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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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Dieses Kapitel
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01.01.2019 1.672
 
Es war ein Wunder das sie es tatsächlich geschafft hatten. Sie waren dem Labyrinth tatsächlich entkommen, die Verluste waren nicht annähernd so groß gewesen, wie er sich vorgestellt hatte. Doch trotzdem war alles irgendwie den Bach runtergegangen. Erst die Sache mit Gally und Nico, diese komischen Menschen hinter den Glasscheiben. Die anderen Leute die plötzlich alle abgeknallt haben und sie dann in dieses Haus gebracht hatten, wo sie nun schon einige Tage herumgesessen hatten und jetzt dieses Rattengesicht, dass ihnen sagen wollte was sie zu tun hatten. Ach ja und dieser neue Typ der nun anscheinend Teresa ersetzte, was auch immer mit ihr passiert war. Thomas machte sich natürlich die ganze Zeit Sorgen, wie es sich für einen zukünftigen Ehemann gehörte, und diese Tattoos gingen ihm auch nicht aus dem Kopf. Wer kam auf die Idee einen Haufen Typen im Schlaf zu tätowieren? Also wirklich, ‚Der Anführer‘? Was war dann denn für ein beklonkter Titel?! Aber nun standen sie vor diesem Portal-Klonk und keiner wollte zuerst gehen. Er verstand natürlich warum, wer würde schon einfach so in ein Flat… wie auch immer es weiterging, hineingehen wollen? Er sah also von einer Person zur nächsten, jeder starrte entweder auf die graue Wand oder schien den Blick auf den Boden zu richten, als ob sie dachten, es würde dadurch verschwinden. „Also Leute. Wer geht zuerst? Wir haben alles zusammen, es muss nur noch einer durchgehen und dabei nicht anfangen zu schreien, damit wir wissen das alles in Ordnung ist.“ Einige Blicke richteten sich in seine Richtung, genauso wie der von Nick, welcher dabei eine Augenbraue hochzog. „Warum gehst du dann nicht? Pass nur auf, dass du dir dabei nicht in die Hosen klonkst.“ Er grinste breit und deutete dann aber auf seinen Nacken. „Ich glaube als Anführer hat man so eine Art Sonderstatus, denkst du nicht? Vielleicht sollte der Geist lieber gehen. Der ist ja sowieso schon tot, richtig?“ Nick verdrehte die Augen und richtete seinen Blick dann wieder auf das graue Ding vor ihnen. „Ich gehe. Ich hab sowieso nichts zu verlieren.“ Nico, der zuvor nur an einer Wand gelehnt hatte, ging nun auf den Teleporter zu. „Hey! Du gehst da nicht einfach durch. Vielleicht bringt es dich wirklich um.“ Nick hielt Nico am Arm fest, dieser riss sich allerdings los. „Seit wann interessiert es dich denn, was mit irgendwem passiert? Wenn wir den ganzen Tag nur hier herum stehen werden wir wahrscheinlich irgendwann verhungern und- ach egal. Wenn keiner gehen will, dann mach ich es halt.“ Er konnte sich genau vorstellen, was der schwarzhaarige hatte sagen wollen. Jeder dachte daran was ihr passiert war. Zumindest eine ganze Menge von ihnen. „Ich denke nicht das du gehen solltest. Das mit Gally ist erst ein paar Tage her, ich glaube nicht das du dich schon solcher Belastung aussetzen solltest. Wer weiß was passieren könnte?“ Thomas legte ihm eine Hand auf die Schulter und tatsächlich schien Nico sich ein wenig zu beruhigen. „Und was schlägst du dann vor, oh großer Held, der uns aus den Fängen der Griewer befreite?“ Thomas warf ihm einen genervten Blick zu, doch Minho konnte genau sehen, wie er sich ein Grinsen nur knapp verkneifen konnte.
