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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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03.02.2017 1.797
 
Am nächsten Tag war ich krank. Ich wusste nicht warum und eigentlich war ich auch nicht unbedingt bei kalten Temperaturen draußen gewesen, zu leicht angezogen war ich auch nicht gewesen, aber nun war ich erkältet.
Meine Nase lief durchgängig, meine Hals schmerzte als würde er mit einer Kettensäge immer wieder durchgeschnitten werden und an Reden war gar nicht zu denken.  Zudem war mir durchgehend kalt, weshalb ich mich in meine Bettdecke einwickelte bevor ich mein Zimmer verließ, Kopfschmerzen ließen mich ebenfalls nicht in Ruhe und ich hatte das Gefühl, dass ich auch noch Fieber hatte.
Ich hatte zwar momentan echt gar keine Lust auf ne Grippe aber, wenn man krank war, war man eben krank. Ich würde den Jungen aber keinen weiteren Grund geben mich weghaben zu wollen. Ich würde mich nicht in mein Bett legen und schlafen wie ich es normalerweise getan hätte, sondern arbeiten, wie auch die letzten Tage. Irgendwie musste ich es nur hinbekommen, dass die Decke mich nicht die ganze Zeit behinderte, aber ich war ja kreativ, mir würde schon irgendwas einfallen.
Immer wieder die Nase hochziehend verließ ich mein Zimmer, die Decke fest um meine Schultern geschlungen, noch immer meinen Schlafanzug, der noch immer aus Boxershorts und langem T-Shirt bestand, einfach, weil ich mich daran gewöhnt hatte, da ich nicht genug Kraft hatte um mich anzuziehen.
So ging ich über die Lichtung in Richtung Küche. Auch wenn ich eigentlich keinen Hunger hatte, doch Pfanne würde mich eigenhändig töten, wenn ich noch weniger aß als ohnehin schon. Ich achtete nicht wirklich auf meine Umgebung, starrte einfach nur ein wenig nach vorne. Es wäre zu ansträngend sich auf irgendetwas bestimmtes zu konzentrieren.
Als ich dann an der Küche ankam, bemerkte ich, dass ich wohl viel zu früh wach war, weil noch niemand dort war. Ich stand einen Moment herum und starrte auf das verlassene Häuschen, dann setzte ich mich einfach an Ort und Stelle ins Gras. Erneut starrte ich ein wenig vor mich hin, dann vielen immer wieder meine Augen zu, weshalb ich schließlich wieder einschlief.

Wach wurde ich, weil jemand an meiner Schulter rüttelte, nur leicht, sodass ich langsam aufwachte und nicht plötzlich. Ich blinzelte langsam und setzte mich dann auf, wobei mein Kopf pochend protestierte. Aus kleinen Augen, die ich nicht ganz aufbekam, weil ich immer noch so müde war, sah ich Pfanne an, der besorgt neben mir kniete.
„Ist alles in Ordnung? Du siehst nicht gut aus.“ Er befühlte mit seinem Handrücken meine Stirn und schien sich wirklich Sorgen zu machen. Echt süß von ihm.
„Ne… Ich meine ja… Alles gut. Nur ein bisschen müde…“ Krächzte ich leise, sodass der Koch der Lichtung sich vorbeugen musste um mich zu verstehen.
„Du solltest lieber ins Bett gehen. Du hörst dich wirklich nicht gut an.“ Versuchte Pfanne mich zu überreden, während aus der Küche bereits lautes Geklimper und Geklirre ertönte, welches wohl von Paul und Robert kam und unnatürlich laut in meinem Kopf wiederklang und meinen Kopfschmerzen nicht wirklich half.
„Nein… Ich muss arbeiten… Sonst werden die Pflanzen noch schlecht…“ Sagte ich, wobei zum Ende hin meine Stimme komplett versagte. Aber mit so etwas kannte ich mich ja mittlerweile aus. Ich machte mit meinen Händen halbherzig einige Buchstaben nach, sodass Pfanne sich hinterher zusammenreimen konnte, was ich ihm sagen wollte.
„Pflanzen können nicht schlecht werden, sie verdorren nur, aber das macht nichts. Du kannst dann einfach neue anpflanzen, wenn du wieder gesund bist. Komm, ich bring dich zu Clint und Jeff.“ Pfanne wollte mir hochhelfen und zu meinen Sani-Freunden begleiten, doch ich schüttelte heftig den Kopf, wobei dieser wieder anfing höllisch zu pochen.
