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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.05.2016 1.324
 
Hey Freunde der Nacht ^^
Das es diesmal ein Vorwort gibt, liegt an der angekündigten Brutalität. Da sich niemand wegen einer Zusammenfassung gemeldet hat, gehe ich davon aus, dass das jetzt nicht schlimm für euch sein wird. Wegen Albträumen übernehme ich keine Haftung (schreibt man das so?). Ich habe euch gewarnt! Cranks sind nicht nett!
Joa und jetzt wünsche ich euch noch viel Spaß beim lesen und bis zum nächsten mal, ne?
Tschüssi ^^
PS: Achtung Cliffhanger XD
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Einige Wochen vergingen. Es passierte nichts, außer dass ich die Stadt auskundschaftete und einigen Cranks auswich. Zu einer Auseinandersetzung wie an meinem ersten Tag, kam es also nicht. Mittlerweile hatte ich in einer alten verlassenen Lagerhalle, die früher wohl mal Ausrüstung zum Bergsteigen hergestellt hatte, einen Gürtel gefunden, an dem ich nun immer ein Messer, sowie zwei scharfe Glasscherben mitführte. Das Messer hatte ich einem bewusstlosen Crank geklaut, der kurz zuvor von einem anderen K.O. geschlagen worden war. Es war ein Taschenmesser und ließ sich super auf und zu klappen, der Crank vermisste es wahrscheinlich, aber irgendwie musste ich mich ja verteidigen können. Auch hatte ich ein Halstuch gefunden, welches ich immer wenn ich mein schützendes Haus verließ über Mund und Nase band, sodass nur noch meine Augen zu sehen waren, da ich zusätzlich noch die Kapuze meines Pullovers aufsetzte. Auch der Rucksack wurde zu einem ständigen Begleiter. In dem bewahrte ich immer etwas Wasser und zu Essen auf. Apropos Essen, inzwischen musste ich den Dosen-Fraß auch nicht mehr mit den Fingern essen, sondern konnte ihn mit Hilfe eines Löffels verschlingen. Den hatte ich irgendwo auf einem Weg gefunden und ein wenig meines kostbaren Wassers verschwendet, um ihn etwas sauber zu machen. Auch hatte ich meine Vorräte wieder etwas aufstocken müssen. Zum einen war ich noch einmal in den Tunnel zurückgegangen, diesmal sogar bewaffnet und hatte mir dort noch zwei weitere Kanister mit Wasser geholt, ohne das mich die Cranks entdeckt hatten, obwohl es einmal ziemlich knapp gewesen war. Auch hatte ich eine weitere Lagerhalle gefunden, in der es noch mehr von den Dosen gab, diesmal sogar mit Schwein und etwas das nach Pommes schmeckte, aber nicht im entferntesten aussah wie eine Kartoffel. Gerade kundschaftete ich Mal wieder einen neuen Teil der Stadt aus. Überall Hochhäuser, also nicht anders als in den anderen Teilen der Stadt, aber wer wusste was es hier vielleicht für nützliche Dinge gab? Immerhin hatte ich auch den Löffel bei einem dieser Rundgänge gefunden. Der war jetzt vielleicht nicht so nützlich, immerhin hatte ich das Essen auch ohne ihn essen können, aber auf jeden Fall besser, als ohne ihn auskommen zu müssen. Ein lauter Schrei riss mich aus meinen Gedanken. Erschrocken sah ich mich um und erblickte an der nächsten Kreuzung, warum gab es hier eigentlich so viel?! zwei Leute. Das eine schien eine Frau zu sein, das andere ein Mann. Die Frau schien noch nicht allzu lange hier zu sein, während der Mann schon ziemlich heruntergekommen aussah mit seiner zerrissenen Kleidung und den vielen Narben. Sie standen sehr nah beieinander, weshalb ich nicht genau sehen konnte was sie taten. Vorsichtig trat ich näher heran und versteckte mich dann hinter einer Mülltonne. Die lagen überall herum, obwohl sie sowieso keiner Benutzte. Von hier aus konnte ich sehen, warum die Frau geschrien hatte, denn scheinbar war es die Frau gewesen. Der Mann hatte ihr ein Messer bis zum Griff in die Brust gerammt, jetzt lachte er vor sich hin. Wie konnte man nur so krank sein?! Entsetzt starrte ich auf das Schauspiel ohne meinen Blick abwenden zu können. Jetzt griff der Mann das Messer, zog es wieder heraus und rammte es ihr in den Magen. Aus der Wunde in ihrer Brust sickerte nun leuchtend rotes Blut. Erst saugte sich ihre schmutzige ehemals weiße Blus mit der roten dickflüssigen Flüssigkeit voll, dann tropfte es auf den