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Die Spieluhr

von -Madara-
SongficAllgemein / P6 / Gen
Commander Shepard Jeff "Joker" Moreau Kaidan Alenko Morinth Tali'Zorah vas Normandy Thane Krios
03.05.2016
03.05.2016
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Was ist die einfachste Möglichkeit ein paar erste Schritte in einem neuen Fandom zu tun?
Richtig... Sowas hier.

Die zehn Lieder hat mein PC wieder mehr oder weniger zufällig ausgewählt (manchmal glaube ich, er will es mir schwer machen). Geschrieben habe ich nur während das Lied lief, danach habe ich dann nochmal Tippfehler oder Grammatikfehler verbessert.

Ich glaube, dass ich was Mass Effect angeht einigermaßen fit bin, aber sollten euch noch inhaltliche Fehler auffallen, haut sie mir um die Ohren.


Koma – Saltatio Mortis

Zittrig atmete Joker durch und verbarg das Gesicht in den Händen.
Er versuchte die Bilder zu verdrängen, doch es gelang ihm nicht. Immer wieder sah er die Explosion vor sich, die Shepard von der Rettungskapsel abgeschnitten hatte, als die Normandy abgeschossen wurde. Immer wieder war Joker gezwungen sich vorzustellen, wie Shepards letzte Minuten gewesen sein mussten.
Abgeschnitten von jeder Rettung, gefangen in ihrer leckgeschlagenen Rüstung. Vielleicht hatte sie Glück gehabt und Druckabfall und Sauerstoffmangel hatten sie schnell bewusstlos werden lassen. Doch irgendwie hatte Joker das Gefühl, dass sie nicht so viel Glück gehabt hatte. Sondern dass sie gesehen hatte, wie sie auf den Planeten zustürzte. Dass sie gekämpft hatte, während immer mehr Sauerstoff aus ihrer Rüstung entwich und sie immer weiter von jeglicher Rettung abtrieb. Er konnte und wollte sich die Verzweiflung nicht vorstellen, die sie in diesen Momenten empfunden haben musste, bis das letzte bisschen Sauerstoff aus ihrer Rüstung verschwunden war.



Auf Kurs – Oomph!

Thane spürte, wie es ihm immer schwerer fiel zu atmen. Schon lange versorgte seine Lunge seinen Körper nicht mehr mit genügend Sauerstoff.
Schmerzen in den Muskeln und das Gefühl zu ersticken waren für ihn beinah erschreckend alltäglich geworden. Doch nun war es anders.
Da war die tiefe Stichwunde in seinem Rumpf, die seinen ohnehin geschwächten Körper seiner letzten Kräfte beraubte. Er hörte entfernt die Stimmen seines Sohnes und von Commander Shepard, die ihm in den vergangenen Monaten zu einer engen und wichtigen Freundin geworden war. Gemeinsam lasen sie ein Gebet. Ein Gebet von dem Shepard nicht wusste, dass es für sie bestimmt war.
Vielleicht würde Kolyat es ihr sagen. Thane jedoch würde es nicht können.
Er starb.
Er wusste, dass seine Frau auf ihm wartete. Auf der anderen Seite des Meeres würde er schon bald Irikah wiedersehen.



The Price of a Mile – Sabaton

„Das ist es also”, hatte Liara gesagt. Und ja, das war es.
Sie waren in London und in wenigen Sekunden würden sie sich auf den Weg machen und die halbwegs gesicherte Stellung verlassen.
Die Soldaten würden losziehen und die Geschützstellungen der Reaper angreifen und sich anschließend möglichst bis zum Portal durchschlagen, dass sie auf die Citadel brachte.
Shepard war sich ihrer Freunde bewusst, die hinter ihr standen. Manche im wörtlichen Sinne, manche im übertragenen.
Die Normandy befand sich hoch oben im Orbit bei den anderen Flotten, sicher in den Händen von Joker. Shepard konnte sich niemanden vorstellen, bei dem die Normandy besser aufgehoben wäre.
Ihre Hände zitterten leicht, was sie zu verbergen versuchte, indem sie ihr Sturmgewehr fester hielt. So fest, dass ihre Knöchel weiß hervortraten.
Dann drehte sie leicht den Kopf und erblickte hinter sich Kaidan Alenko und Garrus Vakarian. James Vega stand unweit bei einer anderen Truppe, mit der er gemeinsam in den Kampf ziehen würde.

Dann, fast schon plötzlich, wurde das Signal zum Angriff gegeben und Shepard trabte an. Folgte den Fahrzeugen, bereit sich einen Weg durch den Feind hindurch zu kämpfen.
Sobald sie auf den Feind trafen würde jeder Meter einen hohen Preis fordern. Doch ihnen allen war es bewusst und jeder war bereit dieses Opfer zu bringen. Für ein höheres Wohl. Dennoch hatte Shepard Angst.



