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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
20.01.2018 1.251
 
Es war der letzte Tag. Sein letzter Tag. Doch das wusste keiner von uns. Nicht einmal er selbst. Auch ich nicht, als ich am Morgen aufstand, bereit in den Tag zu starten und voller Energie. Ok. Das war gelogen. Ich war müde, weil ich mir die ganze Nacht Sorgen um ihn gemacht hatte aber trotzdem war ich irgendwie wach. Es war ein merkwürdiger Tag aber ich machte mir nicht allzu große Gedanken. Mein Tag bestand aus Essen, Kräuter sammeln, auf die Patienten aufpassen, dabei in meine Bücher schreiben, mir Sorgen machen und mit den Jungs reden. Nicht sonderlich spannend würde man denken, bis ich spät abends im Sani-Raum saß und Nico plötzlich reinkam. Er schien außer Atem und war irgendwie aufgedreht. Er öffnete den Mund, doch bevor er etwas sagen konnte schloss er ihn wieder und fiel einfach um.
Ich war so überrascht und geschockt von dem Anblick, dass ich einige Sekunden reglos sitzen blieb und dann irgendwann aufsprang und zu ihm rannte. Ich fühlte seinen Puls, prüfte ob er noch atmete und alles Mögliche, doch alles schien normal, bis auf die Tatsache, dass er hier vor mir lag und die Augen nicht öffnete. Selbst als ich ihm einmal ins Gesicht schlug, in der Hoffnung, dass er davon wach werden würde, tat sich nichts. Also versuchte ich ihn hoch zu hieven und schleppte ihn dann zu einem freien Bett bevor ich die Tür öffnete und nach Clint und Jeff rief, die beide in ihren Zimmern sein dürften. Erst später fiel mir ein, dass ich dadurch auch die anderen weckte, aber eigentlich war das auch egal. Zart und Toby waren ebenfalls aufgewacht und sahen mir verwirrt hinterher, da ich nun nervös im Raum auf- und ablief, weil ich auf die Experten im Gebiert „gestochen werden“ wartete und keine Ahnung hatte, ob das normal war oder nicht. Es fühlte sich an wie Stunden bis die Tür aufging und nicht nur die beiden anderen Sanis, sondern auch Nick, Alby, die Hüter und Läufer versuchten sich in den Raum zu quetschen.
„Was ist los Mel?“ Clint klang beunruhigt und wurde blass, als er Nico dort auf dem Bett liegen sah. „Keine Ahnung.“ Brachte ich nur leise hervor und deutete mit zitternden Händen auf Nico, welcher noch immer einfach dort lag, ruhig atmete aber sonst nichts tat. „Wie, keine Ahnung? Ich dachte du bist Sani, du musst doch wissen was mit ihm los ist!“ Meinte Adam und sah mich wütend an, als ob ich dafür verantwortlich wäre, dass Nico umgefallen war.
„Woher denn?! Er ist einfach reingekommen und umgefallen! Wie soll ich denn da wissen was mit ihm los ist!“ Schrie ich ihn an. Ich war vollkommen fertig. Ich hatte gedacht mit Nico sei jetzt alles wieder in Ordnung, aber Fehlanzeige. Da kam der einfach rein und fiel um und ich hatte keine Ahnung was los war! Er hätte doch wenigstens vorher noch etwas sagen können! Mir einen Tipp geben können! Plötzlich fiel mir auf, wie laut es in dem Raum war. Alle anwesenden redeten wild durcheinander und ich hatte das Gefühl das mein Kopf wegen der Lautstärke gleich explodieren würde. Ich hielt mir mit meinen Händen die Ohren zu und versuchte mich langsam zu beruhigen.
Irgendwann war ich wieder ruhiger und auch meine Hände zitterten nicht mehr so stark wie zuvor, weshalb ich meine Hände wieder herunternahm und einmal tief durchatmete. „Ok, habt ihr was gefunden?“ Ich sah zu Clint und Jeff, die sich in der Zeit mit Nico beschäftigt hatten. „Wie es aussieht schläft er einfach nur sehr tief. Ich wusste ja, dass man ihn nicht leicht wecken kann, aber das ist schon wirklich extrem. Vielleicht war er einfach noch nicht richtig fit als wir ihn entlassen haben. Abwarten ist hier wahrscheinlich die beste Lösung.“ Jeff sah mich an und lächelte leicht, was mich tatsächlich ein bisschen beruhigte. „Na gut…“ Murmelte ich und ließ mich erschöpft auf den Stuhl fallen, auf dem ich bis vorhin noch gesessen hatte.
