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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.07.2016 1.173
 
Ich öffnete die Augen und schlug dabei wild um mich. „Geh weg!“ wollte ich schreien, aber es kam kein Ton heraus. Das hatte ich schon fast wieder vergessen, wahrscheinlich weil es vorher immer funktioniert hat. Warum auch immer. Die Arme fassten noch immer meine Oberarme, ließen sie jetzt aber los und ich hörte wie jemand auf dem Boden aufkam. Ich sprang auf, bereit mich zu wehren, doch als ich mich dann umdrehte saß dort Luke auf dem Boden, der sich mit schmererfülltem Gesicht den Hintern rieb. Direkt neben ihm saß Jack, meiner Meinung nach sah er besorgt aus, aber bei Tieren konnte man sich da ja nicht unbedingt sicher sein. „Alles in Ordnung?“ Riss mich dann Lukes Stimme aus meinen Gedanken. Als ich zu ihm sah war ich so erleichtert ihn zu sehen, dass sich Tränen in meinen Augen sammelten und ich mich in seine Arme warf. Luke schien etwas verwirrt zu sein, schloss mich seiner Seits aber auch in seine Arme. Es tat so gut nach diesem Albtraum jemanden zu haben, vor allem jemanden den man sehr gern hatte. Unser Streit schien schon Jahre zurück zu liegen, zumindest kam es mir so vor. Plötzlich wurde mir schwindelig und alles fing an sich zu drehen, weshalb ich mich haltsuchend in Lukes T-Shirt krallte. Ich hatte das Gefühl umzufallen, obwohl ich ja wusste, dass ich auf dem Boden saß. „Alles gut Mel. Ich bin da. Dir kann nichts passieren.“ Murmelte Luke mehr zu sich selbst und wahrscheinlich hatte er es auch gar nicht aussprechen wollen, doch seine Worte gaben mir Sicherheit. Das Schwindelgefühl hörte kurz darauf wieder auf und ich löste mich von ihm. Er lächelte mich an, ich lächelte zurück, was auch sonst. Dann neigte ich meinen Kopf zur Seite und sah ihn fragend an, immerhin wusste ich nicht was passiert war. Ich wusste nur noch, dass ich gegen das Pfhabäwo gekämpft hatte und danach alles schwarz geworden war. Dann hatte ich diesen gruseligen Traum oder Vision oder was auch immer es gewesen war und jetzt war ich zusammen mit Luke und Jack wieder in meinem Haus. „Du willst wissen was passiert ist?“ Deutete Luke meinen Blick richtig und legte sich auf den Rücken. Als dann eine Zeitlang nichts geschah, klopfte er neben sich auf den Boden und grinste mich frech an. Ich schüttelte den Kopf, grinste und verdrehte die Augen, dann legte ich mich aber neben ihn und starrte zur Decke. Warum ich mich neben ihn legen sollte wusste ich nicht, aber sobald ich lag zog er mich näher heran, sodass ich meinen Kopf auf seine Brust legen konnte. Das machte ich natürlich, immerhin war seine Brust eindeutig bequemer als der harte Steinboden. „Es tut mir leid dass ich so…  dumm war.“ Fing er an sich zu entschuldigen. Ich hörte wie sein Herz schneller schlug und seine Stimme klang ein wenig anders, weil ich sie durch seine Brust hörte. Ich sah zu ihm auf und lächelte. Dann deutete ich auf mich und formte mit dem Mund das Wort auch. Luke sah ziemlich erleichtert aus und auch sein Herzschlag verlangsamte sich wieder. „Ich fang dann mal an, sonst liegen wir hier noch in dreißig Jahren.“ Er lachte, doch ich dachte mir, warum nicht? Ich wusste nicht warum, aber es gefiel mir hier mit Luke zu liegen. Zusammen mit ihm hatte ich das Gefühl das alles in Ordnung wäre, nichts Schlimmes könnte passieren. Aber das sagte ich nicht, ging ja so wieso nicht und nickte nur. „Gut also, du warst bewusstlos. Als ich kam warst du es ja noch nicht, du hattest mich ja auch gesehen… oder? Ist ja auch egal. Jedenfalls mit di Ohnmächtig geworden und ich hab mir riesige Sorgen gemacht. Aber erstmal hab ich dich rein getragen. Jack hat dann irgendwie einen Erste-Hilfe-Kasten aufgetrieben, sodass ich dich dann versorgen konnte. Das war ich dir ja immerhin schuldig, nachdem du das auch für mich gemacht hast.