„Ich gehe. So einfach ist das.“ Bevor irgendjemand von den anderen Jungen reagieren konnte, hatte Thomas bereits seinen Arm durch die graue Wand gesteckt und war kurz darauf verschwunden. Einen kurzen Moment starrten alle nur auf die Wand die gerade den braunhaarigen Läufer verschluckt hatte. „Da er nicht angefangen hat zu schreien, wird wohl alles in Ordnung sein.“ Sagte Minho schließlich und nickte Nico zu, der auf seine Bestätigung gewartet zu haben schien und das obwohl er eigentlich auf niemanden besonders gut zu sprechen war. Auch der schwarzhaarige verschwand nun durch die Wand. Nach und nach verschwanden dann auch die anderen durch die Wand, bis nur noch Newt, Nick und er selbst vor der Wand standen. „Ich habe ein schlechtes Gefühl bei der Sache.“ Newt sah die beiden an, als würde er den Tod hinter der Wand vermuten. „Wird schon nicht so schlimm sein. Ich meine, was kann schon schlimmer sein als das Labyrinth?“ Minho versuchte seine beiden Freunde aufzumuntern, doch Newt hatte noch immer einen unheilvollen Blick aufgesetzt. Nick legte Newt eine Hand auf eine Schulter. „Wenn wir nicht durchgehen werden wir es nie herausfinden, oder? Also los Kleber, beweg dich.“ Als Nick Newt durch die Wand geschubst hatte, drehte sich Nick zu ihm um. „Wir werden sie um jeden Preis beschützen, klar? Wir können nicht noch mehr verlieren. Wir werden alles tun war in unserer Macht steht, klar?“ Minho sah Nick etwas verwirrt an. „Ich weiß ja nicht was du anderes erwartet hast, aber ich hatte nicht vor irgendjemanden als lebendiges Schild zu benutzen.“ Nick fuhr sich über die Augen. „Ich glaube ich habe einfach zu wenig geschlafen…“ Dann trat auch er durch die Wand, Minho war ihm dicht auf den Fersen. Das erste was er hörte war ein gellender Schrei.

Die Hitze war unerträglich. Alle hatten sich in ihre Bettlaken gehüllt, um der Hitze der glühenden Sonne zu entkommen, die vom Himmel auf die Wüste hinunter schien. Zumindest die, die noch übrig waren. Erneut hatten sie vier verloren und Winston war der lebende Beweis für das was ihnen begegnet war. Die Frage war nur, wie lange er noch ein lebender Beweis sein würde. Er wurde von Clint und Jake hinter sich her geschleift und konnte ohne ihre Hilfe wahrscheinlich nicht einmal den kleinen Finger bewegen. Er war bleich, sein Kopf von grauenhaften Wunden übersäht, die Minho sich definitiv nicht genauer ansehen wollte. Er hatte zwar nichts sehen können, doch Thomas hatte ihm die fliegenden Kugeln nach seinem Gefühl so genau beschrieben, dass er sich ein gutes Bild hatte machen können. Eine von ihnen hätte Winstons Kopf beinahe vollkommen gefressen und seine Schreie waren genug gewesen, um die Schmerzen zu verdeutlichen die er gespürt haben musste. Thomas hatte die Kugel von seinem Kopf gezogen und ebenfalls Wunden an seinen Händen erlitten. Clint sah jedoch nicht viel besser aus, als denjenigen den er stützte. Er war genauso bleich, sein Blick war ins Leere gerichtet und er bewegte sich nur schleppend vorwärts. Auch Jeff war von einer der Kugeln attackiert worden und hatte nicht so viel Glück gehabt wie Winston. Sie hatten ihn schreiend zurücklassen müssen, was Clint wohl am nächsten gegangen war. Er hatte tatsächlich von einigen Lichtern mitgezogen werden müssen, um nicht wieder zurück zu rennen, um seinen Freund zu retten. Minho lief ein wenig schneller, bis er neben Clint stehen blieb. „Hey Clint.“ Der Sani reagierte nicht einmal als der Asiate ihn ansprach. „Du solltest versuchen für Jeff weiterzumachen. Stell dir einfach vor, er würde durch dich weiterleben. Du würdest ihm doch ein schönes Leben ermöglichen wollen, oder?“ Clint sah Minho nicht an, antwortete ihm diesmal allerdings. Seine Stimme war dünn und sie zitterte, als würde er jeden Moment in Tränen ausbrechen. „Ich weiß deine Bemühungen zu schätzen, Minho. Aber ich glaube ich brauche einfache in bisschen Zeit für mich. Aber ich denke mal darüber nach…“ Er sprach langsam und es schien ihm schwer zu fallen überhaupt ein Wort herauszubringen. Jake schenkte Minho ein schmales Lächeln und legte Clint eine Hand auf die Schulter.
