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Blossom

KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dauphin Francis Mary Stewart
26.04.2016
26.04.2016
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26.04.2016 782
 
Disclaimer: Mir gehört nichts, außer die Storyline.


Blossom


Die weißen Blüten lagen verstreut auf dem Boden. Eigentlich war es noch zu früh, erst Ende Februar doch dieser spezielle Apfelbaum inmitten eines Nadelwaldes blühte bereits.
Eine junge Frau kniete elegant vor dem Baum und hatte die Hände gefaltet. Mit geschlossenen Augen murmelte sie leise ein Gebet, welches im Rauschen der Blätter verklang.

“Such beauty, you bring to me…”

Sie öffnete die Augen und hob dann eine der weißen Blüten auf. Genau hier war ihr geliebter Ehemann verstorben. Francis, der König von Frankreich.
Genau hier hatte er sie gebeten in Frankreich zu bleiben und zu warten, bis Catherine zur Regentin ernannt wurde. Und das tat sie... sie half der Königinmutter so gut sie konnte und am Ende saß Catherine wieder auf dem Thron, dieses Mal jedoch neben ihrem Sohn Charles.

„Wieso? Wieso kamst du zurück?! Du wusstest nicht, dass das Gold vergiftet war, es waren so viele, sie hätten dich getötet! Wieso machst du so was Dummes?!“, schluchzend versuchte sie ihre Hände aus seinem Griff zu befreien.
„Weil ich dich liebe.“


Kurz darauf hatte Henry Darnley um ihre Hand angehalten und da Don Carlos bereits mit einer griechischen Prinzessin vermählt war, war das die beste Partie. Wie sie Francis versprochen hatte, heiratete sie wieder… sie liebte sogar wieder, aber Francis blieb dennoch immer in ihrem Herzen.

Francis.

Wie glücklich waren ihre Kindertage am französischen Hof gewesen. Wie wunderschön ihre Hochzeit. Und selbst nachdem sie sich auseinander gelebt hatten nachdem die Protestanten in das Schloss einfielen, sie fanden immer wieder zueinander. So unbeschwert waren die Tage, nachdem Delphin ihn von seiner Krankheit geheilt hatte. Wie beflügelt waren sie gewesen. Und dann war er doch gegangen.

„Not again!“
„Yes again and again and again and again… should we go back to bed?”
“Francis! We have more important things to do than make love or built boats!”


Eine Hand strich ihr über die Haare und blieb auf ihrer Schulter liegen. Strahlend wendete Mary, Königin von Schottland und Frankreich ihren Blick von dem Baum ab und hob ihren Kopf, um dem Blick ihres Ehemannes zu begegnen.
„Mary…“, lächelnd strich Francis ihr über die Schulter, nahm ihre Hand und half ihr auf.
Verzückt strich die junge Frau Francis durch die blonden Locken und küsste ihn dann zärtlich.
„Es wird Zeit, Liebste.“
„Ich bin bereit.“ Sie hauchte einen federleichten Kuss auf seinen Handrücken.

„Es gibt viel Platz.. und ein leichtes Gefälle, wenn man… laufen lernen will.“, stockend vollendete Mary den Satz und sah dann unsicher zu ihrem Ehegatten hoch.
Verdutzt musterte Francis erst ihr Gesicht und schaute dann verblüfft auf ihren Bauch.
„Bist du etwa…?“
Mary nickte strahlend und mit wenigen Schritten war Francis bei ihr und umschlang sie fest mit seinen Armen.


Francis zog seine junge Frau an sich, legte seinen Kopf auf ihren und gemeinsam verblassten sie in dem hellen Licht der aufgehenden Morgensonne.


„Mommy, Mommy!“, lachend rannte das kleine Mädchen auf seine Mutter zu „Da waren gerade zwei Menschen, die hatten total komische Sachen an. Die Frau hatte so ein tooootaal langes Kleid an und der Mann hatte so ein großes Dings auf dem Kopf. Das hat voll geglänzt. Hast du die auch gesehen?“ Strahlend sprang die Kleine um ihre Mutter herum.
„Wirklich, mein Schatz?“, lachend hob Mary ihre Tochter hoch und strich ihr durch die dunklen Locken. „Du musst mir alles erzählen… Francis, wir könnten doch hier das Picknick machen. Sieh nur, wie schön der Apfelbaum blüht.“
Strahlend sah Mary zu ihrem Mann, der gerade mit einer Landkarte hantierte und sich zerstreut am Kopf kratzte.
„Ich versteh das nicht, wir sind doch links abgebogen, genau wie es auf der Karte steht…“
Kichernd sprang das kleine Mädchen aus den Armen ihrer Mutter, lief zu seinem Vater und kuschelte sich an ihn.
„Ach Pappy, lass doch die Karte sein, hier ist es doch total schön.“
Lächelnd strich Francis seiner Tochter durch die Haare, ging zu seiner Frau und küsste sie auf den Scheitel.
„Das stimmt… dieser Ort ist wirklich unglaublich.“

Fin


Authors Note:

Und so melde ich mich zurück aus der Versenkung mit SEHR viel schmelz und schmacht, aber das musste sein. Ich suchte die Serie „Reign“ jetzt seit einer Woche und mit Herz war (SPOILER) nach dem Tod von Francis irgendwie zerbrochen. Und da ich das ja schlecht so stehen lassen konnte musste ich Francis und Mary ein Happy End geben. Und ja, das haben sie jetzt bekommen, wenn auch erst im Jenseits. Ich hoffe auf jeden Fall euch hat diese etwas ernstere und hoffnungslos kitschige Geschichte von mir gefallen und wenn ihr mehr von solchen Sachen wollt, dann sagt Bescheid. Und schreibt schön fleißig Reviews, die mag ich so gern ;)

Bis hoffentlich bald
Pandaqueen
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