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Loki and Yui

von IamHotaru
Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P12 / Gen
Baldr Hringhorni Loki Laevatein Yui Kusanagi
27.04.2016
27.04.2016
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27.04.2016 1.928
 
Es klingelte zum Schulschluss und ich begann, geistesabwesend meine Sachen zusammen zu packen. Als ich aufsah, erblickte ich eine Klassenkameradin, die vor meinem Tisch stand und mich anlächelte.
"Wollen wir noch Karaoke singen gehen, Yui?", fragte sie.
"Tut mir leid, aber... Ich bin schon verabredet!", antwortete ich und lächelte entschuldigend zurück. Dann stand ich auf und verließ den Klassenraum. An den Schließfächern verabschiedete ich mich noch von ein paar Freunden, zog meine Schuhe an, verstaute die Bücher die ich zuhause nicht brauchen würde im Fach, schloss dieses ab und machte mich auf den Weg nach draußen. Heute würde ich noch kurz einkaufen müssen bevor ich ankam... Ich seufzte. Shoppen war wirklich nicht mein Ding. Müde strich ich über den schwertförmigen Anhänger an meinem Hals und bemerkte die Person nicht, die vor mir stand, was zur Folge hatte dass ich direkt in sie hinein lief.
"Oh... Äh, tut mir lei- LOKI!", stotterte ich und lief rot an als ich mich in de  Armen meines Freundes wiederfand. Er ließ mich sofort los und sah zur Seite, wobei ihm sein langes rotes Haar ins Gesicht fiel.
"W-w-was machst du hier...?", fragte ich verstört. Er zog immer so viel Aufmerksamkeit auf sich dass sich bald nicht mehr leugnen lassen würde dass ich einen Freund hatte. Undzwar einen höchst seltsamen, auch wenn niemand außer mir hier wusste, dass er eigentlich ein Gott war.
"Gar nichts. Ich war auf einmal hier...", murmelte er. Ich stöhnte auf.
"Wie oft muss ich dir denn noch sagen, dass du hier nicht herkommen sollst? Du leuchtest wie ein Feuerwerk!", knurrte ich, obwohl ich schon froh darüber war, dass er sich die Mühe machte um mich zu sehen. Jedoch war mein Plan, heute sein Geschenk zu kaufen, wohl durchkreuzt worden.
"Ich sagte doch, ich weiß  nicht wie...!", verteidigte er sich. Nun, für einen Gott war er furchtbar schlecht im Lügen, das musste ich ihm schon lassen.
"Ist ja schon gut. Komm, wir gehen nach Hause, Spinner", sagte ich und nahm ihn bei der Hand. Ich tat es schon fast automatisch, weshalb ich erst etwas später realisierte, dass Loki wegsah und rot war wie eine Tomate. Irgendwie fand ich das schon süß, selbst wenn er bestritt in irgendeiner Weise niedlich zu sein.
So zog ich ihn durch die Straßen, als ich sein Lieblingsgeschäft entdeckte. Ein kleiner Spielwarenladen, der sowohl Kinderspielzeug als auch alle möglichen Tricks und Fallen im Repertoire hatte - typisch für Loki, der immer jemandem Streiche spielen musste. Wirklich, immer! Ich blieb stehen und starrte durch das Schaufenster hinein. Auch Loki hatte seine Augen sehnsüchtig auf ein kleines Kästchen geworfen, das im obersten Regal direkt neben dem Fenster stand. Das Kästchen war dunkelblau und mit goldenen Schnörkeln verziert, sodass ich kaum glauben konnte, dass ein Streich darin enthalten war. Doch demnach zu urteilen, wie Loki es anstarrte, konnte es nur einer sein.
Ich  beschloss, am nächsten Tag direkt vor der Schule diese kleine Kiste zu kaufen und ging weiter, Loki noch immer an der Hand. Er schien sich zu sträuben und nur unfreiwillig von der Kiste weg zu gehen, doch er folgte mir ohne ein Wort. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen als ich daran dachte, wie sehr mein kleiner Loki sich über das Geschenk freuen würde. Er konnte ja so süß sein.
"Yui...? Wir müssen doch da lang", bemerkte Loki und riss mich (glücklicherweise) aus meinen Gedanken, denn ich war dabei in die falsche Richtung zu laufen. Ich schüttelte den Kopf, grinste Loki belustigt an und schlug die richtige Richtung ein.
