an, dass sie ins Café kommen soll, wo Jo arbeitet.

Ich musste tatsächlich fast eine halbe Stunde auf meine Teamkollegin warten, bis sie dann endlich kommt.
„Warst du schon wieder mit deinen Steinen beschäftigt?“, frage ich sie mit einem Lächeln.
„Ja, ich wollte sofort kommen, aber dann hatte ich einen besonderen Wert gemessen und wollte das genauer untersuchen“, erklärt sie ihre Verspätung.
„Hattest du etwas Neues gefunden?“
„Leider war dieses Experiment ein Fehlschlag, der auf einer falschen Einstellung der Apparate beruhte. Demnach konnte ich nichts herausfinden. Aber dies ist jetzt nicht relevant, da du etwas von mir möchtest“, redet sie sich raus und setzt sich zu mir.
„Du weißt bestimmt noch wie oft Yugo uns schon geholfen hat, oder? Auf jeden Fall möchte ich eine kleine Überraschung für ihn vorbereiten und überlege deshalb, was wohl das beste Geschenk wäre. Außerdem wollte ich ihn auch den ganzen Tag ablenken, damit er erst recht nichts von den Vorbereitungen mitbekommt“, schildere ich ihr die Situation.
„Geschenke sollten immer einen Nutzen erbringen, vor allem hier auf Mira, denn bis wir wieder Juwelen verschenken können, sollten wir eher auf praktische Werte achten. Unter dieser Bedingung würde mir nur eine besondere, oder eher eine einzigartige Waffe einfallen. Ich glaube dafür habe ich auch schon die beste Vorlage, bräuchte aber einige sehr wertvolle Objekte und auch Fachkräfte für Technik, denn der Bauplan ist sehr komplex und nicht so einfach zu verstehen. Ein Material, was ich dazu auch bräuchte könnte ich sogar mit Yugo beschaffen, damit würden wir schon einiges vom Tag verbrauchen. Das wichtigste Element für diese Waffe dürfte aber an dir hängen bleiben, denn ich kenne niemanden, der es momentan sonst holen könnte. Ist dein Skell momentan einsatzbereit?“
„Wenn du meinen Ares meinst, dann ja“, antworte ich ihr kurz und überprüfe es nochmal mit meinem Comgerät.
„Ich schicke dir auch gleich die Koordinaten, du solltest aber darauf achten eine maximale Ätherverteidigung zu haben. Uns fehlt aber noch der restliche Tag. Ich gehe mal davon aus, dass du deine Idee gegen Abend umsetzen möchtest, weshalb wir noch gut einen halben Tag belegen müssen. Wie wär’s, wenn du einen Übungskampf mit ihm machst? Wir haben bisher immer nur gemeinsam mit ihm gekämpft, aber wie stark er nun genau ist wissen wir doch noch nicht“, schlägt die Frau vor.
„Das klingt wirklich gut, da könnte ich Prisma sogar bei einem ihrer Programme helfen, an denen sie gerade arbeitet. Gut, ich werde es dann an Elma weiterleiten, vielleicht hat sie auch schon einige Ideen“, beende ich unser Treffen und Meyneth steht schon auf.
„Warte! Willst du mir etwa sagen, dass ich gegen „Sie“ kämpfen soll?“, frage ich die Forscherin nun etwas geschockt, wo ich eine Vermutung habe.
„Ja, wir brauchen leider ein Material von ihr, du solltest aber keine Probleme mit ihr haben, schreib mir nur, wenn du fertig bis“, meint sie noch mit einem Lächeln, bevor sie dann endgültig geht.

Es ist nun fast eine Woche her, seit Dennis und ich die Überraschung für Yugo geplant haben und heute ist der Tag, an dem alles umgesetzt wird. Elma hatte schon am ersten Tag alles vorbereitet gehabt, sodass wir etwas hinterher hingen, doch auch Dennis konnte erfolgreich das wichtigste Material beschaffen, wobei sein Skell doch sehr viel abbekommen hat. Momentan ist es noch 6:00 Uhr am Morgen, doch Lin sollte Yugo schon bald aufwecken und ihn auf meiner Anfrage aufmerksam machen. Ich befinde mich schon auf der Straße der Divisionen, wo ich noch einmal den gelben Skell abchecke, den Dennis mir geliehen hat. Er meinte ich soll vorsichtig mit diesem Skell umgehe, da er sehr viel in ihn investiert hat.