“ Er lächelte mich etwas verlegen an, sah dann aber ganz schnell zur Decke. „Dann hab ich eine ganze Zeit hier gesessen und gewartet dass du aufwachst, bist du aber nicht. Da hab ich mir dann noch mehr Sorgen gemacht, aber ich hab mich abgelenkt. Ich habe die Dusch fertig, wenn du möchtest kannst du gleich duschen gehen.“ Als Antwort kuschelte ich mich noch mehr an ihn und schüttelte den Kopf. Luke musste daraufhin kurz lachen, sodass seine Brust vibrierte. „Ich hab dir auch was zu essen gegeben und natürlich auch was zutrinken. Insgesamt warst du eine Woche bewusstlos und bist dann halt gerade zu dir gekommen.“ Ruckartig setzte ich mich auf. Eine ganze Woche?! Das konnte nicht sein! Der Traum hatte vielleicht eine Stunde gedauert, oder auch zwei! Niemals hatte ich eine ganze Woche lang geschlafen! Luke setzte sich ebenfalls auf und legte beruhigend eine Hand auf meine Schulter, schien aber selbst etwas unruhig. „Zwischendurch hast du geschrien. Also ich meine, mit Stimme! Das erste Mal hab ich mich total erschreckt. Dabei hast du immer um dich getreten und geschlagen, deshalb hab ich dich vorhin auch festgehalten. Was ist denn da passiert, weißt du das noch? Hast du irgendwas geträumt?“ Ich dachte wieder an meinen Traum, der sich viel zu real für einen Traum angefühlt hatte. Wie konnte das ein Traum gewesen sein, wenn ich die Kälte des Bodens wirklich gespürt hatte? Ich überlegte ob ich Luke erzählen sollte was passiert war. Einerseits würde er sich dann große Sorgen um mich machen, andererseits brauchte ich jemanden mit dem ich reden, oder besser gesagt schreiben, konnte. Also nahm ich mir meinen Block und fing an zu schreiben. Luke schien so neugierig zu sein, dass er über meine Schulter hinweg mit las. Zwischendurch machte er überraschte Ausrufe, oder schnappte nach Luft, als ob er nicht glauben könnte, dass es wirklich war. Zum Schluss schrieb ich, dass es sich alles so wirklich angefühlt hatte. Als ich dann fertig war, sah ich zu Luke. Dieser saß einfach nur da und sah grübelnd auf den Boden. „Ich glaube nicht das, dass einfach nur ein Traum war.“ Sagte er schließlich woraufhin ich ihn erstaunt ansah. Was meinte er damit? „Wenn sich das alles so real angefühlt hat, würde ich eher sagen, dass es vielleicht eine Erinnerung war. Etwas das du vielleicht vergessen hattest und was dir jetzt wieder eingefallen ist.“ Das klang irgendwie vernünftig, auch wenn ich nicht hoffen wollte, dass ich irgendwann mal in diesem Raum gewesen bin. Aber was mich noch mehr beschäftigte war die Frage, wer war das in den schwarzen Klamotten gewesen, der die Tür geöffnet hatte?
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Dankeschön für das nicht beachten meiner "Rede". Denn erneut hat nur Maria ein Review geschrieben (danke Riachen <3)
Ja, hier ist das nächste Kapitel, es würde mich interessieren was ihr davon haltet und so weiter. Ich hab langsam keine Lust mehr das für eine/zwei Person/Personen zu schreiben, weil ja eh nur zwei Leute Reviews schreiben. Also ich meine das hier unten, die Ff macht spaß.
Bis das nächste mal :D
PS: Maria, du bekommst ein Eis. Die anderen bekommen keins! ;D
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