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Outtakes

OneshotAllgemein / P16 Slash
02.05.2016
31.03.2017
8
10.093
4
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
02.05.2016 1.082
 
Hallo zu meiner kleinen One-Shot-Sammlung ;)
Ich werde hier zu den verschiedensten Pairings und den unterschiedlichsten Situationen One-Shots schreiben :)
Den Anfang macht eines meiner absoluten Lieblingspairs :D

Gerne nehme ich auch Wünsche an. Falls jemand einen hat, einfach schreiben, ich beiße nicht ;)
Egal ob Hetero, Yaoi, Yuri oder Crack. Einzig zu OCs schreibe ich nicht, bitte habt Verständnis dafür.

Natürlich freue ich mich auch über Reviews und eure Meinung ;)

Liebste Grüße und ich hoffe, es finden sich einige Leser ;)



1. Narben - AlibabaXHakuryuu


POV: Alibaba


"Ich habe gehört, du hättest Morgiana deine Gefühle gebeichtet?"

Ich war mir ziemlich unsicher, ob ich Hakuryuu wirklich darauf ansprechen sollte, aber ich wollte auch nicht, dass er länger so niedergeschlagen und einsam am Ufer des Sees sitzt und trübsinnig ins Leere starrt.

"Ja. Aber sie hat mich abgewiesen.", antwortete er mir ruhig, sah mich nicht an.
"Tut mir leid.", meinte ich, setzte mich vorsichtig neben ihn ins Gras und betrachtete ihn missmutig.
Es gefiel mir nicht, ihn so zu sehen.
Er seufzte.
"Schon gut. Was habe ich eigentlich auch erwartet? Morgiana ist so hübsch, was will sie da auch mit jemandem wie mir?"
"Was meinst du damit?"
"Naya, ich bin ja durch meine Brandnarben im Gesicht ziemlich entstellt, nicht wahr?"
Der Schwarzhaarige lachte bitter, während ich ihn ungläubig ansah.
Ist das jetzt sein Ernst?
Denkt er allen ernstes, Morgiana hätte ihn wirklich nur aufgrund seiner Narben abgewiesen? Das ist doch lächerlich, so ein oberflächlicher Mensch ist sie nicht.
Zudem, wo ist er denn bitte hässlich? Er hat es nicht direkt so gesagt, aber ich wusste, dass er genau das damit meint. Dabei finde ich, dass er einer der hübschesten Jungen ist, die ich je gesehen habe.

Sachte griff ich nach seiner Hand, wusste nicht, ob ich es wirklich wagen sollte.

"Das ist nicht wahr. Du bist nicht entstellt.", meinte ich, während er endlich den Blick hob und mich irritiert anblinzelte.
"Jeder Mensch trägt in seinem Leben Narben davon. Ob nun äußerliche oder innerliche. Ich jedoch finde, dass es dich keineswegs unansehnlicher macht. Ganz im Gegenteil. Das klingt jetzt sicher komisch, aber ich finde dich unheimlich attraktiv."
Seine Augen weiteten sich perplex, während ich den Griff um seine Hand verstärkte und er letztlich ungläubig den Kopf schüttelte.
"Das...klingt wirklich komisch...", sagte er dann und lachte leise, wurde sichtlich verlegen.

Ich kratzte mir peinlich berührt am Hinterkopf und sah zur Seite.
"Also...ich meine..."
Oh je, wo habe ich mich da nur rein geredet?
Dabei entsprach es der Wahrheit.
"Vielleicht war es von Anfang an nicht Morgiana, die für dich bestimmt war."
Er legte fragend denn Kopf schief, während ich den dicken Kloß in meinem Hals herunter schluckte und veruschte meinen pochenden Herzschlag irgendwie unter Kontrolle zu bekommen.
War es wirklich richtig, ihm zu sagen, dass ich ihn schon lange mochte? Mehr als nur auf freundschaftlicher Basis und mehr, als ich es vermutlich sollte.
Als Morgiana mir und Aladin von Hakuryuus Geständnis erzählte, ist in mir ein seltsames Gefühl aufgestiegen, dass ich in diesem Moment nicht genau zu benennen wusste.
Doch nun war mir bewusst, dass es wohl Eifersucht sein musste. Eifersucht darauf, dass er diese Worte ihr und nicht mir gesagt hat.
Doch woher sollte er auch wissen, was ich fühlte, wenn ich es ihm nie gezeigt habe? Wenn es mir doch bis vor kurzem selbst noch nicht klar war?
Dabei war dieser Junge von Anfang an etwas ganz besonderes für mich.