„Guten Morgen Meyneth, wie kommt es, dass du so früh einen Antrag gemacht hast?“, fragt er mich und wirkt sehr verschlafen.
„Ich muss etwas in Cauldros besorgen und brauche dabei Unterstützung, aber nicht irgendeine Unterstützung, sondern jemand der auch ohne Skell sehr gut kämpfen kann“, erkläre ich ihm.
„Geht das vielleicht auch etwas genauer?“, fragt er mich freundlich und gähnt einmal.
„Das gesuchte Material befindet sich an einem Xe-Dom, der in einem dieser Bohrtürmen ist, leider weiß ich nicht, ob der obere Eingang offen ist oder nicht, weshalb ich nicht alleine los wollte. Wie du sicher schon weißt bin ich im direkten Kampf nicht so gut und ihn Cauldros lasse ich mich leider schnell auf andere Sachen fokussieren“, erkläre ich meine Anfrage, wobei ich den letzten Teil etwas leiser ausspreche.
„Leider ist der Weg nach Cauldros, mit nur einem Skell, lang und gefährlich. Ich glaube ich sollte den Weg bis dahin doch auch besser mit einem Skell machen“, meint der Junge mit den bunten Haaren.
„Heute nicht, ich habe bei einem Piloten noch etwas gut, er wird dich bis in die Nähe unseres Zieles bringen“, antworte ich ihm und steige in die geliehene Maschine ein.
Im Cockpit bemerke ich einen Klebezettel, auf dem etwas steht.
`Geh ordentlich mit Helios um. Er ist sehr auf die Attribute Laser und Äther ausgelegt, merk dir das. Mit freundlichen Grüßen, Dennis´
Ich hatte mir das schon gedacht, denn ich kenne mich recht gut mit den Klassentypen aus und weiß, wie sie aussehen. Es dauert dann doch noch gut zehn Minuten, bis wir dann endlich losfliegen können.

Wir fliegen auf direktem Weg Richtung Cauldros, wobei wir auch über den höchsten Punkt von Primordia fliegen, wo sich gerade Elvira, der Dornendrache auf den Weg in ihre Höhle macht. Wir halten genügen Abstand zu diesem Tyrannen, der uns ohne Probleme auseinander nehmen könnte.
„Hast du schon mal versucht den Tyrannen zu besiegen, der uns jede Nacht beobachtet?“, frage ich Yugo über Funk.
„Bis jetzt noch nicht, aber schon bald“, antwortet mir und klingt dabei sehr sicher.
„Wenn du Tipps brauchst, kannst du Dennis fragen, er hatte es schon mal geschafft, doch konnte der Tyrann fliehen, bevor er gestorben wäre. Ich durfte mich danach aber um den stark beschädigten Skell kümmern“, erzähle ich ihm die Geschichte dazu.
„Ich habe schon mitbekommen, dass seine Skells in der Regel oft derbe etwas abbekommen, wenn er kämpft, dafür tritt er aber auch gegen Tyrannen an“, sagt Yugo und klingt, als würde er es kaum abwarten könne, selber diese gefährlichen Bestien zu jagen.
Langsam kann man das Meer unter uns erkennen und es dauert auch nicht lange, bis die grüne Sphäre in Sylvalum zu sehen ist.
„Hat er auch schon den Yggdralith in der Sphäre besiegt?“, höre ich Yugos Stimme über Funk.
„Soweit ich weiß ja, jedoch war es ein Wunder, denn sein Skell wäre nach dem Kampf fast auseinander gebrochen“, antworte ich ihm.
„Wie kann er sich die ganzen Reparaturen überhaupt leisten?“, möchte der Junge nun wissen.
