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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
08.05.2016 1.222
 
Einige Minuten stand ich noch hier oben und blickte in die Ferne. Ob ich meine Familie wohl irgendwann wieder sehen würde? Ich machte mir große Sorgen um Mum und Dad und Jack, mein süßer, großer, weicher, knuddelieger Border Collie. Aber vor allem machte ich mir Sorgen um Tony. Wer weiß was ANGST mit ihm anstellen würde. Sie würden ihn mit Sicherheit foltern und grausamen Tests unterziehen, ich hatte meine Eltern oft darüber reden hören. Schließlich wand ich meinen Blick vom Horizont ab, da meine Kopfhaut langsam anfing zu jucken. Ich hatte vergessen die Kapuze auf zusetzten und hatte die ganze Zeit in der Sonne gestanden, na toll! Schnell flüchtete ich in meine neue Behausung. Da mein Magen etwas knurrte, nahm ich mir eine der Konservendosen. Ich hatte nicht unbedingt Lust auf Hühnchen, aber was anderes gab es nun mal nicht. Ich öffnete die Dose, was mich an Hundefutterdosen erinnerte. Darin befand sich eine nicht unbedingt appetitlich aussehende Pampe. Ich zog die Nase leicht kraus, als mir der Geruch entgegen schlug. War das Zeug überhaupt noch in Ordnung? Wer weiß wie lange das da schon lag? Ich suchte nach einem Haltbarkeitsdatum. Dieses zeigte an, dass das Zeug noch gut drei Jahre Haltbar war. Ich zuckte mit den Schultern und tunkte meinen Finger hinein. Das Zeug war etwas klebrig und zäh. Ich steckte meinen Finger in den Mund und probierte erst einmal. Ich atmete tief durch. Nicht das Beste, aber immerhin etwas und ich hatte Hunger. Also schaufelte ich mir auch noch den Rest mit meiner Hand in den Mund. Da viel mir plötzlich ein, dass ich gar nichts zu trinken hatte. Ich schlug mir die Hand vor die Stirn. Wie konnte ich nur das wichtigste vergessen? Also musste ich auf Erkundungstour gehen, was ich aber sowieso vorgehabt hatte. Also zog ich mir die Kapuze über den Kopf und trat dann aus dem Haus hinaus in die pralle Sonne. Meine Augen mussten sich erst an das Licht gewöhnen, doch nach ein paar Mal blinzeln, ging es. Ich sah mich also einmal um und als ich niemanden entdecken konnte, ging ich wieder zu der Kreuzung an der ich aufgewacht war. Diesmal schlug ich einen anderen Weg ein und kam an eine Art Marktplatz an. Es gab einige Treppen zu den U-Bahnen, wie ich mir nun sicher war und vier Wege in alle Himmelsrichtungen, von denen wieder je eine Kreuzung abging. Dies schien der Mittelpunkt der Stadt zu sein. Ich beschloss mir einen von den U-Bahntunneln anzusehen und ging die nächst Beste Treppe hinunter. Leider hatte ich kein Licht, weshalb ich nur wenig sehen konnte, doch ich wollte unbedingt etwas zu trinken finden und selbst wenn es nur ein einziger Schluck war. Unten war es wegen der fehlenden Sonne relativ kalt, trotz des warmen Pullovers und in der Ferne hörte ich Wasser tropfen, wie in einer großen Höhle. Ich musste mir eingestehen, dass ich ein wenig Angst hatte und vielleicht eine der Scherben als Waffe hätte mitnehmen sollen. Auf jegliche Geräusche lauschend ging ich den dunklen Gang entlang und tastete mich dabei an der feuchten Wand vorwärts. Dass es irgendwo etwas Feuchtes oder Nasses in dieser Stadt geben könnte, hätte ich nicht gedacht. Als meine Hand etwas Glattes und Kaltes streifte blieb ich abrupt stehen. Ich fühlte etwas genauer über das Material und erkannte, dass es eine Metalltür sein musste, da ich eine Klinke ertastet hatte. Diese drückte ich jetzt herunter, ich wollte unbedingt wissen was dahinter war. In dem Raum dahinter war es genauso dunkel, wie in dem langen Tunnel zuvor, doch hier fand ich einen Lichtschalter. Das Licht einer einzelnen flackernden Glühbirne erhellte den Raum soweit, dass