„Nein… Ich kann arbeiten!“ Krächzte ich, wobei mein Hals wie die Hölle brannte, also als ob ein Feuer darin brennen würde.
„Ja, ich hör‘s schon.“ Meinte Pfanne, ließ mich aber endlich bei der Küche bleiben.
„Aber setzt dich wenigstens auf die Bank, hier unten holst du dir noch eher den Tod als sowieso schon.“ Das sah ich ein und setzte mich auf eine der Bänke in der Nähe der Küche. Während ich dort vor mich hinstarrte, immer wieder niesen musste und durchgängig zitterte, bemerkte ich halbwegs die besorgten Blicke von Pfanne die er mir immer wieder durch das kleine Fenster zuwarf. Nach einiger Zeit kam Pfanne zurück und drückte mir eine Schüssel in die Hand, in der eine heiße Flüssigkeit war, die verdächtig nach Hühnerbrühe roch.
„Trink, dann geht’s dir bestimmt bald ein bisschen besser. Auf jeden Fall wird dir dann etwas wärmer, da bin ich mir sicher.“ Langsam und vorsichtig wegen der Hitze fing ich an die Hühnerbrühe zu löffeln und bemerkte nicht, dass Pfanne noch einmal zum Gehöft gegangen war und mir eine weitere Decke besorgt hatte, die er jetzt ebenfalls noch um mich legte.
„Du brauchst dir keine Sorgen machen, mir geht’s gut…“ Sagte ich, meine Stimme hatte sich tatsächlich schon wieder ein bisschen erholt, zumindest brachte ich jetzt wieder einen Ton heraus.
Irgendwann kamen dann scheinbar auch die Läufer und Hüter, zumindest hörte ich die Tür zum Gehöft laut zuschlagen und dann Schritte die in meine Richtung kamen. Ich war noch immer dabei meine Brühe zu löffeln, während die Jungen sich an den Tisch neben mir setzten und auf ihr Essen warteten, welches Pfanne ihnen kurzdarauf brachte.
„Melody? Ist alles in Ordnung?“ Ich hörte Nicos Stimme wie durch eine Wand, nickte jedoch langsam, noch immer in die Ferne starrend. Danach musste ich dreimal hintereinander niesen, wobei ich beinahe meine Brühe über mich kippte. Pfanne kam schnell herüber und nahm sie mir aus der Hand, dann stellte er sie auf dem Tisch hinter mir ab. Erneut fühlte er auf meiner Stirn meine Temperatur und schüttelte nur den Kopf.
„Wie kann man nur so stur sein?“ Murmelte er kopfschüttelnd, während er zur Küche zurückging um den anderen beiden beim Essen machen zu helfen. Fröstelnd wickelte ich die beiden Decken noch enger um mich und schloss einen Moment die Augen, wobei mein Kopf noch schlimmer pochte als zuvor.
Ich erschrak schrecklich, als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte, und riss die Augen auf, wobei sich mein Kopf anfühlte, als würde er gleich platzen.
„Bist du krank?“ Fragte Nico besorgt, welchem die Hand gehörte, die noch immer auf meiner Schulter lag und nun wie die Pfannes bereits zweimal, zu meiner Stirn wanderte.
„Du glühst richtig! Du musst dringend ins Bett!“ Meinte er und sah zu Pfanne, welcher gerade wieder aus der Küche herauskam und ein Tuch in der Hand hielt, von dem Wasser herunter tropfte.
„Das hab ich ihr auch schon gesagt, aber sie will unbedingt arbeiten.“ Entrüstet wandte sich Nico wieder an mich.
„In diesem Zustand kannst du unmöglich arbeiten!“ Rief er und sah zu den anderen Jungen, als wollte er ihre Zustimmung haben.
„Klar kann ich!“ Protestierte ich, auch wenn man mich wahrscheinlich fast gar nicht verstand, weil ich so leise reden musste. Resigniert seufzte er und besah mich noch einmal kritisch, doch ich blieb stur. Ich würde niemandem einen Grund geben mich hier weg haben zu wollen! Vielleicht war das der Grund, weshalb Nico und Pfanne unbedingt wollten das ich mich ausruhte? Sie wollten mich auch nur aus dem Weg haben! Vom vielen nachdenken tat mein Kopf jetzt noch mehr weh, aber ich erhob mich trotzdem.