„Ich glaube, dass er eine sehr gute Versicherung hat, außerdem helfe ich auch oft beim Wiederaufbau“, teile ich ihm meine Vermutung mit.
So fliegen wir über den Kontinent, der dafür bekannt ist, ein sehr schlechtes Wetter zu haben, doch wir haben glück und es kommt kein Sporensturm. Langsam kann man das leuchten der Lavaseen in Cauldros schon sehen und auch die ersten Bohrtürme erscheinen am Horizont. Unser Ziel ist einer der hinteren Bohrtürme.
„Yugo, du wirst gleich auf dem großen Verbindungsstück abgesetzt, ich fliege schon vor und überprüfe, ob ich von Oben eindringen kann“, teile ich ihm den Plan mit und trenne mich von ihm.
Ich lege an Höhe zu und komme dem Eingang übers Dach näher, doch das Signal einer Lebensform bekommt meine Aufmerksamkeit. Es ist ein einzelner Jacul, der mich wohl angreift, denn er bewegt sich sehr schnell auf mich zu. Dies ist eine ungünstige Situation, denn ich wollte Yugo nicht alleine kämpfen lassen, doch bleibt mir jetzt nichts anderes übrig. Ich hoffe doch sehr, dass Dennis bei den Waffen nicht gespart hat und aktiviere die Drohnen des Skells. Vier Drohnen werden abgeschossen, die sich um die Bestie bewegen und ihre Laserschüsse abgeben.  Während sich der Jacul von den Drohnen ablenken lässt manövriere ich die Maschine hinter das Wesen, nur um dann mit einer Sense, dessen Schneide ebenfalls aus einem Laser gebildet wird, den Rücken anzugreifen. Nach nur zwei Schlägen stürzt das besiegte Monster in die Tiefe. Jetzt muss ich mich aber beeilen, sage ich zu mir selber.

„Wie? Du hast den Xe-Dom schon besiegt?“, frage ich ihn erstaunt und betrachte die zerstörte Maschine.
„Es war ja auch nicht wirklich schwierig“, meint er nur und kratzt sich dabei verlegen an seinen Hinterkopf.
„Hauptsache ich kann das gesuchte Objekt extrahieren. Du kannst schon mal zurück nach NLA gehen, ich glaube Dennis wollte etwas von dir. Er müsste im Testhangar auf dich warten“, teile ich ihm noch mit.

Prisma und ich stellen einige Ständer auf, an denen bestimmte Geräte hängen. Ich habe nicht so viel Ahnung, was das alles ist, aber wir brauchen sie auf jeden Fall.
„Dennis, bist du dir sicher, dass du gegen Yugo antreten möchtest?“, fragt mich Prisma und geht schon mal zu den aufgestellten Computern.
„Ja, außerdem möchte ich dir doch auch gute Ergebnisse liefern“, antworte ich ihr und stecke zwei Stecker zusammen.
Wir sind um 12 Uhr fertig und schon bekomme ich eine Nachricht von Meyneth.
`Yugo ist schon mit dem Xe-Dom fertig und auf dem Weg zu euch, ich habe dem Piloten gesagt, er soll ihn noch etwas beschäftigen, bis er zu euch kann. Ich werde gleich auch schon mit der Fertigstellung der Waffe beschäftigen. Deinem Skell ist noch nichts passiert und ich sollte auch keine Probleme auf dem Rückweg haben. ´
„Prisma, Yugo kommt gleich“, teile ich ihr mit und gehe schon mal zum Eingang des Testhangars.
Es dauert nicht lange, da landet schon der Helikopter und Yugo steigt aus.
„Hallo Dennis!“, begrüßt er mich fröhlich.
„Schön dich zu sehen, Prisma und ich haben hinten etwas vorbereitet, es ist aber besser, wenn Prisma dir alles erklärt“, teile ich ihm mit, was gerade der aktuelle Stand der Dinge ist.
So gehen wir Beide das kurze Stück nach hinten, wo Prisma anscheinend fertig ist.
„Hi Yugo“, begrüßt sie ihn.
„Dennis hat schon angedeutet, dass du Hilfe brauchst“, antwortet er darauf.
