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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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Dieses Kapitel
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24.10.2017 1.982
 
„Du hast was getan?!“
Ich musste zugeben, dass ich mir das erste richtige Gespräch mit Nico nachdem er aufgewacht war, ein wenig anders vorgestellt hatte. Selbstverständlich war Nick sofort gekommen, als er gehört hatte, dass Nico wieder wach war und hatte ihm brühwarm erzählt, dass ich ins Labyrinth gerannt war, um ihn auf die Lichtung zu holen. Dieser war, welch Überraschung, nicht besonders begeistert, dass ich mich dieser Gefahr ausgesetzt hatte, aber jetzt mal ehrlich. Wäre es ihm lieber gewesen, ich hätte ihn da einfach liegen lassen?! Dann hätte er jetzt gar nicht die Möglichkeit mit mir zu diskutieren und alles, also weshalb beschwerte er sich?
„Warum siehst du nicht einfach ein, dass du einen Fehler gemacht hast und hörst auf mit mir zu diskutieren?!“ Nico war sichtlich genervt von mir, aber was sollte ich denn sagen? Ich war mehr als nur genervt von ihm!
„Warum siehst DU nicht einfach ein, dass ich KEINEN Fehler gemacht habe und dir deinen Arsch gerettet habe?!“ Nico schnaubte und sah mich wütend an.
„Weil das nicht stimmt! Vielleicht hast du mir das Leben gerettet, gut möglich, aber du hast trotzdem einen Fehler gemacht! Du kannst nicht einfach ins Labyrinth rennen, obwohl dir alleine der Anblick schon laut ‚GEFAHR‘ ins Gesicht schreit!“
„Ich glaube du verwechselst da was. Nicht das Labyrinth schreit, sondern du!“
„Du schreist doch genauso!“
„Ich war aber auch nicht vier Tage bewusstlos!“
„Das hat damit gar nichts zu tun! Nur, weil ich Bewusstlos war, habe ich kein Recht mehr zu schreien, oder was?!“
„Das habe ich gar nicht gesagt! Du legst mir nur schon wieder irgendwelche Worte in den Mund, hör auf damit!“
„Was heißt hier ‚schon wieder‘?! Jetzt schiebst du wieder alles auf mich, was?! Ist ja auch am einfachsten, schieb alles auf den Bewusstlosen!“
„HALTET ENDLICH DIE KLAPPE!“
Ich schloss meinen Mund wieder, dabei hatte ich gerade mein vernichtendes Argument auspacken wollen, da Nick uns beide mit seinem Todesblick vaporisierte. „Es reicht mir langsam. Ihr benehmt euch wie kleine Kinder, die sich um eine Eis Kugel streiten.“
Ich musste mir das Lachen verkneifen, als ich mir vorstellte, wie Nico und ich in kleineren Versionen stritten, neben uns eine Kugel Eis auf dem Boden. Nico schien sich das Selbe vorzustellen, nur das bei ihm das Lachen verkneifen nicht so ganz funktionierte. Er prustete los und fiel fast aus dem Bett im Sani-Raum, in dem er nur lag, weil er von Clint, Jeff und Nick dazu gezwungen worden war. Bei dem Anblick konnte ich es mir auch nicht mehr verkneifen und fing ebenfalls an zu lachen. Der Streit, welcher vor wenigen Sekunden nur von Nick hatte gestoppt werden können, war wie vergessen und jedes Mal wenn wir uns ansahen, wenn wir uns schon fast wieder beruhigt hatten, mussten wir erneut loslachen. So ging das ungefähr fünf Minuten, was Nick nur noch aggressiver machte als er ohnehin schon war.
„Es reicht.“ Nick klang so bestimmt, dass mir das Lachen Wortwörtlich im Hals stecken blieb und ich erst einmal einen Hustenanfall hatte. Nico beobachtete mich währenddessen und schmunzelte dabei, sah mich aber, als ich nach drei Minuten noch immer nicht aufgehört hatte zu husten, besorgt an.
„Geht’s?“ Ich nickte nur und hustete ein paar Sekunden weiter vor mich hin, bis ich mich schließlich beruhigte.
„Ja, alles gut.“ Ich grinste die beiden Jungen an. Nick verdrehte nur die Augen und lehnte sich gegen einer der wenigen freien Wände im ganzen Raum.
„Also, wie geht’s dir, Nico? Besser?“ Nico nickte und verdrehte die Augen. „Du hast mich das jetzt schon fünf Mal gefragt. Wann kann ich endlich hier raus?“ Nick seufzte. „Das hab ich dir jetzt auch schon mehrfach gesagt. Du bleibst erstmal hier. Du kannst nicht sofort wieder auf der Lichtung geschweige denn im Labyrinth herumrennen.“ Nico sah nicht besonders glücklich aus das zu hören und ich konnte ihn irgendwie verstehen. „Ach, und warum nicht? Ich kann doch nicht einfach hier liegen, während die anderen da draußen alles geben und nach einem Ausgang suchen! Ich muss-“ „Du muss wieder ganz gesundwerden und dann sehen wir weiter.“ Unterbrach Nick ihn genervt und sah dann zu mir. „Pass auf, dass er nicht aufsteht. Ich verlass mich auf dich, verstanden? Ich muss noch was klären.“ Dann verließ Nick den Raum und ließ uns alleine zurück. Ich ballte die Hände zu Fäusten.
