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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
Alle Kapitel
136 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.05.2016 1.162
 
Ich befand mich also in der Falle. Hinter mir die Mauer eines Hochhauses, wer stellt das denn bitte schön dahin?! und vor mir die drei Frauen die sich als Cranks bezeichnet hatten, mit ihrem gruseligen Aussehen. Wie hatten die es geschafft sich so zu verletzen und dann die Wunden nicht zu versorgen? Jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass mein Leben hier wohl enden würde. Hier würde ich sterben, von drei irren Cranks umgebracht, weil ich wahllos durch die Gegend gerannt war. Doch was würde Tony jetzt sagen, wenn er hier wäre? Wenn er wüsste, dass ich einfach aufgegeben hätte, nur weil da ein paar wirklich gruselige Gestallten vor mir standen und ich keine einzige Waffe hatte? Eine Waffe wäre wirklich nützlich gewesen, aber ich war natürlich so schlau und ging ohne eine der Scherben mit zu nehmen in den dunklen Tunnel in einen Raum, von dem ich wusste, dass Leute dort ihre Vorräte lagerten. Wirklich schlau. Gerne hätte ich mir jetzt vor den Kopf geschlagen, doch mir viel auf, dass die Cranks, wie ich sie jetzt einfach mal nannte, immer näher kamen. Langsam und mit einigen Waffen in den Händen, Waffen die ich nicht hatte. Ich sollte wirklich aufhören, darauf herum zu reiten und endlich etwas tun! Also sah ich mich noch einmal um. Vor der Wand, die ungefähr vier Meter hoch war, also nicht so hoch, wie sie auf den ersten Blick erschienen war und eindeutig kein Hochhaus, standen einige große Kisten. Würde ich es schaffen auf die Kisten zu springen und mich dann an der oberen Kante festzuhalten? Ich bezweifelte es, doch was blieb mir anderes übrig? Ich könnte auch versuchen die Cranks auszutricksen und dann an ihnen vorbei laufen, aber dann würde die Verfolgungsjagt wieder beginnen und ich sah ja, was mir das gebracht hatte. Aber die Cranks würden wahrscheinlich hinter her klettern, es sein denn, ich würde die Kisten irgendwie dort wegschaffen können, wenn ich hinaufsprang. Jetzt vielen mir auch einige Einkerbungen in der Wand auf, die perfekt zum Klettern geeignet schienen, warum sie dort waren, interessierte mich erst einmal nicht. Außerdem schienen die Kisten nicht die stabilsten zu sein, weshalb ich versuchen könnte, sie kaputt zu treten, wenn ich auf die nächste hinauf sprang. Ich würde es versuchen. Die Cranks waren jetzt auf weniger als drei Meter näher gekommen. Kurz sah ich sie an und spielte Verzweiflung vor, was nicht allzu schwer war, da ich nun mal ziemlich verzweifelt war, um sie in Sicherheit zu wiegen. Also, jetzt oder nie. Ohne Vorwarnung, was auch ziemlich dumm gewesen wäre, drehte ich mich um und stürmte auf die Kisten zu. Ich hörte die Cranks hinter mir siegessicher lachen und auch ihre hinkenden Schritte. Ich versuchte mich nicht davon verunsichern zu lassen und sprang auf die erste Kiste, welche schon allein vom hinaufspringen gefährlich knarzte und beim Absprung auf die nächste endgültig zusammen brach. Bei der nächsten sprang ich mit aller Kraft ab, damit sie unter meinem Gewicht zerbrach, die dritte bekam ich nicht zerstört, doch das konnte ich jetzt auch nicht ändern. Ich krallte mich in die Rillen in der Wand und begann sie hinauf zu klettern. Es war schwieriger als gedacht, da die Einkerbungen doch weiter weg waren, als ich von unten hatte sehen können. Doch schließlich hing ich an der Kante und versuchte verzweifelt mich hoch zu ziehen, ich hätte mich wirklich nicht vor den Klimmzügen in der Schule drücken sollen, während die Cranks