„Genau, wie du weißt aktivieren wir unsere Techniken über die Sprachfunktion, doch zwischen dem Aussprechen und der Aktivierung vergehen einige Sekunden, die manchmal entscheidend sein können, aus diesem Grund arbeite ich an ein Programm, bei dem man die Techniken ohne Sprache nutzen kann. Wir haben hier alles soweit aufgebaut, dass hier ein Trainingsraum für euch erstellt werden kann. In diesem System könnt ihr euch nicht verletzen, der Schaden wird aber vom System berechnet und gibt immer an, wie es momentan aussieht. Wie du dir vielleicht schon denken kannst, werdet ihr hier die Techniken ohne Sprache nutzen können“, erklärt die Frau ihren Prototypen.
„Das ist aber noch nicht alles. Meiner Meinung nach können wir das beste Ergebnis erzielen, wenn wir uns nur auf den Nahkampf konzentrieren. Außerdem können wir nicht das Übertakten nutzen, jedoch werden unsere Spannungspunkte immer auf dem Maximalwert sein. Um eine fairen Kampf zu bekommen, befindet  sich unsere Verteidigung auf demselben Wert und wir Beide können dieselben Techniken benutzen, darunter befindet sich auch mein Focus Burst. Der einzige Unterschied liegt in unserer Bewaffnung, denn da haben wir unsere eigenen Schwerter. Bist du bereit?“, zähle ich ihm die Bedingungen und Einschränkungen auf und kann schon ein leichtes Lächeln bei ihm sehen.
„Wir können unsere Kräfte messen und es entscheidet sich anhand unseres Könnens? Das ist ja mal richtig abgefahren“, antwortet er erfreut.
„Wenn das so ist könnt ihr euch schon mal ins Zentrum des Hangars stellen, dann starte ich das System“, sagt uns Prisma.
Wir gehen also auf unsere Positionen und warten, bis das System hochgefahren ist. Ein Zahlenschleier legt sich erst über dem Boden und den Wänden, dann erscheint ein Bildschirm, auf dem Prisma zu sehen ist.
„Auch wenn das System online ist befindet ihr euch noch immer im Testhangar, deshalb solltet ihr immer darauf achten, wo ihr seid, denn wenn ihr einen der Sensoren beschädigt, ist alles vorbei“, teilt sie uns extra nochmal mit.
„Wie ich sehe hast du ein neues Schwert, ist es ein Sternenhüter?“, frage ich ihn nach, als ich die helle Scheide des Schwertes sehe.
„Ja und du scheinst deiner Waffe treu geblieben zu sein“, antwortet er.

Ich warte noch einen kurzen Moment und stelle mich in einer lockeren Angriffsposition hin. Ich weiß, dass ich ihn nicht unterschätzen darf, weshalb die Techniken in den richtigen Momenten einsetzen muss. Den Vorteil, den ich bei mir sehe, sehe ich im Focus Burst, denn diese Technik habe ich entwickelt. Ich konzentriere mich nun ganz auf Yugo, als er plötzlich losstürmt, woraufhin ich seinen ersten Schlag abfange.
„Halt dich nicht zurück, wir können uns hier nicht töten“, fordere ich ihn auf und springe ein Stück zurück.
Da unsere einsetzbaren Techniken auf die Konterklinge, dem Todesblütentanz und dem Schwerpunkt begrenzt sind, ist es recht einfach zu wissen, welche Technik der Gegner einsetzen wird. Eine Bewegung von Yugo reißt mich aus den Gedanken. Er schlägt erneut von Oben und ich wehre diesen Angriff wieder ab, doch sein Schlag ist deutlich kräftiger, was wohl bedeutet, dass er die Konterklinge nutzt. Demzufolge kommt gleich darauf der nächste Angriff. Ich springe zur Seite und muss noch ein Stück weiter rollen, damit mich der dritte Schlag nicht doch trifft. Den Schwung der Rolle nutze ich um wieder auf die Beine zu kommen und gehe jetzt zum Gegenangriff über. Ich steche mit der Spitze meines Schwertes auf Yugo ein, wobei er diesen Angriffen ohne Probleme ausweicht, doch bleibt er immer noch in Angriffsweite, wodurch mein vierter Schlag, den ich diagonal von oben ziehe, zielsicher ist, doch Yugo schafft es noch die Klinge abzulenken, so dass ich ihn nur am Arm treffe und das auch nicht wirklich stark. Nach seiner Aktion sehe ich schon die Spitze seines Schwertes und weiche nach hinten und bringe schnell einen ausreichenden Abstand zwischen uns.
