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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
Alle Kapitel
136 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.08.2017 2.264
 
Muhahhaha! ich habs geschafft :D Ist echt schnell gewesen, oder? Dafür das ich dazwischen noch zwei andere Kapitel geschrieben habe und mir Teenwolf komplett reingezogen habe, ok, nicht komplett. Ich hatte den größten Teil schon vorher fertig. Aber egal ^^
Also, joa, dass ist eher so ein Kapitel für zwischendurch aber egal. Ich mags trotzdem ^^
Weil ich letztes Mal so schnell das Kapitel hoch laden wollte, hab ich irgendwie vergessen, den Leuten für die Reviews zu danken ^^' Aber dafür jetzt :D
Also danke an: Maria (für 3 Review innerhalb von 2 Kapiteln. Gute Bilanz würde ich sagen ;D), nelasmiley (2 von 2, auch echt gut. Und sorry noch mal, dass ich so lange gebraucht habe ^^'), Diana Artemis (vielen Dank das du geschrieben hast und äh... Ja. Jetzt konntest du dich zweimal hintereinander freuen (: ) und Levesque (auch wenn es nicht zu diesem sondern scheinbar zum ersten Kapitel war, irgendwann wirst du es vielleicht lesen ;D).
Joa, dann wünsche ich euch viel Spaß bei diesem Kapitel :D
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Auch die nächsten Tage ging ich noch nicht meiner Arbeit nach, zumindest nicht der, die ich normalerweise verrichtete. Ich saß die meiste Zeit bei Clint und Jeff herum, sortierte die Medikamentenschränke und räumte eigentlich den kompletten Sani-Raum auf. Die beiden Jungen waren nicht unbedingt davon begeistert, da ich mich zum einen ausruhen sollte und zum anderen ihre gesamte Ordnung, wie sie es nannten, durcheinanderbrachte. Irgendwann konnte ich auch endlich wieder nach den Kräutern sehen, nur sie zu Pflegen war mir noch untersagt. Es war wohl noch zu anstrengend für mich, dabei ging es mir bereits viel besser. Ich versuchte unbemerkt ein bisschen Unkraut auszurupfen, aber Jeff und Clint kamen gefühlt alle zwei Minuten nach mir sehen und schleiften mich dann wieder mit zum Gehöft, sodass ich nicht weiterarbeiten konnte. Hin und wieder kamen mich auch die anderen, welche ich jetzt eindeutig mit zu meinen Freunden zählte, zu besuch. Ich alberte dann immer mit ihnen herum, oder verdonnerte sie dazu, mir beim Aufräumen zu helfen, was Clint und Jeff beinahe wahnsinnig machte.
Bald durfte ich endlich wieder den ganzen Tag draußen verbringen, weshalb ich durch den Wald schlenderte und zwischendurch hier und da ein paar Blumen pflückte, die soweit ich wusste, eine heilende Wirkung hatte. Ich fragte mich manchmal, warum ich sie nicht einfach in das Kräuterbeet pflanzen konnte, doch dann sah ich wieder die Jungen vor mir, die meinten, es wären nur Blumen und wären vollkommen unbrauchbar. Ich betrachtete die Blume genauer. Die blauen Blüten gingen nach außen hin in ein Lila über. Mit meinem Zeigefinger strich ich leicht über die zarten Blütenblätter und schüttelte lächelnd den Kopf. Diese Jungen waren einfach nur Stur und nicht von ihrer Meinung abzubringen. Ich nahm die Blumen trotzdem mit und fühlte mich irgendwie ein bisschen wie Rotkäppchen, die in den Wald ging um Blumen für ihre Großmutter zu holen. Nur das ich hier weder eine Großmutter hatte, der ich die Blumen hätte geben können, noch einen großen, bösen Wolf, der mich auffressen wollte.
