Beam Me Up

OneshotRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Hershel Layton
30.04.2016
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“Could you beam me up?
Give me a minute, I don't know what I'd say in it
Probably just stare, happy just to be there
Holding your face”
-P!nk

Endlich war es wieder so weit: Es war Hershels Geburtstag. Schon zu lange hatte er sich darauf gefreut. Er liebte diesen Tag, doch er wusste, dass dieses Jahr alles anders sein würde..

„Hershel, mein Junge! Komm endlich, deine Großeltern werden bald da sein!“, rief Lucille, Hershels Mutter. Dieser hatte jedoch andere Pläne. Er stand in einem weißen Anzug vor dem Spiegel und dachte nach. Er würde sich heute mit Randall treffen. Er freute sich sehr auf ein Treffen ohne sinnlose Gespräche über Archäologie und Rätsel, jedoch hatte er etwas Angst.

Seit zwei Monaten war er nun mit Randall zusammen, doch es war noch immer ein völlig neues Gefühl für ihn und er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Er liebte Randall, doch es war ihm peinlich und er wollte es so lange wie möglich geheim halten. Heute hatten Hershel und Randall das erste richtige Date. Ihr erstes Treffen ohne lebensgefährliche Expeditionen zu nervigen Ruinen, dachte Hershel.

„Hershel!“, rief Lucille erneut und riss den Jungen aus seinen Gedanken. „Ich werde in einer Stunde da sein, Mama!“, antwortete Hershel. Seine Mutter schien nicht zu reagieren, also nutzte der Junge die Gelegenheit, bevor sie wütend wurde und fragte, warum er so lange brauchen würde. Schnell verschloss Hershel seine Zimmertür, öffnete so leise wie möglich das Fenster und schaute ein letztes Mal in den Spiegel. Er musste das Haus unbemerkt verlassen, also war das Fenster die einzige Möglichkeit.

Nachdem Hershel endlich auf dem kalten Gras des Vorgartens stand, lief er durch die verlassenen Straßen von Stansbury. Niemand sonst war draußen unterwegs, schließlich war es schon spät und die meisten seiner Freunde durften um diese Zeit nicht mehr nach draußen, was eigentlich auch für ihn galt... Er spürte, wie er mit jedem Schritt nervöser wurde, und schon nach wenigen Minuten erkannte er das gewaltige Anwesen der Familie Ascot in der Ferne.

Trotz der Dunkelheit konnte man das Haus gut erkennen, da noch ein Großteil der vielen Zimmer beleuchtet war. Etwas zu viel, für Hershels Geschmack, er bevorzugte das etwas kleinere Haus seiner Familie. Langsam schlich er um die Villa herum, in der Hoffnung, nicht von Randalls Eltern bemerkt zu werden, denn auch dieser hatte sich heimlich davongeschlichen.

„Hershel?“ Ein leises Flüstern ließ ihn zusammenzucken und er drehte sich ruckartig um. Vor ihm stand Randall und grinste ihn frech an. „Wie siehst du denn aus?“, lachte er. Der Jüngere schaute an seinem festlichen Anzug herunter, erst dann bemerkte er, dass sein Freund normale Kleidung trug.

Sofort errötete Hershel und fing an zu zittern. „Also.. ich.. äh..“ Verlegen schaute er zu Boden. „Du siehst toll aus“, flüsterte Randall und griff nach Hershels Hand. „Komm mit“, begann er, „Wir sollten weg vom Haus meiner Eltern, damit wir nicht entdeckt werden. Ich weiß, wo wir hingehen können!“ Randall rannte los und zog Hershel hinter sich her. Dieser hatte große Mühe, mitzuhalten.

Nachdem sie sich einige Meter von den Wohnhäusern entfernt hatten, wurden ihre Schritte langsamer. Kurz schaute Hershel zu seinem Freund, welcher ihn freundlich anlächelte, doch dann blickte er schweigend zu Boden und errötete.

„Wir sind da“, flüsterte der Rothaarige und durchbrach die Stille nach einigen Minuten. Sofort schaute Hershel auf und seine Augen weiteten sich. Vor ihnen erstreckte sich ein gewaltiger See und sie bewunderten, wie sich das Mondlicht und die Sterne im Wasser spiegelten.

