"Bist du eigentlich verliebt?"

von Matsuoka-
GeschichteHumor, Romanze / P16 Slash
Andrej "Tschick" Tschichatschow Maik Klingenberg
30.04.2016
26.05.2016
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26.05.2016 1.179
 
Ziemlich klein für nen Serienkiller..
Ich konnte ihn zwar nicht sehen da die Scheiben der Kabine beschlagen waren aber man konnte seine Siluette erkennen. Plötzlich schloss er den Wasserhahn und griff nach meinem Handtuch. Meinem Handtuch. Er beschmutzt mein Handtuch. Alter!
Nachdem er sich MEIN Handtuch um die Hüfte gewickelt hatte, öffnete er die Duschkabine und stieg aus. In dem Moment wusste ich nicht ob ich weinen oder lachen sollte..oder gar schreien.
TSchick stand in meinem Bad. Mit meinem Handtuch um die Hüfte gewickelt. Warum?!
Da ich nicht wusste wie ich reagieren sollte starrte ich ihn einfach nur an. Er musste sich beobachtet gefühlt haben da er sich nach wenigen Sekunden umdrehte und wie ein Mädchen kreischte.
"Maik! Klopf doch an! Und starr nicht so!"
Wie bitte..? Hat er das gerade ernsthaft gesagt?
"...DU...bist in meinem Haus.. nicht, dass das schlimm wäre aber..du bist eingebrochen.und stehst jetzt..halbnackt in meinem Badezimmer..wie wäre es wenn du klopfst oder dich ankündigst..ein Zettel auf deiner Jacke hätte es auch getan.." Ich ließ den Baseballschläger aus meiner Hand gleiten und lehnte mich seufzend an die Wand.
"Maik? Alles ok?" rief meine Mutter von unten. Sie muss wohl Tschick's schrei und den Knall vom aufprallen des Schlägers gehört haben.
"Eh..ja..! Hab nur..ne Spinne gesehen....? "
TSchick grinste und ich schlug ihm gegen die Schulter. "Zieh dich an." flüsterte ich ihm schnell zu und lief aus dem Bad. Meine Mutter sah mich etwas verwirrt an. "Eine Spinne..?" Sie biss in ihre Pizza und zog ihre Augenbrauen hoch. Ich nickte.
"...Wie du meinst.." langsa torkelte sie die Treppen runter und ließ sich auf die Couch fallen. Ich atmete erleichtert auf und begab mich wieder zu Tschick der gerade dabei war sich sein Shirt anzuziehen. Er steckte seinen Kopf durch das Loch und richtete seine Haare.
"Spinnen also?" er sah mich amüsiert an und trampelte in mein Zimmer.
"Ach, halts Maul."
“Hast du dein Fahrrad gefunden?”
“...das warst du..? Willst du mich verarschen..?”
“Hm? Warum? Ich bin zufälligerweise an der Pizzeria vorbei gelaufen und hab’s mir geliehen..genauso wie den Lada!” Ich schlug ihm gegen die Schulter und er fiel lachend ins Bett. Es kotzte mich zwar an aber sauer war ich eigentlich nicht..
Ich griff nach dem Pizza-Karton und setzte mich neben ihn. Als ich den Karton öffnete griff Tschick sofort nach einem Stück. “Du hättest mich wenigstens fragen können..” Er schluckte und sah mich an, “Darf ich mir was nehmen?”. Sein Blick wanderte zu den Bierflaschen und dann wieder zu mir, “hab dir auch was mitgebracht.” murmelte er.
Ich verdrehte die Augen und streckte meine Hand nach der Flasche aus, “Woher kriegst du den Scheiß eigentlich immer?” fügte ich noch hinzu. Grinsend reichte er mir eine Flasche, “Tja, Herr Klingenberg!” er öffnete mir die Flasche noch schnell und lehnte sich an die Wand hinter ihn. Wir schalteten uns einen Horrorfilm an und schwiegen uns 1 ½ Stunden an. Nicht dieses peinliche schweigen, wenn man mit jemandem Fremden war oder dieses schweigen wenn man sauer aufeinander war. Wir waren einfach nur still und haben uns den Film angesehen. Noch bevor der Abspann begann, hüpfte Tschick ins Bad. Das Bier drückte ihm wohl auf die Blase. Kurze Zeit später hörte man die Spülung und das Wasser aus dem Wasserhahn fließen. Erst als ich auf die Uhr spickte, bemerkte ich wie spät es schon geworden war. Tschick trat ins Zimmer und gähnt. “Ich sollte Heim.”
