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Das Leben als Experiment

von Cherilyn
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
OC (Own Character)
02.05.2016
25.04.2019
79
136.589
15
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Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
02.05.2016 746
 
Mein Leben war ganz in Ordnung, zumindest die ersten zwölf Jahre. In dieser Zeit lebte ich glücklich und zufrieden mit meinen Eltern, meinem großen Bruder und meinem Hund zusammen in einem kleinen Haus, in einer kleinen Stadt. Es war gemütlich, fröhlich, jeder kannte jeden, jeder half jedem. Trotz der misslichen Lage, dass ein tödliches Virus sein Unwesen trieb, war hier keiner Besorgt. Wir lebten unser Leben, als ob nichts wäre. Doch eigentlich hatte alle Angst, sich anzustecken. Meine Familie und ich sprachen nicht über diese Sache, doch insgeheim machten wir uns Gedanken und verbrachten schlaflose Nächte, in denen wir einfach nur nachdachten. Mein Bruder und ich gingen in die kleine Schule im Dorf und auch hier ging es ähnlich zu. Keiner redete über den Virus, der nur „Der Brand“ genannt wurde. Die Lehrer schwiegen zu diesem Thema, genau wie die Schüler. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich hätte nur schlecht geträumt und bildete mir die ganze Geschichte nur ein, doch immer wieder wurde der Brand bei Leuten festgestellt, die dann weggeschleppt wurden. Weg von den wenigen noch gesunden Menschen, um sie nicht anzustecken. Wenn die Leute schrien und um Hilfe riefen hielt ich mir die Ohren zu. Ich wollte ihnen helfen, doch dann hätte ich mich angesteckt und dann würde auch ich weggeschleppt werden. Doch eines Tages kamen sie. Sie kamen in unser Haus. Männer in Anzügen und Atemmasken, sie überprüften meine gesamte Familie und mich natürlich auch. Als sie mich testeten nahmen sie mir Blut ab, jedoch so, dass ein Blauer Fleck zurück blieb. Der Mann sah mich an als er die Ergebnisse sah. Er sah traurig aus, obwohl ich sein Gesicht nicht richtig erkennen konnte, da es hinter der Maske verborgen war. Doch ich wusste, ohne dass er etwas sagte, ich hatte den Brand. Bei meinem Bruder geschah etwas ähnliches, nur das der Mann einen gierigen Blick auf ihn warf. Sie packten uns beide und schleppten uns aus dem Haus. Mein Bruder wehrte sich wild und wollte wieder zurück zu Mum und Dad, doch die Männer spritzten ihm etwas woraufhin er in sich zusammensackte. Ich wehrte mich nicht. Ich starrte stumm gerade aus. Der Mann der mich getestet hatte, zog mich zu einem Wagen und setzte mich auf die Rückbank, dann schlug er die Tür zu. Als er den Motor startete, erwachte ich aus meiner Starre und begann wild gegen die Scheibe zu hämmern. Vor dem Haus standen meine Eltern, Mum weinte, während Dad sie im Arm hielt und versuchte zu trösten. Ich wollte zurück, doch auch wollte ich die beiden nicht krank machen. Ich wurde wieder ruhig und nahm mein Schicksal hin. Immerhin hatte ich meinen Bruder, gemeinsam würden wir es schaffen. Doch mein Bruder kam nicht in den Wagen als er los fuhr. Ich sah aus dem anderen Fenster und sah einen weiteren Wagen, welcher in die andere Richtung fuhr. „Tony!“ Rief ich und versuchte die Tür auf zumachen, doch sie war gesichert. „Dein Bruder kommt nicht mit.“ Ertönte eine Stimme und ich drehte mich zu dem Mann um, der mich getestet hatte. „Warum? Wo wird er hin gebracht?“ Fragte ich und sah dem davon fahrenden Auto hinter her. „Zu Angst. Sie werden ihn brauchen.“ Erklärte er mir, doch ich runzelte die Stirn. ANGST. Den Namen hatte ich schon mal gehört. „Ist das nicht diese Organisation, die versucht ein Heilmittel für den Brand zu finden? Die, die Immune entführen und grausam foltern?“ Meine Stimme war immer höher geworden und ich versuchte erneut aus dem Auto zu kommen, doch die Tür ließ sich immer noch nicht öffnen. „Beruhige dich! Angst wird ihm nichts tun. Sie versuchen mit seiner Hilfe ein Heilmittel zu finden. Er wird dazu beitragen dich zu heilen.“ Ich rüttelte immer verzweifelter an dem Griff und hörte nicht auf die Worte des Mannes. Ich wollte zu meinem Bruder! Ich spürte wie etwas in meinen Hals stach und einen Druck, als ob mir etwas gespritzt würde. Ich wurde schläfrig und hatte Mühe meine Augen offen zu halten. Ich blinzelte angestrengt und sah zu dem Mann. Dieser lächelte mich traurig und entschuldigend an. „Es tut mir leid.“ Dann wurde alles schwarz und ich sank in einen tiefen Schlaf.
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Hallo Freunde der Nacht,
Hier ist meine erste Ff. Also die erste die ich hoch lade. Ich würde mich ganz doll über ein Review freuen, ich beiße auch nicht ^^
Wenn sie euch gefällt, sagt einfach bescheid. Wann ich hoch lade weiß ich nicht genau, aber ich versuche mindestens ein Kapitel pro Woche.
Tschüssi ^^
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