unten schrien, lachten und ebenfalls versuchten die Wand hoch zu kommen. Plötzlich bröckelte etwas unter meiner Hand ab und ich fiel hinunter. Ich dachte schon es wäre das Ende, doch ich konnte mich gerade noch in die letzte Rille krallen. Die größte der drei Frauen nutzte die Chance, sprang hoch und bekam meinen Fuß zu fassen, weshalb ich fast ganz hinunter fiel, konnte mich jedoch erneut an einer der Rillen festhalten. Die Frau stieß ein triumphierendes Lachen aus und versuchte mich runter zu ziehen. Ich spürte, wie meine Hände aus der Rille rutschten und trat mit dem anderen Fuß nach dem Gesicht der Frau. Sie ließ mit einem Schmerzensschrei los, als ich ihr Auge traf, über das sich sowieso schon ein langer Riss zog. So schnell ich konnte kletterte ich wieder rauf und dank des Adrenalinschubes schaffte ich es endlich mich hinauf zu ziehen. Keuchend lag ich auf dem Dach und versuchte wieder zu Atem zu kommen, während die drei Frauen noch immer versuchten die Wand hoch zu klettern. Ich wagte einen Blick über den Rand und sah, dass sie noch immer unten am Boden standen und sich nun gegenseitig die Schuld gaben. Plötzlich fingen sie an auf einander einzuschlagen und ich guckte schnell weg. Das erwies sich als sehr gut, denn kurz darauf ertönte ein schrecklicher Schrei, der in ein gurgeln überging, welches schlussendlich erstarb. Ich wagte nicht noch einmal hinunter zu sehen, sondern blickte mit großen vor Entsetzen geweiteten Augen in den Himmel. Die Sonne war mittlerweile am Untergehen, wenn ich raten müsste war es vielleicht sieben Uhr. Mir kam es vor, als wären mehrere Stunden vergangen, seit ich in die Sackgasse gelaufen war, doch scheinbar waren es nur Minuten gewesen. Als ich wieder normal atmete richtete ich mich langsam auf. Doch als ich mich umdrehte, wünschte ich, ich wäre einfach liegen geblieben, denn hinter mir standen fünf Leute, zwei Frauen und drei Männer, die jeweils ein Messer auf mich gerichtet hatten. „Wer bist du und was hast du hier zu suchen?!“ Knurrte einer der Männer und sah mich aus zusammen gekniffenen Augen an. Ein anderer, ein Junge vielleicht ein zwei Jahre älter als ich, sah mich nicht weniger Feindselig an, als er zischte: „Ist doch egal wer sie ist, sie hat unseren Aufgang zerstört! Wir sollten sie dafür töten!“ Bei diesen Worten zuckte ich stark zusammen, jetzt wusste ich, warum da Rillen in der Wand waren. Waren denn alle Leute hier verrückt, oder lag es an mir? Glücklicherweise trat eine der Frauen vor, die mich nur interessiert musterte. „Mach mal halblang Luke! Wir bringen niemanden um, nur weil er vor Cranks geflüchtet ist, die völlig hinüber sind! Was mich aber wirklich interessiert, wie heißt du?“
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Hallo Freunde der Nacht ^^
Hier ist das neue Kapitel und vielen dank an Maria für das liebe Review *Kekse per Mail schick* ;)
Ich würde mich wirklich auch von den anderen über ein Review freuen (ich kann sehen das ihr die Ff lest!)
Mich interessiert es nämlich brennend  was ihr von unserer Namenlosen haltet (das sie Namenlos ist, liegt größtenteils daran, dass ich euch ärgern möchte und zum Rest daran, dass ich noch keinen Namen weiß... Ihr könnt mir also gerne Namensvorschläge schicken, wenn ihr Lust habt ^^) und wie euch mein Schreibstyl gefällt, was ich daran verbessern kann etc.
Vielleicht soll ich ja wie in Romeo und Julia schreiben? (Der Narben lacht, wer wunder nie gefühlt! Sorry, dass musste sein ;))
Ok, reicht jetzt mit dem Nachwort, aber ich würde mich wirklich riesig über ein Review freuen ^^
Also, bis zum nächsten Mal ^^
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