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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.05.2016 959
 
Als ich aufwachte spürte ich Sand unter mir, was mich ziemlich wunderte. War ich nicht in einem Auto eingeschlafen, als mir der Mann etwas gespritzt hatte? Verwirrt richtete ich mich auf und erstarrte einen Moment. Das war eindeutig kein Auto. Ich lag in einer engen Seitengasse, eingekesselt von hohen Mauern, wahrscheinlich von Hochhäusern. Unter mir heißer Asphalt, welcher mit Sand bedeckt war. Langsam kam die Hitze der Straße zu mir durch und ich sprang schnell auf. An meinen Armen, Beinen und Händen hatten sich bereits Brandblasen gebildet. Wie lange hatte ich hier bereits gelegen? Ich sah nach oben in den Himmel. Er war strahlend blau, keine einzige Wolke war zu sehen, die Sonne hinter den Mauern verborgen. Unsicher schlug ich den einzig möglichen Weg ein und lugte um die Ecke. Es verschlug mir die Sprache. Ich stand inmitten einer riesigen Wüstenstadt, die Häuser jedoch verfallen, Menschen und Tiere waren keine zusehen. Zögernd ging ich weiter auf den etwas größeren Platz heraus, der früher wohl als Kreuzung gedient hatte. Ich beschloss nach links zu gehen und kam irgendwann an eine neue Kreuzung. Der Weg war die gesamte Zeit von hohen Häusern gesäumt gewesen, einmal hatte ich auch eine Treppe gesehen die nach unten führte, vielleicht zu einer U-Bahnstation. Ich sah mich um und entschied mich, in eines der Häuser zu gucken. Ob das eine gute Idee war bezweifelte ich. Ich ging auf eines der niedrigen Gebäude zu, es war zumindest niedrig im Gegensatz zu den anderen. Ich versuchte die Tür leise zu öffnen, doch sie quietschte so laut, dass man es wahrscheinlich in der ganzen Stadt gehört hatte. Trotzdem ging ich einige Schritte hinein und sah mich um. Es war eine große Fabrikhalle, an den Wänden standen noch ein paar der alten Maschinen. In der hohen Decke waren einige Löcher, durch die das Licht der Sonne hinein viel, welches unnatürlich warm war, wie mir gerade auffiel. Ich sollte mir schnell etwas Längeres zum Anziehen suchen, wenn ich nicht noch mehr Brandblasen haben wollte. Da ich niemanden sehen konnte, ging ich neugierig auf eine der Maschinen zu. Es waren einige Aufkleber darauf geklebt die so viel bedeuten sollten wie: Gefährlich! Finger weg! An einem Ende lag ein großer Sack und als ich hinein sah, fielen einige Konservendosen scheppernd zu Boden. Obwohl mir mein Instinkt sagte, dass ich schnell verschwinden sollte, nahm ich eine der Dosen in die Hand. Die Sprache darauf konnte ich nicht lesen, doch laut den Bildern schien Hühnchen und Gemüse darin zu sein. Ich nahm eine weitere, auf der genau das Gleiche abgebildet war. Das würde wohl keine abwechslungsreiche Ernährung werden. Ich nahm den Sack mit den Dosen hoch, doch er war so schwer, dass ich ihn wieder abstellen musste. Schließlich schüttete ich den restlichen Inhalt scheppernd aus und belud den Sack dann so, dass ich ihn gut tragen konnte. Dann warf ich ihn mir über die Schulter und verließ die gruselige Fabrik wieder. Draußen war die Sonne höher gestiegen und schien gnadenlos zu mir hinunter. Sie war tatsächlich heißer als bei mir zuhause. Schnell flüchtete ich den Schatten eines Hauses. Dort setzte ich den Sack ab und sah mich noch einmal um, als mir ein kleines Haus auffiel. Wenn Menschen hier wohnen sollten, würden sie sich wahrscheinlich in einem der großen Häuser niederlassen und so kleine eher ignorieren. Also schleppte ich meinen Dosenfraß-Vorrat in das kleine Häuschen. Es war wie alle anderen auch aus Stahl und es waren auch keine Möbel darin, doch ich würde bestimmt noch welche finden. Außerdem gingen zwei Türen von dem Eingangsraum ab. Ich stellte den Sack in einer Ecke ab und inspizierte die drei Räume erst einmal. Der Eingangsraum war komplett leer. Es gab zwei kleine Fenster und die zwei Türen, mehr nicht. In dem linken Raum gab es drei etwas größere Fenster, eines davon war kaputt, weshalb einige Scherben auf dem Boden lagen, die würde ich noch entsorgen müssen. Sonst war der Raum genau gleich wie der andere, bis auf die Tatsachen das er etwas kleiner und heller war. Der rechte Raum war da schon etwas interessanter. Es führte eine Treppe nach oben und in einer Ecke fand ich eine alte Matratze. Nicht unbedingt bequem, aber immerhin besser als nichts. Außerdem stand an einer Wand ein alter Schrank, der fast am auseinander brechen war, doch in ihm befand sich ein größtenteils sauberer grauer Pullover mit Kapuze. Ich nahm ihn heraus und zog ihn an. Er war etwas zu groß, doch immerhin waren meine Arme jetzt vor den heißen Strahlen der Sonne geschützt. Als nächstes untersuchte ich den oberen Raum. Es war mit Abstand der größte, denn er füllte den gesamten Platz aus, den unten drei Räume einnahmen. Von hier aus führte eine Leiter nach oben, wahrscheinlich auf das Dach, doch darum würde ich mich später kümmern. Auch hier fand ich einige nützliche Dinge. Um genau zu sein, einen Tisch und zwei Stühle. Ziemlich heruntergekommen, doch das würde schon gehen, außerdem noch einen alten Rucksack, welchen ich jedoch erst Mal in der Ecke liegen ließ. Weil es sonst nichts Interessantes mehr gab, kletterte ich die Leiter hinauf und kam tatsächlich auf das flache Dach. Der Ausblick wäre fantastisch gewesen, wenn er denn schön gewesen wäre. Doch alles was ich sehen konnte waren Ruinen und Sand. Ich war in einer riesigen Wüste gefangen und würde wahrscheinlich noch eine Weile bleibe müssen.
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Hallo Freunde der Nacht ^^
Hier ist das nächste Kapitel und es geht weiter. Es würde mich echt freuen, wenn ihr mir sagt, wie ihr es findet und ob ich etwas verbessern kann. Ich bin mir nämlich nicht so sicher, ob das gut ist ^^
Also vielleicht ein Review oder eine Mail schreiben, ich beiße nicht ehrlich! und antworten tue ich auch, versprochen ^^
Bis zum nächsten Mal *wink*
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