"Was ist bloß immer los mit dir, Dummchen?", fragte er und grinste mich mit seinem Loki-Grinsen an. Mein Herz stoppte für einen Moment und ich schnappte kurz nach Luft, wie immer, wenn er mich so ansah.
"Niiiichts", sagte ich und ging einfach weiter, um ihn ein wenig zu ärgern, als ein Regentropfen mein Gesicht streifte.
"Mist!", grummelte ich und schon strömte das Wasser vom Himmel herab, Loki und mich durchnässend - und meine Schulsachen ebenfalls. Loki packte mich am Handgelenk und wir rannten los. Um noch nach Hause zu kommen war der Regen zu stark, also beschloss ich, irgendwo Unterschlupf zu suchen. Unsere Füße trippelten über den nassen Asphalt und Wasser spritzte um meine Knie, doch wir hielten erst als wir einen Schrein mit Bedachung gefunden hatten und im Trockenen standen. Hechelnd und keuchend lehnte ich mich an einen der Träger der Bedachung und versuchte, meinen Puls wieder zu senken. Loki kicherte bloß während er mir dabei zusah, obwohl er selbst leicht außer Atem war.
"Du solltest eindeutig mehr Sport machen, Yui", sagte er grinsend.
"Halt die Klappe. Du bist ein Gott und trotzdem außer Atem!", konterte ich. Dann richtete ich mich auf und stellte mich näher zu Loki, um mit ihm den Regen zu beobachten. Noch immer schüttete es wie verrückt und durch meine nasse Schuluniform begann ich auch langsam zu frieren, also lehnte ich mich an Lokis Schulter - was logischerweise auch keine große Hilfe war, zumal seine Klamotten ebenfalls komplett durchnässt waren. Lokis Kopf drehte sich zu meinem und sein Gesicht kam immer näher, bis es nur noch Millimeter von meinem entfernt war und es meinen Puls wieder rasen ließ, der sich doch gerade erst wieder beruhigt hatte. Lokis Arme schlossen sich fest um mich und seine Hand umschloss mein Kinn.
"Was genau tut iht beiden denn da?", ertönte eine mir vertraute Stimme von... irgendwo. Ich konnte nicht wirklich viel sehen bis auf Lokis genervtes Gesicht, als er sich zu seinem besten Freund umdrehte.
"Baldr! Die Frage kann ich nur zurückgeben. Was machst DU hier?", fragte er und ließ mich los. Ich seufzte und sah zu Baldr auf.
"Es hat geregnet und wir haben keine Schirme dabei, da mussten wir uns irgendwo unterstellen", beantwortete ich seine Frage. Baldrs Lächeln war mal wieder so hell wie die Sonne selbst als er uns einen Schirm reichte und uns anbot, uns noch nach Hause zu bringen. Nun, ich konnte ihn gut leiden und wusste genau wie sehr Loki an ihm hing, also ging ich stillschweigend neben den beiden her, die sich gerade über die anderen Götter unterhielten.
Zuhause angekommen, wurde ich Loki an Baldr los und schmiedete Pläne, ihn morgen für ein paar Stunden abzuschütteln um sein Geschenk zu kaufen.

Als ich aufwachte, war es noch immer dunkel draußen. Ich war am Abend früher als sonst schlafen gegangen, was mich auch früher aufstehen ließ. Ein Blick auf meinen Wecker verriet, dass es halb fünf war und ich noch eine Menge Zeit hatte, also ging ich duschen, föhnte meine Haare und zog mir eine frische Schuluniform an. Viertel nach fünf. Dann frühstückte ich ein Toast mit Marmelade und packte meine Schultasche, da ich am vorigen Abend nicht dazu gekommen war - ich war halb erfroren und erschöpft ins Bett gefallen und jetzt fühlte ich mich, als wäre eine dicke Erkältung im Anflug. Super Resultat!
Die Zeit kroch vor sich hin, doch irgendwann war es Zeit das Haus zu verlassen. ich schnappte meine Jacke und machte mich auf den Weg durch die ruhigen Straßen. Zu meinem Glück hatte der Laden bereits geöffnet und innen war es warm. Das Glöckchen bimmelte als ich eintrat und nach der Kiste suchte. Da war sie - oben auf dem Regal, genau wie gestern. Für 1.500 Yen war es auch einigermaßen günstig, wenn man in Betracht zog wie aufwändig es gestaltet war und ich nicht wusste was sich darin befand. Mit dem Kästchen in der Hand stellte ich mich an die Kasse und wartete darauf, dass jemand hinter der Theke erscheinen würde. Einige Minuten passierte nichts, bis ich eine kleine Klingel entdeckte mit einem Schild daran befestigt auf dem "Ruft mich!" stand. Leicht verwirrt betätigte ich die Klingel und beinahe unwillkürlich erschien Baldr vor mir.