„Tut mir leid, dass ich euch aufgeweckt habe. Das wollte ich nicht. Ich hatte nur ein wenig Panik…“ Ich gähnte einmal und sah dann auf die Uhr, die im Sani-Raum hing. „Ihr solltet lieber wieder schlafen gehen, immerhin müsst ihr alle morgen früh raus.“ Ich schnappte mir wieder eines der beiden Bücher, als Clint mir eine Hand auf die Schulter legte. „Bist du dir sicher, dass du den Rest der Nacht alleine klarkommst?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Wenn nicht schreie ich einfach wieder. Ich hoffe nur, dass nicht irgendwas mit James passiert…“ Ich sah besorgt zu dem Bett unseres Patienten, woraufhin auch die anderen zu ihm sahen. „Atmet er überhaupt noch?“ Ich sah geschockt auf und warf dann noch einmal einen Blick auf die Uhr. Schließlich hetzte ich zu seinem Bett und kontrollierte alles Wichtige. „Wieso hab ich‘s vergessen?! Alle zehn Minuten hatte ich gesagt und jetzt?! Jetzt waren es schon zwanzig!“ Die Jungs sahen mir seufzend zu, bis auf die, die bereits wieder in ihre Betten verschwunden waren.
„Wieso musst du dir immer so viel vornehmen? Wenn du vor Anstrengung irgendwann umkippst, bringst du keinem mehr etwas.“ Ich hielt inne, während ich James Temperatur messen wollte. „Ich will doch nur das es ihm wieder besser geht…“ Sagte ich und ließ die Schultern hängen, während die anderen Gally böse ansahen. „Und ich schaff das schon. Aber danke dass du dir Sorgen machst. Süß von dir.“ Ich lächelte den Baumeister kurz an, dann kümmerte ich mich weiter um James, während die Jungs irgendwann gingen.
Schließlich war ich wieder allein und auch Toby und Zart waren wieder eingeschlafen. So saß ich da in dem stillen Raum, allein mit vier schlafenden beziehungsweise bewusstlosen Jungen. Ich war ziemlich müde aber ich wollte nicht einschlafen. Immerhin musste ich mich um James kümmern. Also zog ich meinen Stuhl rüber zu James und setzte mich neben sein Bett, wo ich nun gähnend herumsaß. Nach einiger Zeit sah ich auf die Uhr und dann zu James. Es wäre schon in Ordnung ein wenig zu schlafen, oder? Immerhin war bisher ja nichts passiert, also- Nein, stopp! Ich musste wach bleiben! Also saß ich dort herum und versuchte mich irgendwie wach zu halten, doch irgendwann siegte die Müdigkeit und ich schlief ein.

Meine Hand fühlte etwas Kaltes. Es war kalt und unbeweglich, fühlte sich aber trotzdem irgendwie vertraut an. Ich richtete mich auf und öffnete die Augen um zu sehen was es war. Vielleicht hatte sich jemand einen Scherz erlaubt und mir Eiswürfel in die Hand gelegt. Dann wäre meine Hand aber nass und das Etwas fühlte sich nicht klein und eckig an. Ich brauchte einen Moment bis ich richtig wach war und verstand was es war. Er war kalt. Unbeweglich. Er war Tod.
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Äh... Hatte ich gesagt vor Silvester kommt bestimmt noch was? Äh... Ja. Frohes neues Jahr, ne? ^^'
Sorry. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Und ich verspreche keine Besserung, weil... ja. Ich jetzt zwei Wochen Praktikum habe und dann wahrscheinlich immer erst so gegen Sechs oder Sieben zu Hause bin und... Joa. Ich muss dazu noch nen Bericht schreiben und alles, also wird das wahrscheinlich eher nichts mit dem regelmäßig und so. Aber irgendwann funktioniert das vielleicht wieder. Wir werden sehen.
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen, wobei ihr mich wahrscheinlich am Liebsten wieder alle umbringen wollt, weil ich alle umbringe, verständlich. Der Würfel ist schuld. Ja, ich habe seinen Tod gewürfelt! Irgendwie muss ich doch über das überleben meiner Charaktere entscheiden! Gut, tötet den Würfel, nicht mich. Bis zum nächsten mal dann ^^'
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