"Bist du eigentlich verliebt?"

von Matsuoka-
GeschichteHumor, Romanze / P16 Slash
Andrej "Tschick" Tschichatschow Maik Klingenberg
30.04.2016
26.05.2016
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30.04.2016 1.318
 
"Bist du eigentlich verliebt?"

Bin ich verliebt, bin ich verliebt.. Hach Ja.
Wenn ja, in wen? Wieso?
Diese Frage stellte ich mir nun schon seit einer geschlagenen Stunde.
Nachdem die Bullen meine Mutter verwarnt und sich noch etwas über mich lustig gemacht hatte, stiegen sie in ihren Streifenwagen und fuhren davon.
Meine Mutter blieb noch im Garten und schob weiter Möbel in den Pool. Mir wurde das ganze langsam zu Blöd also ging ich ins Haus und stellte mich in die Dusche.
Ich drehte das Wasser auf die heißeste Stufe die ich ertragen konnte und lehnte mit meinem Rücken gegen die Wand.
Um nochmal auf das verliebt sein zurück zu kommen..ja. Ich war verliebt aber in wen? Isa? Tatjana? ... Tschick?
Ich runzelte die Stirn und wischt mit meiner Handfläche über mein Gesicht.
Wie kam ich den auf Tschick? Vielleicht weil er mir vor kurzem erst gestanden hatte das er schwul sei?  Oder vielleicht weil ich in ihn..verliebt war? Klang schon einigermaßen logisch...
Auch auf Tatjana hat ich mich nicht so gefreut als das neue Schuljahr anbrach..und Isa kannte ich doch gar nicht.
Isa war einfach nur süß. Nicht mehr und nicht weniger.
Ein lauter Knall aus dem Garten ließ mich zusammenzucken und riss mich aus den Gedanken.
Etwas genervt griff ich nach der nächstbesten "Dusch-Das" Flasche um mich anschließend einzuseifen.
Nachdem ich 2 Stunden unter heißem Wasser stand, hab ich mich endlich dazu motiviert in mein Zimmer zu schlendern.
In meinem Zimmer angekommen warf ich mich in Bett und starrte die Decke an. Irgendwas hab ich vergessen..aber was..? denk nach, Maik..denk nach..
Als mein Handy lautstark anfing zu klingeln, schreckte ich auf und griff sofort danach. Unbekannt leuchtete auf dem Display auf. Wahrscheinlich wieder so ein Scherz-Anruf von Langin. Ich stöhnte genervt auf und hob ab "Wer ist da?" nuschelte ich genervt.
"Alter, was? Ich hab dich null verstanden!"
..Tschick..? Tschick.. Tschick!
Ich hüpfte vor Freude auf und drehte mich hin und her, in der Hoffnung Tschick würde gleich vor mir auftauchen.
Aber kein Tschick..
"Woher hast du..?! WIE?! Bist du nicht in dem Heim?"
Mein Herz klopfte wie verrückt und ich stolperte zu meinem Fenster.
"Wo bist du?" sagte ich gegen die Scheibe.
Durch die Scheibe konnte man meinen Garten sehen indem immer noch meine Mutter war. Inzwischen ist sie auf einer Luftmatratze eingeschlafen und trieb auf dem Pool hin und her. Ich suchte nach Tschick, doch nirgend war er zu finden. Wieso auch? Er war im Heim..oder auch nicht?
Aber wieso sollte Tschick bei mir aufkreuzen?
Irgendwie wurde ich traurig bei dem Gedanken daran, dass ich für ihn niemand bin.
Naja, niemand war ich für ihn auch nicht, aber was dann? Wie denkt er von mir? Was empfindet er für mich? Wer bin ich für ihn?
"Mein Bruder hat mich rausgeholt, ich hab keinen Plan wie, aber er hat es geschafft." lachte er.
"Und wo bist du jetzt?"
"Zuhause, und du? Wurdest du eingebuchtet?" ich stellte mir vor wie er nach der Frage grinste und bekam eine Gänsehaut.
Ich kletterte wieder in mein Bett und schlang die Decke um mich.
"Uh.. Nein..Ich bin daheim."
"Hast du arg Anschiss bekommen?"
"Geht so.."
"Schläge?" er sagte es, als wäre es das normalste auf der Welt.
"Ein paar Ohrfeigen und ..Tritte..Und was hat dein Bruder gesagt?"
Tschick lachte kurz wobei ich lächeln musste.
"Er hat sich aufgeregt, weil der Lada jetzt im Arsch ist und das ich dich fahren lassen hab."
Wir lachten.
"Hausarrest?" fragte er mich.
"Indirekt."
"Häää? Wie kann man denn indirekt Hausarrest haben?"
Ich überlegte kurz.
"Naja, mein Vater trennt sich jetzt von meiner Mutter und ihr ist das so einigermaßen egal.."