„Sollen wir testen welche Waffe nun die stärkere ist?“, fragt mich Yugo.
„Das interessiert mich auch, sollen wir gucken, welcher Todesblütentanz stärker ist?“, möchte ich nun von ihm wissen.
„Auf jeden Fall!“
Wir gehen etwas aufeinander zu und halten beide unsere Schwerter vor uns, nur um dann ein Schlagabtausch zu machen. Sein erster Schlag ist sehr stark und ich habe Mühe stabil stehen zu bleiben, doch beim nächsten Schlag sieht es anders aus. Da macht sich die die schwankende Stärke meiner Waffe kenntlich. Unser dritter Schlag, bei dem ich wieder unterliege, gefolgt vom vierten Schlag, wo Yugo sogar einen Schritt nach hinten macht. Der fünfte Schlag, unsere Klingen prallen frontal aufeinander und diesmal scheinen die Kräfte identisch zu sein, als plötzlich etwas passiert.

Unsere Waffen verschwinden und das System fällt aus.
„Ihr habt das System zum Absturz gebracht“, teilt uns Prisma mit und sie lacht dabei.
„Yugo, du bist wirklich stark geworden, wenn du so weiter machst könntest du ohne Probleme der stärkste BLADE werden“, gestehe ich ihm meine Einschätzung.
Auch wenn wir nur kurz gekämpft haben, hatte ich trotzdem dieses eine Bauchgefühl, welches mir sagt, dass er sehr stark wird.
„Danke“, sagt er nur und wirkt verlegen.
„Ach ja, ich soll dir noch etwas von Elma ausrichten, sie möchte dich im Kometenkessel treffen, ich werde dir auch den Helikopter ausgeben“, gebe ich noch bekannt.

Es ist mittlerweile 16 Uhr und es hat angefangen zu regnen, während Elma schon an der Klippe wartet die zum Kometenkessel führt. Ein Helikopter landet in der Nähe und Yugo steigt zum dritten Mal am Tag aus einem der fliegenden Maschinen.
„Hallo Yugo, begleitest du mich ein Stück, trotz des Regens?“, erkundigt sich Elma bei ihrem Teammitglied.
„Klar, du wolltest ja mit mir sprechen“, bestätigt er ihre Anfrage.
Der Weg hat sich nicht verändert, dieselben Pflanzen, die gleiche Erde, nichts hat sich seit dem Jahr verändert. Die Potamus liegen wie immer an dem kleinen See und es ist auch mal das ein oder andere Blatta zu sehen. Die Beiden gehen immer tiefer in den Ort rein und an den Seiten liegen jetzt auch teilweise zerstörte Rettungskapseln. Sie liegen auf den Boden und bleiben verschlossen. Es hat sich kaum verändert, bis auf eine Sache. Die einzige Kapsel, die senkrecht im Boden steckt und dabei geöffnet ist, ist mittlerweile von Blumen umgeben, die weiße Blüten haben.
„Erinnerst du dich Yugo? Hier habe ich dich vor einem Jahr gefunden, damals hattest du keinerlei Erinnerung und doch konntest du dich schon im Kampf gegen die Blatta beweisen. Ich wusste, dass du Potenzial hattest, aber das du so viel erreichen konntest, hätte ich damals nie erwartet. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass es Schicksal war, dass nur deine Kapsel den Absturz überstanden hat. Ich möchte dir nun hier für alles Danken, denn ich konnte mit ansehen, wie sich die Menschen hier ihre neue Heimat aufbauen konnten und dann noch ihre Angreifer besiegten, was alles auch dank dir geschah“, spricht Elma zu Yugo und klingt dabei sehr erleichtert, aber auch sehr froh und glücklich.