"Vielleicht...sollte ich versuchen, dich zu trösten?", fragte ich dann unsicher und zwang mich zu einem Lächeln.
"Es ist schon in Ordnung, Alibaba. Ich komme schon damit klar.", meinte er aufmunternd.
"Naya, aber du mochtest sie doch wirklich, nicht wahr? Und ihre Abweisung tut dir weh."
"Das ist schon wahr, aber..."
Er brach ab, sah dann zur Seite, entzog seine Hand meiner und ließ ein seltsames Gefühl der Leere in mir aufkommen.
"Deswegen will ich dich ein wenig ablenken.", beharrte ich weiter, griff dann sachte nach seinen Wangen und drehte sein Gesicht zu mir, lehnte meine Stirn gegen seine.
Mein Herz hämmerte so laut gegen meine Brust, dass ich mir sicher war, dass er es hören müsste.

"Und wie?"

Es kostete mich wirklich all meinen Mut, diesen Schritt auch wirklich durchzuziehen. Dabei wollte ich es. Doch es ist dennoch nicht so einfach für mich, nicht doch noch einen Rückzieher zu machen.
Doch ich riss mich zusammen und fasste mir ein Herz.
Sei gefälligst ein Mann!
Und das er mich trotz meiner Nähe nicht von sich stieß, war doch ein gutes Zeichen, nicht?

Behutsam überwand ich also den letzten verbliebenen Abstand zwischen uns und legte scheu meine Lippen auf seine. Zurückhaltend, probierend und unsicher, aufgrund seiner möglichen Reaktion.

Er behielt seine Augen offen und sah mich überfordert an, als ich mich wieder von ihm löste und einen nervösen Blick auflegte.

"So schlimm?", fragte ich dann enttäuscht, doch er schüttelte den Kopf.
"Nur überraschend. Und neu. Ich habe noch nie einen anderen Jungen geküsst. Aber es ist nicht schlimm. Ich...mag es irgendwie..."
Es dauerte eine Weile, bis seine Worte zu mir durchsickerten, doch dann lächelte ich glücklich.

"Kannst du...es noch mal machen?", flüsterte er leise, traute sich offenbar gar nicht wirklich, diese Worte laut auszusprechen.
Mein Herz machte einen freudigen Sprung und ich drückte ihm erneut meine Lippen auf. Dieses mal ein wenig mutiger und als ich spürte, wie er meinen Kuss erwiderte, breitete sich ein angenehmes Kribbeln in meinem gesamtem Körper aus.
Ich bewegte meine Lippen gegen seine und er krallte währenddessen unsicher seine Finger in mein Oberteil.

"Entschuldige. Ich kann das nicht so gut. Du wirst wohl mit mir üben müssen.", meinte er dann, als er sich von mir löste, rutschte näher an mich ran und ich lachte leise.
"Nichts lieber als das."
Dabei bin ich doch selbst nicht viel erfahrener als er.
Aber das macht nichts. Wir werden diese Erfahrungen einfach gemeinsam sammeln.

"Und meine Narben stören dich wirklich nicht?"
"Aber nicht doch. Ich finde dich perfekt, genauso wie du bist."
Er lächelte zaghaft, lehnte dann seinen Kopf an meine Brust.

"Vielleicht hast du ja recht und es sollte wirklich nicht Morgiana sein. Vielleicht warst es ja von Anfang an du und ich habe es nur nicht gemerkt."


-End-
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