Leicht schwankend blieb ich einen Moment stehen und schloss die Augen, da sich nun alles drehte, aber als ich sie aufschlug, war wieder alles normal. Langsam setzte ich mich in Bewegung und schwankte in Richtung der Gärten.
Darauf konzentriert einen Fuß vor den anderen zu setzten, dabei zog ich immer wieder die Nase hoch, bemerkte ich die Schritte hinter mir nicht, die langsam hinter mir herkamen. Bald packte jemand meine Schulter, hielt mich fest und drehte mich dann um. Ich sah Nick an, der mir ernst in die Augen starrte.
„Du bist also der Meinung, dass du arbeiten kannst?“ Fragte er und musterte mich. Bevor ich antwortete hatte ich erneut einen Niesanfall, dann nickte ich entschlossen, weil ich meinen Hals nicht noch mehr reizen wollte. Nach einiger Zeit nickte mein Anführer, dann ließ er mich los.
„Na dann, an die Arbeit.“ Etwas verblüfft, sah ich ihn an, ging dann aber weiter zum Kräuter Feld, während Nico hinter mir Nick anpampte, weil er mich arbeiten ließ.
Auf dem Feld legte ich die eine der beiden Decken auf den Boden und deckte mich mit der anderen zu, weshalb mir dann nicht ganz so kalt war wie zuvor.
Langsamer als sonst begann ich die Kräuter durchzusehen und zwischendurch, nach schnellem abrubbeln, auch welche zu essen, die gegen Erkältungen helfen sollten.
Irgendwann war ich total müde vom vielen sortieren und nach Pflanzen suchen die bereits nicht mehr zu gebrauchen waren, dass ich mich ein wenig hinlegte und die Augen schloss, weshalb ich kurz darauf einschlief.

Als ich wieder etwas um mich herum mitbekam, wackelte alles ein wenig. Ich war noch nicht ganz wach und mir war ziemlich warm, gleichzeitig aber auch eiskalt.
Ich spürte etwas an meinen Kniekehlen sowie an meinem Rücken und meiner linken Seite, wusste aber nicht ganz was es war.
Wie in Zeitlupe drehte ich meinen Kopf nach links und erkannte einen anderen Menschen, wahrscheinlich einer der Lichter, welcher konnte ich nicht sagen, weil es schon ziemlich dunkel war. Als ich meinen Kopf wieder zurückfallen ließ, sah ich das ich ca. einen Meter über dem Boden zu schweben schien und erkannte, dass der Junge mich wohl trug.  
Während meine Augen langsam wieder zufielen, hörte ich eine mir nur allzu bekannte Stimme. Leicht verwirrt runzelte ich die Stirn, schaffte es jedoch nicht meine Augen wieder zu öffnen.
„Alles ist gut. Du kannst jetzt schlafen. Ich passe auf dich auf.“ Ich hörte das Lächeln in der Stimme des braunhaarigen und in meinem Kopf tauchte ein Bild auf.
Leicht lächelte ich als er mich angrinste und war einfach nur froh ihn zu sehen.
„Luke…“
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Was? Luke ist wieder da? XD
Mal sehen was mir im nächsten Kapitel so einfällt.
Ist euch mal aufgefallen, das das nächste Kapitel das 50. ist? Muss ich mir dafür irgendwas besonderes ausdenken? So Jubiläums mäßig? Ich hätte da sogar eine Idee was ich machen könnte, würde auch in die Story grade reinpassen und ich bin mir relativ sicher, dass einigen von euch das gefallen könnte... Aber das dürft ihr entscheiden ^^ Also, entweder ich mache einfach weiter und erwähne meine Idee nur kurz, oder ich mache da ein ganzes extra langes tolles Kapitel draus, eure Entscheidung ^^
Joa, aber das wird erstmal nichts, weil ich nächste Woche nicht da bin. Wen es interessiert, mein Zeugnis war scheiße XD Nein, es geht eigentlich. Immerhin eine 1 in Musik :D
Dann bis zum nächsten Mal :D
PS: Hier sind Kekse für dich June!!!!! Die sind ganz alleine für dich, frische selbst ausgedachte Virtuelle Kekse. Pass auf das der Wookie sie dir nicht klaut ;D
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