Als ich aus dem Wald trat bemerkte ich sofort das etwas nicht stimmte. Die Jungen hatten sich alle um die Box versammelt und schienen sich aufgeregt zu unterhalten. Mit gerunzelter Stirn ging ich auf sie zu, die Blume noch immer in meiner Hand. Je näher ich der Box kam, desto beunruhigter wurde ich. Normalerweise waren die Jungen nie so aufgeregt, wenn die Box hochkam und eigentlich kümmerten sich auch nur Alby, Gally und Newt darum und nicht alle Lichter. Sie würden sich ohnehin nur im Weg stehen. Als ich bei den Jungen ankam schob ich mich vorsichtig zwischen ihnen durch, um weiter nach vorn zu kommen und mehr sehen zu können. Am Rand der Box hielt ich an und sah hinunter.
In einer Ecke saß ein Junge. Er hatte kurze blonde Haare und war ziemlich bleich. Zudem war er ziemlich dünn und groß, obwohl er auch recht stark zu sein schien. Er hatte sich zusammengekauert und sah zu uns nach oben, während Tränen seine Wange hinunterliefen. Einige Jungen hatten ein Seil mit einer Schlaufe am Ende hinuntergelassen, doch der Junge machte keine Anstalten näher zu kommen und sich hoch ziehen zu lassen. Ich sah ihm in die grünen Augen und sah die ganze Angst darin und konnte nicht anders. Ich steckte die Blume in meine Haare und setzte mich dann an den Rand der Box um hinunter zu springen. Als ich auf dem Gitter, welches als Boden diente, aufkam, wackelte die ganze Box ein wenig und ich brauchte ein bisschen um mein Gleichgewicht wieder zu finden.
„Was machst du da, Melody?“ Hörte ich Gally‘s Stimme von oben.
„Siehst du nicht, dass er nicht rauf kommen wird, wenn nicht jemand runtergeht?“ Fragte ich ihn und sah nach oben, konnte jedoch nichts sehen, da die Sonne mir entgegen schien. Ich ging auf ihn zu und setzte mich in gut einem Meter Abstand entfernt von ihm auf den Boden.
„Hi.“ Fing ich an und konnte so seine Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Seine Augen schnellten zu mir und er zuckte leicht zusammen, als habe er mich gerade erst bemerkt.
„Wie heißt du?“ Fragte ich ihn, so wie ich es wahrscheinlich in einer ganz normalen Konversation auch getan hätte.
„I-Ich h-heiße… James.“ Antwortete er zögernd und erst nach einigen Sekunden.
„Freut mich James. Ich bin Melody. Willst du nicht erstmal mit nach oben kommen? Da ist es schön hell, wir können uns auf die Wiese setzen und uns in Ruhe unterhalten. Ich bin mir sicher, dass die anderen uns dann auch erst mal in Ruhe lassen werden. Was hältst du davon?“ James nickte langsam und stand mit Hilfe der Gitterwand hinter sich auf. Seine Beine zitterten ein wenig während er stand, doch er schien normal laufen zu können. Zusammen gingen wir zu dem Seil.
„Also, du musst dich da unten in die Schlaufe stellen und einfach festhalten, die Jungs machen den Rest. Alles klar?“ Ich lächelte ihm aufmunternd zu, doch er nickte nur leicht und machte einfach das, was ich ihm gesagt hatte. Während er von den Jungen nach oben gezogen wurde, sah er kurz zu mir runter und ich sah Unsicherheit in seinen Augen. Ich lächelte erneut und diesmal schien es ihn zu beruhigen. Er sah mir in die Augen und dann erschien tatsächlich ein kleines Lächeln auf seinem Gesicht, dann wurde er von den Jungen gepackt und über die Kante gezogen, sodass ich ihn nicht mehr sehen konnte. Dann wurde das Seil wieder zu mir runtergeworfen, so dass es mich am Kopf traf.
„Hey!“ Rief ich nach oben und musste lachen, als jemand seinen Kopf über die Kante streckte und nach unten grinste. Ich erstarrte, als ich in das Gesicht sah. Plötzlich wackelte die Box und ich fiel auf den Hintern, doch ich konnte meinen Blick nicht von dem Gesicht abwenden. Ich sah mit großen Augen hinauf und sah in das vertraute Gesicht eines alten Freundes.