Boden und hinterließ langsam eine Pfütze, die man, wenn man nicht wusste das es Blut war, auch für Ketchup halten konnte. Die Frau schrie erneut schmerzerfüllt auf, weshalb der Mann nun laut lachte. Nun konnte man das irre daraus heraus hören, was zeigte, dass nicht nur seine Taten krank waren, sondern auch er selbst. Mit offenem Mund starrte ich noch immer zu der Szene herüber, die beiden hatten mich noch nicht bemerkt. Nun stieß der Mann der Frau hart vor die Brust, genau an die Stelle, aus der noch immer Blut auf den sandigen Boden tropfte. Sie ging unter einem schrillen Schrei zu Boden. Der Mann schaute einen Moment lang regungslos auf sie hinab, dann trat er ein paar Mal gegen den Messergriff, welcher nun gänzlich im Körper der Frau versank. Ich ließ mich nach hinten fallen und atmete stark ein und aus. Ich hatte schon viel Grausames in dieser Stadt gesehen, doch das war bisher das schlimmste. Der Kopf der Frau kippte zur Seite während sie schrie und sah mich direkt an. Tränen liefen über ihre Wangen und sie sah mich flehend an. „Hilf mir!“ Schrie sie dann, weshalb der Mann nun auch auf mich aufmerksam wurde. Erstarrt sah ich, wie er auf mich zukam. Er war noch knapp fünf Meter entfernt, als endlich ein Schalter umsprang und ich aufsprang. Noch schneller als an meinem ersten Tag rannte ich davon. Glücklicherweise hatte ich begonnen meine Ausdauer zu trainieren und konnte nun schneller laufen. Doch auch hinter mir hörte ich schnelle Schritte, nur das sie diesmal immer näher kamen und nicht auf gleichem Abstand blieben. Verzweifelt rannte ich weiter, als mir einfiel, was die Frau damals gesagt hatte. Damals hört sich vielleicht komisch an, weil es immerhin erst einige Wochen her war, aber für mich hatten sie sich wie Monate angefühlt. Also schlug ich den Weg ein, der mich zu der Frau und ihren Freunden führte. Schon von weitem sah ich die Sackgasse in der ich damals von den Cranks umzingelt gewesen war und rannte weiter darauf zu. Ich riss meinen Mund auf und schrie nach Hilfe, doch es kam kein Ton heraus. Verwirrt versuchte ich es erneut, doch nichts passierte. Das einzige was ich hörte war mein keuchender Atem und ein leises krächzen dem man jedoch keine Worte zu ordnen konnte. Verzweifelt rannte ich weiter. Was sollte ich denn jetzt machen?! Ich bog eine Straße vor der Sackgasse ab und dann die zweite rechts. Wieder stand ich vor einer Sackgasse, doch wieder gab es Kisten und einen Aufstieg. So schnell ich konnte kletterte ich rauf, doch ich war gerade erst bei der Hälfte, als auch der Mann unter mir an der Wand angekommen war und jetzt ebenfalls hinauf kletterte. Ich wusste, wenn ich nicht irgendetwas unternahm, würde er mich kriegen. Als ob er meine Gedanken gelesen hätte rief er mit säuselnder Stimme: „Komm her Süße! Es hat keinen Zweck weg zu laufen! Ich kriege dich trotzdem!“ Panisch kletterte ich immer weiter und bekam tatsächlich die Kante zu fassen, als etwas meinen Fuß packte. Wie bei einem Déjà-vu blickte ich nach unten und sah kurz die Crankfrau vor meinen Augen, bis das Bild sich änderte und der Mann auftauchte. Auch er hatte dieses mordlüsterne Grinsen im Gesicht und seine Augen funkelten. Doch ich konnte genauso einen abwesenden Blick bei ihm ausmachen, wie als wenn er von etwas kontrolliert würde, was in diesem Fall wahrscheinlich der Brand war. Ich schrie und hörte diesmal tatsächlich einen Schrei, doch dieser klang wie ein krächzen, wie vorhin bereits der Hilferuf. Meine Hände schmerzten bereits vom Festklammern und das Bein, an dem der Mann hing, fühlte sich an als würde es gleich abfallen. Ein bedrohliches Knacken ertönte, während ein brennender Schmerz durch mein Bein fuhr. Erneut schrie ich, diesmal jedoch vor Schmerz, doch erneut klang es nicht wie meine Stimme. Meine Hände rutschten immer weiter von der Kante und ich war kurz davor los zu lassen, als etwas knallte, knapp an meinem Kopf vorbei zischte und dann von unten ein Schrei ertönte. Das Gewicht ließ sofort nach, doch trotzdem rutschten meine Hände ab und ich viel in die Tiefe.
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