„Wow“, flüsterte Hershel. „Es ist wunderschön! Danke Randall, dass du mich hergebracht hast...“ Seine Stimme wurde immer leiser und er errötete erneut. „Ich wusste, dass es dir gefallen würde!“, rief der Angesprochene und grinste. „Ich habe diesen See bei einer meiner Expeditionen entdeckt“, erklärte er.

Sie gingen noch einige Schritte weiter und setzten sich schließlich auf eine alte Parkbank am Seeufer. Hershel spürte, wie Randall immer näher rückte und wurde immer nervöser. Der Ältere schien dies zu bemerken und legte seinen Arm um Hershel, nur um ihn noch näher an sich zu ziehen.

Als er bemerkte, wie Hershel schweigend nach unten schaute, griff Randall leicht nach dem Kinn seines Freundes, sodass sie sich nun direkt in die Augen schauten. Hershels Augen wurden größer und er begann, stärker zu zittern. „Randall..“, flüsterte er und spürte, wie die Hitze immer weiter in seine Wangen stieg. Langsam beugte sich der Rothaarige vor und küsste Hershel sanft auf die Lippen. Dieser schien zuerst überrascht, doch dann erwiderte er den Kuss glücklich und umarmte seinen Freund fest. Hershel drehte sich, peinlich berührt, weg, nachdem sie sich voneinander gelöst hatten.

Nach einigen Minuten unterbrach Randall die erneut entstandene Stille: „Hey, sollen wir schwimmen gehen?“ Hershel wusste, dass er keine andere Wahl hatte. Es war kein einfacher Vorschlag, sondern ein Befehl. „Aber.. wir haben keine Badesachen..“, flüsterte Hershel und war froh, dass Randall im Dunkeln nicht sehen konnte, wie er noch stärker errötete, falls dies überhaupt noch möglich war. „Du hast es erraten“, antwortete Randall und grinste dreckig. Sofort begann er, sich auszuziehen und nach kurzer Zeit war seine Kleidung über die großen Steine am Seeufer verteilt. Langsam ging er in den See und blieb in der Mitte stehen. „Komm schon, Hershel!“

Er erhob sich genervt, versteckte sich hinter der Bank und zog sich aus. „Ähm, Randall? Bitte dreh dich kurz um“, rief er über den See. Der Rothaarige verdrehte die Augen, doch dann nickte er und drehte Hershel den Rücken zu. Dieser betrat nun endlich das Wasser und machte sich zitternd auf den Weg zu seinem Freund, der in der Mitte des Sees auf ihn wartete.

,,Das ist so kalt!“, rief Hershel, als er endlich bei Randall angekommen war. „Stell dich nicht so an“, antwortete dieser und begann, den braunhaarigen Jungen mit dem kalten Wasser zu bespritzen. Er schaute Randall gequält an und drehte sich weg.

Hershel entfernte sich nun einige Meter, um nicht wieder nass zu werden, doch Randall näherte sich erneut, so schnell wie es im Wasser möglich war. Nur wenige Schritte von Hershel entfernt, stolperte er über einen Stein. Zusammen mit Hershel landete er unsanft auf dem Boden des Sees.

„Randall...“, murmelte Hershel genervt. Der Rothaarige stand bereits wieder auf seinen Füßen. Er griff nach Hershels Händen und half seinem Freund, wieder auf die Beine zu kommen.

Sie waren nun nur wenige Zentimeter voneinander entfernt schauten sich an. Beide spürten den warmen Atem des anderen in ihrem Gesicht. Nach einigen Sekunden griff Randall nach Hershels Hüften und zog ihn noch näher, sodass sie sich nun komplett berührten.

Hershel legte seine Arme um Randall und begann, seinen Freund sanft und lange zu küssen. Nach zu kurzer Zeit lösten die beiden sich voneinander. „Ich liebe dich.“, flüsterte Randall. „Ich liebe dich auch“, antwortete Hershel leise, bevor er erneut geküsst wurde.
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