Yugo selber steht nur neben Elma und scheint nicht so recht zu wissen, was er sagen soll, als das Geräusch von Rotorblättern ertönt.
„Wir haben noch etwas für dich vorbereitet, doch dafür müssen wir dir deine Augen verbinden“, ergänzt Elma noch und verbindet schon die Augen von Yugo.

„Ich nehme dir die Augenbinde ab, aber lass deine Augen bitte erst noch zu“, ertönt wieder die Stimme von Elma, denn sie hatte ihm während des Fluges auch die Ohren zugehalten.
Er befindet sich momentan im Nichts, er hört nichts und sieht Nichts, als plötzlich…
„ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!!!“
Schlagartig öffnet Yugo seine Augen und sieht alle seine Bekannten in ihrem BLADE-Quartier.
Jeder, den er kennen gelernt und geholfen hat, ist hier und der Tisch ist festlich geschmückt. An den Wänden hängen sogar Banner, auf denen `Alles Gute zum Geburtstag´ steht.
„Was ist denn hier los?“, fragt er, immer noch erstaunt über diese Situation.
„Dennis und ich hatten letztens ein Gespräch über dich und da hatte er eine Idee. Aufgrund deiner Amnesie wusstest du ja noch nicht mal das Datum deines Geburtstags, weshalb wir nun den Tag, an dem ich dich gefunden habe, zu jenem gemacht haben. Jeder hier hat mitgeholfen, damit du gar nichts mitbekommst“, erklärt sie ihm die Situation.
„Du hast sogar geholfen die Sachen für dein Geschenk zu sammeln“, fügt Meyneth dazu und hält mit Lin etwas Großes fest.
Die Beiden gehen auf Yugo zu und übergeben das Geschenk, was leichter ist, als es aussieht.
„Meyneth und ich haben lange herumgebastelt um es fertig zu bekommen und du kannst Dennis auch danken, denn er hat das Herz einer Telethia besorgt“, gesteht Lin und grinst dabei.
„Dafür hat mein Skell aber auch viel abbekommen“, ergänzt er ihre Aussage.
Yugo entfernt das bunte Papier und zum Vorschein kommt ein rotes Schwert, das nahe des Griffes eine runde Glasscheibe hat.
„Prisma hat uns hier auch geholfen, damit das BLADE-System diese Waffe als Langschwert ansehen kann, aber auch als Photonenklinge, weshalb du nun auf alle Techniken dieser Waffen zugreifen kannst“, erklärt Meyneth.
„Wir nennen dieses Schwert `Monado´ es hat ein Ätheratribut und wenn du es aktivierst, hast du immer eine Ätherklinge“, beschreibt Prisma die Waffe.
„Ein Geschenk gibt es noch, auf dieser Datei befindet sich alles, was du zu meiner Technik wissen musst. Du kannst sie dir also aneignen, wenn du möchtest“, sagt Dennis und reicht Yugo einen kleinen Datenträger.
„Yugo, du scheinst ja richtig überrumpelt zu sein. Wie wär es mit Baumkuchen? Ich habe ihn auch selber gemacht!“, fordert Lin nun ihr Teammitglied zum Essen auf.
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Hallo Blader Dj
Diese Geschichte habe ich für dich geschrieben und ich hoffe sie gefällt dir, außerdem hoffe ich, dass du mir verzeihst, dass ich die Charaktere von dir einfach genommen habe, jedoch wäre diese Überraschung aufgeflogen, wenn ich gefragt hätte.
Ich entschuldige mich aber, dass es so kurz ist und auch eher wenig Beschreibung vorhanden ist, doch für mehr blieb keine Zeit und außerdem kennst du ja das Aussehen in der Regel.
Ich wünsche dir sonst noch alles Gute für deine Geschichte "Yugo´s Tagebuch"
Und an alle anderen Leser, ich hoffe auch euch hat diese Geschichte gefallen.
LG Mithos
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