ich ihn als einen Vorratsraum erkennen konnte. In einigen Regalen standen verschiedene Arten, von Konservendosen und an der hinteren Wand auch einige Kanister mit Wasser. Mir war bewusst, dass diese Vorräte jemandem gehören mussten, doch ich hatte Durst und derjenige hatte ja wohl mehr als genug. Also nahm ich einen der Kanister, in denen jeweils ein Liter Wasser waren und schleppte ihn wieder durch den Tunnel, die Treppe hinauf und schließlich den gesamten Weg zurück in mein kleines Haus. Dort stellte ich ihn zu dem Sack mit den Dosen und beschloss dann einen weiteren Kanister zu holen, wer wusste, wann ich das nächste Mal etwas zu trinken fand? Also ging ich den Weg nun zum dritten Mal wieder zurück und erneut in die dunkle kühle des Tunnels. Ich musste die Tür erst suchen, mir war vorher gar nicht aufgefallen, dass ich so weit in Tunnel gelaufen war. Doch als ich dieses Mal die Tür öffnete, war das Licht an, obwohl ich mir hundertprozentig sicher war, dass ich es zuvor ausgeschaltet hatte. Und tatsächlich standen drei Leute im Raum, doch sie sahen schrecklich entstellt aus. Ihnen fehlten büschelweise Haare, einer hatte gar keine mehr und dort wo sie eigentlich seien müssten, war die Kopfhaut gerötet und auch teilweise mit eiternden Wunden bedeckt. In ihren Gesichtern war es ähnlich, überall rote Stellen und eiternde Wunden, bei einem zog sich eine über das rechte Auge, welches scheinbar nicht mehr vorhanden war, bei einem anderen war es bei dem linken Ohr der Fall. Ihre Kleidung war schmutzig, größten Teils zerrissen und mit Blut verschmiert. Als ich den Raum betrat sahen sie mich an, in ihren Augen nichts als Wahnsinn und Mordlust, zumindest kam es mir so vor. Ich war wie erstarrt und sah die drei an, erst jetzt erkannte ich, dass es drei Frauen waren, vielleicht gerade einmal 25. Eine von ihnen gackerte, wie eine verrückte und dieses Lachen holte mich in die Wirklichkeit zurück. Ich drehte mich auf dem Absatz um und rannte zum Ausgang des Tunnels. Auch wenn sie mir jetzt noch nichts getan hatten, wollte ich nicht wissen, was sie taten, wenn ich noch länger blieb. Hinter mir hörte ich erneut das irre Lachen, welches jetzt jedoch in dem langen Tunnel wieder hallte, außerdem waren unregelmäßige Schritte zu hören. Sie verfolgten mich. Ich versuchte schneller zu laufen, doch ich merkte, dass wenn ich das Tempo hielt, mir bald die Luft ausgehen würde, weshalb ich wieder langsamer lief. Die Frauen kamen nicht näher, doch abhängen tat ich sie auch nicht. Ich spurtete die Treppe hinauf und blieb kurz stehen. Zu meinem Haus zu flüchten würde nur meinen Standpunkt verraten. Also lief ich in die andere Richtung, ohne zu wissen, was kommen würde und ob ich überhaupt zurück finden würde. Hinter mir noch immer die hinkenden Schritte und das irre Gelächter. Ich bog einige Male ab, doch plötzlich stand ich vor einer Wand. Ich war in eine Sackgasse gelaufen!  Gerade wollte ich umdrehen und wieder zurück laufen, stand jedoch den drei Frauen gegenüber. „Wir sind Cranks!“ Rief eine von ihnen mir zu, die anderen zwei gackerten irre. Ich suchte nach einem Ausgang, doch es gab keinen. Ich war in eine Falle gelaufen, ohne es zu merken. Was man nicht alles für etwas Wasser tat.
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Hallo Freunde der Nacht ^^
Hier ist ein neues Kapitel, das längste bis jetzt ^^
Ich möchte mich noch einmal ganz doll bei Liara12 bedanken, die mir die ersten Reviews geschrieben hat (danke schön ^^)
An die anderen, die diese Ff lesen, ich würde mich ganz doll freuen, wenn auch von euch etwas käme ^^
Ich hoffe ihr hattet Spaß an diesem Kapitel und bis zum nächsten Mal
Schönen Abend noch *wink*
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