"Ah! Freu dich doch! Ist doch cool! ..Naja, ok.. dass dein Vater euch verlässt ist nicht cool..du weißt was ich mein!" Ich lachte, " Ja, alles roger." Wir telefonierten noch bis meine Mutter wach wurde und wir hunger bekamen. Sie drückte mir 20 Euro in die Hand.
"Ne Pizza..Schinken und ne Schachtel Zigaretten. Pall Mal. Menthol."  Ich sah sie perplex an. Hat sie vergessen wie alt ich war? Oder war sie immer noch betrunken?
Sie starrte mich eine Weile an und schüttelte dann ihren Kopf "Ach, Maik.. Es tut mir leid..Nur die Pizza, Schatz." sie lächelte mich entschuldigend an. " Sei vorsichtig. Und klau bitte kein Auto." witzelte sie und küsste meine Wange. Ich strich mir über die Wange und holte mein Fahrrad aus der Garage. Da die Dämmerung schon anbrach schnappte ich mir noch schnell eine Jacke und fuhr los. Ich fuhr vorbei an dem Spielplatz, an der Schule und schließlich hielt ich an der nächstbesten Pizzeria an, bestellte meine Pizzen, wollte dann eigentlich Heim fahren, wäre da nicht dieser Bastard, der meinte, mein Fahrrad klauen zu müssen.
"Arschloch." knurrte ich vor mich hin. und machte mich auf den Weg. Zu Fuß. Karma würde ich sagen.
Inzwischen ist es auch schon dunkel geworden. Nicht das ich angst hätte..aber mir könnte jemand die Pizzen klauen..und/oder mich vergewaltigen...Ist gut. Ich halt mein Maul.
Da ich ja ohne Fahrrad war, würde ich doppelt so lange für den Weg brauchen. 20 Minuten. Wenn ich mich beeil, nur 15 oder 10 Minuten..Inzwischen war ich auch schon an der Schule angekommen und was ich da auf dm Pausenhof sah, machte mich ziemlich wütend. Auch wenn es sich so sarkastisch anhört, ich war wirklich mega sauer. Auf dem Hof lag mein Fahrrad. Meins. Mitten auf dem Schulhof. Nur geliehen oder?
Wütend stampfte ich zu meinem Fahrrad, hob es auf und sah mich wieder um. Vielleicht würde ich den Täter ja fassen oder wenigstens zu Gesicht bekommen aber nichts. Stille auf dem gesamten Pausenhof.
Hat ein Wochenende so an sich, dachte ich mir.
Bevor ich losfuhr , überprüfte ich ob auch alles am richtigen Platz war. Nicht das ich mitten auf dem Weg aufs Maul fliegen würde. Nichts war kaputt oder fehlte. Sofort sprang ich auf und verließ den leeren Schulhof. Es hat keine fünf Minuten gebraucht und schon war ich daheim.
Ich warf mein Fahrrad in die Garage und rannte ins Haus. Keuchend lehnte ich gegen die Tür.
"Bist du einen Marathon gefahren?" meine Mutter schaute mich verwirrt an und nahm die Tüte in der die Pizzen. Sie öffnete beide Kartons und gab mir dann den Karton in dem meine Pizza war. Ich ging davon aus das wir nicht zusammen essen würden. Meine Mutter ging ebenfalls davon aus, wie es sich rausstellte, da sie sofort im Wohnzimmer verschwand.
Eigentlich aßen wir nie zusammen. Seit ich denken kann haben wir immer getrennt gegessen und wenn wir mal zusammen aßen, hatten wir besuch oder meine Eltern stritten sich. Jedenfalls ging ich in mein Zimmer und wollte mich eben auf mein Bett werfen als ich bemerkte das mein Fenster offen stand. Ich konnte mich nicht erinnern es geöffnet zu haben...Vielleicht Mama? Nein. Die kam nie in mein Zimmer. Außerdem lagen auf dem Bett eine schwarze Lederjacke und zwei Flaschen Bier. Verwirrt runzelte ich die Stirn. Ich legt den Karton auf den Schreibtisch und griff nach dem nächsten besten hartem Ding.
Als ich dann auch noch die Dusche rauschen hörte, lief mir ein schauer über den Rücken.
Was war das für ein Einbrecher? Bricht ein um unsere Dusche zu benutzen? Später erwartet er noch, dass meine Mutter für ihn kocht und ihn ins Bett bringt..plus Gute-Nacht-Geschichte. Bringt jemanden um, schmiert sich mit dem Blut des Opfers voll, haut vom Tatort ab, bricht bei jemand anderem ein und duscht dort. Hä?
Ich schob die Tür leise auf und spickte rein.
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