„Alles klar?“ Die Stimme, welche nicht zu der Person passte die ich dort gesehen hatte, riss mich aus meinen Gedanken und ich erkannte Nick oben an der Kante, der noch immer das Seil in der Hand hielt.
„Los, ich hab auch noch anderes zu tun, als dich aus diesem Loch raus zuziehen.“ Er schüttelte das Seil in seiner Hand, sodass es unten hin und her schlug.
„Komme ja schon!“ Beschwerte ich mich leicht und rappelte mich vom Boden auf. „Kann ich was dafür, wenn dieser blöde Käfig plötzlich anfängt zu wackeln?“ Ich trat mit einem Fuß unten in die Schlaufe und hielt mich dann an dem Seil fest und ließ mich dann von Nick nach oben ziehen.
„Wovon sprichst du? Es hat nichts gewackelt.“ Fragte Nick, während er mich scheinbar mit Leichtigkeit hochzog.
„Jaja, Verarschen kann ich mich selbst. Ich bin kein Neppdepp, klar?“ Ich nahm Nicks ausgestreckte Hand und ließ mich von ihm über die Kante ziehen.
„Ich meine es Ernst. Da hat nichts gewackelt.“ Verwirrt sah ich noch einmal über die Kante nach unten.
„Mh… Ich hätte schwören können, dass es gewackelt hat.“ Meinte ich nachdenklich und wandte mich dann von dem Loch ab.
„Vielleicht war dir ja wieder schwindelig. Ist dir schlecht oder so?“ Frage Gally, der gerade mit einem Haken eine Kiste nach oben zog.
„Nein, alles gut. Mir geht’s super.“ Wimmelte ich ihn genervt ab und wandte mich dann James zu, der noch immer bei uns stand und scheinbar auf uns gewartet hatte, während die anderen Lichter wieder ihrer Arbeit nachgingen.
„Also James. Kannst du dich an irgendwas erinnern? Deine Familie, wie du hierhergekommen bist oder irgendetwas?“ Ich sah ihn fragend an, doch James schüttelte nach nur wenigen Sekunden den Kopf, scheinbar ziemlich traurig darüber, da seine Augen wieder verdächtig zu glänzen begannen.
„Hey, das ist nicht schlimm. Es geht uns allen so.“ Versuchte Alby ihn zu beruhigen und legte ihm kurz eine Hand auf die Schulter, bevor er weiter die Kisten aus der Box holte.
„Na ja, den meisten.“ Sagte ich und sah traurig zum Labyrinth.
„Was meinst du damit?“ Fragte James vorsichtig, doch er schien sich beruhigt zu haben.
„Na ja, ich bin sowohl das einzige Mädchen, als auch die einzige die sich an etwas erinnern kann. Das liegt aber nur daran, dass mich jemand aus Rache hierhergebracht hat, weil ich ihm mal die Nase gebrochen habe. Aber ich sag dir, sich zu erinnern macht es auch nicht besser.“ Ich lächelte ihn traurig an, fand dann aber meine gute Laune wieder, die ich heute irgendwie hatte.
„Also, wie wäre es, wenn ich dir alles zeige. Ich führ dich ein wenig rum, stell dir die Leute vor und dann suchen wir dir eine Matte wo du drauf schlafen kannst. Ich kann dir auch noch die Küche zeigen, du hast bestimmt Hunger.“ Ohne ihn antworten zu lassen schob ich ihn vor mir her und zeigte ihm die ganze Lichtung. Dabei erklärte ich ihm was das hier alles war und was ich wusste. Er fragte auch viel über meine Familie, wahrscheinlich interessierte es ihn, weil er sich nicht an seine eigene erinnern konnte. Ich beantwortete ihm so viele Fragen wie ich konnte und abends saßen wir dann mit den Hütern, Läufern, Nick und Alby an einem Tisch und ließe uns Pfannes Essen schmecken.
„Und, wie gefällt es dir auf der Lichtung bisher?“ Fragte ich unseren neuen Frischling, der nun deutlich Lebhafter war, als wie heute Morgen.