Wieso? Wieso konnte er Nico nicht einfach sagen, dass er sich schreckliche Sorgen um ihn gemacht hatte und das es ihm leidtat, dass er ihn ignoriert hatte und dass er es nur getan hatte, um nicht wieder verletzte zu werden? War es so schwer sich einfach zu öffnen? Warum konnte er nicht wenigsten nett zu ihm sein, sondern war so kalt?
„Frosch? Alles klar? Du siehst so, angespannt aus.“ Ich schüttelte den Kopf. „Alles gut.“ Es hörte sich wahrscheinlich nicht besonders überzeugend an, wie ich dabei die Zähne zusammenbiss. „Was ich dich schon die ganze Zeit fragen wollte, was ist eigentlich mit dem Verband um deinen Kopf? Bist du irgendwo gegengelaufen?“ Ich entspannte mich augenblicklich und suchte nach einer Möglichkeit für meine Verletzung, die nicht darauf hinauslief, dass Nico mich geschlagen hatte. „Äh… j-ja. Genau. Ich bin… gegen… äh… die… die Tür gelaufen. Genau, ja. Die Tür…“ Ich wurde immer leider bis ich schließlich verstummte. Diese Lüge musste wirklich offensichtlich gewesen sein… „
Ich wars, oder?“ Ich zögerte einen Moment, dann nickte ich. „Irgendwie… Obwohl es eigentlich mehr meine eigene Schuld war. Zumindest die Beule. Haha, wie kann man auch so dumm sein und gegen einen Tisch knallen, was?“ Ich versuchte es lustig klingen zu lassen, doch Nico sah irgendwie deprimiert aus. „Du brauchst dir keine Schuld dafür geben, wirklich nicht! Du kannst ja nichts dafür, dass ich mich in deine Schlagreichweite begeben habe und mich am Auge habe erwischen lassen, weißt du? Ich hätte ja auch den andere Jungs das Festhalten überlassen können.“ Nico nickte, wenn auch noch nicht besonders überzeugt, wie es mir schien. Aber ich konnte auch nicht mehr tun, als ihm gut zureden, oder?
Ich setzte mich neben Nico auf das Bett und nahm das Glas mit Wasser von dem Tisch in der Nähe. „Hier, trink was.“ Ich hielt ihm das Glas an den Mund, aber er weigerte sich Etwas zu trinken. „Ich bin kein kleines Kind was du füttern mus-“ Ich nutzte die Gelegenheit das Glas anzuheben, sodass er etwas trinken musste, wenn er nicht alles auf seinem Shirt haben wollte. „Na also, geht doch. Feines Nico, so ist‘s gut.“ Ich grinste breit, während Nico mir nur einen bösen Blick zu warf, da er noch immer mit Trinken beschäftigt war. Als das Glas leer war stellte ich es wieder weg, nahm eine Schale mit Suppe in die Hand und grinste den schwarzhaarigen dann an.
„Weißt du, manchmal habe ich das Gefühl, dass du mich hasst.“ Ich setzte einen überraschten Gesichtsausdruck auf und sah ihn an. „Was? Wirklich? Wie kommst du auf diese Idee? Mach Ah!“ Ich hielt ihm den Löffel mit Suppe vor den Mund, doch als er ihn nicht öffnete tat ich ihn wieder weg.
„Also wirklich, Nico! Du musst groß und stark werden, also los! Hier kommt das Flugzeug!“ Wiederstrebend öffnete der Läufer doch den Mund und ich begann ihn zu füttern mit immer neuen Kleinkinder Sprüchen. „Ein Löffel für Nick. Ein Löffel für Alby. Ein Löffel für Minho.“ Irgendwann fing Nico an zu lachen, weshalb er sich erstmal verschluckte. Ich klopfte ihm dann auf den Rücken und reichte ihm grinsend einen weiteren Spruch rein. „Immer gut kauen! Sonst verschluckst du dich noch! Und vergiss nicht, immer schön aufessen, sonst scheint morgen die Sonne nicht!“ Nico konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen und hustete dabei noch immer, weshalb ich ihm erneut etwas Wasser gab, als er sich größtenteils wieder beruhigt hatte.