Ich schüttelte den Kopf.
“Du kannst hier bleiben, es ist schon spät.”
“Und was, wenn deine Mutter mich bemerkt?”
“Ich glaub, die ist froh, wenn ich nach der ganzen Scheiße auch nur einen Freund habe.” Er lachte. “Wo darf ich schlafen?”
Ich stand auf und zog eine Matratze unter dem Bett hervor. “Kannst auf dem Bett schlafen.”
“Macht es dir nichts aus? Ich mein..ich kann auch auf der Matratze schlafen, so ist’s nicht..” Tschick lächelte mich an. Irgendwie süß..Oh Gott! Fang ich schonwieder damit an?!
“Eh..N-Nein. Alles gut. Du bist Gast. Ich bestehe darauf.” Diesmal grinste er und nickte.
“Brauchst du Klamotten zum schlafen?”
Noch bevor ich eine Antwort bekam zog er sich bis auf die Boxershort aus. Verwirrt blinzelte ich und hielt mir die Hand an den Mund. “Tschick!” rief ich. Er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich fragend an. “..Was?..Ist ja nicht so als hätte ich Titten… Beruhig dich..”
Bitte?? Titten? Sein ernst??
Ich hielt mir die Hand vor die Stirn und schüttelte den Kopf etwas. “Kannst du dir wenigstens eine Jogginghose anziehen..?”
Tschick grinste breit, “Wieso denn? Macht es den armen Herrn etwa an?” er posierte etwas und fing dann an zu lachen.
“Du bist so ein Idiot!” lachte ich ebenfalls und warf mit einem Kissen nach ihm.
Ich bekam es auch sofort wieder zurück. Wir bewarfen uns noch eine Weile mit Kissen und anderen herumliegenden Gegenständen bis Tschick sich ins Bett warf und lang gähnte. “Müde?” fragte ich und klatschte ihm mein Kissen ins Gesicht. Er schnappte nach meinem Handgelenk und grinste müde. Inzwischen ist es schon nach Mitternacht geworden. Ich versuchte meine Hand aus seinem Griff zu befreien aber keine Chance. Sein griff war zu fest, nicht das es weh tat aber er war echt Bombenfest.
“Tschick? Kannst du mich bitte loslassen?”
Keine Antwort.
“Tschick? Pennst du, alter?”
Wieder nichts. Ich zog sein Augenlied hoch und steckte ihm meinen Finger in den Mund. Er schläft. Eiskalt. Wie kann man so schnell einschlafen? Etwas enttäuscht zog ich meine Hand aus seinem Gesicht und rutschte mit der Matratze näher an das Bett. Nachdem ich es mir  einigermaßen gemütlich gemacht hatte, drehte ich meinen Kopf zu Tschick. Ich hab noch nie bemerkt wie friedlich und süß er beim schlafen aussah..
“Alter sabberst du..? Du sabberst!!”
Tschick sabberte auf MEIN Kissen! Wie eklig! Ich bring ihn morgen früh um! Das gibt’s nicht!
Dezent angepisst drehte ich meinen Kopf zur Decke und schloss meine Augen.
Am nächsten Morgen war ich auch der erste der Wach wurde. Tschick hatte mein Handgelenk immernoch nicht losgelassen aber sein Griff ist um einiges lockerer geworden. Vorsichtig zog ich meine Hand aus seinem Griff und richtete mich streckend auf. Ich zog mich um, ging ins Bad und machte mich etwas frisch. Mama schläft hundertpro auch noch und ich hab Hunger..
Die beiden werden bestimmt auch essen wollen wenn sie aufstehen. Eigentlich ist die Notfallkasse ja für Notfälle gedacht, deswegen ja auch Notfallkasse..,aber das war ja irgendwie ein Notfall..also plünderte ich einfach mal 20€ für unser Frühstück. Bevor ich mich auf den weg machte, hinterlies ich noch zwei Zettel. Einen für Tschick und einen für meine Mutter. Auf Tschick seinem Stand :

»Bin kurz Brötchen holen. Meine Mutter weiß Bescheid, also erschrecke dich nicht falls sie ins Zimmer kommt. Hab dir außerdem frische Klamotten auf den Stuhl gelegt.

-Maik«

und bei meiner Mutter:

»Ich gehe kurz zum Bäcker, haben außerdem Besuch, erschrecke dich nicht.

-Maik«
Kurz und knapp.
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