„Ganz gut. Nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte.“ Meinte er grinsend, während er sich Pfannes ‚Frischlings-Eintopf‘ in den Mund schaufelte. Pfanne machte dieses Essen jedes Mal, wenn wir einen neuen Frischling bekamen, nur bei mir war es ausgefallen, da es nun mal ein bisschen anders gewesen war.
„Nimm dir ruhig noch mehr Melody. Du hattest bei deiner Ankunft ja nichts von meinem berühmten Frischlings-Eintopf.“ Lachte Pfanne, der gerade erst zu uns kam, um auch was zu essen.
„Ich brauch wirklich nichts mehr. Ich bin jetzt schön satt.“ Lachte ich und sah auf meine nur halbleere Schüssel.
„Was?! Aber das ist das Beste was Pfanne hinbekommt! Das muss man feiern!“ Meinte Nico grinsend und trank den Rest seines Eintopfs einfach aus der Schüssel.
„Ich versteh euch echt nicht. Pfannes Essen ist doch immer lecker.“ Meinte ich kopfschüttelnd und grinste Pfanne an, der gerührt eine Hand auf sein Herz legte.
„Das war das schönste was je jemand zu mir gesagt hat.“ Meinte er und wischte sich eine imaginäre Träne weg.
„Ist ja auch kein Wunder da DU das sagst. Du kannst ja auch noch weniger Kochen als Pfanne.“ Lachte Gally und bekam von uns beiden einen bösen Blick ab. „Mach es erst mal besser.“ Warf ich ihm entgegen und warf ihm meinen Löffel an den Kopf.
„Hey! Als Sani sollst du aufpassen, dass sich niemand verletzt und nicht selbst Amok laufen!“ Beschwerte sich der Hüter der Baumeister und rieb sich den Kopf.
„Tja, immerhin weiß ich wie man sowas behandelt, im Gegensatz zu dir.“ Ich lehnte mich ein bisschen zurück, gerade so viel, dass ich nicht nach hinten rüber fiel, dabei grinste ich Gally frech an.
„Jaja, irgendwann werde ich dich bestimmt noch brauchen.“ Sagte dieser und verdrehte dabei die Augen.
„Aber ich bin mir sicher-“ Fing Gally wieder an während er aufstand und zu mir ging. „das ich dich weiter werfen kann, als du mich.“
Bevor ich irgendetwas sagen oder machen konnte, hatte Gally mich hochgehoben und tat so, als würde er mich in Richtung Gehöft werfen. Ich schrie erschrocken und klammerte mich an ihm Fest, musste aber gleichzeitig lachen.
„Lass mich runter!“ Reif ich lachend und schlug dabei auf Gallys Rücken, da er mich einfach über seine Schulter geworfen hatte.
„Nichts da! Du bist krank, jetzt geht’s ins Bett!“ Er fing tatsächlich an mich zum Gehöft zu tragen, während die anderen einfach weiterhin am Tisch saßen und nichts unternahmen.
„Hey! Helft mir doch mal!“ Die Jungen schüttelten nur den Kopf und fingen dann an sich weiter zu unterhalten und mich und Gally vollkommen zu ignorieren.
„Ich sollte echt überlegen, ob ich mir nicht neue Freunde suchen sollten. Der eine entführt mich und die anderen interessiert es einfach nicht.“ Gally lachte, während er mich nun huckepack trug. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und gähnte in sein Ohr.
„Ich hab ja gesagt es ist Zeit fürs Bett.“ Meinte er und ich konnte sein Grinsen aus seiner Stimme hören, während meine Augen langsam zu fielen.
„Vielleicht hattest du Recht. Aber ich bin schon sechzehn. Oder fünfzehn. Weiß ich nicht genau.“ Ich merkte wie ich langsam weg dämmerte und hörte Gally zum Schluss noch sagen:
„Ich hab auch keine Ahnung. Aber ist ja auch nicht so wichtig, oder? Hauptsache wir sind alle zusammen.“
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