"Hallo, Yui! Kaufst du ein Geschenk für Loki?", fragte er, als sei nichts. Schockiert starrte ich ihn an und musste mir einen Lachkrampf verkneifen. Baldr mit seinem sonnigen Lachen und seinen langen, goldenen Haaren schien so falsch an einem Ort wie diesem dass es schon beinahe lächerlich war.
"Ja. Seit wann arbeitest du hier?", fragte ich, um meinen Schock zu vertuschen und legte das Kästchen an die Kasse.
"Noch nicht lange. Ich musste mich mit irgendwas beschäftigen... Gott zu sein ist manchmal echt langweilig!", sagte er. Okay, Baldr hatte den Verstand verloren, aber das war bloß normal für ihn. Ich zahlte für das Geschenk, packte es an einer Ecke des Ladens direkt ein und begab mich auf den Weg zur Schule. Ich musste rennen, um nicht zu spät zu kommen, aber irgendwie schaffte ich es doch.

Nach der Schule erwartete ich schon, dass Loki auf dem Schulhof stehen würde, also lief ich zu den Spinden, zog meine Schuhe an und eilte nach draußen. Niemand da. Keine leuchtend roten Haare weit und breit. Nun, es ergab schon Sinn, dass er sich nicht blicken ließ, da ich gestern unangenehm geworden war, aber wo konnte er denn sein? Bei ihm Zuhause war unwahrscheinlich, dorft befand er sich höchstens mal über Nacht. Eher bei Baldr - der ja gerade arbeitete - oder in meinem Zimmer. Also ging ich fürs Erste nach Hause. Dort war er auch nicht und langsam machte ich mir Sorgen. Für Loki war es untypisch, einfach abzuhauen und es war selten dass ich nicht wusste wo er sich aufhielt. Mein nächster Halt war Baldrs Wohnung. Niemand, auch nicht Baldr selbst. Und auch Lokis Wohnung stand leer. Wo konnte der Idiot hin sein?! Es wurde dunkel draußen und ich stand hier mitten im Nirgendwo und suchte meinen Freund an seinem Geburtstag, als mein Handy klingelte. Richtig, sein Handy! Und wie erwartet, was die Nachricht von Loki.
"Auf dem Dach der Schule." Toll" Noch einmal zurück zur Schule? Super. Aber ich machte mich trotz fehlender Motivation und großer Frustration wegen meiner eigenen Blödheit auf den Weg. So weit war es nicht, schon bald lief ich die Stufen zum Dach hinauf und stieß die Tür weit auf. Loki lag auf dem Boden, die Arme hinter seinem Kopf verschränkt und seine grau-blauen Augen geschlossen. Keuchend setzte ich mich neben ihn und ließ die Kiste auf seinen Bauch plumpsen, was ihn wohl aus seinen Tagträumen riss.
"Wieder am träumen?", fragte ich und legte mich nun auch hin. Loki schaute mich müde an und lächelte verführerisch.
"Aber immer doch", sagte er und zog mich an sich, wobei er das Kästchen versehentlich zu Boden stieß. Es war unversehrt, doch das Geräusch lenkte Lokis Aufmerksamkeit auf die Kiste.
"Was ist das?", fragte er. Ich gähnte.
"Keine Ahnung. Dein Geschenk, denke ich. Alles Gute, Spinner", sagte ich und lächelte. Loki zerriss das Papier und erblickte die Kiste. Seine Augen wechselten von verwirrt über schockiert und dann zu unglaublich fröhlich, so sehr, dass es mich beinahe angesteckt hätte. Wie süß!
"Danke! Danke, danke, danke!", rief er un umarmte mich stürmisch. Ich erwiderte seine Umarmung halbherzig und chob ihn dann von mir, damit er endlich die Kiste öffnete; ich war mittlerweile ebenfalls neugierig geworden. In dem Moment, als er den Deckel anhob, erklang eine Melodie, die ich gut kannte. "TILL THE END" - unser Lied! Und dass er sich diese Box so sehnsüchtig gewünscht hatte, machte mich unheimlich glücklich.
"Alles Gute, Loki", sagte ich noch einmal und küsste ihn kurz auf die Lippen. Endlich hatte er sein Geschenk bekommen.
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