Dann ging es weiter. Irgendwann gingen mir allerdings die Namen aus, weshalb ich einfach wieder von vorne anfing. Kurz darauf ging die Tür auf, aber ich hatte gerade zu viel Spaß, als mich mit Besuch zu beschäftigen. „Ein Löffel für Newt. Und hier kommt das Flugzeug!“ Ich hörte ein kichern, weshalb ich doch den Kopf hob und Newt sah, welcher grinsend im Türrahmen stand. „Ich sehe schon, ihr habt Spaß.“ Er kam näher und gesellte sich zu uns.
„Hier mach du mal weiter. Ich muss Nicos Medizin fertigmachen.“ Ergriff ich die Gelegenheit, drückte ihm die Schüssel und den Löffel in die Hand und ging zu den Schränken um die richtigen Kräuter zusammen zu mischen.
„Gut, dann mal los Klein-Nico. Mund auf.“ Ich musste lachen, als ich Newt hörte und als ich mich umdrehte und Nicos Blick sah, musste ich mich am Schrank festhalten um nicht umzufallen vor Lachen.
„Wollt ihr beide mich eigentlich verarschen?“ Fragte der schwarzhaarige, doch Newt steckte ihm einfach den Löffel in den Mund. „Los Nico, du musst viel essen, damit du groß und stark wirst.“ Ich mischte einige Kräuter zusammen und vermengte sie dann mit Wasser, sodass eine grüne Flüssigkeit entstand, welche ich dann Nico brachte.
„Tada, frisch und bitter. Auf Ex, wenn ich bitten darf.“ Nicos Blick sprach Bände, als er das grüne Gemisch sah. „Ne, danke. Ich passe. Wenn ihr mich weiter mit irgendwelchem Zeug vollstopft, platze ich noch. Was soll das überhaupt sein?“ (Vielleicht Vielsafttrank? ;D)
„Glaub mir, es geht besser runter, wenn du nicht weißt was drin ist. Also los, je schneller du es runter hast, desto eher bist du den Geschmack wieder los.“ Nico seufzte und nahm mir das Glas aus der Hand. „Wow, das riecht noch schlimmer, als Gallys Spezialdrink. Ich würde ja jetzt sagen, dass es dann nicht gut sein kann, wenn ich es trinke, aber ich vertraue meiner Persönlichen Krankenschwester mal.“ Er zwinkerte und trank das Glas tatsächlich in einem Rutsch leer. „Uah. Das Zeug schmeckt noch schlimmer, als ich mir vorgestellt hatte.“ Meinte er dann und musste lachen. „Tja. Wenn es von mir kommt, kann es doch nur ekelhaft schmecken, oder?“ Ich zwinkerte und stellte das Glas sowie die Suppe, welche ich Newt aus der Hand nahm, auf den kleinen Tisch.
„Eine Frage hätte ich aber noch. Seit wann, hast du kurze Haare, Newt? Und wieso passiert sowas immer dann, wenn ich nicht da bin?“ Ich musste grinsen als ich Nicos Frage hörte. „Na ja, wenn man es genau nimmt, dann warst du ja da. Nur ein paar Schritte entfernt.“ Sagte ich und zwinkerte.
„Warte, heißt das du warst das? Du kannst Haareschneiden? Also, so dass es nicht komplett bescheuert aussieht?“ Ich warf Nico einen gespielt beleidigten Blick zu. „Also ich muss zugeben, ich hatte zwischendurch echt Angst um meine Ohren.“ Setzte Newt noch einen drauf, weshalb ich entrüstet schnaubte.
„Pf, wenn du solche Angst hattest, dann hättest du sie dir auch selbst schneiden können!“ Newt sah aus, als ob er die Möglichkeiten abwiegen würde und nickte dann. „Wäre eine Möglichkeit, aber dann hätte ich die Blicke der anderen nicht so genießen oder die Schuld auf dich schieben können, wenn es nach Klonk ausgesehen hätte.“ Ich schüttelte gespielt enttäuscht den Kopf. „Ist schon in Ordnung. Ich verstehe schon, dass ich nur als Alibi gebraucht worden bin.“ Ich tat so, als würde ich eine Träne wegwischen, als die Tür aufgerissen wurde und Jeff herein gerannt kam.
„Melody, komm mit! Wir haben einen Notfall!“
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Uiuiui, was könnte das nur für ein Notfall sein O.o Tja, das dauert noch bis nächste Woche :D
Ja, letzte Woche kam nichts, weil da Klausurphase war und ja, da schreibt es sich irgendwie schlecht. Aber naja, jetzt hab ich Ferien, vielleicht schaffe ich es ja auch endlich mal wieder mein Puffer Kapitel zu schreiben ^^
Dann bis nächste Woche :)
PS: Ich find grade irgendwie voll lustig, dass ich drei Ffs habe, eine mit 60, eine mit 30 und eine mit 20 Favos xD Fragte nicht, warum ich das lustig finde, aber irgendwie hängen die Zahlen alle mit einander zusammen O.O Naja, egal. Bin wahrscheinlich die einzige die das irgendwie cool findet ^^'
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