Minho fühlte sich schrecklich, weil er Clint nicht helfen konnte und Jeff nicht hatte beschützen können. Er schloss zu Nick auf, der nur einige Schritte vor ihm ging. „Hat gut funktioniert.“ Nick hatte die Hände zu Fäusten geballt. „Wieso? Wieso passiert das alles?“ Minho war sich nicht sicher, ob Nick ihn überhaupt gehört hatte. „Keine Ahnung. Aber wir müssen etwas dagegen tun.“ Ein Knacken ertönte, als sich Nicks Hände noch mehr verkrampften. „Das dachten wir vorher auch schon. Und war hat uns das gebracht? Es hat uns vier Leute gekostet Minho. VIER!“ Nick atmete einige Male tief durch um sich zu beruhigen. „Ich kann das einfach nicht mehr. Es ist viel zu viel. Wie sollen wir sie denn beschützen, wenn plötzlich so etwas passiert?“ Minho wusste darauf ebenfalls keine Antwort. „Wir müssen es einfach versuchen. Alles ist besser als einfach aufzugeben.“ Nick nickte schwach, dann sagte er nichts mehr.

Ein lautes Krachen weckte Minho mitten in der Nacht. Sobald die Sonne untergegangen war, wurde es kälter. Es war zwar nicht Eiskalt, aber im Vergleich zum Tag war den Lichtern sehr kalt, weshalb sie eng beieinanderlagen. Alle Jungen waren durch das knallen aufgewacht und sahen sich nun verwirrt um. Sofort fiel Minho auf, dass der Himmel voller Wolken war und in nicht allzu großer Entfernung Blitze am Himmel zuckten. „Wir sollten weiter. Es ist nicht mehr so weit bis zu den Häusern, wenn wir uns beeilen, schaffen wir es noch, bevor uns das Gewitter erreicht!“ Thomas versuchte sich über das Grollen des Donners gehört zu verschaffen. Als alle endlich verstanden hatte was der Läufer von ihnen wollte, packten sie ihre Sache und liefen weiter in Richtung der Häuser. Ihr Weg wurde von regelmäßigen Blitzen erleuchtet, die immer näherkamen. Hinzu kam kurz darauf ein kräftiger Wind, und bald auf starker Regen, vielleicht sogar Hagel. Kurz nach Einsetzen des Regens hatten sie angefangen zu rennen, bald schlugen die Blitze nur wenige Meter neben ihnen ein. Minho als Läufer war an der Spitze der Lichter und drehte sich immer wieder zu den anderen um. „LOS! LAUFT SCHNELLER!“ Doch Minho wusste genau, dass sie bereits so schnell liefen wie sie konnten. Er konnte nichts tun, damit sie schneller liefen. Gerade drehte er sich wieder nach vorn, um zu sehen wie weit sie noch laufen mussten, als er ein grelles Licht neben sich sah. Nicht einen Meter neben ihn hatte ein Blitz in den Boden eingeschlagen. Minho spürte zuerst nur wie sich seine Haare aufstellten, dann flog er plötzlich durch die Luft und fühlte sich, als hätte der Blitz in direkt getroffen. Elektrizität floss durch seinen gesamten Körper und noch bevor er auf dem Boden aufkam, hatte er bereits das Bewusstsein verloren.
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Ja, ich weiß. Ich brauche echt lange für neue Kapitel. Das tut mir sehr leid. Aber hier habt ihr eins. Ich hoffe es gefällt euch und bis zum nächsten mal :)
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