Vom Zauber des Wildfräuleins – Versengold

Sie waren auf den Weg zum Mu-Portal, dass sie nach Ilos bringen würde. Lange würde es nicht mehr dauern und Shepard wusste, dass sie eigentlich Vorbereitungen hätte treffen sollen.
Stattdessen jedoch lag sie in den Armen von Kaidan Alenko und lauschte dessen inzwischen wieder ruhigen Atemzügen.
Gedankenverloren strich er über ihre bloßen Schultern. Den Blick an die Decke gerichtet meinte er: „Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt.“
Leicht hob Emilia ihren Kopf von seiner Brust und blickte ihm ins Gesicht. „Wir haben das Jetzt… Und wenn du bei mir bist, ist mir das Jetzt gut genug.“
Ein Lächeln huschte nun über Kaidans Gesicht und er blickte zu Shepard. „Gut gesagt. Und vermutlich hast du Recht.“
Er schwieg einen Augenblick. „Wir können es schaffen, oder?“
Emilia machte sich etwas lang und gab ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. „Wir können alles schaffen, Kaidan. Davon bin ich überzeugt.“



Long way round – Stereophonics

Tali konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, als sie durch die Fenster des Raumschiffes hinaus in das sternengesprenkelte All blickte.
Sie war Admiral und konnte daher nicht immer auf der Normandy bleiben. Nicht so wie Garrus.
Jetzt jedoch befand sie sich auf den Weg zur Normandy, zu Garrus und zu all ihren Freunden. Auf dem Weg nach Hause, wie Tali feststellte.



Wieder unterwegs – Saltatio Mortis

Alle waren auf Position und alle Vorbereitungen waren getroffen.
Mit einem Grinsen auf den Lippen ließ Joker sich in dem Pilotensitz der Normandy nieder und warf aus dem Augenwinkel einen Blick zu Kaidan Alenko, der im Augenblick als sein Co-Pilot fungierte. Nur zeitweilig, so lange bis sie EDI wieder hergestellt hatten.
Kaidan nickte Joker mit einem Lächeln zu und wandte dann seine Aufmerksamkeit wieder auf die Konsole vor sich.
Es gab ein leises Knistern im internen Com-System, dann war Commander Shepards Stimme auf dem gesamten Schiff zu hören. „Joker, bringen Sie uns aus dem Dock.“
„Aye Aye, Commander“, bestätigte Joker zufrieden.



Zielscheibe – Oomph!

Inzwischen glaubte Shepard, dass sie alles gehört hatte.
Jedes Vorurteil, dass die Außerirdischen gegenüber Menschen hegten, war ihr vorgeworfen worden. Und sie war dessen überdrüssig geworden.
Sollten der Rat oder die Bevölkerung doch denken, was sie wollten.
Den Rat sterben zu lassen, war nicht ihre Entscheidung gewesen. Sie hatten sich auf die Sovereign konzentrieren müssen. Da war einfach keine Zeit gewesen den Rat zu retten – zumal es vielleicht zu hohe Opfer gefordert und den Ausgang der Schlacht gefährdet hätte.
Ihre Zusammenarbeit mit Cerberus und dem Unbekannten war kein Verrat an der Allianz gewesen, sondern ein notwendiges Übel. Niemand hatte ihr zuhören wollen, als sie sagte, dass die Reaper angreifen würden. Niemand war bereit gewesen ihr Mittel zur Verfügung zu stellen.



Kings and Queens – 30 seconds to mars

Die zweite Normandy war nicht nur doppelt so groß, sondern unterschied sich auch im Aufbau von der ersten.
Kaidan hatte dies schnell festgestellt, nachdem er wieder an Bord gekommen war. Weit mehr als zwei Jahre waren vergangen, seitdem die erste Normandy zerstört worden war. Von der alten Crew waren nicht mehr viele Besatzungsmitglieder an Bord.
Doch es fühlte sich tatsächlich nach einer Rückkehr an, wie Kaidan erstaunt feststellte. Commander Shepards kameradschaftlicher Führungsstil schuf eine bekannte Atmosphäre. Trotz der verzweifelten Zeiten in denen sie lebten, schien die Crew guter Dinge zu sein, dass sie die gestellten Aufgaben bewältigen konnten.
Shepard galt inzwischen als der Beweis, dass das Unmögliche möglich gemacht werden konnte, wenn man die Dinge nur mit genug Entschlossenheit und Willensstärke anging.



Ghost Devision – Sabaton

Sie mussten das Übel an der Wurzel packen.
Shepard war sich dessen bewusst und ihr Team war sich dessen ebenfalls bewusst. Und sie alle waren sich auch vollkommen darüber im Klaren, dass sie sich auf einer Selbstmordmission befanden – obwohl niemand dieses Wort gebrauchte.
Joker hatte davon gesprochen, die Normandy soweit zu reparieren, wie er konnte, damit sie ebenso schnell herauskamen, wie sie hereingekommen waren.
Der Plan war einfach: Rein, die Crew retten, den Kollektoren in den Arsch treten und dann wieder raus.
Shepard nickte ihrem Team zu – ihren Freunden, die sie in den fast sicheren Tod schickte.
Garrus erwiderte ihr Nicken mit dem turianischen Äquivalent eines Lächelns und machte sich mit dem Feuerteam Zwei auf den Weg.
Auch Jacob machte sich auf den Weg, um die Türverriegelung von Innen zu öffnen, sodass Shepard zu Thane und Legion blickte.



Ich will deine Seele – Oomph!

Schweigend saß Shepard neben Samara und blickte hinaus in das All. Viele Entscheidungen schwirrten in Shepards Kopf herum. Viele Gedanken und Eindrücke, die geordnet werden mussten.
Die vergangenen Erfahrungen mit Samaras Tochter Morinth waren dabei ein zentrales Thema. Ihr war bewusst gewesen, dass Morinth gefährlich war. Wie gefährlich jedoch, das hatte Shepard unterschätzt.
Sie hatte sich immer für eine Frau mit Willensstärke und Selbstbeherrschung gehalten, doch der Ardat-Yakshi war es ohne weiteres gelungen ihre Fassade zu zerbrechen und in ihren Geist vorzudringen.
Samara alleine war es zu verdanken, dass Shepard noch unter den Lebenden weilte. Morinth hätte sie getötet, da machte Shepard sich keinerlei Illusionen.
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